Bücher in Papierform

Lest ihr noch Bücher? Wenn ja: Wie lest ihr diese? So wie „früher“, in Form von Papier zwischen zwei Buchdeckeln? Oder als E-Book?

Als Bloggerin sitze ich bekanntlich täglich am Computer und schicke meine Texte per WWW raus in die weite Welt. Als Autorin und Bücherwurm stehe ich aber nach wie vor für das Papierbuch. Es riecht so schön nach Buch. Wenn man das Cellophan entfernt, riecht es nach frisch gedruckt. Wenn man blättert, raschelt es. Man kann es wunderbar als Dekoelement ins Regal stellen oder zur Not hilft es auch mal als Unterlage, wenn gerade nichts anderes zur Stelle ist. Wenn man es gelesen hat, kann man es gut weitergeben oder ausleihen und man kann es immer wieder rausholen, um nochmal nachzulesen.

Beim E-Book fehlt die Seele, wie ich finde. Ich habe zwar mein eigenes Buch auch in beiden Varianten auf den Markt gebracht. Niemals käme es mir aber in den Sinn, ein Buch auf dem Reader zu lesen. Das ist, als ob ich ein Wesen ohne Herz kuscheln würde. Kühl und frostig. Ohne dass der Funke springt. Auf einem Tablet ein Buch zu lesen, mit dem Finger per Touch Screen die Zeilen zu schieben und nicht wirklich umblättern zu können … ein schräger Gedanke.

Ich weiss, das klingt total altbacken. Aber wenn der Trend mit den Downloads so weitergeht, werden wohl die hübschen kleinen Buchläden, in welchen man so wunderbar stöbern kann, von der Bildfläche verschwinden. Der Schwatz mit dem Buchhändler wird dann auch der Vergangenheit angehören und der Geruch des Papiers wird … dem Coffee to go im W-Lan-Cafe weichen. Wie schade! Und Amazon wird sich diebisch freuen, wenn all die hübschen kleinen Buchhandlungen verschwinden. Das darf doch nicht sein. Liebe Leute, wenn ihr Bücher lesen möchtet, so kauft doch bitte die guten alten Papierbücher im Laden. Das wäre richtig toll! Und würde erst noch Arbeitsplätze erhalten. 🙂

103 Gedanken zu „Bücher in Papierform

  1. Mein Votum geht klar an das Buch in Papierform. Die elektrifiziert-digitale Variante passt nicht ganz zu meinen analogen Vorlieben. Ich bewege mich da gern etwas abseits der großen Masse.

    Neben den vielseits bereits benannten Lesequalitäten (Haptik, Geruch…) stellen für mich insbesondere fest gebundene Bücher auch ein dekoratives Element in meiner Wohnung dar und da, finde ich, würde sich ein einsam verirrtes, nacktes e-book weit aus weniger anheimelnd auf meinem dunklen Massivholz ausmachen.

    Tote Bäume sind zwar ein hoher Preis (auch nach dem x-ten Recyceln), doch bei den richtigen Bücherinhalten lohnt sich ihr Ableben irgendwie auch wieder, nicht wahr?

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  2. Ich lese zwar relativ viele Sachen online (allerdings auf dem Laptop oder auf dem Handy, da ich keinen E-Reader besitze und mir nicht unbedingt der Sinn danach steht), vor allem weil ich in letzter Zeit sehr viele Fanfictions lese, die es ja leider nur online gibt. Ich bevorzuge aber nach wie vor das „richtige“ Buch, ich finde, dann kann man einfach am besten in das „Lese-Gefühl“ reinkommen 😉

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  3. Ich bin da definitiv auch altmodisch. Wenn ich nicht mal schnell durchblättern kann, um zu guggen, wie lang dieses Kapitel noch ist. Bzw. überhaupt die Aufteilung des Buches…. irgendwie sieht man ja immer nur einen Ausschnitt der jeweiligen Seite… Näh, es geht nix über ein richtiges Buch. Is einfach so. Auf Reisen is die E-Variante natürlich von Vorteil. Aber das wars auch schon, finde ich.

