Die lieben Nachbarn

Egal, ob ihr in einem eigenen Haus oder einer Wohnung wohnt; egal ob Eigentum oder Miete, ihr kennt sie bestimmt auch, die lieben Nachbarn. Eigentlich hat sie jeder – ausser vielleicht auf der abgelegensten Alp, wo weder Strom noch fliessend Wasser den Weg hin finden. Ansonsten ist es fast nicht anders möglich, als mit Nachbarn zu leben. Und: Man mag sie, oder man mag sie eben nicht.

Wenn ich zu Fuss unterwegs bin, versuche ich mir immer vorzustellen, wie die jeweiligen Hausbewohner in ihren angrenzenden Grundstücken sich wohl verstehen. Ob man das an der Höhe der Hecke oder des Zaunes ableiten kann? In unserem Fall würde das schon mal nicht stimmen, denn wir werden durch eine fast drei Meter hohe Grünhecke vom Grundstück unserer Nachbarn getrennt. Zerstritten? Fehlanzeige! Wir verstehen uns seit 17 Jahren super und sind sogar eng befreundet. Das kann also durchaus funktionieren. Die Hecke dient nur als Sichtschutz, ohne böse Gedanken!

Kann man es vielleicht an der Anzahl Fenster festmachen, welche die Nachbarsfassade aufweist? Würde in unserem Fall auch auf der anderen Nachbarsseite nicht stimmen, denn wir haben Riesenfenster und der Nachbar sogar einen verglasten Wintergarten. Und dazwischen liegt keine Hecke. Streit? Fehlanzeige! Höchstens unsere vier Samtpfoten treiben ihn hin und wieder in den Wahnsinn, da sie seinen Garten zu ihrem privaten Klo auserkoren haben. Vermutlich, weil er selber keine Katzen besitzt, die unseren Vierbeinern dort das Revier streitig machen. Armer Nachbar, aber trotzdem immer freundlich!

Wie es wohl aussieht mit der Ausrichtung der Freisitze? Ob man daran die Nachbarskriege festmachen kann? Wohl kaum, denn die meisten richten ihre Freisitze nach der Sonne. Zumindest vermute ich das, wenn ich mir die Gärten und Balkone so ansehe. Was noch ein Indiz sein könnte, sind die Vorhänge oder Rolläden. Aber irgendwie passen da auch keine Theorien – zumindest sind in unserem Dorf schon Familien mit grossen Villen und ohne Vorhänge ganz schnell wieder umgezogen, weil sie mit dem gesamten Quartier zerstritten waren. Das demonstrative „wir sind offen für alles“ hat da wohl also auch nichts genützt.

Ich gebe zu, ohne Vorhänge könnte ich nicht leben. Aber einfach deshalb, weil sie so schön gemütlich sind. Und ich gestehe, es gibt entfernte Nachbarn, die ich nicht besonders mag. Die lasse ich aber ganz einfach links liegen. Der laute Zoff am Gartenzaun, wie man ihn im TV sieht, steht bislang noch aus. Ich denke, dass das auch gut so ist – man sagt, ich sei eine Furie, wenn ich wütend bin (Gerüchte!). Deswegen ist es sicher für die Gesundheit aller Beteiligten gut, wenn man sich in einem Wohnquartier verträgt. Sollte es aber wider Erwarten einmal anders kommen, werde ich mir genau einprägen, ob man das an bestimmten Dingen festmachen kann. Ihr würdet es erfahren!

7 Gedanken zu „Die lieben Nachbarn

  1. Manchmal stelle ich mir auch diese Fragen und überlege, wie es wohl wäre, wenn meine Nachbarn und ich Stress hätten.. Ich wohne zum Glück in einem Haus, wo es niemanden was ausmacht, dass meine kleine durch die Bude rennt und auch Sachen rumwirft und schreit 🙂

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    • Wie gesagt, der fiese Streit am Gartenzaun wie man ihn aus dem TV kennt, blieb bislang aus….und ich bin zuversichtlich, dass das so bleibt. Wie dumm wäre das, wenn ich die einzige Nachbarin, die kochen kann, verärgern würde – dann gäbs ja nie wieder Kaninchenrollbraten! Danke für den Kommentar! Kiss 🙂

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