Schrankalarm!

Mein Kleiderschrank ist schon umgeräumt – und zwar auf Frühling. Und was passiert? Es kommt Schnee und eisige Kälte … war ja klar!

Petrus und ich waren noch nie die besten Freunde. Ich hätte es wissen sollen. Heute hing mir ein gelangweilter Bikiniträger vom obersten Schranktablar entgegen. Ich hatte die Dinger ein bisschen nach vorne gezogen, um die fetten Wollpullover hindendran zu verstauen. Das ist eigentlich auch regelmässig der Moment, in welchem ich hochmotiviert eine Low Carb Diät starte, um dann auch in den Bikini zu passen. Nun ja – der Anfang war gemacht und dann … kam der Winter zurück und meine Low Carb Ambitionen wandelten sich zu abendlichen Süssigkeitenorgien.

Der gelangweilte Bikiniträger hängt dort immer noch – ob ich ihn wieder in den Hintergrund schieben sollte? Oder doch lieber Ferien an der Wärme buchen? Ich bin mir grad sowas von unsicher. Schliesslich hat das Coronavieh meinen Körper offenbar auch noch nicht so wirklich zu 100% verlassen – oder zumindest hat es seine fetten Fussspuren zurückgelassen. Müdigkeit, Kopfschmerzen und Schlaflosigkeit machen mir immer noch das Leben schwer. Da ist irgendwie die Motivation für Low Carb und für Ferien gleichermassen geschwunden, weil die Kraft gerade fehlt.

Und wenn man all diese Zeilen schreibt und dabei in den tristen und grauen Himmel guckt, dann kommt das starke Bedürfnis hoch, selber in den Schrank zu ziehen. So nach dem Motto: Rein und Türe zu! Schnauze voll!

Jap, irgendwie so fühlt sich das gerade an – nicht wirklich spassig! Wie gut, dass regelmässig 4 kleine Füsse und 4 kleine Hände hier ein- und ausgehen. Die würden mich ganz schnell wieder aus dem Schrank holen. Das wäre dann der Arschtritt in der Enkelversion! Manchmal braucht es den und ich bin froh um diese beiden kleinen Menschen, die mein Herz zum Hüpfen bringen. Wenn man sich nämlich sonst so umsieht, dann ist da aktuell nicht gerade viel, was einen hüpfen lässt. Und ich bin zum ersten mal froh um NETFLIX. Wenn man nämlich meint, man könne sich mit den üblichen TV-Sendern ein bisschen Entspannung gönnen, dann hat man weit gefehlt. Da kann man höchstens wählen zwischen realem Mord- und Totschlag oder selbigem in Hollyoodmanier. Ganz abgesehen von den akuten Verblödungssendern, nach welchen ich immer denke, dass ich bestimmt einen IQ ähnlich dem von Einstein haben muss.

Also die Welt hat sich auch schon besser angefühlt. Wie sagte Hape Kerkeling so schön? „Ich bin dann mal weg!“ Gute Idee – ich mach mal Platz in meinem Schrank …

Fünf Millionen Häärchen!

Wisst ihr, wieviele Häärchen ihr am Körper habt? Also bei mir sind es mindestens fünf Millionen. Und alle liegen in die falsche Richtung und tun weh. Knochen habe ich in etwa 350 Stück und jeder fühlt sich an wie gebrochen. Und mein Kopf wurde ganz bestimmt letzte Nacht von jemandem mit Bergschuhen getreten – mehrfach!!! Und ich beherrsche das Ganzkörpergezittere wie eine Tänzerin im Rausch. Bestimmt gibt es einen Namen dafür! Das allercoolste ist meine Stimme – sie ist tiefer als die meines Göttergatten und ich könnte damit problemlos eine Sexhotline betreiben.

Warum all das passiert? Nun ja – ganz einfach: Der Kollege Omikron fand es an der Zeit, sich bei mir einzunisten! Ungefragt!! Einfach so!! Was für ein absolut überflüssiger Gast … echt jetzt!