    Was den großen Internetbuchhändler angeht… nunja… es gibt ja auch andere Möglichkeiten, ebooks zu veröffentlichen. Würde ich eins veröffentlichen wollen, würd ich auf jeden Fall einen Abieter wählen, der ein normales epub vertreibt und nicht die Monopolisierungsbestrebungen des Riesen noch unterstützen.

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  4. Ich bin da ein Bisschen zwiegespalten, was das Papier und Elektrobuch angeht. Einerseits auf der ökologischen Front (Papier muss man ja auch aus irgendwas herstellen und es gehen schon genug Bäume drauf, auf der anderen Seite sind E-reader vermutlich auch nicht ganz unbedenklich für die Umwelt…) andererseits gehen wir hier in gedruckten Büchern unter (es finden sich zwei Leseratten und legen ihre Sammlung zusammen und dann erbt die eine Leseratte noch die Leserattensammlung ihres Vaters, wodurch sich die Menge gut verdoppelt – Ergebnis: ca. 3000 Bücher in einer 2, 5 Zimmer Wohnung).

    Praktisch lös ich es so: Romane und Geschichten etc. les ich gern in Papierform (und ja, ich mag das Taktile, das Rascheln, den Geruch) während ich Fachbücher eindeutig digital bevorzuge (vor allem sind links in Büchern in meinem Fachbereich so häufig, dass es einfach praktischer ist, sie direkt aufrufen zu können).

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  5. JA ES STIMMT … Bücher haben was! Und wenn ich die Möglichkeit hätte, ein Haus zu haben, in dem es Bibliothek gäbe, dann würde ich das wohl haben. Und viel wurde dazu hier auch gesagt.
    Und trotzdem habe ich einen eBookReader. Einfach aus praktischen Erwägungen: Ich habe nicht den Platz für Bücher; es ist unendlich praktisch seine Bücher in Form eines Readers mitzunehmen; mir fällt abends nicht der Arm ab, wenn ich im Bett noch lese; beim Umziehen schleppe ich nicht zahlreiche Kartons mit Bücher, was mein Rücken auch gar nicht mitmachen würde; auf dem Reader kann ich ohne Brille lesen, weil ich die Schrift größer einstellen kann (der für mich größte Vorteil); und auch noch wichtig: Mein Leben folgt dem Motto „Weniger ist mehr“, und da habe viele Bücher, so schön ich das auch finden würde, einfach keinen Platz

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  6. Ich habe noch keinen E-Book-Reader, aber der kommt sicher irgendwann. Ich habe mich längst daran gewöhnt, auf dem Bildschirm zu lesen, früher musste ich noch jeden noch so kleinen Artikel ausdrucken, heute geht das – dank besserer Bildschirme – auch so. Ich weiß nicht, ob der Papier- und damit Holzverbrauch gegen den Elektronik-Abfall abzumessen ist, aber dass weniger Papier auch weniger Waldrodungen nach sich zieht, wäre zu bedenken. Auch finde ich es toll, dass in der Elektronik viele Regalmeter Buch unterkommen. Ich habe eine winzige Wohnung. Aber noch lebe ich neben einer fantastischen Stadtbibliothek (die AGB, um sie noch mal zu rühmen). Solange die nicht sparen oder eine Agentur ransetzen, um den Bücherkauf zu organisieren, werde ich wohl auf den Reader gut verzichten können.

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  7. Ich habe auch ein e-book reader und bin begeistert.Genauso begeistert wie ich vorher dagegen war. Da ich oft gelegen habe oder liege, ist ein Reader einfach wesentlich leichter wie ein dickes Buch. Auch auf dem Onkologie Sofa bei der Infusion: genial.
    Aber Koch und Backbücher nur als Papierausgaben. Ausschließlich.

