Textiles Verbrechen

Wer von euch hat in der letzten Zeit mal eine Hose kaufen müssen? Also: Das Tochterkind und ich gehören zu jenen, welche den Hosenkauf nicht mögen und ihn deshalb nicht ganz so oft praktizieren. Nun musste es aber wieder einmal sein – die Dinger in unsere Schränken wurden irgendwie von den Kalorientierchen kleiner genäht … Mistviecher das!

Also ab ins Städtchen und rein in die Geschäfter. Aber eine anständige Jeans ist im Moment echt Mangelware. Ich meine: Eine Jeans, die man tragen kann, ohne dabei auszusehen wie eine Presswurst mit einem Arsch wie eine Spalttablette. Wer zum Geier hat diese Mode gemacht? Das ist ein Verbrechen. Und weil ich mich in jedem Geschäft total entsetzt habe, dass es nichts Gescheites hat, meinte das Tochterkind (welches doch altersgemäss eigentlich diesen Trend verstehen MÜSSTE): „Weisst Du jetzt, was ich meine, wenn ich sage, dass es im Moment einfach nichts Gescheites zu kaufen gibt?“

Leute, sie hat recht. Ich habe mich in den Gassen der Stadt bewusst geachtet, wie die trendige Generation so rumrennt. Hilfe! Bilder gefällig?

Jetzt mal so ganz unter uns: Ob schlank oder rund – eine Hose, die wie ein Strumpf am Körper klebt, beinahe bis unter die Achseln kommt und die Gesässtaschen soweit oben hat, dass man nicht mehr weiss, was nun Rücken und was Po ist … eine solche Hose macht einfach nur einen hässlichen und langezogenen Hängepo. Das könnt ihr nun drehen und wenden wie ihr wollt – einfach nur zum Wegschauen!

Damit ist es aber ja noch nicht genug. Die gewitzten Designer haben ja schliesslich nicht nur ein halbes Verbrechen machen wollen … NEIN! Sie haben alles gegeben und auch obenrum darauf geachtet, dass man so richtig bescheiden aussieht. Oder sie dachten sich: „Diesmal machen wir alles mit der Hälfte des Stoffes, aber zum doppelten Preis!“ Und weil es trendy ist und die Promis es vormachen, rennen alle in die Geschäfte und kaufen diese modischen Fehltritte. Bild gefällig?

Nein, es geht hier nicht um den schönen Busen. Es geht darum, dass in der Stadt lauter weibliche Wesen rumrennen, die viel zu lange Pobacken haben und dabei viel zu kurze Oberkörper. Haben die denn alle keine Spiegel zu Hause? Wohlverstanden: Diese Mode zieht sich quer durch alle Geschäfte und alle Kleidergrössen – es ist zum Verzweifeln. Und wenn etwas einmal ausnahmsweise nicht total bescheuert geschnitten ist, dann hat es stattdessen dämliche Aufnäher (Patches) drauf, die im Moment auch hoch im Kurs sind.
Auch Bilder gefällig?

Wer jetzt denkt: Die alte Schachtel soll doch mit ihren 50 Jahren in ein altersgemässes Geschäft gehen, der irrt. Solchen Mist gibt es inzwischen überall und auch mein junges Tochterkind findet diesen Hypsterbrei zum Schreien. Wo sind die schönen Klamotten alle hingekommen? Ein Verbrechen, was derzeit in den Geschäften hängt … unsere Ausbeute war so klein wie noch nie! 😦

Facebook-Arm-Syndrom

Mein liebster Göttergatte hat eine neue Krankheit kreiert: Das Facebook-Arm-Syndrom. Jap – im Hause der Modepralinen-Familie gibt es nun also auch sowas … wir sind schliesslich total besonders!

