Wie doof muss man sein …

… wenn man auf Facebook diese Ratespiele anklickt, in welchen einem gesagt wird, welcher Partner zu einem passt, welcher Hund perfekt für einen wäre, oder welche Destination man am meisten liebt? So doof wie ich muss man sein!!

Ich sehe immer wieder, wie Facebookfreunde von mir Bilder aufschalten, in welchen zum Beispiel steht, welchem Promi sie ähnlich sehen oder wo sie in die Ferien hinfahren sollten. Facebook sagt ihnen das. Jetzt habe ich gesehen, dass jemand einen Post aufgeschaltet hat, in welchem steht, welcher Hund am besten zu ihm und seiner Persönlichkeit passt. Aha! Ich klicke also auch drauf und versuche meine Glück … als ob ich den Scheiss glauben würde – aber ich tue es trotzdem. Und Facebook sagt mir … tadaaaa … ein BOXER wäre mein perfekter Begleiter. OMG! Wer mich kennt weiss, dass ich Molosser (Muskelpakethunde) weder schön finde noch jemals einen haben möchte. Und einen Boxer schon gar nicht. Ich werde mit diesen Tieren einfach nicht warm. Nicht ein bisschen!

Meine Hündin hat so rein gar nichts mit einem Muskelpaket zu tun … null!

Das Gesicht von Ellie hat auch nicht einmal einen Hauch von Ähnlichkeit mit einem Boxer. Und im Charakter ist sie auch völlig anders. Ich hab mich deshalb ziemlich schlapp gelacht über das Resultat. Ein Boxer und die Modepraline – das wäre wie … wie … wie … ein Huhn und Rollschuhe!

Wie zum Geier bin ich auf die dämliche Idee gekommen, auf dieses Dings zu klicken und mir diese Auswertung machen zu lassen, hä? Wie gut, dass man für den Mist nicht noch bezahlen muss …

Ja, meine Lieben, ich weiss: Facebook ist nur so intelligent wie sein Anwender – spricht also im Moment grad gar nicht für mich. Asche auf mein Haupt … ich werde mich bessern 🙂

Tschüss Eidgenossen

Das Sommermärchen ist zu Ende: Die Schweiz hat gegen Schweden an der Fussball-WM verloren und reist nach Hause. Ich hab selbstverständlich auch geguckt, bin aber nicht so fanatisch, dass ich nun deswegen geknickt wäre. Aber ich bin mit meiner Fellnase heute Abend durchs Dorf spaziert und habe in die Gärten gehorcht.

Wo die letzten Spiele und Abende Gejohle und Gegröle war, da ist im Moment Katerstimmung. Und lustigerweise sitzen in allen Gärten mindestens zwei Fussballprofis. Da wird lauthals diskutiert, wie man was hätte machen sollen und welcher Idiot am falschen Ort mit dem falschen Fuss und so …..

Ich hab von Fussball wenig bis gar keine Ahnung. Deshalb gucke ich auch nur, wenn unsere Jungs spielen oder wenn ein Neymar den sterbenden Schwan spielt. Sonst finde ich diese Eckbälle und Einwürfe und was es da noch so alles gibt ziemlich langweilig.

Aber wieder einmal bin ich fasziniert, wie viele Nichtfussballer zu Besserwissern werden, wenn die Jungs verloren haben. Hätten die mal besser 11 Stammtischler auf den Platz gestellt, dann hätten wir bestimmt gewonnen. Die hätten nämlich genau gewusst, wie man Schweden bezwingt und mit welchem Fuss man hätte welchen Ball zu welcher Zeit spielen sollen. Sogar die Richtung hätten die im voraus gesehen. Diese Sofafussballer … jetzt können sie ihre Fahnen auf Halbmast ziehen oder ganz in der Schublade verstauen.

Möge der Beste gewinnen … 🙂

Das geht nun aber echt zu weit!!!!

Meine regelmässigen Leserinnen und Leser wissen es, den anderen sage ich es jetzt: Ich bin eine schlimme Träumerin. Jede Nacht … und ich erinnere mich immer an jedes Detail meiner Träume. Aber letzte Nacht ging es also echt zu weit:

Ich war als Au Pair Mädchen in Amerika – und unsere erwachsenen Kinder haben mich hingebracht … hä???

Das darf doch wohl nicht wahr sein. Wie zum Geier kommt man darauf, einen solchen Stuss zu träumen? Ich bin in einer Familie gelandet, die ein riesengrosses Haus hatte. Alle Böden waren weiss und auf Hochglanz poliert (ich hasse Hochglanz) und die Mama dort hatte blondierte Lockenstablocken (was ich auch ganz furchtbar finde). Zudem haben beide Elternteile im Haus geraucht (zum Kotzen gruselig) und ich hab sogar den Geruch wahrgenommen.