Da kommt das Vieh, schleicht sich an und schafft es, innerhalb von 24 Stunden den ganzen Körper in Besitz zu nehmen. Einfach jedes Fäserchen … sogar die Haarwurzeln und die Zehennägel. Ich stell mir vor, wie die kleinen grünen Omikröners mit ihren hässlichen Fratzen sich da jetzt häuslich einrichten und dafür sorgen, dass ich am liebsten aus meinem Körper ausziehen möchte. Idioten das!!!

Mein Bett sieht aus wie eine Apotheke – Schneuzbox neben Nasenspray neben Hustenpastillen neben Halsspray. Man müsste eigentlich annehmen, dass nach all diesen Sachen wieder gut ist. Nix da – das Vieh wehrt sich gegen einen Auszug. Aktuell hat es tendentiell eher noch rund 200 Freunde eingeladen. Und jeder dieser Blödiane meint, den anderen mit noch mehr Party in meinem Körper übertrumpfen zu müssen.

De facto ist es so, dass ich mir gar nicht vorstellen mag, wie es jenen geht, deren Körper NICHT mit der Impfung auf eine Invasion vorbereitet wurden. Ich schätze mal, dass ich einen sogenannt milden Verlauf habe … aber der ist mehr als genug, herzlichen Dank auch!

Allen Leidensgenossen da draussen wünsche ich gute Besserung und: Ich drehe den Spiess jetzt um und mache dem Vieh mit allem möglichen das Leben jetzt so richtig schwer bei mir!

Zerstörtes Ego

Was gibt es schöneres, als einen Enkeltag – Grosi und Gropi dürfen den ganzen Tag mit den Knirpsen machen, was immer sie möchten. Ein Spasstag bei schönstem Wetter. Also ab in den Zoo. Das wollten wir schon lange mal machen.

Schon auf der Hinfahrt brabbelt uns die Dreijährige voll mit sämtlichen Tieren, die sie kennt – ohne Punkt und Komma wird erzählt und bei jeder Abzweigung, die sie sieht, trötet sie laut: „Hier rechts abbiegen Gropiiiii!!!“ Der kleine Mann (einjährig) versucht währenddessen, sich in seinem Sitz seiner Kleidung zu entledigen. Die Socken sind schon nach einer Minute irgendwo im Auto …

Soweit so gut – wir freuen uns auf den Prachtstag und sind die ersten, die sich pünktlich bei Parköffnung an die Kasse stellen. Ich zücke die Brieftasche, um die Eintritte zu bezahlen, da stellt die Frau an der Kasse DIE FRAGE, die mir schlagartig die Farbe aus dem Gesicht zieht:

„Haben Sie einen AHV-Ausweis, wegen der Vergünstigung?“

Rentnerin? Ich? Ich reagiere mit: „Wollen Sie mich veräppeln? Ich werde 55!“

Die gute Frau an der Kasse versucht sich zu erklären, indem sie meint, es täte ihr ja leid, aber heute sähen die Alten eben auch nicht mehr alt aus, deshalb müsse sie sicherheitshalber immer fragen.

Ich höre nur noch blablablabla und versuche, den Schlag in die Magengrube wegzustecken. Okay, ich habe weisse Haare. Die fand ich bislang sogar schön. BISLANG! Seit gestern bin ich nicht mehr sicher, ob ich in die nächste Drogerie marschiere und mir schwarze Haarfarbe hole.

Mit Leib und Seele bin ich gerne Grossmutter. Ich will auch unbedingt Grosi genannt werden – das Ansprechen mit dem Vornamen (neuer Trend der jungen Grossmütter) will mir so gar nicht gefallen. Die Liebe zu meinen Enkeln ist unermesslich. Alles keine Frage. Aber mal kurz zehn Jahre älter geschätzt zu werden – das will mir so gar nicht gefallen. Ich kann es drehen und wenden wie ich will – mein Ego ist nicht nur angekratzt – es ist quasi zerstört!

Wie gut, dass es sich dabei um First World Problems handelt und wir einen lustigen Zootag hatten. Aber ich hatte die ganze Zeit das komische Gefühl im Nacken, dass gleich jemand kommen und mir einen Stuhl anbieten wird, weil ich doch so alt aussehe …

Heute ist Weltfrauentag …

… und ich frage mich, ob wir nicht gerade jede Menge anderer Sorgen haben?

