Mit Adiletten den Fussabdruck verkleinern …

Wer möchte nicht gerne seinen Fussabdruck auf dieser Welt so klein wie möglich halten, um unseren Nachkommen ein Leben mit genügend Ressourcen zu ermöglichen? Das fängt im Kleinen an. Bei der Batterie, des Unkrautgifts oder dem Handy

Dem Handy?

Ja, die Dinger liegen in jedem Haushalt und ausser dem aktuellsten Modell sind sie nicht selten irgendwo in einer Schublade dabei, ein Menge Staub anzusetzen und auf den Tod zu warten. Warum eigentlich? Alle wissen, dass man seine nicht mehr passenden Kleider oder Schuhe an die Börse oder den Secondhand-Laden bringen kann, um damit ein kleines Sackgeld zu verdienen und jemand anderem damit die Möglichkeit zu geben, für kleines Geld etwas Schönes zu kaufen. Und genauso kann man sich dabei selber etwas Hübsches kaufen, das sonst traurig und ungebraucht niemandem mehr nützen würde.

Warum also müssen die Handys ungebraucht in der Versenkung verschwinden, wenn sie gerade nicht mehr auf dem neusten Stand sind? Nicht selten haben wir unser halbes Leben auf diesen kleinen, hoch technologisierten Dingern gespeichert. Und wenn ein neues Modell auf den Markt kommt, werden alle Daten gesichert und das treue «alte» Modell kommt in die «vielleicht sehen wir uns mal wieder»-Schublade. Wirklich alt sind diese Smartphones aber eigentlich nicht.

Würde man an jeder Haustüre klingeln und nach alten Handys fragen – meine Güte: Da käme ganz schön viel «Elektroschrott» zusammen, der de facto noch weit weg von Schrott ist. Man kann die Dinger nämlich mit ausgeklügelten Arbeitsschritten reinigen, von ungewünschten Dingen befreien und so aufpimpen, dass sie beinahe wieder wie neu sind. So quasi: Aus ALT mach NEU! Man nennt das im Fachchinesisch auch Upcycling!

Im Gegensatz zum Recycling wird es nicht einfach wiederverwendet, sondern es wird vorher noch AUFgewertet. Deshalb UPcycling.

Ich habe ein cooles junges Unternehmen entdeckt, dessen Team es sich zur Aufgabe gemacht hat, nicht mehr gebrauchte Handys anzukaufen, mit einem Upcycling quasi einer Rundumerneuerung zu unterziehen und diese für einen günstigeren Preis zum Verkauf anzubieten, als die Geräte neu im Detailhandel erhältlich wären. Das ist so ähnlich, wie wenn Mann oder Frau sich beim Beautydoc rundum erneuern lässt.

Klingt einfach? Ist es auch!!

Gibt es einen einfacheren Weg, etwas zum Wohl unseres Planeten beizutragen, als diesen? Und wenn der Weg nicht nur einfacher, sondern auch noch günstiger ist und mir ein Taschengeld in die Kasse spült, was will ich mehr? Ah, ich weiss was? Ich will eine lustige Truppe hinter der Idee wissen – und ich kann euch versprechen, dass die Truppe, die diese Idee geboren hat, mehr als lustig ist.

Ich durfte sie besuchen und habe mich köstlich amüsiert. Adiletten an den Füssen, ein Grinsen auf den Gesichtern und mit der Freude von Fohlen, die das erste Mal auf die Weide gelassen werden, entwickelt das Team die Ideen auf dem Sitzungssofa und dem Sitzsack weiter.

Ein Team, das besonders ist und deshalb auch etwas besonders Gutes entwickelt hat. Und weil ich selber ein grosser Fan dieser Truppe bin, lege ich euch ans Herz, eure Schubladen nach euren alten Smartphones abzusuchen, diese einzuschicken und euch oder dem Nachwuchs ein «quasi Neues» bei der Adilettencrew zu bestellen.

Ich wollte hier eigentlich noch den schlauen Satz «QUADRATISCH, PRAKTISCH, GUT» verwenden, aber er passt nicht – habe kein quadratisches Handy gefunden.

Wie ihr dorthin findet, wo sich all das abspielt? Ganz einfach, im Netz: www.mobileup.ch

P.S.: Ich bekomme kein Geld für diesen Beitrag – ich habe ihn gemacht, weil ich die Idee, die Jungs hinter der Idee und das Sitzungszimmer mit dem Sofa und dem Sitzsack so cool finde!

Lebensplan mit und ohne …

… Kinder.

Jeder Mensch hat seinen ganz eigenen Lebensplan. Das ist auch gut so. Schliesslich muss jeder Mensch in seinem ganz eigenen Leben glücklich werden.

Warum die Gesellschaft da immer noch meint, mitreden zu müssen, ist mir ein Rätsel. Also de facto war mir das immer schon ein Rätsel. Als ich nämlich bei meiner zweiten Schwangerschaft mit 28 Jahren beschloss, mich bei der Geburt gleich unterbinden zu lassen, musste ich gefühlt einen Psychomarathon absolvieren, um dies „bewilligt“ zu bekommen. Schliesslich war ich noch keine 30 Jahre alt, was in der Medizin offenbar gleichbedeutend ist mit „noch nicht fähig, die eigenen Handlungen zu reflektieren“!! Hä?? Hinzu kommt noch, dass mein Göttergatte ebenfalls unterschreiben musste, dass er mit MEINER Entscheidung – die notabene NUR MEINEN Körper betrifft – einverstanden sei. Okay, das war zu einer Zeit, als es noch Dinosaurier gab und ich war mir sicher, dass es heute anders sei. Falsch gedacht!