Vorweg: Der Göttergatte hat sich jahrelang gegen Facebook gewehrt. „Totaler Mist“, „Brauch ich nicht“, „Zeitverschwendung“ und ähnliche Aussagen stammen von ihm, wenn es ums Thema Facebook ging. Bis ich ihn vor dem letzten Krankenhausaufenthalt dazu ermuntert habe, nun doch ein Profil zu eröffnen, um ein bisschen mitzulesen, was draussen so alles abgeht. Und jetzt? Jetzt hat er seither ein Profil und hängt oft – sehr oft – an seinem iPad und scrollt sich durch gefühlt fünf Millionen Beiträge. Er setzt Likes, kommentiert, teilt und hat mehr Spass daran, als er eigentlich zugeben will. Und heute meinte er auf einmal zu mir:

„Ich hab hier im linken Unterarm so komische Schmerzen – so ähnlich wie Muskelkater.“
„Wo kommt das denn her?“

Und jetzt kommt es:

„Ich bin mir nicht sicher, aber es könnte vom ewigen Facebooklen sein … weil ich das iPad immer mit dem linken Arm halte.“

*Lachkrampf*

Ich so: „Du willst mir jetzt allen ernstes erzählen, Du habest einen Facebook-Arm? Andere haben einen Tennisarm, Du hast einen Facebook-Arm?“
Er so: „Ehm, also … ja, das könnte durchaus sein.“

Und weil er jahrelang über alle gelacht hat, die auf Facebook unterwegs waren, lache ich nun über seinen Muskelkater, den er sich auf Facebook geholt hat. Danke für diese Geschichte, lieber Göttergatte! 🙂

Sinnfreie Regel

Wir leben im Land der Gesetze und Regeln. Die Schweiz hat für beinahe alles und jedes ein Gesetz oder eine Regel, die es einzuhalten gilt. Oft machen diese Regeln Sinn – manchmal auch nicht … aber irgendein Mensch denkt sich ja diese Regeln aus.

Heute wurden das Tochterkind und ich mit der sinnfreisten Regel konfrontiert, die wir je gehört haben. In einem beliebten Stadtcafé in unserer „Ambassadorenstadt“ sind wir nach einer Einkaufstour eingekehrt. Wir haben beim Eingang in der Auslage die Kuchen und Süssigkeiten studiert, um uns anschliessend am Tisch etwas bestellen zu können. Das machen wir seit gefühlt 100 Jahren in besagtem Stadtcafé so.

Die Bedienung – welche notabene in besagtem Café immer sehr zuvorkommend ist – hat sich auch sofort nach unseren Wünschen erkundigt. Ich habe einen Erbeerkuchen aus der Auslage bestellt (der ist dort besonders gut) und das Tochterkind ein kleines Birchermüesli.

„Tut mir leid, wir haben nur grosse Birchermüesli“, so die Bedienung.
„Nein, in der Auslage vorne hat es grosse und kleine Müesli, ich hab sie beim Reinkommen gesehen“, erklärt das Tochterkind.
„Ja, das ist so. Die sind aber nur zum Mitnehmen über die Gasse gedacht. Servieren dürfen wir diese nicht. Wir dürfen hier nur grosse Birchermüesli servieren.“

Das war jener Moment, in welchem ich nach der versteckten Kamera suchte und fragte:
„Das ist jetzt nicht ihr ernst, oder?“
„Leider schon, es tut mir leid. Wir haben schon des öfteren beim Chef nachgefragt, ob wir das nicht ändern dürfen. Er will das nicht.“ Der Bedienung war das sichtlich peinlich – obwohl sie ja gar nichts für diese Regel kann.
Da hat sich bei mir der kindliche Widerstand (den hab ich auch mit 50 Jahren noch) geregt und ich habe zu ihr gesagt:
„Nun ja, dann gehen wir jetzt einfach an die Theke, kaufen das Müesli und sie isst es hier am Tisch.“
Die Bedienung ist noch einmal um gefühlt fünf Zentimeter tiefer im Boden versunken und erwiderte:
„Tut mir leid, das dürfen sie nicht. Ich bin verpflichtet, sie dann darauf hinzuweisen, dass sie das hier nicht essen dürfen.“

Okay – ihr ahnt richtig: Die Modepraline hat nach dem Chef verlangt. Eine derart sinnfreie Regel wollte ich mir nun doch gerne erklären lassen. Der Gute hat aber glücklicherweise am Montag frei … denn auf diese Erklärung wären wir nun doch sehr gespannt gewesen.

