Marronizeit …

… ist dann, wenn klein Ellie beim Stadtbummel auf einmal keinen Schritt mehr weitergehen will. Heute so geschehen! Da bummle ich mit Mama und Tochterkind durch die Stadt, gucke hier ins Schaufenster, schaue da den Menschen zu – immer mit klein Ellie an der Leine. Und auf einmal ruckelt es hinter mir und Ellie bleibt mitten in der Menschenmenge stur sitzen. Den Blick richtet sie nach oben und ihre braunen Kulleraugen schalten auf „Ich-bin-ein-armer-Hund-und-bekomme-nie-was-zu-essen“.

Wir sind zuerst irritiert, schauen die kleine Fellnase an und folgen dann ihrem Blick, der zu einem Mann führt, der gemütlich die ersten Marroni verzehrt, die in der Stadt bei Herbstbeginn immer ihren Duft verbreiten. Ich ziehe an der Leine und es passiert … NIX! Ja, die kleine Terrierschnauzerstrassenmischung ist zwar klein, aber wenn sie nicht will, dann will sie nicht. Unerwünschtes Verhalten ignorieren – habe ich im Hundekurs mal gelernt. Also schaue ich auch einfach ins Leere und was passiert? Der nette Herr mit den Marroni schaut in die braunen Hundeaugen und meint: „Ach Du lustige Kleine, möchtest wohl auch gerne ein Marroni, gell?“ Ich bin überzeugt, dass meine kleine Fellnase genickt hat – zumindest imaginär ganz bestimmt. Und dazu hat sie mit Sicherheit noch gejammert: „Ja bitte, ich bekomme nämlich nie was zu essen.“

Und so kam es, wie es kommen musste. Der nette Herr schälte sein nächstes Marroni nur für Ellie und reichte es der kleinen Madame runter. Und die schwänzelte derart freudig, dass es das ganze Hundemädel druchschüttelte.

Was lernen wir daraus? Falls ihr mal in die Stadt loszieht und gerade Lust auf Marroni habt: Einfach hinsetzen, hockgucken, Hundeblick aufsetzen und warten. Da kommen die feinen gerösteten Kastaniendinger ganz von selber.

Hund müsste man sein …

1 : 0 für die Maus

Ellie hat einen vierbeinigen grossen Freund. Der hübsche Rüde ist hin und wieder bei uns zu Besuch und die beiden kommen wunderbar miteinander klar. Also eigentlich ist es so, dass die kleine Ellie den grossen Qiu beschützt. Er ist nämlich ein derart drolliger und herzensguter Kerl, dass er vermutlich noch gar nicht gemerkt hat, dass er ungefähr 10 mal so gross ist wie Ellie und um ein vielfaches mehr Kraft hätte. Wenn ich mit den beiden Fellnasen unterwegs bin und sie beide an der Leine habe, dann wird von Ellie angekeift, wer sich in die Nähe ihres Freundes wagt. Sie verteidigt ihren Freund wie ein Bonsaikampfhund und Qiu ist dankbar dafür … er ist nämlich ein ziemlicher Angsthase. Ellie pinkelt übrigens in der Zeit, in welcher wir mit dem hübschen Rüden unterwegs sind, wie ein kleiner Bub: Sie hebt das Bein, schliesslich macht das der grosse Freund auch so 🙂

Gestern waren wir an der Aare unterwegs und die beiden konnten sich damit vergnügen, Mäuse zu jagen – welche sie notabene nie erwischen … aber es sieht zum Schreien lustig aus, wenn die Hunde mit allen Vieren gleichzeitig in die Luft springen, um die Maus mit dem Überraschungseffekt zu überrumpeln. Qiu hat das Spiel gestern so gespielt, dass die Maus offenbar ziemlich in Bedrängnis gekommen ist und gepiept hat wie verrückt. Mit der Pfote hat er versucht, mit dem kleinen Mäusegesellen zu spielen. Das fand die Maus ganz offensichtlich überhaupt nicht lustig und hat ihn in die Pfote gezwickt. Er hat jaulend und mit eingezogenem Schwanz das Feld geräumt und die Maus in Ruhe gelassen. 1 : 0 für die Maus. Der stürmisch rennende Qiu hat ab da beschlossen, das weite Grün zum Feindgebiet zu erklären und ist nur noch Fuss gelaufen. Selbst mit Leckerli war er nicht mehr zum Spielen zu bewegen. Den ganzen restlichen Tag hatte man das Gefühl, dass der Hund ein Mausetrauma davongetragen hat. Er war richtig geknickt und es sah aus, als ob ein geschlagener Hund mit Ellie unterwegs wäre. Sie hat munter weiter ihre lustigen Maushüpfer gemacht … er hat beleidigt und „schwer angeschlagen“ das Mausetrauma den ganzen Tag mit sich rumgetragen.