Sie hatten drei verwöhnte Saugören, welche mir mitteilten, was ich gefälligst zu kochen hätte (als ob ich kochen könnte) und ich musste gefühlt drei Tonnen Wäsche sortieren – und zwar nach Sockenwäsche, Unterhosenwäsche, Unterhemdwäsche, Blusenwäsche, Jeanswäsche … etc. etc.! Mein ganzes Zimmer war auf hochglanz in weiss poliert und ich fühlte mich furchtbar. Und als ich meinen Kids beim Abschied sagte, dass ich das wohl nicht lange aushalten würde, meinten die: „Ach, das schaffst Du schon, Du bist stark!“ Hä?

Falls da draussen irgendwelche Traumdeuter nun auf die Idee kommen, mir diesen Traum zu deuten: Darauf wäre ich echt gespannt. Es gibt nicht einen einzigen Funken, den ich mit meinem Alltag, meiner Vergangenheit oder meinen Kindern erklären könnte. Null und nix ist daran sinnvoll, logisch oder zu erklären. Ich bin total kaputt und … ZUM GLÜCK WAR ICH NIEMALS EIN AU PAIR … das ist ja grauenvoll!

Nette Menschen und andere …

Ich habe mich heute mit meiner lieben Freundin einer für uns neuen Herausforderung gestellt. Wir haben gemeinsam in unserer hiesigen Kleinstadt in der Fussgängerzone Flyer verteilt – für unser Lieblingsmodegeschäft. Ist ja klar, dass diese schräge Idee von mir kam. Offenbar tut man sich sonst sowas nicht freiwillig an … zum Teil sogar berechtigterweise. Aber wir hatten ein saumässiges Gaudi, wenn auch nicht alle Menschen nett zu uns waren.

Da wir zwei Ü50-Frauen mit Stil sind, haben wir uns das Ganze viel einfacher vorgestellt. Oder vielleicht sind wir auch einfach von uns aus gegangen – Frauen mit guter Kinderstube. Tja, da sind aber lange nicht alle so.

Die ersten beiden „Fremde-Menschen-Ansprachen“ brauchten noch etwas Überwindung, zumal wir beide da schon eine Abfuhr kassieren mussten. Das lief nämlich in etwa so:

Wir, mit einem breiten Lächeln: „Wunderschönen Nachmittag – dürfen wir ihnen eine Shoppingidee mitgeben?“
Fremde Menschin: „Ne!“ und dann böse den Kopf wegdrehen und stinkig weitergehen.

Wir haben uns verdutzt und ziemlich überfordert angeguckt und dann laut zu lachen begonnen. Darauf waren wir so gar nicht vorbereitet. Wir dachten, wenn wir freundlich und lachend auf die Menschen zugingen, dann käme das auch so zurück. Weit gefehlt – das sehen lange nicht alle so.

Glücklicherweise waren danach einige erfolgreiche Ansprachen, welche gerne und dankend entgegengenommen wurden. Manche hatten sogar auch ein Lächeln, eine Frage oder ein kleines Gespräch für uns bereit. Die machten es einem besonders leicht. Aber jene, die einen einfach mit einer Handbewegung abwehren wie eine lästige Fliege … mit denen konnte ich mich nicht wirklich anfreunden. Denen habe ich jeweils ein: „Ich wünsche ihnen auch einen schönen Tag“, hinterher geschickt. Meine Freundin dachte ja zuerst, es läge an ihr … bis ich auch eine böse Abwehrwinkfrau erwischte. Da haben wir gemeinsam gelacht und uns gefragt, wie schlecht man gelaunt sein muss, wenn man mit einem Miesmacherblick sondergleichen durch die Stadt marschiert und dabei alles abwehrt, was einem begegnet.

Ich würds ja noch verstehen, wenn wir wie verlauste Penner oder Bettler aussehen würden. Tun wir aber gar nicht. Ich denke, dass wir eher etwas exotisch in der Flyerwelt wirken müssen … so als Ü50-iger mit lässiger Kleidung. Und wir haben uns ja bewusst jene Frauen ausgesucht, welche ins „Beuteschema“ unseres Lieblingsmodegeschäftes passen. Und das, meine Lieben, war gar nicht so einfach. Ich will hier ja nicht rassistisch rüberkommen, aber mindestens ein Drittel der Frauen, die uns heute in der hiesigen Kleinstadt begegnet sind, waren verhüllt und sprachen kein Deutsch. Da schränkt sich der Kreis der Möglichkeiten sehr schnell ein. Mir war bislang gar nicht bewusst, dass wir soviele Menschen mit Migrationshintergrund in unseren Gefilden haben.