Also noch einmal für Anfänger: Man darf sich in besagtem Stadtcafé in der Auslage auslesen, was man möchte – es wird am Tisch serviert. Nicht aber das kleine Birchermüesli … also, eigentlich gar kein Birchermüesli aus der Auslage. Denn dieses gibt es nur in gross aus der Küche. Und ich überlege immer noch, was die Verkaufsstrategie dahinter sein soll. Fazit: Ein Birchermüesli weniger verkauft und eine Kundin mehr sauer gemacht. Irgendwie geht diese Rechnung nicht wirklich auf … oder verstehe ich da nun etwas falsch?

Modepraline ist Fan !!!

Seit ich denken kann, bin ich ein grosser Fan der Bilder des Kunstmalers Rolf Knie. Also, eigentlich bin ich ein Fan von Rolf Knie selber. Mich faszinieren Menschen, die mit einem Stift oder einem Pinsel ganze Geschichten aufs Papier, die Leinwand oder die Zeltblache zaubern können. Ich selber scheitere nämlich schon beim Strichmännchen – total talentfrei!

Als Schülerin habe ich mein Taschengeld nicht selten in die Poster von Rolf Knie investiert. Seine Tiger in der Zirkusmanege, seine Elefanten und Clowns … die ganze Welt rund um den Zirkus hat mich immer fasziniert. Irgendwann konnte ich mir dann sogar eine Lithographie leisten und habe mich darüber gefreut wie eine Schneekönigin.

Heute bin ich nach wie vor ein riesiger Fan von Rolf Knie. Ich wohne quasi in seiner Manege und lese alles, was es über den Künstler zu lesen gibt. Und ich habe auch schon selber auf meinem Blog ein Interview mit Rolf Knie veröffentlicht https://modepraline.com/2015/06/30/was-macht-rolf-knie/ .

Nun war ich kürzlich einmal mehr an einer Vernissage meines Lieblingsmalers und … ich habe ihn endlich persönlich kennengelernt. Bislang hatten wir nur schriftlichen Kontakt. Nun ja, man könnte sagen: Die Modepraline hat sich kurzfristig zum Teenie zurückentwickelt – einfach ohne Kreischalarm. Ich habe mich fürs Foto auf Rolf Knies Schoss gesetzt und musste mich so tierisch freuen, dass ich glatt meine Augen weggegrinst habe. Peiiiinlich!

Und ich habe wieder einmal ein Traumbild entdeckt, welches den Namen „Gugus“ (Schriftdeutsch „Kuckuck“) trägt.

Ich habe den Gugus-Clown extra mit dem Zoom nochmal hergeholt, weil man auf dem Bild nur das strahlende und augenlose Groupie sieht …

Dass sich Rolf Knie anschliessend an die Vernissage im Restaurant an den Tisch zu mir und meinen Freundinnen gesetzt hat, das war das ultimative Highlight für mich als echten Fan. Ich meine: Er hat bestimmt eine Stunde aus seinem Leben erzählt; er hat uns einen Einblick hinter die Fassade des Künstlers gegeben und … Leute … jetzt kommts: Er hat mich nach Mallorca eingeladen – mich, die Modepraline (mit Mann, Kind und Kegel hat er gesagt). Dafür hat er mir seine Telefonnummer gegeben (nein, ich geb sie nicht weiter – auch nicht für Geld!!!) und hat mich gefragt, ob ich für seinen Salto Natale (macht er mit seinem Sohn Gregory) einen Beitrag auf meinem Blog machen würde. Hallo? Und ob ich das würde!!! Ich war derart verzückt, dass meine Freundinnen nicht aufhören konnten zu grinsen, weil ich so groupiehaft am Schwärmen war. Tja, auch mit 50 ist man nicht zu alt, um ein echter Fan zu sein. Danke, lieber Rolf – Du hast mir eine riesen Freude gemacht!

