Advent, Advent, ein Lichtlein brennt

Adventszeit ist die Zeit, in denen es nach Zimt duftet, Weihnachtslieder im Radio hoch und runter laufen und die Lichter uns in jeglichen Varianten den abendlichen Weg erleuchten.

Ich weiss, dass ich diese Zeit als Kind geliebt habe. Die Vorfreude auf Weihnachten wuchs mit jedem Tag. Das Öffnen der Türchen am Adventskalender waren das tägliche Hochgefühl und Plätzchen Backen mit der Mama war ein tolles Erlebnis. Wir durften diese immer mit farbigem Streusel und Zuckerperlen verzieren. Und alle im Familien- und Freundeskreis wurden mit diesen feinen Plätzchen beschenkt. Irgendwie empfindet man als Kind diese Zeit einfach als etwas ganz Besonderes. Leuchtende Kinderaugen vor Weihnachtslichtern haben einen magischen Zauber. Leider schaffen es die wenigsten, diesen Zauber ins Erwachsenenleben zu retten. Ich merke selber, dass ich – zusammen mit den Kindern – den Zauber aufrecht zu erhalten versuchte. Zusammen haben wir das Haus geschmückt, den Adventskranz gebastelt und die Lichterketten montiert. Die Fenster wurden mit Schneesternen besprayt und so konnten wir den Zauber relativ lange erhalten. Inzwischen sind meine Kinder erwachsen und empfinden die Vorweihnachtszeit selber auch schon als ziemlich mühsam. Basteln mit Mama ist auch nicht mehr angesagt und das Dekorieren beschränkt sich auf die Lichterkette und den Adventskranz.

Dieser Adventskranz hat mich schon oft ins Grübeln gebracht. Früher war es nämlich wirklich ein Kranz mit runder Form und vier Kerzen. Die vier Sonntage vor Weihnachten waren jeweils die Tage, an welchen wieder eine Kerze mehr angezündet wurde. Heute haben sich die Adventskränze in ihren Variationen vervielfacht und in ihrer Kreativität überfordern sie mich doch manchmal sehr. Farblich sind den Kunstwerken schon lange keine Grenzen mehr gesetzt und auch die Tannäste sind nicht mehr Pflicht. Es gibt wilde Stahlgebilde besetzt mit kantigen Glassplittern, die mit Weihnachten nicht mehr wirklich viel tun haben. Weder riechen sie gut, noch sehen sie lieblich aus. Künstlerisch bestimmt wertvoll, aber für mein Empfinden weit weg von Advent. Dass es solche Gebilde mit einer grossen Kerze mittendrin gibt, kann ich verstehen. Diese kann man ja bis zu Weihnachten immer wieder anzünden. Was aber hat es für eine Bewandtnis mit den Kränzen und Gestecken, die mit drei Kerzen bestückt sind. Das verstehe ich bis heute nicht. Lässt man da einfach einen Adventssonntag weg? Oder wird da eine Kerze für zwei Sonntage gebraucht und wenn ja, welche? Ich verstehe bis heute die Dreikerzenvariante nicht. Aber vielleicht habe ich bei der Weihnachtsgeschichte einfach nicht gut aufgepasst. Wer kann mir da weiterhelfen?

Bei uns steht übrigens wieder der altbewährte Vier-Kerzen-Kranz!

10 Gedanken zu „Advent, Advent, ein Lichtlein brennt

  1. Ich beneide immer die Leute, in deren Haus es so richtig schön weihnächtlich aussieht. Das strahlt irgendwie so viel Wärme aus.. Als unsere Katze bei uns eingezogen ist, haben wir das Dekorieren mit sofortiger Wirkung eingestellt, da nichts, aber auch gar nichts von den schönen Sachen heil geblieben ist. Mittlerweile ist unser Kater aber vernünftiger geworden, aber irgendwie habe ich mich die 3 Jahre ohne Deko so daran gewöhnt, dass ich es jetzt nicht mehr mache. Schade eigentlich – ich glaube, ich hole heute noch meine Deko-Sachen vom Estrich 🙂

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    • Jaja, Katzen und Deko….das ist ein Thema für sich. Was glaubst Du, wie’s bei uns ist mit unseren 3 Katern und unserer Katzendame. Aber mit Verlust muss gerechnet werden, wenn man Tiere hat. Macht ja nix – Weihnachtskugeln machen sie immer wieder neue und die Dinger klirren so schön, wenn man sie erfolgreich vom Ast hangelt – miauuuuu! 🙂

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  2. Vielleicht werden der 3-Kerzen-Adventskränze von Leuten gefertigt, die nicht bis drei zählen können? Bei mir werden immer alle 4 Kerzen angezündet. Das hatte ich mir schon als Kind geschworen, wenn ich selbst bestimmen kann. Ich fand die unterschiedlich angezündeten bzw. abgebrannten Kerzen immer so schrecklich unegal.

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  3. Ich würde liebend gern die ganze Wohnung mit Kerzen und Lichtern und Tannenzweigen und Krimskrams schmücken, wenn die Weihnachtszeit naht. Das ist allerdings leider etwas müsham, denn mein Freund findet das „total überflüssig und kitschig“ und würde am liebsten heimlich „alle Deko-Sachen entsorgen“. Nun haben wir ja auch noch die beiden Katertiere, die in ihrem jugendlichen Leichtsinn einfach alles bespielen, was ich so auspacke. Daher habe ich mich in diesem Jahr für eine abgespeckte Variante der Deko entschieden und unseren Adventskranz ziert eine gut zu überwachende einzelne Kerze in einem Glasgefäß, die aufgrund von Protesten wie „Das Ding spiegelt sich im Fernseher! Mach das aus!“ oder „Das ist ja voll schnulzig hier!“ leider nur allzu selten angezündet wird. 😛

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    • Das klingt ja nach richtiger Hardcore-Romantik!! Wir haben vier Samtpfoten, die der Hitze der Kerzen aber aus dem Weg gehen (und das, obwohl sie sich sonst als nicht besonders intelligent erweisen…). Aber mal im Ernst: Der Krimskrams ist eigentlich wirklich nur zum Auffangen des Staubes da – könnte eigentlich gut ohne das Zeug leben. Bei uns im Quartier versuchen sich zu allem Überfluss die Nachbarn darin, sich mit ihren beleuchteten Häusern die Show zu stehlen. Es blinkt und leuchetet in allen Farben. Ohne Sonnenbrille wird der Abendspaziergang zum Stress für die Augen. Ich glaub, dass die alle eigene Stromgeneratoren im Keller haben. 🙂

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      • Ja, mein Freund hat die Romantik erfunden. 😀
        Und bei uns gibt es auch so einige Leute, die ihr Haus dermaßen mit Beleuchtung versehen, dass ich immer nur beten kann, kein Flugzeug verwechselt unsere Siedlung mit der Landebahn des Düsseldorfer Flughafens…

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  4. Dazu habe ich leider keine Idee.
    Aber zum Fünf-Kerzen-Kranz gibt es einen Spruch, den sie früher im Radio immer abspielten….

    Advent, Advent,
    ein Kerzlein brennt.
    Erst eins, dann zwei, dann drei, dann vier.
    Und wenn das fünfte Kerzlein brennt,
    dann haste Weihnachten verpennt.

    🙂

    Sonntägliches Grüessli
    Schnipseltippse

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