Fazit eines solchen Nachmittags: Unsere hübsche Kleinstadt hatte auch schon lebendigere Zeiten; selbst an der „Rue de Blamage“, unserer Solothurner Riviera, hatte es praktisch keine Menschen“ – der Anteil fremder Nationalitäten ist höher, als wir gedacht hätten – es gibt viele nette Menschen, aber es gibt auch viele, die mit dem Schnellzug durch die Kinderstube gerast sind. Und wir haben beschlossen, dass wir das wiederholen werden, um herauszufinden, ob die Resonanz tages-, temperatur- oder mondabhängig ist. 🙂

Mama, die Rätselniete

Sie schiessen wie Pilze aus dem Boden, die Abenteuer- und Rätselräume … die Erlebnis- und Spielwelten für Erwachsene. Die meisten kennen die Adventure-Rooms. Inzwischen gibt es aber noch diverse Konkurrenten. Einer davon ist Escapequest – und weil der Sohnemann in Luzern bei Escapequest die Spieler einweist und die Räume betreut, musste auch die rätselresistente Mama kürzlich in den sauren Apfel beissen.

Zugegeben, ich bin keine Spielerin – egal welche Art von Spiel. Ich scheitere sogar an einem simplen Sudoku oder einem Kreuzworträtsel. Und Gruppenspiele sind schon gar nicht meine Stärke. Umso mehr war ich gespannt auf diese Herausforderung, welche ich mit dem Göttergatten, dem Tochterkind und deren Freund an einem Sonntag in Angriff nahm. Meine Bedingungen waren von Anfang an klar: Keine engen Räume und keine Dunkelheit … Platzangst würde mich da panisch werden lassen. Da es aber genügend verschiedene Räume zur Auswahl hat, gab es auch für die ängstliche Mama den richtigen Raum.

Der Sohnemann nahm uns in Empfang und wir wurden von ihm eingewiesen und mit dem nötigen Material ausgetattet. Dann wurden der Göttergatte und ich in einen Raum gesperrt und an Stühle gekettet, während das Tochterkind mit ihrem Freund im Nebenzimmer eingeschlossen wurde. Als erstes mussten wir mit Rätseln unsere Walkie Talkies finden, um uns mit den Jungen im Nebenraum überhaupt verständigen zu können. Wir waren nämlich aufeinander angewiesen, um uns von den Stühlen befreien zu können. Teamwork oder Teambuilding … es ist beides nötig und wichtig. Ein Teil der Lösungen war in unserem Raum, der andere Teil in deren Raum. Und wir schafften es erstaunlich schnell, zueinander zu kommen, um gemeinsam das gesamte Rätsel und letztlich die Befreiung aus dem Raum zu schaffen.

Ich muss gestehen, dass ich nicht allzuviel zur Lösung der Rätsel beigetragen habe. Irgendwie stösst da meine Fantasie sehr schnell an Grenzen. Die Jungen haben das weit besser im Griff … zumal die meisten schon mehr als einmal in solchen Räumen gespielt haben. Und der Göttergatte hat ein Auge für Dinge, die ich nicht mal sehen würde, wenn man sie mir vor die Nase hält. Tatsache ist aber: Wer als Erwachsener einmal etwas anderes machen möchte – seine grauen Zellen fordern und dabei Spass haben will – mit Freunden oder Familie einen Ausflug plant … für all jene ist ein Besuch in einem solchen Raum natürlich absolut witzig. Man kann bei der Anmeldung auch wählen, welche der Räume man spielen möchte – es hat nämlich mehrere zur Auswahl. Von obergruselig bis megaspannend, von extrem kreativ bis äusserst abwechslungsreich. Und altersmässig sind nach oben keine Grenzen gesetzt … Hauptsach Spass an der Freude!

Auch Firmen, die in Sachen Teambildung etwas Kreatives einbringen möchten, wählen des Öfteren solche Abenteuerräume. Und weil ich ausnahmsweise mal Werbung in sohnemannscher Sache mache, würde ich selbstverständlich die Räume in Luzern empfehlen. Mehr Infos erhaltet ihr unter:

http://escapequest.ch/lc

 

Was denn noch?

