Eine steinige Sache

Manch einer da draussen fragt sich vielleicht, warum es auf diesem Kanal aktuell grad so ruhig ist. Nix passiert! Alles im grünen Bereich. Ich bin nur per Zufall auf etwas gestossen, was mir grad so den Ärmel reingezogen hat, dass ich mich fühle wie ein kleines Kind. Steine bemalen!

Durch Zufall bin ich von einer Freundin darauf aufmerksam gemacht geworden, dass es ein Facebook-Gruppe gibt (CH Rocks Original), in welcher lauter Steinemaler, Verstecker und Finder sind. Das Prinzip ist total einfach: Man nimmt aus der Natur einen Stein nach Hause, bemalt diesen mit Acrylfarbe und beschriftet ihn auf der Rückseite mit „CH Rocks Original“ und – falls genügend Platz vorhanden – noch mehr Informationen wie „Auslegeort“ und „Neu platzieren oder behalten“. Dann legt man den Stein irgendwo aus, wo er bestimmt von jemandem gefunden wird – öffentlich Plätze oder Spazierwege eignen sich besonders gut dafür. Der Finder des Steins macht im Optimalfall ein Foto vom Fund und postet dieses auf „CH Rocks Original“. Er schreibt dazu, ob er den Stein neu platzieren oder behalten möchte. Und so passiert es, dass manche Steine grosse Reisen antreten. Andere finden einfach ein neues Zuhause. Was sie aber alle gemeinsam haben: Sie bereiten Freude! Das ist auch Sinn und Zweck der Gruppe. Freude bereiten – sowohl den Machern, als auch den Findern.

Ja, und so ist es gekommen, wie ich nicht gedacht hätte, dass es kommen würde. Ich bemale wie eine Irre Steine und lege diese mit viel Freude aus – in der Heimatgemeinde, in der Nachbarstadt, im und ums Krankenhaus … wo ich gerade bin. Und ich spaziere inzwischen wie ein Hund durch die Welt, mit der Nase immer auf dem Boden. Also, natürlich mit den Augen – schliesslich möchte ich auch einen Stein finden. Der Finder ist bei uns aber eher der Göttergatte 🙂 Mir müsste man einen Felsbrocken vor die Haustüre legen; und selbst da wäre nicht sicher, dass ich ihn sehen würde …

Und so sitze ich nun in beinahe jeder freien Minute im Wintergarten und freue mich über meine Steine. Ich bin zwar total unbegabt – aber das Schöne ist, dass es nicht darum geht, wer den schönsten Stein bemalt, sondern einzig um die Freude. Es macht mir Spass und die Tatsache, dass meine Steine aussehen wie Kinderwerke, lässt mich trotzdem weitermalen. Schaut her, hier eine kleine Auswahl:

In der kurzen Zeit, in welcher in nun aktiv in dieser Gruppe mit dabei bin, habe ich schon ganz viele schöne Geschichten rund um die Steine erfahren dürfen. Und es macht einfach Spass. Ich bin wieder ein bisschen Kind mit meinen Farben und der Freude an jedem Stein, der bereit zum „Auswildern“ ist. Und am allerschönsten finde ich es, wenn ich abends bei Adventsbeleuchtung und Ingwertee mit meinen Pinseln zugange sein kann. Jap – die Modepraline ist wieder zum Kind mutiert. Das macht aber nichts – es tut auch nicht weh … es macht einfach nur Spass!

In diesem Sinne: Allen da draussen eine schöne Adventszeit! 🙂

Modepraline goes „Gesunde Ernährung“

Der Zeitpunkt ist gekommen, in welchem man sich mit Freundinnen trifft und nicht mehr über die Kinder redet, sondern über die Beschwerden, die einen gerade plagen. Oder darüber, wer möglicherweise was an sich hat machen lassen, weil die Haut so glatt oder die Figur so schön ist. Also hab ich vor ein paar Wochen beschlossen, mich mit Ü52 und als Oma auch wieder ein bisschen in shape zu bringen. Man sagt ja: Ist der Körper gesund, so ist es der Kopf auch (oder war das umgekehrt?).