Ist heute ein Paar schon mehr als ein Jahr zusammen, fängt die mühsame Fragerei nach der Familienplanung an. Da werden unbedachte Sätze rausgehauen, die nicht immer ganz den persönlichen Grenzen eines Menschen entsprechen:

„Und, wie sieht es so aus mit Kindern – schon was in Planung?“
„Ihr seid aber schon lange zusammen, wäre langsam Zeit, an die Familienplanung zu denken.“
„Ihr beschäftigt euch aber schon so langsam mit dem Thema Kindern oder? Ihr werdet ja auch nicht jünger.“

Äussert sich das angesprochene Paar oder – in vielen Fällen die angesprochene Frau – ablehnend zum Thema Kinder, dann kommt nicht selten der absolute Supersatz:

„Ach, das sagt ihr jetzt – ihr seid noch jung – das kommt schon noch. Ich hatte diese Phase auch, die geht vorbei.“

Bitte? Sich gegen eigene Kinder zu entscheiden ist also eine Phase? Oder so etwas wie eine depressive Verstimmung, die mit der richtigen Therapie vorüber geht? Muss ich das verstehen?

Ich finde es zeugt von Weitsicht und Mut, sich bewusst für seinen ganz eigenen Lebensplan zu entscheiden und auch dafür einzustehen. Dafür braucht es nämlich eindeutig mehr Mut, als dem Druck der Gesellschaft nachzugeben, Kinder zu bekommen und diese dann irgendwo zu parkieren, weil sie eigentlich gar nicht so wirklich in den Lebensplan gepasst haben. Und deshalb bin ich auch der Meinung, dass Menschen, die sich so klar für oder gegen etwas entscheiden, sich dafür nicht rechtfertigen müssen und erst recht nicht von der Medizin dafür boykottiert werden dürfen.

Für mich ist es schlicht und einfach eine Frechheit, dass junge Frauen oder Männer, die sich gegen eigene Kinder entscheiden, von einer medizinischen Sterilisation abgehalten werden, weil ihnen nicht zugetraut wird, die Tragweite dieser Entscheidung zu erkennen. Wenn man bedenkt, wieviele junge Frauen sich ihren Körper mit Implantaten aufhübschen lassen, dann frage ich mich schon ob der Willkür der Medizin.

Es ist an der Zeit, dass Paare ohne Kinderwunsch nicht weiter mit dem Stigma „abnormal“ belegt werden. Schliesslich bedeutet normal nichts anderes als „der Norm entsprechend“ – und jeder Mensch hat seine eigene Norm!

Der grosse Wandel

Was für ein verheissungsvoller Titel – der grosse Wandel. Das könnte so manches bedeuten, weil es aktuell wohl beinahe in jede Situation passt. Für mich ganz persönlich bedeutet es nur eines:

Ich wandle mich vom Menschen zum Zombie – und in etwa so wandle ich auch durch die Tage und Wochen. Man nennt das landläufig auch WECHSELJAHRE!

Ganz viele da draussen werden jetzt denken: Wie jetzt? Ein Beitrag über ein derart langweiliges Thema? Jup – genau richtig, ein Beitrag über mein persönliches Befinden seit Monaten im Strudel der Hormonsuppe, die offenbar täglich 10 mal überkocht. Und sie kocht auch in der Nacht, quasi auf Dauerflamme!

Ja, ihr habt recht, es gibt bestimmt weit Schlimmeres. Da bin ich voll eurer Meinung. Aber wenn man vom stabilen, grundsätzlich nicht sehr schlecht gelaunten und energiegeladenen Menschen zum totalen Gegenteil mutiert, dann macht das nicht nur keinen Spass – es ist einfach nur zum Heulen!!!

Mein körperliches und geistiges Leben wird seit geraumer Zeit dominiert von argen Hitzewallungen, Übelkeit, Migräne, schlechter Laune, Dünnhäutigkeit, Instabilität, Auf- und Ab’s (leider mehr Ab’s), nächtlichen Nahkampfaktionen mit Bettdecke, Kissen und wechselnden Pjyamas und einer satten Gewichtszunahme von 10 Kilo in einem Jahr. Und es gibt Tage, da geht mir einfach ALLES auf den Kecks. Die Sonne, die Menschen, die Geräusche – einfach alles. Wer bin ich und wann geht das wieder weg?

Ich gucke in den Spiegel und da sind auf einmal Falten, wo früher keine waren – sogar eine fette und tiefe Zornesfalte habe ich bekommen. Logisch, meine Laune ist ja auch mehrheitlich schlecht und meine Gedanken sind nicht sehr entspannend. Und meine Umgebung fängt an, auf meine Veränderungen zu reagieren. Ganz offensichtlich merkt man mir an, dass ich nicht mehr die Alte bin. Und ich hasse es!

