Ich will ja keine Panik verbreiten …

… aber in 90 Tagen ist Weihnachten!

Diese Nachricht hat vorhin eine FB-Bekannte gepostet. Und was ist bei mir passiert? PAAAAAAANIIIIIIK!!!! Ich war heute auf dem Berg mit einer Freundin und unseren Hunden unterwegs und wir haben geschwitzt. Der Wald hat noch nicht mal richtig das Herbstkleid angezogen und – in 90 Tagen soll Weihnachten sein? Das kann doch wohl nicht stimmen.

90 Tage klingt wie … übermorgen oder so. Kaum sind die Kürbisse in den Regalen eingezogen, zwängen sich schon die Kristbaumkugeln dazu und kaum sind die Halloweendekos in den Fenstern, stehen dahinter die Schneemänner aus Styropor bereit.

Hab ich schon erwähnt: PAAAAAAANIIIIIK!!!???

Ich gestehe: Ich bin überhaupt kein Weihnachtsfan. Seit die kindliche Magie nicht mehr da ist und seit wir nie mehr Schnee hatten an Weihnachten – seither finde ich Weihnachten eigentlich nur noch stressig und mühselig. Kein Mensch hält sich an das Credo KEINE GESCHENKE und so rennen wir jedes Jahr wieder durch die Geschäfte nach dem Irgendwas für Irgendwen. Und jedes Jahr die gleichen Diskussionen, an welchem Abend man was kochen soll, dass man nach dem Weihnachtsfest nicht endgültig vor Übersättigung platzt.

Ich habe bislang versucht, den Gedanken daran weit wegzudrängen und nun postet doch tatsächlich jemand auf Facebook, dass nur noch 90 Tage sind bis zum Weihnachtsfest. Eine Horrorvorstellung. Ich werde vermutlich morgen schon mit der Liste durch die Stadt rennen, um rechtzeitig gerüstet zu sein. Oder aber ich mache eine 180Grad-Wendung und ignoriere Weihnachten ganz einfach. Das wäre doch mal was ganz anderes. Was wäre, wenn ich vom 24. – 26. Dezember einfach so täte, als ob ich keine Ahnung hätte von Weihnachten. Abends vor die Glotze liegen … Pizza bestellen … Popcorn mampfen und EINFACH IGNORIEREN. Ich merke, dass die Panik grad weniger wird … vielleicht sollte ich darüber ernsthaft nachdenken. Als Atheistin wäre es nicht mal falsch, das so zu machen. Und in der heutigen Zeit haben ja sogar die Restaurants während dieser Zeit geöffnet.

Okay, liebe FB-Bekannte … ich mache mir aufgrund der temporären Panikattacke nun so meine Gedanken darüber! 🙂

Spiritualität

Gerade hatte ich eine witzige Diskussion mit einer lieben Freundin zum Thema Spiritualität. Dinge in Sachen sehen, die andere nicht sehen können. Dinge spüren, die andere nicht spüren können. Tiefere Erkenntnisse in simplen Zeichen entdecken. Man sagt ja, dass es Menschen gibt, die echt gut darin sind. Und meine liebe Freundin und ich mussten gerade erkennen, dass wir zwei DEFINITIV NICHT DAZU gehören.

Es gibt ja so einiges, was man tun kann, um Kraft zu tanken oder sich zu entspannen. Jeder Mensch ist da anders gestrickt. Aber folgt man den Trends, so sind wir zwei Weiber wohl zwei total tankresistente Wesen. Wenn es uns schlecht geht, hilft es uns leider nicht, wenn wir einen Baum umarmen. Wir bekommen davon höchstens Muskelkater, weil das Ding so gross ist oder aber wir ruinieren unsere Kleider, weil wir am Baum hängen bleiben. Wenn wir uns erden wollen, indem wir unsere Schuhe ausziehen und Barfuss gehen, dann kommen wir vermutlich gerade mal so knapp mit einem Splitter im Fuss davon. Und bei den Klangschalen holen wir uns einen Tinnitus. Nicht zu vergessen die Räucherstäbchen … davon wird uns schlecht und wir bekommen Hustenanfälle.

Dann gibt es noch jene, die am Fluss sitzen, dem Wasserlauf zusehen und daraus die Energie schöpfen, um die Probleme des Lebens lösen zu können … so wie der Lauf des Wassers. Wir zwei müssen vom Rauschen des kühlen Gewässers höchstens pinkeln gehen.