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  8. Ich bin absolute Buch-in-Papier-Fan… ich liiiiebe den Geruch, da Geräusch und das Gefühl von Papier… außerdem mache ich mir gerne Notizen od unterstreiche etwas. Bücher haben Geschichte! Allerdings sind ebooks etc schon praktisch, vorallem wenn man vereist und statt 15 kg Bücher nur ein dünnes Ipad mitnehmen muss… aber gegen ein Buch kommt kein Ebook an;-)

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  9. Einen Reader hab ich nicht, ich lese aber bisweilen auf dem Smartphone e-books, wenn ich unterwegs bin oder solche, von denen ich annehme,dass ich sie nur einmal lesen werde. Fast ausschließlich sind dies gemeinfreie, kostenlose Werke, von denen es Tausende gibt, etwa die ganzen alten Science Fiction Romane von Verne und viele andere. Ich meine, die darf man ruhig mal gelesen haben, sie sind mir aber nicht so wichtig, dass ich sie im Regal haben muss. Bücher, die mir wichtig sind, will ich nach wie vor in Papierform haben, die besonders wichtigen auch gebunden und nicht als Paperback.

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      • Die Darstellung ist auch nicht kleiner als auf einem Reader.
        Und natürlich geht es nicht ohne Brille, aber das geht es auch am 24″ Bildschirm nicht mehr, und natürlich auch nicht beim Papierbuch. Insofern besteht da kein Unterschied.
        Smartphone und Brille hab ich unterwegs, z.B. im Zug immer dabei. Ich bin in den letzten Jahren öfter in Sachen Ehrenamt für kurze“Dienstreisen“ mit ein oder zwei Übernachtungen unterwegs. Da finde ich das Smartphone inzwischen sehr praktisch, obwohl ich mich lange dagegen gewehrt habe. Meistens benötige ich auch keinen Laptop und kann meine Mails und kleine Arbeiten an Texten Anfragen etc auch mit dem Smartphone erledigen. Bücher nehme ich dann auch nicht mehr mit.
        Ich bin kein wirklich begeisterter Zugreisender und habe dann gern möglichst wenig Gepäck dabei.

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  10. Ich bin auch noch immer Bücherleser, obwohl ich seit längerer Zeit mit dem Gedanken spiele mir einen E-Book-Reader zuzulegen.
    Aber bisher konnte ich mich noch nicht dazu durchringen einen zu kaufen, denn ich genieße es in Buchhandlungen und Büchereien einfach die Seele baumeln zu lassen beim herumstöbern. 🙂

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  11. Mir kommt kein e-book-reader ins Haus. Auch meine Bücher gibt es in beiden Variationen. Ich brauche mein Seitenrascheln, meine Eselsohren und meine persönlichen Kaffeeflecken.
    Und nu gehe ich mit meinem aktuellen Buch ins Bett. Lesen vor dem Schlafen ist bei mir ein heiliges Ritual 🙂 .

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  12. Ich ging in den Bergen von Papierbüchern unter, die Bücher in der Dorf Bibliothek hatte ich seit der Kindheit ziemlich leergelesen. Also ist mein e-book reader heute mein unbegrenzter Zugang zur Bücherwelt. Ohne meinen e-book reader hätte ich die Zeit vor, zwischen und nach meinen Rückenoperationen nicht überstanden, wirklich.

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  13. ich mag richtige Bücher auch lieber, aber wenn ich unterwegs bin, ist ein Reader einfach praktischer. Witzigerweise meine Kinder weigern sich, einen ebook reader zu benutzen, genau aus den Gründen, die Du beschreibst…..deshalb benutze ich auch den, den ich einem geschenkt hatte ;-)))

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  14. ( ma ganz verschämt umme Ecke guck ) Also….ich oute mich als eBook Readerin….ich habe so all meine Schätze beisammen, für unterwegs besonders angenehm, das Geraschel fehlt mir nicht….und für den Geruch gibt es mittlerweile Parfum, was nach Buch riecht…und….NEIN….dieses besitze ich nicht! Liebe Grüße von der Nerd Front….ich geh mich mal ’ne Runde schämen….

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