Soll noch mal jemand sagen, grosse Hunde seien gefährlich. Qiu würde vermutlich sogar vor einer Weinbergschnecke wegrennen, wenn sie „Buh“ machen würde. Und Ellie würde einem Rottweiler an die Kehle springen, weil sie meint, sie sei riesengross und gefährlich. Die Selbstwahrnehmung scheint bei Hunden nicht ausgeprägt zu sein oder in diesem besonderen Fall würde ich meinen: Vorsicht, Bodyguard Ellie kommt! 🙂

Dumm gelaufen

Da überlebt man grad so knapp den Männerschnupfen und dann passiert sowas!!! Ich bin entsetzt – ich wurde gebissen und habe geblutet. Von einer Bestie die ungefähr 2 Kilogramm wiegt und rund 20 cm hoch ist. Und schon wieder muss ich mir überlegen, ob die Notaufnahme die richtige Anlaufstelle für mich wäre.

Nein, im ernst: Eigentlich war mein Gedanke eher der, dass ich seit 30 Jahren keine Starrkrampfimpfung mehr habe machen lassen. Und ja, ich bin selber schuld, dass der Hund mich erwischt hat. Er beisst nämlich ausser seinen Besitzern so gut wie alle. Ich wollte das einfach nicht akzeptieren und habe ihn hochgenommen – und da hat die kleine Kampfratte sich umgedreht und mich ins Gesicht gebissen … und dabei meine Unterlippe erwischt. Lippen bluten ja bekanntlich viel stärker, weil die Schleimhäute dort sehr stark durchblutet sind. Also konnte ich wunderbar ein Riesendrama draus machen. Man sagt ja, ich sei stark im Dramatisieren. Aber über die Impfsache hätte ich mir nicht mal Gedanken gemacht, wenn die Hundemama nicht zu mir gesagt hätte, dass ich ja hoffentlich geimpft sei.

Nun habe ich natürlich schon gegoogelt, wie sich Starrkrampf äussert. Und wenn ich nun heute Nacht im Bett den üblichen Wadenkrampf habe, der mich des öfteren mal nachts plagt, dann meine ich ganz bestimmt, dass das der Anfang vom Starrkrampf sei. Und vor lauter Krampf werde ich vor Schreck ganz starr und schon haben wir den Salat.

Also ehrlich jetzt: Vom Männerschnupfen direkt in den Starrkrampf … ich habe echt aber auch eine richtig fiese Pechsträhne. Heul! 😦

Die Wölfin

Nachdem ich euch mit einer Geschichte über meine kleine Ellie den Schalk meines Vierbeiners nähergebracht habe, kommt nun die andere Seite des Hundes und seiner Erziehung. Ellie war nämlich nicht immer so, wie sie heute ist. Sie wurde in ihrem Leben oft im Stich gelassen. Einmal hat man sie mit ihrem Welpen einfach ausgesetzt und sie kam ins Tierheim. Dort wurde sie von einer Frau adoptiert, die sie anschliessend in ihrer Wohnung eingesperrt und zurückgelassen hat. Ellie musste von der Polizei nach mehreren Tagen befreit werden. Und wieder war die Zwischenstation das Tierheim. Dort habe ich sie nach ihrer Odysee übernommen.

Eines war klar: Ellie war traumatisiert. Verlustängste und fiese Erlebnisse haben sie zu einem gestressten Hund gemacht, den man am hinteren Rücken nicht berühren durfte, ohne dass sie nicht zu schnappen versuchte. Zudem hat Ellie ab der ersten Minute in unserem Zuhause beschlossen, dass ich ihr gehöre und sie mich keine Sekunde mehr aus den Augen lassen würde. Das hat mich unglaublich gestresst … und die kleine Fellnase auch.