Es soll auch Kraftbilder geben. Man sagt, dass man – wenn man deren tieferen Sinn entdeckt – bei deren Betrachtung sehr viel Kraft tanken kann. Wir zwei finden ein Bild einfasch hübsch, oder eben nicht.

Was schliessen wir daraus? Entweder sind wir zwei total einfach gestrickte Landeier – oder aber es gehört schlicht zum guten Ton, in allem etwas Tieferes sehen  zu müssen … selbst wenn da gar nichts ist. Wer weiss … vielleicht schaffen wir es ja, dass wir eines schönen Tages im Wald einen Baum anschreien und der lauthals zurückschreit. Wir würden euch das also wissen lassen. Bis dahin lassen wir die armen Bäume aber besser in Ruhe!

Marronizeit …

… ist dann, wenn klein Ellie beim Stadtbummel auf einmal keinen Schritt mehr weitergehen will. Heute so geschehen! Da bummle ich mit Mama und Tochterkind durch die Stadt, gucke hier ins Schaufenster, schaue da den Menschen zu – immer mit klein Ellie an der Leine. Und auf einmal ruckelt es hinter mir und Ellie bleibt mitten in der Menschenmenge stur sitzen. Den Blick richtet sie nach oben und ihre braunen Kulleraugen schalten auf „Ich-bin-ein-armer-Hund-und-bekomme-nie-was-zu-essen“.

Wir sind zuerst irritiert, schauen die kleine Fellnase an und folgen dann ihrem Blick, der zu einem Mann führt, der gemütlich die ersten Marroni verzehrt, die in der Stadt bei Herbstbeginn immer ihren Duft verbreiten. Ich ziehe an der Leine und es passiert … NIX! Ja, die kleine Terrierschnauzerstrassenmischung ist zwar klein, aber wenn sie nicht will, dann will sie nicht. Unerwünschtes Verhalten ignorieren – habe ich im Hundekurs mal gelernt. Also schaue ich auch einfach ins Leere und was passiert? Der nette Herr mit den Marroni schaut in die braunen Hundeaugen und meint: „Ach Du lustige Kleine, möchtest wohl auch gerne ein Marroni, gell?“ Ich bin überzeugt, dass meine kleine Fellnase genickt hat – zumindest imaginär ganz bestimmt. Und dazu hat sie mit Sicherheit noch gejammert: „Ja bitte, ich bekomme nämlich nie was zu essen.“

Und so kam es, wie es kommen musste. Der nette Herr schälte sein nächstes Marroni nur für Ellie und reichte es der kleinen Madame runter. Und die schwänzelte derart freudig, dass es das ganze Hundemädel druchschüttelte.

Was lernen wir daraus? Falls ihr mal in die Stadt loszieht und gerade Lust auf Marroni habt: Einfach hinsetzen, hockgucken, Hundeblick aufsetzen und warten. Da kommen die feinen gerösteten Kastaniendinger ganz von selber.

Hund müsste man sein …

Leichtes Gepäck

Es gibt Phasen in meinem Leben, da überschlagen sich gefühlt 100 Ereignisse und in meinem Kopf herrscht Chaos pur. Da stehe ich jeden Morgen ein bisschen erschlagener auf und mein Kriechgang wird so schwer, dass rückwärts gehen fast schneller wäre. Da pocht mein Kopf regelmässig vor Kopfschmerzen, weil ich die Gedanken nicht mehr sortieren kann und mein Rücken schmerzt, weil der Rucksack verdammt schwer wird. Und die Albträume, die mich nachts quälen, machen den Schlaf auch nicht mehr erholsam.

Solche Phasen hat jeder Mensch – ich weiss. Und was machen andere Menschen, wenn sie mittendrin stecken?

Bei mir macht sich da regelmässig das unglaubliche Bedürfnis breit, einen Benzinkanister zu nehmen … alle Sorgen mit Benzin zu übergiessen und mit dem Feuerzeug alles abzufackeln. Weg damit – ein grosses Feuer machen, sich an den Flammen wärmen und dann neu beginnen!

Wäre es nicht schön, wenn das so einfach ginge. Also mein Feuer hätte aktuell jede Menge Müll drauf … das gäbe eine üble Giftwolke, die sich in den Himmel ziehen würde. Was ich alles draufschmeissen würde? Also, da hätten wir:

. Krankheiten verschiedenster Arten
. Missgunst
. Neid
. Intrigen
. falsche Freunde
. raffgierige Geier
. gelangweilte Menschen
. Pseudoprobleme
. Psychovampire.