Überall findet man Aufrufe zu Demonstrationen, Versammlungen und wie man all diese Treffen sonst noch so nennen mag. Es geht um Gleichstellung und gegen die Unterdrückung der Frauen. Also ganz abgesehen von der Tatsache, dass ich mich als Frau noch nie benachteiligt gefühlt habe, geht mir gerade JETZT all dies gehörig auf den Senkel!

Da draussen in der Welt herrscht Krieg – in unserer Welt. Menschen werden von Menschen niedergemetzelt und es ist in meinen Augen mehr als vermessen, jetzt in der Schweiz auf die Strasse zu gehen, um für die Gleichstellung zu demonstrieren. Echt jetzt?

Liebe Frauen: Aus der Ukraine werden Frauen und Kinder nach Möglichkeit aus den Kriegsgebieten raus- und hoffentlich in Sicherheit gebracht. Und ihre Männer? Nun ja: wenn diese im kampffähigen Alter sind, dann müssen sie leider zurückbleiben und kämpfen. Ehm – DIE MÄNNER BLEIBEN ZURÜCK UND KÄMPFEN!!!! Ich bin mir nicht ganz sicher, ob ihr demonstrationswilligen Frauen da draussen das verstanden habt!? Es sind nicht die Frauen, die mit Blutzoll bezahlen – es sind die Männer, die dort stehen und bis zum bitteren Ende ihre Heimat verteidigen.

Ich käme mir sowas von bescheuert vor, jetzt mit einer Flagge durch die Schweizer Strassen zu marschieren und für die Frauenrechte zu schreien. Es war für mich noch nie der richtige Moment, mit solchen Mitteln etwas erreichen zu wollen: JETZT IST ER ES ABER GRAD NOCH VIEL WENIGER, ALS JE ZUVOR!!!

All diese super-genialomatisch-emanzipierten Superwomen dürfen sich sonst gerne eine Waffe greifen und ihren männlichen Freunden in der Ukraine zur Seite stehen – für die Rechte ihrer Heimat, für das Recht zu leben, für das einfache Menschenrecht – egal ob Mann oder Frau.

Um die Luxusprobleme kümmern wir uns dann ein anderes mal …

Deine eigene Statistik

Happy birthday Göttergatte – 60 Jahre, wer hätte das gedacht?

Ja, Du hast es immer gesagt. Wir hatten Mühe, es zu glauben. Schliesslich haben alle Prognosen starr dagegen gehalten. Sämtliche vorhandenen medizinischen Statistiken haben eine andere Sprache gesprochen, ganz zu schweigen von den ärztlichen Vorhersagen.

Du hast unbeirrt immer gesagt: „Ich glaube keiner fremden Statistik – ich schreibe meine eigene.“ Wir haben zwar mit Dir zusammen gegrinst, in der Magengrube hat uns aber immer dieses hässliche Gefühl beschlichen.

Und jetzt: Ja, Du hast tatsächlich Deine eigene, besondere, unfassbare und unerklärliche Statistik geschrieben. Knapp 5 1/2 Jahre nach der brutalen Hammerdiagnose feierst Du Deinen 60igsten Geburtstag. Ich bin stolz! Sehr stolz! Auf Dich, auf uns – auf alle, die uns seit Jahren begleiten.

Was ich Dir wünsche?

Zeit
Liebe
Freude
Kraft
Erlebnisse
Spass

Wir gehen den gemeinsam Weg weiter – zusammen mit der Familie, unseren Freunden und ganz viel positiven Gedanken.

Ich liebe Dich 🙂

Informationschaos …

… und Chaos im Kopf!

Meine Timeline auf Facebook entspricht in etwa den Zeitungen, welche wir noch in Papierform abonniert haben. Bunte Fasnachtsbilder und fetzige Guggenmusik wechseln sich gerade ab mit Kriegsbildern und hässlichem Bombenlärm aus dem Osten.

Es fühlt sich alles so surreal an. All dies geschieht gleichzeitig, auf demselben Planeten – faktisch gerade mal zwei Flugstunden liegen zwischen diesen gefühlt unterschiedlichen Galaxien.

Mir ist klar, dass es den Menschen in der Ukraine nichts bringt, wenn wir auf die Fasnacht verzichten. Mein Kopf hat einfach gerade sehr Mühe, das bunte Treiben und das dunkle Leiden unter einen Hut zu bringen.

