5 grosse Lebenslügen – Teil 4

Malochen bis zum Umfallen – die Horrorvision der arbeitnehmenden Bevölkerung. Und wenn möglich noch unter dem Regime eines unausstehlichen Chefs täglich zur Arbeit gehen – ein NO GO. Also geht man davon aus, dass es nichts schöneres gibt, als sein eigener Chef zu sein. Lüüüüüüge!

Die Selbständigkeit bedeutet genau das, was sie sagt, nämlich: Selber und das erst noch ständig! Ja, so sieht die Realität aus. Man hat selber die Verantwortung für einfach alles und das rund um die Uhr. Für die Finanzen, das Resultat der Arbeit, die Angestellten, die Einhaltung von Regeln, Gesetzen und und und. Ich habe jahrelang auch an das grosse Glück dabei glauben wollen. Bis ich mir eingestehen musste, dass die Selbständigkeit eher einem vampirähnlichen Energieräuber gleicht. Ich bezeichne mich zwar absolut als selbständig. Aber im Beruf rund um die Uhr die Verantwortung nicht nur für sich, sondern auch für andere Menschen zu haben und dabei ein Schiff durch ruhige wie rauhe Gewässer steuern zu müssen – das zehrt doch ganz schön.

Die werbetechnisch gut gewählten Bilder von Managern, welche auf ihren Sesseln sitzen und die Beine auf den Tisch legen, während der Firma von selber Geld in die Kasse gespült wird – nun ja, diese Bilder musste ich sehr schnell aus meinem Kopf verbannen. Diese gibt es tatsächlich nur in Hollywoodstreifen. Und selbst da wird inzwischen das Burnout am Schluss des Filmes gleich mitgeliefert.

Ich arbeite auch heute immer noch selbständig – aber nicht mehr mit dem Druck im Nacken, ständig alles selber machen zu müssen und dabei noch die Verantwortung für andere zu übernehmen. Das Leben ist zu kurz für diese Dauerlüge!

9 Gedanken zu „5 grosse Lebenslügen – Teil 4

  1. Das würde ich auch nicht wollen: Eine Selbständigkeit, die nur mit Maloche, Workaholic und Überforderung zu tun hat. Sicherlich gibt es hier auch Szenarien von Menschen, die das in Grenzen realisiert haben. Für sich selber, und mit Zeit- und sonstigem Aufwand, in Grenzen eben. Diejenigen mit Geschäft und 80 Stundenwoche gehen einen anderen Weg. Nicht den, den ich gehen würde, wenn ich heute nochmal 20 wäre.

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