Per Zufall bin ich auf Angela gestossen. Angela ist … eigentlich ein Mensch. Aber irgendwie ist sie auch eine Wölfin. Sie ist ausgebildete Hundefachexpertin – in ihren Adern fliesst aber irgendwie nicht nur dieses Wissen, sondern etwas, was die Hunde aufhorchen lässt. Bei ihrem ersten Besuch bei uns zu Hause hat Angela’s Aura den Raum derart gefüllt, dass Ellie schon im „Platz“ war, bevor Angela überhaupt etwas gesagt hat. Ich weiss bis heute nicht, wie sie das gemacht hat. Ich weiss nur noch, dass die ganze Familie staunend da sass und fasziniert war, wie Ellie zu Angela hochgeschaut und sie angehimmelt hat. Mit ruhiger Stimme hat sie Ellie Grenzen gezeigt, welche sie von mir bis dahin nie akzeptiert hat. Und so hat Angela mir gezeigt, wie man mit Körperhaltung, Sprache, Blicken und Gefühl lernt, den Hund zu verstehen. Nur wer seinen Hund versteht, kann ihn auch so formen, dass man zum Team wird. Ohne Einwirkung von Kraft; ohne gemeine Halsbänder; ohne Gewalt. Nur mit Konsequenz und dem Verständnis, wie ein Hund funktioniert.

Ich habe von Angela sehr viel über mich und meine Ausstrahlung – über Körperhaltung und Stimme gelernt. Seither sage ich immer: „Hätte ich früher gewusst, dass es eine Angela gibt – ich wäre nicht zur Mütterberatung gegangen. Ich hätte mir die Hundetrainerin geholt.“

Ich habe auch gelernt, dass Hunde nicht per se schwierig geboren werden – auch Listenhunde nicht. Das Problem liegt meistens auf der anderen Seite der Leine. Der Mensch denkt menschisch und erwartet vom Hund, dass er das auch tut. Leider geht das aber nicht, denn Hund bleibt Hund. Deshalb ist es am Halter zu verstehen, wie ein Hund Dinge wahrnimmt, versteht, umsetzt und speichert. Hat man den Trick mal raus, scheint Hundeerziehung auf einmal total einfach. Ellie liebt Angela. Offenbar gibt ihr die Wölfin die nötige Sicherheit, die ein Hund braucht. Sie ist sofort ruhig und sicher, wenn unsere liebe Wölfin in der Nähe ist.

Sollte nun jemand mitlesen, der gerne mehr über die liebe Wölfin wissen möchte – ich häng euch hier ihren Link rein: http://mensch-hund-angela.ch/home .

E L L I E

Was hat ein schwarz-graues Strubbelfell, vier Pfoten, Knopfaugen und eine feuchte Nase? Ellie – mein Fellknäuel.

Seit nunmehr zwei Jahren begleitet mich die „kleine Motte“, wie sie auch liebevoll genannt wird, durchs Leben. Eigentlich erinnere ich mich gar nicht mehr an die Zeit vor Ellie. Irgendwie ist sie in meinen Gedanken schon immer ein fester Bestandteil unseres Familienlebens. Die fünfjährige Schnauzer-Terrier-Mix-Dame hat mein Herz vom ersten Tag an, als ich sie aus dem Tierheim holte, erobert. Meistens ist das Leben mit Ellie positiver Art – manchmal möchte ich sie aber auch mal in den Mixer stecken. Vor allem an jenen Tagen, an welchen sie morgens um fünf aus ihrem Bett in mein Bett hüpft, um sich dort zu übergeben. Damit habe ich gewisse Tagesstartschwierigkeiten. Ellie und ich sind uns da noch nicht so wirklich einig.