Zwischen den besagten Bildern befinden sich noch die Fotos aus den wunderbaren Skigebieten und man könnte fast meinen, die Welt sei in Ordnung; obwohl sie gerade übel aus den Fugen geraten ist. Ich habe mich darauf gefreut, nicht mehr jeden Tag als erstes und als letztes die Coronameldungen zu hören. Leider war ich nicht darauf vorbereitet, dass diese bündig durch Kriegsmeldungen ersetzt werden.

Wie gut, dass wir zwei Enkelkinder haben, die uns immer wieder aus der bitteren Realität ins Leben holen – mit Patschehänden, mit Sabber, nassen Knutschern und unendlich viel Liebe. Und dann schaue ich die beiden kleinen Lieblingsmenschen an und denke: In was für eine Welt wachst ihr da nur herein?

Ja, es gab sie immer: Die Nachkriegskinder; die Kinder einer Pandemie; die Kinder der Rezession. Die kleinen Knirpse gehören hoffentlich nicht schon bald einer nachkriegspandemischen Rezessionsgeneration an. Und all das auf einem ziemlich havarierten Planeten, dessen Klima sich rasant verändert.

Da baue ich dann doch lieber noch ein paar bunte Knetfelsen und klettere mit den Dinosauriern der Enkel durch den Knetdschungel. Diese Welt gefällt mir besser – viel besser!

Freedom Day???

Gestern war der Tag, an welchem unsere Regierung beschlossen hat, mal kurz auf einen Schlag praktisch alle Massnahmen zum Schutz der Bevölkerung vor Corona in den Wind zu schiessen. Und die Medien haben diesen Tag FREEDOM DAY genannt. Echt jetzt? Habe ich etwas verpasst?

Haben wir die letzten zwei Jahre im Knast verbracht und ich habe es nicht gemerkt?

Waren wir in der Schweiz so arg eingeschränkt, dass wir uns nicht mehr bewegen konnten?

Wurden wir in Ketten gelegt?

Nun ja – eines haben wir Schweizer:innen meisterhaft gelernt: JAMMERN AUF HOHEM NIVEAU. Wenn ich manchen Menschen zugehört habe, hätte man meinen können, dass wir in einer Diktatur leben mussten. Kompletter Blödsinn. Wir waren zu keiner Zeit so massiv eingeschränkt, dass es uns an die Freiheit gegangen wäre. Wir durften uns in unterschiedlichen Rahmen immer frei bewegen … wir waren nie IN HOUSE eingesperrt. Da hatten unsere Nachbarländer weit krassere Massnahmen. Vermutlich ist deshalb gestern auch niemand hupend durch die Gegend gefahren … weil wir niemals wirklich arg eingeschränkt waren.

Warum man also diesen Tag Freedom Day nennen muss, ist mir ein Rätsel. Würden Kriegsgefangene einen Tag so nennen, wäre mir das absolut klar und ich könnte es nachvollziehen. Nennt man aber in der Schweiz einen Tag so, an welchem durchaus moderate Massnahmen weggespült werden, dann ist das für mich die Lachnummer schlechthin.

Jetzt könnten alle Jammeris und Heulsusen ihre Masken wegschmeissen (ich würde vielleicht nicht zu weit!!) und ihre Zertifikate verbannen – und jene, die noch nie ein Zertifikat hatten könnten jetzt wieder jubelnd überall ein- und ausgehen und den Freedom Day zelebrieren.

Ach ja – nur zur Info: Die verletzlichen Personen und die kleinen Kinder werden sich wegen des Freedom Days nicht in Luft auflösen. Es wäre also noch schön, wenn ihr die ob all der Freude nicht komplett vergessen würdet. Die sind nämlich jetzt überhaupt nicht mehr geschützt. Für die ist es ein Schritt zurück – nicht ein Schritt in die Freiheit. Dies nur so am Rande!

Herr Dachs

Wir haben seit geraumer Zeit einen Mitbewohner in unserem Garten. Ein stattliches Tier mit einer wunderbaren Fellzeichnung. Herr Dachs!