Scheisstage

Es gibt Tage, an denen ist einfach alles zuviel. Kennt ihr diese Tage auch? Wenn ich übermüdet, erschöpft, mental ausgelaugt und nur verhalten positiv bin, dann braucht es wenig, dass mir der Ersatznerv auch noch reisst. Nicht selten sind das jene Tage, an welchen ich im Fernsehen bombardiert werde mit den Wahnsinnsproblemen der Pseudopromis (Falte an der linken Arschbacke und so…); Tage eben, an welchen offenbar alle um mich herum meinen, ein wahnsinnig unlösbares Problem zu haben – wie zum Beispiel ein böser Exfreund, ein Loch im Zahn oder ein quengelndes Kleinkind. Und ich höre zu, rede zu und … auf einmal wird alles zuviel. Der Moment, in welchem ich das Gefühl habe, eine Zapfsäule zu sein, aus der man einfach ständig Energie abzapft, aber keine nachfüllt. Und dann … ja dann möchte ich ganz laut schreien:

Leute, habt ihr eigentlich keine anderen Probleme? Dann schätzt euch doch einfach glücklich und seid froh, wenn ihr euch über kleinen Mist nerven könnt.

Das mag nun hart, unmenschlich oder gar arrogant klingen. Macht aber nichts. Denn ich habe in den letzten vier Monaten gelernt, dass es im Leben NICHTS gibt, worüber es sich aufzuregen lohnt, solange es nicht lebensbedrohlich ist. Keine Warzen am Fuss, keine Stoppeln an den Beinen, keine verschmähten Liebesbekundungen, kein kaputtes Auto, keine fallenden Aktienkurse und auch kein Haarausfall. Ganz zu schweigen von den Falten, den überflüssigen Pfunden und den fliegenden Pollen. Alles ist gut, solange man gesund ist.

Und wenn jetzt noch einmal jemand mit einem wahnsinnsüberdimensioniertenmega Problem aufwartet, dann kann ich nur noch fragen: „Gesund? Wenn ja – sei dankbar dafür oder such Dir einen Psychiater!“

 

Heimwerkerin? Niemals!

Kennt ihr sie auch, die Menschen, die einfach alles selber machen? Jene, die für alles eine Lösung haben und auch immer die passenden Werkzeuge gleich zücken können. Ich gehöre definitiv nicht dazu.

Bei mir haben schon mal die Werkzeuge andere Namen, als anderswo. In unserem Haus gibts für mich nur

. Schraubendrehdingens
. Nageleinschlagzeugs
. Nagelherausziehteil
. Auffüllreinstopfmaterialmatsche
. Vorhangaufhängegedöns
. Ritschratschabsägzeug
. Glasflickklebzeug
. Fleckenwegmachwasser.

Das Gute daran ist, dass mein Göttergatte meine Sprache inzwischen schon versteht und weiss, was ich gerne von ihm hätte. Also: Ich möchte ja jeweils nicht das Werkzeug, sondern gleich noch die Arbeit mit dazu. Wenn ich es nämlich mache, dann ist es echt nervenschonender, gleich alles in den Müll zu schmeissen. Spart Zeit, Geld UND Nerven.

Nun kommt es ja hin und wieder vor, dass der Göttergatte im Krankenhaus weilt oder etwas gerade nicht machen darf (was er im übrigen absolut nicht ausstehen kann). Dann kommt die Modepraline zum Einsatz. Bringe sich in Sicherheit, wer kann! Wenn ich Papier bündeln muss, dann ist das ein Abenteuer für sich – reine Glückssache, wenn so ein Bündel den Transport aus dem Haus intakt übersteht. Ich knote mich jeweils beinahe selber am Bündel fest. Die Abfalltrennung geht zu Gunsten meiner Bequemlichkeit auch regelmässig flöten, wenn ich an der Hauswerkerfront bin. Da verschwindet einfach alles im Müllsack – zuschnüren – fertig! Das Auswechseln von Leuchtkörpern ist auch nicht unbedingt meine Stärke – da sitze ich schon eher im Halbdunkeln. Kartonentsorgung wird auch keine olympische Disziplin. Ich hüpfe wie eine Halbwilde auf den Schachteln rum, um diese platt zu treten und sie dann zu einem halbwegs passablen Berg zu schichten. Und die Sache mit den Aludosen – ja, da habe ich irgendwann beschlossen: Pfeif auf dieses Zusammengequetsche und Ineinandergestaple – in den Müll damit (jaja, Asche auf mein Haupt!).

