Koffer packen – nicht meine Lieblingsbeschäftigung

Da stehen sie nun, meine zwei leeren Koffer – und ich habe das ungute Gefühl, das sie mich anstarren. Kennt ihr dieses „schau nicht so dämlich“-Gefühl? Ich weiss, dass ich die beiden füllen muss, weil ich morgen wegfahre. Ich weiss auch, dass man sich auf Ferien freut… Aber diese dämliche Packerei müsste doch nun wirklich nicht sein! Ich meine, wenn die beiden Koffer da so vor mir stehen und mir quasi zu verstehen geben, dass ich sie nun entweder füllen oder wieder versorgen soll, nun ja, dann frage ich mich jedesmal wieder: „Wieso zum Geier fahre ich überhaupt weg?“ Ich hasse packen. Warum? Weil ich IMMER das falsche dabei habe und davon erst noch viel zu viel!!!
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Baue ich mein Packsystem auf der Farbe schwarz auf (schwarz geht ja bekanntlich immer und überall), leide ich nach den Ferien an Depressionen, weil ich nur schwarz getragen habe. Schiesse ich mich aber auf eine Farbe ein, muss der ganze Schuh-, Taschen-, und Accessoirekrempel dann auch zur Farbe passen, was bedeutet, dass ich viel mehr Gepäck habe, denn schliesslich ist ja nicht beige gleich beige oder blau gleich blau.
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Also öffne ich meine gefühlten 25 Schränke, stehe ratlos vor meinem Fundus an Blusen, Pullis, Hosen, Schals, Röcken und Jacken und frage mich immer wieder: „Wer zum Geier braucht so viele Klamotten in so vielen Farben?“ Hätte ich nur einen Drittel davon, wäre mein Problem schon zwei Drittel kleiner. Ich weiss, Luxusproblem! Trotzdem! Inzwischen habe ich sogar schon das Gefühl, dass meine Koffer so eine Art Mitleidsblick haben.
Ich befürchte, ich komme um das immer wiederkehrende Chaos im Schlafzimmer nicht herum. Zum Schluss liegt alles vor mir, passt nicht in die Koffer und wenn ichs dann endlich drin habe, denke ich fortwährend: „Das hätt ich besser bleiben lassen, stattdessen hätt ich doch das andere einpacken sollen.“ Warum nur ist Frau diesbezüglich nicht lernfähig? Mein Wunsch zum nächsten Geburtstag: Ich möchte einen Profipacker, dann wären Ferien soooooo viel einfacher. Oder einfach 20 Kofferträger, die mein gesamtes Hab und Gut für mich hin- und wieder zurücktragen, dann kann ja nichts falsch laufen. Aber eben: Ich bin nicht Madonna, auch nicht Rihanna und schon gar nicht Lady Gaga (obwohl das Gaga auch sehr gut zu mir passen würde). Ok, ihr Lieben, ich bin dann mal weg….meine Koffer haben inzwischen zu Knurren angefangen – bis bald!

Ein Gedanke zu „Koffer packen – nicht meine Lieblingsbeschäftigung

  1. Ich liiiiebe Deine Beiträge!!!! Bitte, bitte schreib ein Buch – ECHT, das wird ein Bestseller 😉 Ich musste wieder sooooo lachen, weil Du die Thematik so humorvoll verpackst und man Deine Verzweiflung richtig spüren kann (auch die Deiner Koffer 🙂 ). Du hast den Nagel wieder mal auf den Kopf getroffen ♥

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