Herr Dachs wohnt offenbar schon eine Weile hier – die tiefen Löcher (eher Gruben), welche Herr Dachs unter dem Maschendrahtzaun zum Nachbargrundstück buddelt, lassen darauf schliessen, dass er immer seine Nachtaktivitäten bei uns auslebt.

Unser Grundstück ist komplett eingezäunt, weil wir unsere Hündin nicht dem ganzen Quartier zumuten wollen. So kann sie sich frei bewegen und ist gesichert. Herr Dachs hat offenbar irgendwo ein Schlupfloch unterm Zaun gefunden, durch welches er seine nächtlichen Wanderungen durch unseren Garten unternimmt. Also REIN ist für ihn kein Problem. Das mit dem RAUS hat der Kollege aber ganz offensichtlich noch nicht kapiert. Anders können wir uns nicht erklären, warum er immer wieder wie ein Wilder versucht, einen Tunnel unterm Zaun durch zu den Nachbarn zu buddeln. Ein Tunnelsystem hat er vollständig geschafft. Das haben wir gemerkt, als auf einmal der Hund unserer Nachbarn durch diesen Tunnel in unseren Garten auf Besuch kam. Wir haben den Tunnel mit grossen Steinen verschlossen. Für uns war es damit erledigt. Für Herrn Dachs aber nicht. Zwei Meter neben seinem alten Tunnel hat er letzthin angefangen, einen neuen Durchgang zu graben. Aufgefallen ist uns der grosse Haufen Erde, der frühmorgens in unserem Garten aufgetürmt war. Offenbar ist der pelzige Kollege gestört worden – der Durchgang war nicht fertig. Wir füllten also die Erde wieder in seine Buddelgrube.

Herr Dachs ist mir nachts im Garten auch schon begegnet. Ich stand mit unserer kleinen Hündin auf dem Rasen, als mir der hübsche Kollege in die Augen schaute. Boah – er ist riesig! Und ich weiss nicht, wer von uns sich mehr erschrocken hat. Klein Ellie hat geknurrt, als ob sie nur ansatzweise eine Chance gegen dieses Tier haben könnte. Ich bin ziemlich schnell ins Haus verschwunden mit meiner Fellnase – der tierische Geselle kann nämlich ganz schön unangenehm werden, wenn er gestört wird.

Nun ja, jetzt wohnt Herr Dachs halt einfach irgendwo auf unserem Grundstück. Ob es wirklich ein Herr ist, weiss ich nicht mit Sicherheit – aber ich vermute es. Wäre es eine Frau Dachs, hätte sie schon lange kapiert, dass sie dort auch wieder rauskommt, wo sie reingekommen ist. Die würde sich nicht ständig neue Wege buddeln. Soweit meine tierische Theorie …

Abartig teure Heiligenscheine

Diese Woche wurde in meinem Heimatkanton bekannt gemacht, dass CHF 50’000.– aus dem Lotteriefonds in den Vatikan geschickt wurden, um die Kaserne der Schweizer Garde zu renovieren. Aha!!! 😦

Man muss kein Finanzhirsch sein, um zu wissen, dass der Vatikan über mehrere Milliarden Euro Vermögen verfügt. Zudem hat er ein Immobilienimperium, welches sich über die ganze Welt erstreckt und die meisten besagter Immobilien stehen offensichtlich leer. Das jährliche Budget des Vatikans beläuft sich gemäss diverser Medien auf ca. 400 Millionen Euro pro Jahr. Das meiste dieses Geldes scheint Personalkosten abzudecken. Wie jetzt? Personalkosten? Diese Diener Gottes verdienen irdisches Geld? Die Leben nicht vom Glauben?

Warum kann mein bescheidener Verstand nicht verstehen, wie es sein kann, dass dieser Ministaat, der vornehmlich mit unfassbar fiesen Schlagzeilen wegen pädophiler Vergehen in aller Munde ist, noch Unterstützung der öffentlichen Hand braucht? Mein Taschenrechner will diese simple Einnahmen- und Ausgabenrechnung einfach nicht annehmen. Und dann hätte ich da noch eine weitere Frage: Diese alten, grauhaarigen Männer in ihren weissen Kutten, die ihre Heiligenscheine ganz offenbar in den Kinderzimmern ablegen – die bekommen Saläre für ihr Tun? Und werden vom obersten Weisskuttenträger mit dem Käppi noch geschützt? Und die Welt sieht zu und kann da rein gar nichts dagegen tun? –> Bestimmt findet sich da draussen jemand, der mir das glaubhaft und vernünftig erklären kann. Bislang ist es nämlich noch keinem gelungen.

