Mit Oma auf der Reeperbahn

Bekanntlich lebt unser Tochterkind in Hamburg, wo sie studiert und das junge Leben geniesst! Sie hat ja so recht – und ich bin manchmal ein kleines bisschen neidisch. Nun hat meine Mama – also die Oma des Tochterkinds – mit uns zusammen das Grosskind zu in Hamburg besucht. Das war ein Spass! Und in der Weihnachtszeit hat es in Hamburg gefühlt 20 Weihnachtsmärkte, welche man besuchen kann. Nostalgische, moderne und laszive. Jetzt ratet mal, welcher Weihnachtsmarkt bei uns die grössten Lacher provoziert hat! Natürlich: Derjenige auf St. Pauli, also der berüchtigen und sündigen Meile der Reeperbahn. Zu unserer grossen Überraschung ist er wunderschön gemacht – einzig die Verkaufsgegenstände unterscheiden sich ein kleines bisschen von jenen auf den üblichen Märkten.

Ja, Oma hat gekichert und gestaunt und wir haben uns köstlich amüsiert. Und da hat natürlich das Tochterkind mal wieder die ultimative Omaschockidee gehabt. Sie hat nämlich der Oma einen rosafarbenen Schokoladenpenis geschenkt. Ich hätte mir beinahe in die Hose gepinkelt, so lustig war das. Oma hat die Lesebrille auf die Nase gesetzt und erst mal gefragt: „Was ist denn das für’n Ding?“ Lachflash! Gleich darauf hat sie nachgelegt mit: „Oh, das bringe ich dem Nonno (Opa) mit nach Hause!“ Lachflash Nummer 2.

Im anschliessenden Musical hat Oma ihren Schokopenis in der Handtasche gut verpackt auf dem Schoss gehütet. Und zu später Stunde, vor dem Zubettgehen hat es dann aus ihrem Schlafzimmer gequiekt: „Oh neiiiiiiin! Mist!“ Wir sind hingerannt, weil wir dachten, ihr wäre was passiert. „Der Schokopenis ist in meiner Handtasche zu Schokososse geworden, weil ich ihn auf den Beinen hatte. Jetzt kann ich ihn nicht mehr dem Nonno bringen!“ Dabei hat sie das rosafarbene Schokoetwas im Plastiksäcklein durch die Luft geschwungen und wir haben uns gekringelt vor lachen. Tja, nun hat der arme Nonno anstelle des lustigen, rosaroten Schokopenis ein graues Hemd bekommen…

Manchmal ist die Welt so ungerecht! 🙂

13 Gedanken zu „Mit Oma auf der Reeperbahn

  1. Im ersten Moment hätte ich erwartet, dass die Oma des Tochterkindes das delikate Teilchen mitten im Theater aus dem Handtäschchen gezaubert hätte, um zu überprüfen, ob es noch da ist.
    Natürlich während der Pause….bei Flutlicht.

    Köstliche Geschichte mit ganz, ganz vielen Bildern im Kopf!

    Gefällt 1 Person

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