Übrigens habe ich letzthin mit einem extrem effizienten Mittel den Wasserhahn entkalkt. Das Chrom ist nun auch weg – sieht nicht besonders hübsch aus … irgendwie hab ich da was mit dem Mittel und der Dosierung wohl falsch verstanden.

Also eines steht fest: Den Heimwerkeraward werde ich nicht gewinnen – ich glaube, dass ich mich schon glücklich schätzen kann, wenn ich nicht irgendwann von der Müllabfuhr mitensorgt werde, weil ich mich irgendwo festgebunden oder angetackert habe.

Ungesund

Fallpauschale – Spezialitätenliste – Zusatzversicherung – Upgrade – Hausarztmodell – etc.

All diese Begriffe gehören zu unserem Gesundheitssystem – ein System, dass kranker gar nicht sein könnte. Otto Normalverbraucher, der täglich arbeitet und seinem Verdienst nachgeht, kann sich in der Regel gerade mal noch eine Grundversicherung leisten. Mehr liegt nicht mehr drin. Und diese Grundversicherung müsste eigentlich ehrlicherweise eher Abgrund-Versicherung heissen. Sie deckt zwar ab, dass man in unserem Land nicht auf dem Gehsteig sterben muss … dann wird es – wenn man ehrlich ist – aber auch schon kritisch. Leider bin ich seit Monaten mehr bei Ärzten und in Krankenhäusern, als mir lieb ist. Und dadurch erlebe ich so einiges – nicht nur durch die eigene Erfahrung, sondern auch durch Beobachtungen, welche ich bei langen Wartezeiten machen kann.

Der Satz: „Wie sind Sie denn versichert?“ entscheidet nicht selten über die Tatsache, ob das Prozedere danach lange dauert, oder schnell und angenehm läuft. Schliesslich ist man im Krankenhaus heute kein Patient mehr, sondern ein Fall. Und da nach Fallpauschalen abgerechnet wird, müssen möglichst viele Fälle durchs System laufen, damit es sich rechnet. Es sei denn, man ist so gut versichert, dass man ein rentabler Patient ist … dann sieht es etwas anders aus.

Ich kann den Ärzten und Krankenhäusern nicht einmal einen Strick daraus drehen, denn sie haben den Druck der Kassen im Nacken. Und erschwerend müssen sie neuerdings mit all den verschiedenen Varianten pro Fall gefühlt 100 Formulare ausfüllen – selbstverständlich zu Lasten der Patienten. Aber auch eine äusserst gute Versicherung garantiert keinen reibungslosen Ablauf und kein gutes Gefühl. Jeder Patient sollte eine Kampfsau an der Seite haben, die für ihn hinsteht, sich wehrt, hinterfragt, nachhakt und kritisch hinschaut. Traurig, aber wahr. Mein Tochterkind und ich sind in den letzten Monaten zu meisterhaften Kampfschweinchen geworden … vor, neben und hinter dem Göttergatten. Jederzeit und überall! Nach all unseren bisher gemachten Erfahrungen möchte ich mir gar nicht ausmalen, was mit jenen ist, die niemanden haben, der sich für sie einsetzt. Da kann es schon passieren, dass man als Patient zum Spielball eines total kranken Gesundheitssystems wird … und vielleicht während des Spiels den Löffel abgibt, weil man vergessen gegangen ist. Das kann es doch wirklich nicht sein, oder? Wir schimpfen uns ein hochzivilisiertes, technologisiertes und wahnsinnig qualifiziertes Vorzeigeland. Manchmal frage ich mich einfach, wo genau wir das sind. Die Fassade mag vielleicht glänzen … dahinter sieht es aber ganz schön düster aus!

Ich wünsche jedem „Fall“ eine eigene Kampfsau … wenn schon der Mensch in den Hintergrund rückt, dann soll wenigstens ein kämpfendes Tier an die Front!