Als Kind schon sehr kirchenkritisch, habe ich relativ bald schon den Bettel hingeschmissen und durfte – mit dem Segen meiner Eltern – dem verlogenen Religionsunterricht fernbleiben. Dem Kirchenaustritt stand alsbald auch nichts mehr im Weg.

Umso mehr will es einfach nicht in meinen Schädel, dass jener Staat, der gegen den Welthunger „anredet“, sich in medienwirksamen Superansprachen gegen Kriege äussert und Gewalt verurteilt, nicht einfach mal seine Kohle rausrückt und tatsächlich etwas TUT!!! Ich hätte da ein paar gute Vorschläge:

. Reorganisation des gesamten vatikanalen Konstrukts – extrem einfach, indem man diese alten
Männer dort einfach entlässt; spart ungemein viele Personalkosten und deckt Vergehen schlag-
artig auf.
. Verkauf der wunderbaren Immobilien – Erlös zu Gunsten der 3. Weltländer, die das Geld dringend
brauchen können.
. Auflösen der Schweizer Garde, welche notabene von Privatpersonen und den Schweizer
Behörden bezahlt wird, um die unsympathischen alten Männer in ihren Kutten zu beschützen.
Wären die alle nicht so gruselig, müssten sie auch nicht beschützt werden … so einfach ist
meine bescheidene Denkweise. Wenn diese Gardisten etwas Gutes tun wollen, dann dürfen sie
nach Auflösung des Vatikans die ganze Kohle in der Welt verteilen – dort, wo sie am Dringend-
sten gebraucht wird.
. Einsammeln aller Heiligenscheine – vermutlich braucht die Welt dann keine Atom- und auch sonst
keine andere Kraft mehr, um Strom zu erzeugen. Diese Scheine reichen bis in alle Ewigkeit.

Also ich finde ja meine Strategie extrem effizient. Wenn die Welt diese jetzt noch verfolgen könnte, dann würden so einige Ungerechtigkeiten auf dieser Kugel mit einem Aufwisch erledigt.

P.S.: Liebe Solothurner Regierung – die CHF 50’000.– hätte die arg von Corona gebeutelte Gastronomie- und Kulturszene bestimmt gut gebrauchen können. Dies nur so am Rande …

Eine Wutrede – jeder Impfgegener ein kleiner Diktator

Meine Blogger-Kollegin Sandra hat einen Text verfasst, den ich sowas von jederzeit unterschreiben würde, dass ich ihn euch auf meinem Blog nicht vorenthalten möchte. Danke Sandra für Deine Wutrede – sie könnte glatt von mir stammen! 🙂

Denkzeiten - Philosophische Praxis

Ich bin ja sehr geduldig (*not) und überaus verständnisvoll (…), ABER: Wenn wichtige OPs verschoben werden, weil sich gewisse die Freiheit nicht nehmen lassen wollen, sich ungeimpft auf Intensivbetten auszustrecken, dann geht mir schlicht die Hutschnur hoch. #hueresiech

Das schrieb ich kürzlich auf Twitter. Ich war wütend. Und traurig. Weil genau das in meinem nächsten Umfeld passiert ist. Und ich hadere mit den Menschen, mit dem Teil der Menschen, die selbstzufrieden dasitzen und finden: Ich lass mir doch meine Freiheit nicht nehmen. Wo kämen wir da hin? Ich entscheide selber und ich impfe mich nicht.

Nun bin ich durchaus ein grosser Verfechter von Freiheit, erachte sie als hohes – wenn nicht höchstes – Gut. Nur: Was bedeutet Freiheit eigentlich? Haben, die, welche da so selbstherrliche Sprüche von sich lassen, die sie dann mit wohlklingenden Argumenten untermalen, wirklich eine Ahnung davon? Es sieht nicht so aus. Im Gegenteil. Wenn man ihre…

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