Ich dachte immer, die Wechseljahre wären so ein Ding, durch das man einfach durch spaziert und nicht viel merkt davon. Und ja, es soll sogar Frauen geben, denen das gelingt. NEID! Ich gehöre nicht dazu und mein Onkel Doktor hat mich getröstet mit den Worten:

„Also ich kenne in meiner Praxis keine, die ohne Beschwerden durch die Wechseljahre ging. Manche schlimmer, andere weniger schlimm. Manche länger, andere weniger lang. Dummerweise sprechen die Frauen genauso wenig darüber, wie die Männer. Drum denken Sie, Sie seien die einzige mit solchen Beschwerden.“

Oh, Frauen reden nicht darüber. Warum? Frauen reden doch sonst gefühlt über alles. Warum nicht über die gruseligen Veränderungen in den Wechseljahren??? Mir fällt übrigens gerade jetzt beim Schreiben auf, dass das Ding ja tatsächlich WechselJAHRE heisst. Mir wird also noch einiges bevorstehen – Freude herrscht 😦

Ich möchte hier – um mir etwas Druck zu nehmen – alle da draussen darüber informieren, dass ich Morgentermine hasse. Ich bin nämlich zum absoluten Morgenmuffel mutiert. Ich komme nicht in die Gänge nach meinen nächtlichen Schweisseskapaden, begleitet von Albträumen und Panikattacken. Ich bin auch launisch geworden. Es kann also gut sein, dass ich euch mittags sage, dass ich mich auf ein Treffen am Abend freue – welches ich dann doch absage, weil ich mit Migräne und übler Laune auf dem Sofa liege und mich nicht aufraffen kann. Ihr denkt, das sei übertrieben, schliesslich sei man deswegen ja nicht krank. Ihr habt möglicherweise recht – für mich fühlt es sich aber richtig krank an. Punkt.

Die Ratschläge mit der Silberkerze, den verschiedenen Tees, dem kühlenden Nackentuch und den Salben und Duschen bringen übrigens in meinem Fall dreimal GAR NICHTS! Dies zur Info für alle, die mich nun gerne lieb gemeint beraten wollen. Ich habe die Palette durch – erfolglos!

Wechseljahre sind in meinem Fall weder Schokoladenjahre noch einfach nur heisse Zeiten – es ist ein Marathon durch die gruselige Hormonsuppe – und jeder der mich kennt weiss, dass ich Suppe nie mochte. Ich geh dann mal meinen Fächer holen …

In der Welt der Schönen und Reichen …

… und die Modepraline ist mittendrin. Aber: Leider passt sie dort so gar nicht hin!!!

Seit ich denken kann, habe ich immer das altehrwürdige Hotel Palace in Gstaad bewundert. In meinen Gedanken habe ich mir immer ausgemalt, wie wunderbar dieses Haus sein würde und dass ich irgendwann dort einmal zu Gast wäre.

Objekt der Begierde …

Ja, ihr ahnt es: Ich habe mir die letzten Tage diesen Traum erfüllt und musste merken, dass dieses Haus wohl wunderschön, aber so gar nicht meine Welt ist. Zu viele Regeln, zu viel Show, zu wenig Seele. Das ist mein Fazit!

Wenn man dieses Hotel bucht, merkt man vorerst mal nicht, was für versteckte oder offene Regeln hinter den Mauern herrschen. Irgendwie ist mir deshalb auch gar nicht in den Sinn gekommen, dass ich mich an Regeln stossen könnte, die mir einfach nicht in den Kopf gehen wollen. Es versteht sich für mich von selber, dass ich bei einem Besuch in einem derart exklusiven Haus nicht mit dem Jogginganzug anreise. Gepflegte Garderobe ist für mich selbstverständlich. Aber da scheiden sich nun die Geister tatsächlich. Die Definition der gepflegten Garderobe scheint im hohen Gstaad eine etwas andere zu sein, als hier bei uns.

Beim Check-In fiel der Blick der Empfangsdame auf meine Schuhe und der Kommentar dazu war: „Diese Schuhe gehen aber ab 19.00 Uhr in unserem Haus in den Speisebereichen und in der Bar nicht mehr.“

Meine geliebten, sauberen und gepflegten Sneaker – ein Unding!

Ich merkte, wie sich in mir etwas sträubte, was ich aus Kinderzeiten noch sehr gut in Erinnerung habe. Man nennt das Trotz – und ja, ich bin mit 55 definitiv zu alt dafür. Allerdings habe ich auch mit 55 noch immer das Problem, dass ich mich mit Dingen, die mir absolut nicht in meinen Kopf gehen wollen, nur sehr schwer anfreunden kann. Da gehören Dinge wie solche Regeln dazu:

… ist das nun sexistisch, rassistisch, politisch inkorrekt oder einfach nur dämlich?

Beim Eingangsbereich im Erdgeschoss des Hauses hängt dann noch folgendes, hübsch gerahmtes Bild in der palaceüblichen Sprache (kein Mensch spricht dort Deutsch)!

Ob Pyjamas okay wären?