Egal: Ich habe meine Ernährung auf vitaminreich, mit wenig Industriezucker, mit gesunden Fetten und Proteinen umgestellt. Klingt total einfach, weil man nie Hunger hat, aber halt einfach das Richtige essen muss. Und DAS ist manchmal verdammt schwierig; zumal meine Hormone mitten im Wechsel mit mir Achterbahn fahren. Gestern war so ein Tag: Ich war aggressiv und hätte alles mampfen können, was mir in die Quere kam. Auch Schuhe kaufen hat daran nichts geändert – und dann ist es wirklich schlimm! Mit einer lieben Kampfgenossin, die ihre Ernährung auch umgestellt hat, habe ich mich in der Stadt in ein Café gesetzt. Und was haben die da rund um uns herum serviert? Vermicelles mit Meringue, Eis und Schlagrahm! Ich dachte, ich drehe am Rad.

Ich so: „Ich würde töten für ein Vermicelles!“
Sie so: „Nix da, wir bleiben stark!“
Ich so: „Denkst Du, dass das wirklich sooooo schlimm ungesund und fett ist?“
Sie so: „Nun ja, in einer Miniversion bestimmt nicht so – aber schau Dir die Portionen hier an.“
Ich so: „Was machen wir dann?“
Sie so: „Wir nehmen einen Fruchtsalat und stellen uns vor, es wäre ein Vermicelles!“

Das auf dem Bild war also unser Vermicelles 2.0 – und ich habe weiterhin auf die Nebentische geschielt. Meine Freundin hat genüsslich ein Früchtchen nach dem anderen in den Mund gesteckt und dabei gemurmelt:

„Hmmmmm … so ein feines Vermicelles ist das!“
Ich so: „Echt jetzt? DAS kannst Du Dir vorstellen? Ich schmecke nur Früchte.“
Sie so: „Nein, Du musst Dir das nur ganz fest einreden.“

Liebe Leute da draussen: Auch wenn ich die Augen schliesse und mir dabei ein Stück Mango in den Mund stecke – es riecht beim besten Willen nicht nach Vermicelles! Aber ich war tapfer und habe durchgehalten. Ohne meine Kampfgenossin wäre ich bestimmt schwach geworden und hätte mich geärgert – aber irgendwann in diesem Herbst muss noch ein Vermicelles sein. Ein Echtes!!! Gesund hin oder her …

Wellnesstage …

… müssen mindestens so schön sein, wie es im trauten Zuhause ist. Sonst sind es für mich keine Wellnesstage und ich kann auch daheim bleiben. Soviel zu meiner Meinung.

Dass der Göttergatte und ich nun mit Freunden Wellnesstage im Schwarzwald gebucht haben, ist ganz alleine unser Problem. Der Schwarzwald kann da auch absolut nichts dafür. Das Internet und unsere hiesige Zeitung aber schon: Die haben das Wellnesshotel nämlich als Topadresse angeboten. Wir haben das ein klein wenig anders wahrgenommen. Eher so als Flopadresse halt. Jahaaaaaaa – ich weiss, dass ich verwöhnt bin. Jahaaaaaa – anderen Menschen gefällt es hier. Das ist mir aber ziemlich schnurz – ich finds schlicht und einfach nur doof – der Göttergatte auch nicht besser und unsere Freunde sind so anständige und liebe Menschen, dass sie (wenn überhaupt) nur ganz leise sagen, dass sie es ziemlich mittelmässig finden. Also werden aus den gebuchten 5 Tagen kurzerhand nur noch 3 Tage. Und dann: Quietschende Reifen und tschüss!!! Das schöne Zuhause ruft!

Eines stimmt mit Sicherheit: Wer mit mir und dem Göttergatten in Urlaub fährt, der muss ultraflexibel und jederzeit für Überraschungen gewappnet sein. Vor allem ich bin DIE Spezialistin schlechthin, Ferien kurzerhand in einen anderen Ort, ein anderes Hotel oder grad wieder nach Hause umzubuchen. Oder eben: Ich kürze sie einfach ab. Sorry, liebe Freunde! Ihr seid die Besten, dass ihr das immer wieder mitmacht.