Vermutlich würde die Liste noch um einiges länger, wenn ich wirklich ganz fest darüber nachdenke, was alles in meinem Rucksack steckt, das ich gerne loswerden möchte. Aber das sind schon mal jene Sachen, die mir das Leben sehr erleichtern würden – also ab damit auf den Scheiterhaufen und anzünden. Dann würde nämlich aus dem schweren Rucksack plötzlich leichtes Gepäck. Und mit leichtem Gepäck reist es sich bekanntlich leichter. Und das Leben ist nichts anderes als eine Reise – mal steil, mal steinig, mal eben, mal hell, mal dunkel, mal kalt, mal heiss … aber auf jeden Fall immer anders und mit vielen Herausforderungen.

Neben allem, was ich zusammen mit meiner Familie so zu stemmen habe, bin ich unendlich dankbar für den besten Göttergatten der Welt; für die zwei besten Kinder der Welt; für unfassbar liebe Eltern; für einen grossen „kleinen“ Bruder; für wunderbare Freunde und die besten Nachbarn der Welt – all diese Menschen sind es Wert, dass man den Weg weitergeht, egal was für Hindernisse es zu überwinden gilt.

Ihr Lieben, ihr seht: Die Modepraline hat manchmal ganz einfach nicht genug Humor, um witzige Geschichten ins Netz zu schicken. Dann wird es halt auch mal nachdenklich und ernst.

1 : 0 für die Maus

Ellie hat einen vierbeinigen grossen Freund. Der hübsche Rüde ist hin und wieder bei uns zu Besuch und die beiden kommen wunderbar miteinander klar. Also eigentlich ist es so, dass die kleine Ellie den grossen Qiu beschützt. Er ist nämlich ein derart drolliger und herzensguter Kerl, dass er vermutlich noch gar nicht gemerkt hat, dass er ungefähr 10 mal so gross ist wie Ellie und um ein vielfaches mehr Kraft hätte. Wenn ich mit den beiden Fellnasen unterwegs bin und sie beide an der Leine habe, dann wird von Ellie angekeift, wer sich in die Nähe ihres Freundes wagt. Sie verteidigt ihren Freund wie ein Bonsaikampfhund und Qiu ist dankbar dafür … er ist nämlich ein ziemlicher Angsthase. Ellie pinkelt übrigens in der Zeit, in welcher wir mit dem hübschen Rüden unterwegs sind, wie ein kleiner Bub: Sie hebt das Bein, schliesslich macht das der grosse Freund auch so 🙂

Gestern waren wir an der Aare unterwegs und die beiden konnten sich damit vergnügen, Mäuse zu jagen – welche sie notabene nie erwischen … aber es sieht zum Schreien lustig aus, wenn die Hunde mit allen Vieren gleichzeitig in die Luft springen, um die Maus mit dem Überraschungseffekt zu überrumpeln. Qiu hat das Spiel gestern so gespielt, dass die Maus offenbar ziemlich in Bedrängnis gekommen ist und gepiept hat wie verrückt. Mit der Pfote hat er versucht, mit dem kleinen Mäusegesellen zu spielen. Das fand die Maus ganz offensichtlich überhaupt nicht lustig und hat ihn in die Pfote gezwickt. Er hat jaulend und mit eingezogenem Schwanz das Feld geräumt und die Maus in Ruhe gelassen. 1 : 0 für die Maus. Der stürmisch rennende Qiu hat ab da beschlossen, das weite Grün zum Feindgebiet zu erklären und ist nur noch Fuss gelaufen. Selbst mit Leckerli war er nicht mehr zum Spielen zu bewegen. Den ganzen restlichen Tag hatte man das Gefühl, dass der Hund ein Mausetrauma davongetragen hat. Er war richtig geknickt und es sah aus, als ob ein geschlagener Hund mit Ellie unterwegs wäre. Sie hat munter weiter ihre lustigen Maushüpfer gemacht … er hat beleidigt und „schwer angeschlagen“ das Mausetrauma den ganzen Tag mit sich rumgetragen.