Ich habe mich knurrend an die Regeln gehalten, weil das Essen im Palace wunderbar schmeckt. Dabei habe ich mich im Minutentakt erwischt, wie ich JEDER und JEDEM auf die Füsse geguckt habe. Wehe, wenn ich da Sneakers gesehen hätte. Und was genau ist falsch an Polo Shirts oder an einem Mantel??? Oder noch viel schlimmer: Warum geht all das bis 19.00 Uhr in Ordnung – ab da aber nicht mehr? Verändern sich da die Sneakers in Bauschuhe, die Mäntel in Zelte und die Polo Shirts in Regenschirme???

Ich habe mir natürlich die Frage gestellt, was passieren würde, wenn ich mich einfach NICHT an die Regeln halten würde – schliesslich habe ich gleichviel bezahlt, wie die Schönen und Reichen im Palace. Ehm … also, die Konsequenzen wären dann ziemlich einsam. Man wird nämlich aufs Zimmer gebeten und bekommt sein Essen dort serviert. Hallo?

Ich rekapituliere: Die liebe Modepraline in ihrer vollen Fülle hat sich einfach nicht in das Bild dieser Welt dort einfügen wollen/können. Ich trage keine Kleidergrösse 34 (nein, meine ist 42 – diese Grösse kennt man in Gstaad gar nicht). Mein Gesicht und mein Chassis sind noch die Originalversion. Schon alleine das ist im schönen Nobelort sowas Ähnliches wie etwas Ausserirdisches. Dort ist Frau gepimpt bis zum Umfallen! Ich finde klimatisierte Speisesäle furchtbar, weil ich Mühe damit habe, mir mit Stil den Arsch abzufrieren. Übrigens hat man mir – auf meine Bitte, die Klimaanlage etwas runter zu drehen – eine Wolldecke in den Speisesaal gebracht. Aha, Wolldecke geht – Sneakers aber nicht! 🙂

Weil man ja weder, Sneakers, noch Poloshirts, noch Jeans oder sonst was zum Essen tragen darf, wollte ich mir natürlich eine schöne Hose holen. Hat ja massig Geschäfte in Gstaad. Das einzige, was ich ÜBERALL bekommen haben, ist das Kopfschütteln der Verkäuferinnen. Kleidergrösse 42? Sorry, aber wir verkaufen hier nur bis 38.

Könnt ihr euch die ziemlich verwirrte und enttäuschte Modepraline vorstellen? Ich dachte ja immer, ich sei gut angezogen und mit meinen 55 Jahren sei ich ganz okay. Nach vier Tagen im schönen Gstaad komme ich nach Hause und frage mich, ob ich nun zuerst zum Beautydoc, in die Ernährungsberatung oder zur Fashionberatung gehen soll.

Keine Angst – ich habe mich das glücklicherweise nicht eine einzige Sekunde ernsthaft gefragt. Ganz im Gegenteil. Ich weiss jetzt einfach, dass die Welt der Schönen und Reichen nicht die meine ist und dass ich diese lieber im Fernsehen anschaue. Das Benehmen dieser wahnsinnig elitären Gilde ist nämlich nicht selten sehr fragwürdig. Da werden schamlos Tischnachbarn mit fetten Zigarren eingenebelt und der Alkoholkonsum ist derart hoch, dass im Schnitt alle fünf Minuten ein Glas zu Bruch geht. Eine Entschuldigung beim gebeutelten Personal ist da Fehlanzeige.

Was lernen wir daraus: Du kannst ein totales A….loch sein, solange Du keine Sneakers trägst und den Oberkörper auch bei über 30 Grad auf der Veranda in ein Sakko steckst. Ich muss diese Welt nicht verstehen. Bei mir würde der CODE am Eingang anders klingen:

„Wir heissen bei uns alle herzlich willkommen, die wissen, wie man sich benimmt und die unsere Arbeit zu schätzen wissen. Alle anderen dürfen gerne draussen bleiben.“

Kleiner Schwank …

… meiner Enkelin, 3 1/2-jährig:

„Grosi, ich möchte sooooo gerne mal wieder bei Dir schlafen.“
„Okay, dann machen wir das heute – aber ohne Theater, gell?“
„Abgemacht – ich mache kein Theater, ich putze die Zähne, gehe ins Bett und weine nicht.“

Nach dem Zähneputzen im Bett erzähle ich noch eine Geschichte.
Kurz darauf:

„Ich vermisse mein Mamiiii soooooo seeeehr.“
„Okay, dann bringe ich Dich nach Hause.“
„Dort ist mein Mami aber heute auch nicht.“
„Nein, das hilft heute einem Freund beim Hamburger verkaufen.“
„Ich will auch einen Hamburger, mit Pommes und Ketchuuuuuuup!!!“

Stille ….

Ich gucke rüber – sie ist eingeschlafen.

Ich mach dann mal vorsorglich einen Hamburger bereit für heute Nacht …

#Enkelliebe

Wann kommt das Spaghetti-Verbot?

Politische, sexuelle und ethnische Korrektheit hat bestimmt ihre Berechtigung. Ich meine, es geht nicht, dass man Schwule und Lesben ausgrenzt; dass man dunkelhäutige Menschen mit Schimpfwörtern belegt oder dass man manche Menschen der SVP als Nazis bezeichnet. Alles nicht okay – keine Frage!

