Berge bezwingen

Ja, ihr habt richtig gelesen – ich bezwinge die Berge, ich erklimme sie nicht. Die Waschberge! Und das tue ich jedes Wochenende aufs Neue. Ich weiss nicht, ob Bergschuhe und ein Rucksack die Sache leichter machen würden; Fakt ist, dass sich diese Berge immer wieder türmen, als ob ich sie nie bezwungen hätte.

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Eine Vierpersonen-Waschbergwanderung ist an sich locker zu meistern. Besonders toll wäre aber, wenn sich beim Besteigen des Gipfels auch das Gefühl des „Geschafft, fertig, zufrieden!“ einstellen würde. Dem ist aber nicht so, denn während die Maschinen waschen und trocknen und ich die Berge sortiere nach Farbe, Material und Personen, fällt in den oberen Stockwerken schon wieder neue Wäsche in die Waschkörbe. Ich glaube, man könnte das auch eine Neverending-Story nennen. Oder Wanderung ohne Ziel?

Es gehört zum Leben und zum Alltag dazu, das ist absolut klar. Aber meine Waschküche als Ziel meiner Wanderung zu bezeichnen, wäre nun doch zu viel des Guten. Es ist irgendwie einfach frustrierend, wenn man die vermeintlich letzte Maschine anwirft und dabei in den oberen Gefilden schon die neuen Berge wachsen. Weitsichtig trage ich diese oft schon ganz schnell noch nach unten in die Waschküche, um quasi schon für die nächste Woche vorzuwaschen. Das Ganze stellt sich aber meist als Selbstverarschung heraus, weil diese Arbeit einfach nie endet. Und ich könnte nicht einmal sagen, wer von uns Vieren am meisten zu den Waschbergen beiträgt – die Kids, mein Mann oder ich. Es hält sich in etwa die Waage – und ist einfach nicht mit einem Berg erledigt. Die Wochenenden gleichen eher einer Alpenüberquerung: Ein Berg in weiss, ein Berg aus Jeans, ein Berg aus Handwäsche, ein Kochwäsche-Berg (daraus ergeben sich meistens Bergketten) und diverse Farbberge.

Sollte jemals einer eine Wunderwaffe gegen die ständig wachsenden Waschberge erfinden, soll er sich bitte umgehend bei mir melden – ich wäre DIE Abnehmerin schlechthin! Ich würde dafür auch meine Wanderschuhe und den Rucksack hergeben!

3 Gedanken zu „Berge bezwingen

  1. Also bei uns war das auch so! Nur, dass die Kids ihre Berge in den Zimmern gehortet haben und am Tag x diese in der Waschkücke landeten. Es kam vor, dass ich dann von 1 (!!!) Person 5 Maschinen voll hatte. Ich sagte immer und immer wieder, wenn euer Waschkorb voll ist, bringt ihn bitte in die Waschkücke, damit ich die Kleider waschen kann. Aber nein, die Wäsche kam immer erst, wenn der Kleiderschrank fast leer war. Es hat nur eines geholfen, damit ich die Wochenenden nicht mehr in der Waschküche verbringen musste… SIE WASCHEN IHRE WÄSCHE NUN SELBER 👍👍👍

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      • Ein Versuch ist es wert 🙂 Ich musste einfach die Notbremse ziehen und so haben die Jungs gleich gelernt selber zu waschen, was für sie jetzt ein Vorteil ist. Auch der jüngere Sohn zieht nun bald in seine erste eigene Wohnung und etwas beherrscht er perfekt – WASCHEN!!! 🙂

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