Wenn in einem Imagefilm über besagtes Hotel aber mit dem beruhigenden satten Grün für die Seele mein Blick auf den hässlich spinatgrünen Spannteppich im ganzen Hause fällt, dann vergesse ich leider die Wiesen ums Haus. Und dass der idyllische Ort genau aus dem Hotel besteht und sonst aus lauter …. NICHTS … nun ja – Idylle ist Interpretationssache. Dann kommen die wahnsinnig luxuriösen Ikeabetten mit den 20 Zentimeter dünnen Matrazen, durch welche man den Lattenrost spüren kann, wenn man mehr als 50 Kilo wiegt – der Wahnsinn. Ich mutmasse ja, dass das Absicht ist, damit man am anderen Tag eine Massage buchen muss, weil man anders gar nicht mehr aufrecht gehen kann. Dumm nur, dass diese Termine Mangelware sind, weil hier alle um 17 Uhr Feierabend machen (auch in der Saison). Und die Therapeutin, die ich erwischt habe – hach, was für ein sonniges Gemüt. Ich war nach der Behandlung verspannter als voher – so hat die mich zugequasselt und mir die Aufpreise erklärt.

Okay: Das Essen – wir wollten dem Essen wenigstens eine Chance geben, alles wieder rauszureissen. Gemäss Imagefilm soll der kulinarische Genuss hier den Wow-Effekt auslösen. Ehm … also, bei uns hat es eher den Drang zur nächsten Toilette und Sodbrennen ausgelöst. Ganz abgesehen davon haben wir neidisch zu den Kindern geschielt, die mit ihren Schnitzeln und Fischstäbchen definitiv besser bedient waren, als wir!

Wir wissen jetzt auch, warum der Schwarzwald so heisst, wie er eben heisst. Nachts, wenn es eindunkelt, wird in besagtem Hotel auch der Weg zum Zimmer ziemlich schwarz. Lichter aus, Springbrunnen auf OFF gestellt und KEINE SAU mehr unterwegs. Unterhaltung findet also nur im Zimmer statt – mit einem Fernseher der Grösse Bonsai und einem Internetempfang jenseits von Eden.

Es gibt nur eine Lösung aus besagtem Luxusdilemma: Auf nach Hause! Home, sweet home 🙂

Endlich weg damit!

Hurra – die hiesige Zeitung berichtet uns grade, dass die fiesen metalligen Kletterstangen endlich von den Schulhausplätzen verschwinden. Das bedeutet dann wohl, dass diese Horrordisziplin des Schulsports meiner Enkelin erspart wird. Was bin ich froh!!!

Ich erinnere mich, als ob es gestern gewesen wäre: Unser strenger Lehrer wollte, dass wir partout alle in zackiger Zeit diese Stangen hochklettern konnten. Ich war sportlich schon immer eine grosse NULL, aber diese Disziplin war für mich der Horror schlechthin. Dieser Klammeraffengriff mit den Beinen bescherte mir immer offene Schienbeine, ich hatte schwitzige Hände vor lauter Panik und die Höhenangst machte das Geklettere auch nicht einfacher. Anstatt Hilfe bekam ich regelmässig einen Anschiss und wurde ausgelacht von den Sportskanonen der Klasse. Schaffte ich es mal wieder nicht, musste ich zur Strafe drei Runden um die Sporthalle rennen. All das immer mit Tränen in den Augen und einem fetten Kloss im Hals!

Heute ginge das vermutlich unter Mobbing, was ich im Sportunterricht regelmässig an Spott einstecken musste. Ich war ungelenk, ängstlich und wurde ständig nur ausgelacht. Noch heute zieht sich mein  Magen zusammen, wenn ich daran denke, wie ich mit meinen 12 Jahren unterhalb der Kletterstange stand und hochschaute – schwitzend und zitternd und mit dem Wissen, dass ich es wieder nicht schaffen würde. Ich wurde in zwei Jahren Sportunterricht bei besagtem Lehrer so dermassen ausgelacht und blossgestellt, dass für mich eines klar war: Wenn ich einmal frei entscheiden kann, werde ich NIE WIEDER SPORT machen. Jap, das wurde dann tatsächlich so! Man kann einem Kind etwas für den Rest des Lebens vermiesen, wenn man es gewaltig verschissen macht. In meinem Fall war das so.