Seit wann aber sind Dreadlocks ein Grund, Konzerte abzusagen oder Menschen nicht in Bars zu lassen? Habe ich etwas verpasst? Könnte es nicht einfach sein, dass die Träger dieser Frisuren den Lifestyle von Bob Marley cool fanden und ihn deshalb zelebrieren möchten. Könnte es nicht grundsätzlich einfach sein, dass wir viele Dinge von anderen Kulturen übernehmen, weil wir sie cool finden – ohne dabei einen unsauberen Hintergedanken zu haben?

Alle Schweizer:innen essen Spaghettis. Und ich kenne niemanden, der sie nicht liebt. In Wahrheit haben wir die lustigen Teigwaren aber von den Italienern abgekupfert und sie stehen vermutlich in jedem Schweizer Vorratsschrank. Wer nichts im Haus hat, schmeisst zur Not Spaghettis in die Pfanne. Die gehen nämlich immer und jeder mag sie. Politisch korrekt? Oder haben wir da den Italienern womöglich ein Stück ihrer Identität gestohlen. Und bringen wir womöglich die langen dünnen Teigwaren mit den eher kleingewachsenen Italienern so in Verbindung, dass wir uns darüber lustig machen? Schon mal darüber nachgedacht, hä?? Und wenn dann beim Verspeisen der italienischen Spezialität ein Messer zum Einsatz kommt, liegt das dann wirklich an der ungelenken Art der Schweizer:innen oder könnten wir damit den Hintergedanken haben, kleine Italiener:innen zu verhackstückeln??

… so oder so ähnlich könnte man diese und andere Gedanken bis ins Bodenlose spinnen – wenn man denn die nötige kranke Fantasie dafür hat.
Man könnte aber auch einfach davon ausgehen, dass wir alle begeisterte Liebhaber der italienischen Küche sind und deshalb unseren lieben Nachbarn einfach ihre Rezepte geklaut haben. Ohne Hintergedanken, einfach aus Liebe zum Essen.

Ist es eigentlich korrekt, dass Schweizer:innen in Pizzerien gehen? Oder zum Asiaten? Oh, da fällt mir ein: Ist es in Ordnung, dass wir so viele Thai-Restaurants in unserem Land haben? Die entsprechen so gar nicht unserer Kultur. Multikulti in Ehren, aber in unsere Küchen gehören Rösti und Käse – Ende Gelände!!

Ich merke gerade, dass ich die Tastatur jetzt beiseite legen muss. Mir kommen sonst immer mehr quere und total verdrehte Gedanken, auf die ich bislang im Leben nicht gekommen wäre. Und dabei überlege ich mir, ob mir Dreadlocks auch stehen würden … 😃

Welcher Typ bin ich?

Viele von euch wissen es – den anderen erzähle ich es nun: Einen Tag nach meinem letzten Post, den ich mit dem absoluten Ferienkoller in den Knochen geschrieben habe, wurden die Meerferien vorzeitig beendet. Der finale Entscheid ist bedingt durch ein krankes Enkelkind gefallen. Ich meine: Was macht man mit kranken Zwergen, wenn sie fiebrig krank sind und das lärmige Zimmer im 37 Grad warmen Ferienland nicht mehr verlassen können? Was soll ich sagen: Die beiden Enkelzwerge (Nummer zwei bei der Rückreise auch bereits angesteckt) haben den Rückflug toll gemeistert – und die Lage ist erst zu Hause dann so richtig eskaliert. Wie gut, dass wir im letzten Moment noch abgereist sind – bevor die Kleinen so richtig fies krank geworden sind – mit dem ganzen Grippeprogramm, das man sich nur wünschen kann.

Und so fühlen sich die Ferienfotos nun ziemlich surreal an. Ferien? Wann? Ich bin einfach nur müde und meine süssen Enkelzwerge haben grosszügigerweise ihre Viren nun auch mit mir geteilt (ja, ihr dürft gerne Mitleid mit mir haben). Es hat schon einen Grund, dass man Kinder im jungen Alter haben sollte – wäre es nicht so, würden mein Tochterkind und ihr Partner vermutlich schon lange nicht mehr aufrecht gehen – die haben ungefähr vor 2 Wochen das letzte mal wirklich geschlafen.

Und so schaue ich mir nun inzwischen seit einer Woche die Ferienfotos der Facebook- und Instagram-Community an und frage mich, ob wir die einzigen sind, deren Ferien ein ziemlicher Flop waren!? Oder liegt es einfach an mir?

Da posten zum Beispiel die Wandervögel ihre Bergbilder wie wild. Berg hier, Baum da, Berg dort, Tannen überall! Und ich frage mich: Was zum Geier ist die Faszination von Wanderferien? Anstrengend, schwitzend, mit Insekten überall und die einzige Abwechslung, die ich sehe, ist die Form der Berge. Alles andere ist: BAUM, WEG, BLUME, BAUM, TANNE, WEG, BLUME … grün, grüner, am grünsten! Seit ich ein Kind bin, finde ich Wandern zum Wegrennen schön … und daran hat sich bis heute nichts geändert. Ich bin also definitiv nicht der Bergtyp!