Es gibt noch andere Situationen, die wir nicht ganz gleich sehen. Ellie sieht zum Beispiel nicht ein, dass MEIN Stuhl eben MEIN Stuhl ist. Kaum erhebe ich mich für 10 Sekunden, sitzt Ellie drauf. Oder der Fahrersitz im Auto. Der gehört dem Fahrer … nicht Ellie. Das sieht Ellie aber anders. Sie liebt es, hinterm Steuerrad hervorzugucken. Wenn sie könnte, würde sie vermutlich noch über meinen Fahrstil motzen. (Für alle, die nun panisch werden: Solche Sachen darf sie nur auf dem Feldweg – nicht auf der Autobahn!)

Dass man den Paketboten, den Briefträger oder den Pizzamann nicht fressen kann, das hat Ellie inzwischen begriffen. Warum sie diese aber nach wie vor ankläffen muss, weiss kein Mensch. Wenn es an der Türe klingelt, düst die kleine Furie sofort nach vorn und geht auf Angriff … als ob sie da was auszurichten hätte. Ich glaube ja, dass Ellie im Spiegel einen gefährlichen und beisswütigen Riesenhund sieht. Das ist die einzig logische Erklärung, warum sie auf alles losdüst, was mindestens fünfmal so gross ist, wie sie. Kleine Tiere interessieren sie nicht. Die sind ihr vermutlich einfach zu klein. Erst ein einziges Tier hat es geschafft, Ellie mit seinem Knurren zum Kuschen zu bringen. Das war ein 60 Kilogramm schwerer Landseer. Da hat selbst Ellie mit ihren knapp 6 Kilo begriffen, dass der nun doch eine Schuhnummer zu gross ist. Der Napf dieses Hundes hätte für Ellie locker als Wanne herhalten können. Aber die Kleine ist ja bekanntlich wasserscheu. Während andere Hunde in der Aare baden, schaut sie verständnislos am Ufer zu. Könnte sie mit der Pfote den Vogel zeigen, sie würde es wohl tun. Für sie ist Wasser maximal zum Trinken geeignet … und auch das nur sehr wenig.

Ich habe mir mit klein Ellie ein 5. Familienmitglied geholt … und diesen Platz füllt sie voll und ganz aus. Überall und immer ist Ellie mit dabei … und sie hat mit ihren Knopfaugen die Herzen aller geknackt, die sie kennengelernt haben. Einfach ein Fellknäuel mit Charmefaktor 🙂

Luigi macht das Rennen!

Wer ist Luigi und was für ein Rennen?

Also: Ich hab’s heute nochmal getan. Ich habe – im Anfall der geistigen Umnachtung inmitten der Midlifecrisis – mein zweites und letztes Tattoo stechen lassen. Und weil ich nicht einfach irgendwas auf meiner Haut für immer tragen will, hat auch dieses Bild für mich eine Bedeutung. Es ist … Trommelwirbel … eine Weinbergschnecke:

Für alle, die nun ratlos den Kopf schütteln: Es hat schon seinen guten Grund, warum es eine Weinbergschnecke ist. Ich habe schon einmal einen Blogpost über dieses Tier gemacht. Für mich das Tier mit dem perfektesten Zuhause – es hat seine Wohnung bzw. sein Haus nämlich immer mit dabei. Niemals umziehen, keine Gedanken machen über die Einrichtung, über Hotelzimmer, über schön oder nicht schön … es ist einfach, wie es ist und das beste daran: Wenn sich die Schnecke nervt, zieht sie einfach den Kopf ein und ist Zuhause. Was will man mehr? Ausserdem schaue ich diesen gemütlichen Gesellen bei uns im Garten oft beim Kriechgang zu und bin danach total entschleunigt. Drum: Eine Weinbergschnecke. Nun kriecht sie mir meinen rechten Arm hoch und hatte bis eben keinen Namen. Also habe ich auf Facebook meine lieben Freunde um Hilfe gebeten. Und da sind die lustigsten Namen vorgeschlagen worden. Und ich war mir sicher, dass meine Schnecke (die übrigens ein Junge ist) einen urschweizerischen Namen haben müsste. Keine Ahnung, warum ich das dachte – denn bei all den kreativen Vorschlägen hat ein unschweizerischer Name das Rennen gemacht:

Luigi

Jawohl, meine Schnecke heisst Luigi. Kennt ihr das Gefühl, wenn man etwas oder jemanden ansieht und findet, dass genau DIESER Name da passen würde? Genau so ist es mir eben mit Luigi gegangen. Und so kommt es, dass Luigi also das Rennen bei der Namensfindung gemacht hat.