Drum habe ich mich heute so dermassen gefreut, als ich gelesen habe, dass diese gemeinen Geräte endlich von allen Plätzen verschwinden. Endlich mal eine gute Nachricht!

Konzertbesuche

Seit Jahren gehe ich regelmässig mit meinen Freundinnen auf Konzerte. Eine coole Truppe, die sich da gefunden hat. Wir sind (fast) alle inzwischen jenseits der 50 und bis vor kurzem hatten wir keine Probleme, immer wieder ein tolles Konzert für uns zu finden. Jetzt merke ich aber auf einmal: Wir werden alt!! Ich bin zwar im Verteiler aller Veranstalter, aber was ich da an Meldungen über Konzerte bekomme, geht leider schon lange über meine musikalischen Kenntnisse hinaus. Da spielen Bands, von denen ich noch nie etwas gehört habe – da treten Künstler auf, die ich zuerst googeln muss, um dann zu merken, dass die Guten erst 18 Jahre alt sind. Hilfe!!

Aber wenn ich mir das recht überlege, ist es wohl der Lauf der Dinge. Unsere guten alten Stars verabschieden sich step by step von der Bühne. Viele von ihnen leben nicht einmal mehr. Leider 😦 Die haben Konzerte gespielt, die ihresgleichen suchen. Da waren Konzerte noch in erster Linie Musik. Heute gleichen die Konzerte der Jungmusiker leider oft einer Zirkusvorstellung und die akrobatischen Einlagen toppen die effektive Musik bei weitem.

Mein letztes und richtig gutes Konzert war Phil Collins – ein Urgestein der Musikszene.

Immer, wenn ich eine neue Meldung bekomme, dass ein Star eine Konzertzusage gemacht hat, dann freue ich mich … um dann zu merken, dass ich den Star gar nicht kenne. Und ich fühle mich einfach bescheuert, ein Teeniestarkonzert zu besuchen – die Gefahr würde bestehen, dass meine Mädels und ich mit Rollatoren begrüsst würden. Mark Forster ist da alterstechnisch die Untergrenze – jünger wird dann aber echt kritisch.

Jetzt schwelge ich in Erinnerungen der alten Konzerte von Sting, Genesis, Pink Floyd, Michael Jackson, Fanta 4, Rolling Stones, Gotthard und hoffe, dass bald eine/r der Alten ein Einsehen hat und für uns ein Konzert gibt!

Hach, was sind wir Schweizer doch für ein nettes Völklein …

Toleranz, Grosszügigkeit, Political Correctness, Hilfsbereitschaft und der unbedingte Drang, verarscht zu werden: All das zeichnet uns aus. Wir sind vermutlich die weichespülteste Nation, die man sich nur denken kann. Und wir lassen uns in unserem eigenen Land einfach alles gefallen. Weicheier wie uns nennt man heutzutage Warmduscher, Beckenrandschwimmer, Turnbeutelvergesser oder Schattenparkierer! Nicht auszudenken, wo all das noch hinführen mag. Seit ich Grossmutter bin, macht mich das noch nachdenklicher, als vorher schon. Klickt auf den folgenden Link und dann sagt mir, was man in so einem Fall tun sollte:

https://www.20min.ch/schweiz/zentralschweiz/story/Imam-ruft-zu-Gewalt-gegenueber-Frauen-auf-13099989?fbclid=IwAR2fSjwCKJIErTC-cqowHJoGH3PoCdlDB0vyh9XLMSyUBz625e-Fr5dgfXY

Man stelle sich nur vor, wir stünden auf der anderen Seite. Wir wären in einem islamischen Land und würden dort Gleichberechtigung predigen und den Aufstand gegen die Männerwelt proben. Meine Güte: Wir würden geschreddert, gesteinigt oder sonstwie entsorgt. Aber hier lassen wir uns all das gefallen und nichts passiert!