Dann haben wir da die Sportverrückten. Sie Paddeln, Radeln, Klettern und laufen sich während der Ferien einen Wolf und finden es wunderbar. Und ich schaue entsetzt die Bilder an und denke: Warum tun die das? Anstrengend, schwitzig, Insekten, klebrig, bäh. Okay, ich bin definitiv nicht der Sportferientyp!

Absolut on top sind für mich die Campingspezialisten. Mein Verständnis erreicht dort den Grad „unterirdisch“ und ich werde nie verstehen, was man an einer von der Sonne aufgeheizten Kiste mit viel zu wenig Platz schön finden kann. Erst recht nicht, wenn man mit der Kiste auf einem Campingplatz eingepfercht zwischen gefühlt Millionen anderen steht. Boah! Wie gut, dass wir schon lange wissen, dass ich also auch nicht der Campingtyp bin.

Oh, die Kreuz- und Schifffahrer habe ich noch, deren Bilder wunderbar aussehen. Meine sähen anders aus. Mal würde ich rechts über der Reeling hängen und mal links … dabei würde ich mit meinem Mageninhalt den gesamtem Fischbestand der Weltmeere füttern. Und zwischendurch würde ich mich tödlich langweilen beim meditativen Glotzen aufs Wasser. Läck, der Wassertyp fliesst also auch nicht durch meine Adern.

Die Strandbilder und die schönen Altstädte der nahen Inseln finde ich nach wie vor am schönsten. Das stimmt nun tatsächlich. Aber nach 6 Tagen schwitzen und Sand und Sonnencrème und und und … ist dann auch dieses Thema ausgereizt. Der ausgeprägte Strandtyp bin ich also auch nicht.

Meine Güte 😩 was bin ich bloss??? Müsste ich mich selber analysieren, würde ich es so beschreiben: Ich bin der Typ Mensch, der sich gerne die schönsten Hotels ansieht, der die wunderbarsten Ferien bucht, der die kreativsten Ferienideen hat – um dann in der Realtität über alles zu meckern, was sich von den Bildern und meinen Vorstellungen auch nur einen Millimeter unterscheidet. De facto bin ich also eigentlich der Sofatyp, der zwar gerne bucht, dann aber nach zwei Tagen in der Regel schon wieder abreisen möchte. Vielleicht hätte ich besser eine Reisebüro eröffnet, um Ferien für andere zu organisieren und dann nur die schönen Bilder anzusehen. Da müsste ich weder packen, noch reisen, noch schwitzen, noch mich anstrengen – ich könnte mir nur die spannenden Geschichten anhören und das Material dazu sichten.

Okay: Ich bin der Buchungstyp! Wie gut, dass ich nie behauptet habe, ich sei normal. Das ist ja nicht zum Aushalten mit mir. Wer es trotzdem schafft, hat einen Orden verdient … oder auch zwei!

Ferienkoller – wer kennt’s?

Balkönchen mit Aussicht …

Ich sitze auf unserem Minibalkönchen und schaue aufs sardische Meer. Ich bin ein grosser Sardinien-Fan, normalerweise. Diesmal sieht das anders aus – das hat verschiedene Gründe. Zuerst hat einiges mit unserem Hotel nicht geklappt, wie wir uns das vorgestellt hatten. Damit sich das ändert, muss man mit einer extrem wichtigen Schnute den Generalmanager zum Gespräch bestellen. Das muss man wiederholt tun – zu meinem Ärger natürlich, dann schaltet man noch den Sales-Manager ein und dann funktioniert es auf einmal. Dazwischen liegen aber gefühlt 2 Wochen (in Wahrheit sind es nur 6 Tage … fühlt sich aber länger an) – und es braucht diverse Mails, SMS, Telefonate und persönliche Gespräche … IN DEN FERIEN!!! 😦

Die Kampfsau in mir läuft in dieser Zeit auf Hochtemperatur und ich fange an, alles zu scannen, was mir auf die Nerven gehen könnte (First World Problems, ich weiss). Dazu kommt, dass die Hitzewelle auch vor Sardinien nicht halt macht, der Wind (der hier normalerweise bläst) sich in eine Schublade verkrochen hat, die Luftfeuchtigkeit der eines Hammam’s gleichkommt und die Mücken ihre gesamten Verwandten hier nach Sardinien geholt haben. Ich spraye anstelle von Deodorant nur noch Antibrumm an meinen gesamten Körper – das ist den Viechern aber schnurzegal. Die fressen uns alle – am liebsten zum Abendessen!

Und dann schleicht er sich an, der Ferienkoller … leise aus dem Hinterhalt kommt er … und mir geht auf einmal ALLES auf die Nerven. Der heisse Sand, die brennende Sonne, die am Körper klebenden Klamotten, das Hotelessen, die Räume mit Klimaanlage (weil zu kalt), die Räume ohne Klimaanlage (weil viel zu heiss), die Tische im Freien (weil zu heiss und zu mückenstichig), die Sonnencrème (weil zu klebrig), das Aftersun (weil zu wenig wirksam), die heissen Platten auf dem Gehweg, die vielen Menschen mit ihren verschiedenen Schweissduftnoten und überhaupt …
F E R I E N K O L L E R!!!

