Brief an meine Zähne – Challenge

Hallo meine Zähne

Meine Güte, was soll ich zu euch sagen. Ihr seid ein sehr eigenes Thema. Eure Vorgänger (Milchzähne) habe ich mit Schleckzeug ruiniert und zu einer wahren Ruine umfunktioniert. Dass ihr dann so gesund nachgekommen seid, grenzt an ein Wunder. Also: Die Betonung liegt dabei aber nur auf gesund. Denn auf Ordnung gabt ihr keinen Deut. Ihr habt euch kreuz und quer durch meine Pilgern gemausert und standet da, wie ein vom Winde verwehter Lattenzaun. Und dann fing das Desaster an.

Ich musste euretwegen als Teenager zur Kieferorthopädin. Vier von euren Kollegen mussten gezogen werden und ich bekam zuerst eine Nachtspange, danach eine fest montierte Plättchenspange. Ich sah aus, wie ein Drahtmonster. Es gibt aus dieser Zeit kein einziges Foto, auf dem ich lache. Ich habe mich so für euch geschämt. Und ihr habt mir dauernd Schmerzen bereitet. Was habe ich über euch geflucht. Drei Jahre hat diese Prozedur gedauert, bis alle fanden: „Meine Güte, hast Du ein Traumgebiss.“ Toll, da saht ihr also endlich schön aus und ich hatte dafür eine totale Zahnarztphobie. Das hat dazu geführt, dass ich euch nur zum Zahnarzt transportiere, wenn ihr mir unerträgliche Schmerzen bereitet. Zwar finden alle immer, dass ich ein tolles Lachen habe, mit meinen schönen Zähnen – in Wahrheit habe ich aber ziemlich traumatisch unter dieser „Schön-mach-Aktion“ gelitten und finde euch zwar schön, aber irgendwie halt….auch ein bisschen doof. In letzter Zeit macht ihr mir zudem ziemlich Probleme, weil sich so langsam die Karies auch bei euch nun doch noch zu Hause fühlen. Löcher flicken – Panik! Und Du Scheisszahn da oben, hinten links, Du bist ein ziemlicher Miesepeter. Du bist gemäss Zahnärztin nämlich einfach nicht mehr zu retten und wirst demnächst Dein Zuhause verlassen müssen. Toll, Doppelpanik!!

Nachts knirsche ich im Schlafe mit euch so laut, dass neben mir kein Mensch schlafen könnte. Damit mache ich euch ganz schön kaputt, und keine Beissschiene konnte das bisher verhindern. Fazit: Ihr seid schön, aber irgendwie auch mühsam!

28 Gedanken zu „Brief an meine Zähne – Challenge

  1. Ich habe meine Schiefzähne, die immer schlimmer wurden, erst mit ca 45 zu richten begonnen. Spange gut sichtbar, zwar Plättchen Zahnfarben, aber der Draht halt grau.
    Ich hatte sie Spange etwa 18 Monate im Mund und bin noch heute sooooo glücklich dass ich es machte!!
    Ich lächle jetzt viel lieber auf Fotos 😉
    Und das Gedrücke der zu engen, überlappenden Zähne ist weg, das ist das Beste!

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  2. Zähne,
    da bin ich die *Drama-Queen, denn so viel Angst vorm Zahnarzt, gibt es ganz sicher kein zweites mal 😉

    Allein meine Tochter kostete mich 5 Stück der Selben, all den Kalk hat sie mir geraubt.

    Heute muss ich mir in meinem greisen Alter keine Sorgen mehr machen,
    alles in staatlicher Hand 😉

    Schön wieder deine Challenge’s nach zu lesen
    und einen lieben Abendgruß hier lasse,

    Uschi

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  3. Zähne sind eh so ein Thema für sich. Meine sind zwar gesund, aber toll finde ich sie nicht. Bis auf diese charmante Schiefstellung an den Schneidezähnen. Mein Lächeln finde ich dennoch schrecklich.

    LG
    Steffi

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