Ich stelle die Intelligenz der Menschheit seit ein paar Jahren immer öfter in Frage. Wir zerstören, um danach wieder mühsam reparieren zu müssen. Wir gefährden, um danach wieder retten zu müssen. Wir sind die wohl dümmste Spezies auf diesem Planeten. Keine andere Spezies hat es so fehlerfrei im Griff, sich selber zu sabotieren. Leider! Und dann schlage ich die Tageszeitung auf und …

… greife mir einmal mehr an den Kopf. Das kann doch wohl nicht wahr sein, oder? Von einem Individuum, welches an Selbstverliebtheit, Zerstörungswut, Aggression und Dummheit nicht zu überbieten ist wurden tatsächlich Skulpturen erstellt, welche höchstens einem Gruselkabinett nützen würden. Und als ob das alleine nicht schon Ironie genug wäre, gibt es sogar noch grössere Idioten, welche für so ein hässliches Etwas satte 28’000 Dollar hinblättern.

Wäre es der 1. April, würde ich es unter schlechtem Scherz abtun. Aber nein: Nichts mit Scherz. Traurige Realität. Und ich überlege mir gerade, was man mit 28’000 Dollar alles Gescheites hätte tun können. Jede Menge käme mir da in den Sinn. Vor allem im Land der unbegrenzten Möglichkeiten, wo sich zwischen Arm und Reich ein riesiger Graben auftut, könnte man damit unendlich viel Besseres tun.

Heute ist einer jener Tage, an welchen ich mich frage, ob ich solche „News“ überhaupt noch wissen will. Aber man kommt ja ohnehin nirgends dran vorbei. Sogar ich greife dieses Thema hier auf meinem Blog auf. Wie tief muss die Menschheit noch sinken, bevor die Erkenntnis kommt, dass wir uns mal wieder auf das Wesentliche besinnen sollten? Und unter dem Wesentlichen verstehe ich definitiv nicht, dass man sich einen nackten Donald Trump für 28’000 Dollar ins Wohnzimmer stellt. Ich geh mich jetzt mal kurz übergeben …. 😦

Home sweet home

Ich habs getan: Als bekennender Reisemuffel bin ich mit dem Göttergatten auf eine Marokko-Rundreise gegangen. Wir hatten zusammen eine wunderbare Zeit – als Paar. Er konnte mich sogar dazu bewegen, in ein kleines Boot zu sitzen, auf eine Insel zu tuckern, die Füsse im Meer zu baden und barfuss durch den Sand zu wandern. Auch wenn das für euch alle bestimmt einfach nur himmlisch klingen mag, so bin ich derweilen mächtig stolz auf mich, das getan zu haben. Wer regelmässig und schon lange bei mir mitliest, der weiss auch warum. Ich mag weder Strand, noch Meer und erst recht keine Schiffe.

Das Gute ist: es hat überhaupt nicht weh getan und ich lebe noch. Meine persönliche Erkenntnis: Auch mit Ü50 wird das bei mir nichts mehr mit dem Reisefieber. Irgendwie lief da in meinem Genprogramm etwas gehörig falsch. Schon in jungen Jahren war das so – selbst auf der Hochzeitsreise durch Australien wollte ich gefühlt 100 Mal nach Hause fliegen. Und daran hat sich im Laufe der Jahre so gar nichts geändert. Ich bin und bleibe unverbesserlich – oder noch schlimmer: ich werde immer schwieriger. Reisen zur Erweiterung des Horizonts soll ja bekanntlich sehr förderlich sein. Temporär habe ich also meinen Horizont immer mal wieder kurz geöffnet. Wenn ich ehrlich bin, ist mein Horizont aber doch seeeeeehr gut einzugrenzen. Der geht nämlich eigentlich nur ungern weiter als bis zur Schweizergrenze. Höchstens noch Österreich und Deutschland wird miteingeschlossen. Das wars dann aber auch schon.

Inzwischen weiss ich, dass ich mit meiner Abneigung gegen Reisen nicht ganz alleine bin. Ich habe sogar eine liebe Freundin, mit welcher ich nur mit Zahnbürste verreisen müsste – wir wären nämlich jeweils am Abend ohnehin schon wieder daheim … infolge Reiseabbruchs.

Ja, die Anzahl meiner nicht beendeten Reisen geht vermutlich ins Guinessbuch der Rekorde ein. Ich wage zu behaupten, dass es deren mehr waren, als beendete Reisen. Entweder wurde ich krank, dass Wetter war bescheiden oder ich hatte schlicht und einfach die Nase voll. Ich bin die sattelfeste Queen der Umbuchungen und wer mit mir unterwegs ist, stellt sich am besten schon zu Beginn darauf ein.

Mein schönster Platz auf Erden ist und bleibt mein Zuhause – Horizont hin oder her 😀