Eigentlich kenne ich ja dieses Phänomen von mir – das ist auch der Grund, warum ich nie mehr länger als eine Woche Ferien gebucht habe. Bis auf dieses eine mal jetzt – 11 Tage! WTF hat mich geritten? Ich dachte, mit Freunden und Familie und Enkeln machen längere Ferien mehr Sinn. Eigentlich machen sie das auch – es sei denn, ich bin dabei. Dann gibt es genau ein Problem: MICH!! Nach einer Woche habe ich regelmässig die Schnauze voll und möchte wieder nach Hause. Egal, wo ich gerade bin.

Ihr denkt jetzt, ich sei kein Prozent normal? Ihr habt recht!!

Ich wäre dann jetzt bereit, um abgeholt zu werden. Ich bin die im schwarzen Badekleid, auf dem winzigen Balkönchen (ich wusste gar nicht, dass man sowas Kleines überhaupt Balkon nennen darf), mit dem Laptop auf dem Schoss und der lang gezogenen Schnute.

P.S.: Ich habe mir vorhin im hoteleigenen SPA einen Beauty-Termin für mein verstochenes Miese-Laune-Gesicht gemacht. Die Dame hat gesagt, ich würde danach 10 Jahre jünger aussehen. Wenn das auch nicht funktioniert, dann laufe ich los in Richtung Heimat … piepegal, was alles noch dazwischen liegt.

Coach gesucht für …

… Menschen mit komplexen Krankheitsbildern,
… Alleinstehende, die eine fatale Diagnose bekommen,
… Kranke, welche mit allem überfordert sind,
… Patienten, die sich im Dschungel der Medizin verirren,
… Menschen, deren Krankenakten ganze Bundesordner füllen,
… Schwerkranke, die keine Kraft mehr für kritische Fragen haben.

Eigentlich habe ich bis vor einigen Jahren geglaubt, dass wir in der Schweiz bestens aufgehoben seien, wenn ich an unser Gesundheitssystem und unsere hochkarätige Medizin gedacht habe. Seit knapp 6 Jahren weiss ich mit Sicherheit, dass dem nicht so ist. Und genau in dieser Zeit habe ich mich – autodidaktisch – zur Kampfsau an der Seite meines Göttergatten entwickelt.

Es ist nicht so, dass ich vorher ein scheues Rehlein gewesen wäre. Das war ich wahrlich nie. Ich bin nicht selten über meine eigene grosse Klappe gestolpert und habe mir mit zu vielen kritischen Fragen auch des öfteren mal eine Türe selber verschlossen. Rückblickend muss ich sagen: Ich bin froh um diese Gabe. Warum? Nun ja, ziemlich einfach:

Vor knapp 6 Jahren hat man meinen Göttergatten zum ziemlich schnellen Tod verurteilen wollen – mit einer Diagnose, die gemäss Statistiken und Erfahrungen ein langes Überleben unmöglich machen. Man sprach von wenigen Monaten. Die Reaktion des Göttergatten war: Vergesst es – ich glaube keiner Statistik, die ich nicht selber gefälscht habe … drum schreibe ich meine eigene. Dann verschloss er sich vorübergehend für jegliche seelischen weiteren Verletzungen und konzentrierte sich auf sich und seine mentale Kraft.

Ich schnappte mir also meine Waffen und stellte mich mit ihm zusammen an die Front. Es gibt seit der Diagnose von damals keinen Tag, an welchem ich mich nicht über medizinische News informiere, mich in Studien einlese, Krankentagebuch führe, mich über Medikamente schlau mache, mich mit Spezialisten unterhalte, um Informationen kämpfe, die weiss gekleideten Götter (mit Ausnahmen) mit kritischen Fragen löchere, Akten vergleiche, Befunde hinterfrage, mit ihm von A nach B bis Z reise, um die richtigen Spezialisten für die richtigen Bereiche zu konsultieren und mich auf diese Gespräche vorzubereiten. Immer dabei: Die Unterlagen und das Tagebuch!

Rückblickend wissen wir, dass er mit grosser Wahrscheinlichkeit nicht mehr am Leben wäre, wenn wir nicht zum Duo-Infernale der Onkologie mutiert wären. Auf diesem Weg hat man uns soviel Unwahres erzählt, derart viele falsche Vermutungen geäussert, Informationen vergessen und folgenschwere unglückliche Sätze um unsere Ohren geschlagen, dass ich zur absoluten Kampfsau geworden bin.

Heute war wieder einmal ein Tag, an welchem wir – bei einer Besprechung mit dem Arzt unseres Vertrauens – einen Rückblick gewagt haben, um weitergehen zu können. Aus Erfahrungen lernt man ja bekanntlich und sie bringen einen weiter. Dabei habe ich die Frage in den Raum gestellt:

„Was passiert eigentlich mit Patienten, die alleine sind und die Kraft (warum auch immer) nicht haben, immer alles zu hinterfragen und sich selber um ihr Schicksal zu kümmern?“

Krasse Antwort gefällig?