Herzlichen Dank an die Namensfinderin Esthi Held. 🙂 Luigi wird in Ehren kriechen …

 

17 neue Mitbewohner

Wir waren heut bei lieben Hundemenschen zu Besuch. Diese Menschen haben sich und ihre ganze Freizeit ihren Vierbeinern verschrieben und züchten lustige Mix-linge mit den verschiedensten Farben und mit knuffigen Gesichtern. Eine wilde Rasselbande, die uns da erwartet hat.

Jeder, der uns kennt weiss, dass unser Tochterkind noch die schlimmere Tiernärrin ist, als die Mama (sofern man in diesem Bereich von schlimm sprechen kann). Meine Befürchtung war ja schon, dass in irgendeiner Tasche bei der Heimfahrt auf einmal ein Welpe rauskrabbeln würde. Schliesslich hat das Tochterkind ja auch den ganzen Nachmittag im Gehege mit Welpen gespielt, wurde von diesen angeknabbert, abgeschlabbert, angepinkelt und sie haben ihr sogar einen Flipflop vom Fuss geklaut. Ein Schauspiel zum Knutschen. Aber nein, meine Lieben, wir haben nicht einen Welpen mit nach Hause genommen … weit gefehlt: Wir sind nun stolze Besitzer von 17 Zecken in einem Marmeladenglas! Kreischalarm!!!!!

Ja, bekanntlich haben wir den extremsten Zeckensommer aller Zeiten – was wir auch schon bei unserer Ellie und unseren Katern festgestellt haben. Da man aber Muttertiere und ihre Welpen nicht behandeln darf (ausser mit Kokosöl), hat die liebe Züchterin keine Chance, diesen Zeckenviechern Herr zu werden. Das Tochterkind hat also jede Zecke, die sie an den süssen Hunden entdeckt hat, von der Züchterin entfernen lassen und mit nach Hause genommen. Für alle, die nun verständnislos den Kopf schütteln: Ich habe keine Ahnung, woher das Kind das hat!!!! Selbst die Drohung, dass ich mit dem Zug nach Hause fahren würde, konnte sie von ihrem Vorhaben nicht abbringen. Sie studiert nämlich diese Zeckenviecher seit einer Weile schon. Ihr Motto: „Du musste Deine Feinde nur gut genug studieren, dann kennst Du ihr Verhalten und sie sind nicht mehr gleich gefährlich.“ Aha. Prima! Deswegen muss ich doch aber keine 17 Zecken in einem Marmeladenglas auf meinem Nachttisch neben dem Bett haben, oder?

Ich habe mich auf der ganzen Heimfahrt gekratzt und ich bilde mir jetzt bei jedem Jucken ein, ich hätte eine Zecke. Das Kind macht mich fertig! Sie studiert die verschiedenen Stadien der Zecke: Von der Larve, zur Nymphe bis hin zur männlichen oder weiblichen Zecke. In jedem Stadium sehen die Tiere anders aus – in jedem Stadium ernähren sie sich aber von Blut. Und die Larven haben sogar nur sechs Beine, während ab dem Stadium der Nymphe 8 Beine an dem Spinnentier hängen. Grauslich – einfach nur bäh und zum Schütteln. Ja, das hab ich nun alles vom Tochterkind gelernt. Ich habe zwar keine Ahnung, was ich mit dem Wissen über dieses unnütze Tier nun anfangen soll. Ich weiss nur, dass mir nun noch mehr vor diesen Viechern graut. Das Tochterkind wartet währenddessen darauf, dass hoffentlich eine ihrer Marmeladenglaszecken Eier legt, damit sie gleich noch weiss, wie sich diese Mistviecher fortpflanzen.

Ja, ich gebe zu: Ich habe schon auf der Hinfahrt zum Tochterkind gesagt, dass wir KEINE Welpen mit nach Hause nehmen. Dass es aber stattdessen 17 Zecken werden … nun ja … damit habe ich selbst beim Tochterkind nicht gerechnet. Und bei ihr muss man wirklich mit fast allem rechnen … 🙂