Wo bleiben die mutigen Politiker, die Gesetze schaffen, welche mit solchen Menschen knallhart aufräumen? Ich meine: Wir dürfen uns in unserem Land nur noch politisch korrekt ausdrücken (man bedenke: multikulti), weil wir sonst bestraft werden. Sogar unser Mohrenkopf oder Negerkuss hat seinen Namen deswegen hergeben müssen. Und während in unserem Land die Frauen für Gleichberechtigung auf die Strasse gehen, predigt genau imselben Land ein Mensch, der unser Gastrecht ausnützt, dass man Frauen schlagen dürfe. Bitte?

Ich bin grad einfach nur noch sprachlos …

 

Ich bin sowas von geschwindelt …

Mein Drehwurm und ich haben das Schwindelzentrum in Bern besucht. An zwei Tagen wurde ich so richtig durchgeschüttelt. Wem also vorher nicht übel ist, dem ist bestimmt nachher alles andere als gut!

Ich hab mir ja beim Eingang noch überlegt, ob ich schwindeln uminterpretieren und sagen soll, dass ich 35-jährig, Mama von 5 Kleinkindern und 60 Kilogramm schwer sei. Aber ich befürchte, dass dieser Joke im Schwindelzentrum schon x mal gebraucht wurde. Also hab ich es gelassen und mich brav in die Wartezone gesetzt. Modepraline und brav … als ob es sowas gäbe!

Seit meinem Sturz auf den Kopf vor 4 Wochen hat sich in meinem Kopf ja bekanntlich der Drehwurm eingenistet … und der wohnt vor allem nachts da oben und lässt mich gefühlt 100 mal aufwachen, weil ich auf dem Kettenkarussell sitze und nicht mehr rauskomme. Ein Scheissgefühl!

Um dem Übel an den Kragen zu gehen, habe ich also die unzähligen Tests im Schwindelzentrum über mich ergehen lassen. Wer Dunkelheit, Orientierungslosigkeit, Ohnmachtsgefühle und Migräne hasst, der sollte unbedingt mal dorthin gehen. Da ist jede Achterbahn im Europapark ein Spaziergang dagegen. Drehstühle, Zappellichter, zappendustere Stimmung mit Panikeffekt und absichtlich ausgelöste Schwindelattacken gehören da zum Programm. Meine Güte: Mein Drehwurm und ich kamen nach dem ersten Tag da raus und ich dachte, ich sei mindestens zwei Akrobatikprogramme in einem Akroflieger geflogen. Was war ich froh, dass der Göttergatte mich gefahren hatte … ich hätte meinen Wagen vermutlich erfolgreich um die erste Parksäule gewickelt.

Am zweiten Tag wurde nach Auswertung der Tests zur Bestätigung noch einmal ein Mini-Schwindelprogramm abgezogen, um ganz sicher zu sein, dass der Drehwurm auch wirklich dort sitzt, wo vermutet wird. Und ja, er sitzt dort, denn mir wurde erneut speiübel und das Karussell drehte sich wie verrückt.

Nun weiss ich, dass ein Stein in meinem Ohr (ja, die gehören ins Ohr) sich in eine Schlaufe  verirrt hat, wo er nicht hingehört. Bei meinem Sturz auf den Kopf hat es den wohl wegkatapultiert und der schwimmt da nun in einer Kurve rum, die definitiv nicht sein Spielplatz ist. Dort kitzelt er meine feinen Innenohrhäärchen und löst damit falsche elektrische Impulse aus, welche dem Hirn melden „Vorsicht, Sturzgefahr“. So fängt der Drehwrum sich dann rasant zu drehen an. Ja, ich habe nicht schlecht gestaunt, was für ein komplexes Gebilde unser Gleichgewichtsorgan (das Ohr) ist; und was da alles passiert, wenn sich etwas an die falsche Stelle verirrt.

Mit Übungen versuchen wir nun, diesen Stein zum Rückweg an seinen angestammten Platz zu bewegen. Sollte das bis zum 10. Oktober nicht passieren, so werde ich noch auf den Pilotenstuhl geschnallt und durch die Galaxie geschleudert (klingt nicht nur schlimm, ist es auch), um diesen verirrten Stein zurück zur Familie zu befördern.

Boah, ich  mag ihn nicht, den Drehwurm, und die Tests noch weniger. Aber dank der Übungen hatte ich zum ersten mal eine schwindelfreie Nacht; immerhin ein Anfang!