„Die sterben, so einfach ist das!“

Solche Gespräche lassen uns nachdenklich und entsetzt zurück. Es ist also nicht so, dass alle die gleichen Chancen haben. Wer nicht die richtigen Fragen im richtigen Moment stellt, wird möglicherweise niemals die nötigen Antworten bekommen, um den Weg weitergehen zu können. Wer nicht unangenehm den Fuss in die Türe stellt, dem werden viele Türen wohl verschlossen bleiben. Wer alles glaubt, was man ihm sagt, der könnte schneller weg sein, als ihm lieb ist. Ganz besonders komplex wird es, sobald mehrere Ärzte verschiedener Disziplinen an einem Patienten ihr Wissen einbringen müssen, weil da unterschiedliche Baustellen sind, die es zu bearbeiten gilt. Informationen muss man sich nämlich holen – die werden nicht freiwillig weitergegeben. Ein medizinisches Politikum – und nicht selten ist es so, dass die hochkarätigen Koriphäen sich nicht um einen einzelnen Patienten bemühen, weil sie es nicht mehr nötig haben. Dafür stehen viel zu viele in der Warteschlange, die noch so gerne einen Termin hätten.

Mein Göttergatte meinte heute pragmatisch: „Das wäre ein Geschäftsmodell, welches man aufziehen müsste.“

Ja, da hat er recht – stellt sich nur mal wieder die Gretchenfrage, wer dafür Geld in die Finger nehmen würde, um Menschen als Patientencoaches auszubilden und diese dann auch bezahlt ihre Arbeit machen zu lassen. Eigentlich wäre es – meiner Meinung nach – ganz klar unser Staat, der intervenieren sollte. Abbau im Gesundheitswesen, Überstunden bis zum Umfallen, immer mehr administrative Tätigkeiten und und und … all das lässt es überhaupt soweit kommen, dass Ärzte keine Zeit, keine Lust und keine Kraft mehr haben, sich für den einzelnen Menschen einzusetzen. Ich möchte nicht wissen, wieviele Menschenleben so schon verkürzt wurden, weil sich keiner verantwortlich gefühlt hat.

Solltet ihr da draussen mit einer schlimmen Diagnose konfrontiert werden oder jemanden kennen, der im Dschungel der Medizin zu ertrinken droht: Sucht euch einen Kampfpartner, dem ihr zutraut, dass er euch begleitet. Nehmt die Hilfe an – auch wenn es manchmal schwer fällt. Es könnte bedeuten, dass dadurch Jahre gewonnen werden können, die man euch möglicherweise schon abgesprochen hat.

Ich wünsche allen Patient:innen eine Kampfsau an die Seite, die sich im richtigen Moment vor sie stellt und sich nicht scheut, sich auch mal sehr unbeliebt zu machen. Toi toi toi!!!!

Kurz vor knapp …

Knapp – das könnte es in diesem Winter mit dem Gas und möglicherweise mit dem Strom werden. Die Zeichen stehen auf Sturm und wenn man die Kriegstätigkeiten von Putin beobachtet, dann könnte der Schlamassel tatsächlich ein Ausmass annehmen, den wir uns jetzt noch nicht so richtig vorstellen wollen. Aber wir hatten schliesslich auch nie eine Pandemie auf dem Radar … was also heisst: Nichts ist unmöglich, leider!

Nun, weitsichtig gehandelt haben jene, die schon lange nicht mehr am Gas hängen und die ihre Dächer mit Solarpanels bestückt haben. Zu jenen gehören wir leider nicht. Shame on us! Ich fahre einzig einen E-Wagen, der notabene aber auch am Strom geladen werden muss. Und unsere Zimmer werden mit der Gasheizung erwärmt. Das möchte ich ändern und habe guten Mutes jemanden kommen lassen, der mir da fachkundig Auskunft geben kann, wie wir einen Wechsel vornehmen können.

Der vermeintliche Fachmann, blutjung und etwas überengagiert, hat also unsere Heizung begutapfelt und festgestellt, dass selbige …

… ja fast noch neu ist,
… doch schade zum Auswechseln sei,
… in unserem höheren Alter vielleicht gar nicht mehr ausgewechselt werden müsse,
… wir schon ziemlich viel Geld sparen könnten, wenn wir NICHT umsteigen würden.

Okay, zugegeben: Nach soviel Fachkompetenz musste ich mich erst kurz sammeln, bevor ich kontern konnte. Das geht in meinem doch etwas höheren Alter nicht mehr so schnell, wie das in jungen Jahren noch der Fall war.

„Ihnen ist aber schon klar, dass es hier nicht um mein Alter geht, sondern um die Tatsache, dass das Gas knapp werden könnte.“
„Keine Angst, liebe Frau, das wird nicht passieren. Ich bin Gasheizungs-Monteur, dann wäre ich ja arbeitslos.“

Kabooom! Das Argument des Jahrhunderts. Noch mehr Fachkompetenz hätte mich glatt umgehauen. Deshalb habe ich gewünscht, jemanden sprechen zu dürfen, der sich ausserhalb der Gasheizungsmontage und der Weltpolitik auskennt. In den nächsten Tagen wird nun also eine neue Ansprechperson hier eintreffen. Wir dürfen also hoffen, dass selbiges Unternehmen noch über andere Fachkräfte verfügt, sonst sehe ich schwarz für hoffentlich warme Füsse im Winter.