Soll noch mal jemand sagen, grosse Hunde seien gefährlich. Qiu würde vermutlich sogar vor einer Weinbergschnecke wegrennen, wenn sie „Buh“ machen würde. Und Ellie würde einem Rottweiler an die Kehle springen, weil sie meint, sie sei riesengross und gefährlich. Die Selbstwahrnehmung scheint bei Hunden nicht ausgeprägt zu sein oder in diesem besonderen Fall würde ich meinen: Vorsicht, Bodyguard Ellie kommt! 🙂

Piepdings

So: Nachdem ich einen Männerschnupfen UND einen Hundebiss überlebt habe – und dafür auch ausgiebig ausgelacht wurde – habe ich jetzt ein ganz anderes, weltbewegendes Problem. MEIN AUTO IST ZU GROSS! Das Gefährt ist rundherum mit diesen Piepsdingern ausgestattet (man sagt denen offenbar Sensoren), die mir ein akustisches Alarmsignal geben, wenn ich irgendwo zu nah ranfahre. Prima gute Sache, es sei denn, man fährt mit diesem Schlachtschiff in ein Schweizer Parkhaus. Unsere Parkhäuser sind nämlich für Zwergenfahrzeuge konzipiert. Das bedeutet, dass schon bei der Einfahrt ins Parkhaus mein Fahrzeug zu einer piepsigen Discoschleuder mutiert. Es piepst was das Zeug hält und das solange, bis ich es geschafft habe, mein Gefährt in eine viel zu kleine Parklücke zu quetschen.

Man glaubt es kaum, aber ich habe es noch immer geschafft, mein Piepsgefährt einzuparken. Leider ist es aber dabei nicht selten vorgekommen, dass ich nicht mehr aussteigen konnte. Das Gefährt füllt nämlich in unseren altertümlichen Parkhäusern locker eine Parklücke bündig aus. Türöffnung wurde dabei vernachlässigt!

Und was geschieht, wenn man dieses Gepiepe ständig hört? Wenn sich das menschliche Gehirn (oder zumindest das der Modepraline) mal an etwas gewöhnt hat? Genau! Man  achtet nicht mehr drauf. Das Piep wird nicht mehr als Warnsignal wahrgenommen, sondern nur noch als lästiges Etwas ignoriert. Da kann es dann schon mal passieren, dass unmittelbar nach dem Piep ein hässliches Kratzgeräusch oder ein „Kawumm“ zu hören ist. Nun ja, bei soviel Sicherheitsblech um einen rum kann man schliesslich die Form schon hin und wieder mal ein kleines bisschen abändern. Wobei ich in den allermeisten Fällen vor allem die Felgen erwische. MEINE Fahrzeuge haben NIEMALS länger als eine Woche Originalfelgen drauf. Danach sind es Modepraline-Unikate, mit meiner einzigartigen Handschrift.

Und weil mein Auge für Distanzen mit zunehmendem Alter irgendwie nicht besser wird, habe ich nun beschlossen, auf einen kleineren Wagen umzusteigen. Wer weiss, vielleicht erscheinen mir auch die Parklücken dann auf einmal alle viel grösser … und das Gepiepe hört dann möglicherweise auch auf. Ein Versuch ist es wert!

Dumm gelaufen

Da überlebt man grad so knapp den Männerschnupfen und dann passiert sowas!!! Ich bin entsetzt – ich wurde gebissen und habe geblutet. Von einer Bestie die ungefähr 2 Kilogramm wiegt und rund 20 cm hoch ist. Und schon wieder muss ich mir überlegen, ob die Notaufnahme die richtige Anlaufstelle für mich wäre.

Nein, im ernst: Eigentlich war mein Gedanke eher der, dass ich seit 30 Jahren keine Starrkrampfimpfung mehr habe machen lassen. Und ja, ich bin selber schuld, dass der Hund mich erwischt hat. Er beisst nämlich ausser seinen Besitzern so gut wie alle. Ich wollte das einfach nicht akzeptieren und habe ihn hochgenommen – und da hat die kleine Kampfratte sich umgedreht und mich ins Gesicht gebissen … und dabei meine Unterlippe erwischt. Lippen bluten ja bekanntlich viel stärker, weil die Schleimhäute dort sehr stark durchblutet sind. Also konnte ich wunderbar ein Riesendrama draus machen. Man sagt ja, ich sei stark im Dramatisieren. Aber über die Impfsache hätte ich mir nicht mal Gedanken gemacht, wenn die Hundemama nicht zu mir gesagt hätte, dass ich ja hoffentlich geimpft sei.

Nun habe ich natürlich schon gegoogelt, wie sich Starrkrampf äussert. Und wenn ich nun heute Nacht im Bett den üblichen Wadenkrampf habe, der mich des öfteren mal nachts plagt, dann meine ich ganz bestimmt, dass das der Anfang vom Starrkrampf sei. Und vor lauter Krampf werde ich vor Schreck ganz starr und schon haben wir den Salat.

Also ehrlich jetzt: Vom Männerschnupfen direkt in den Starrkrampf … ich habe echt aber auch eine richtig fiese Pechsträhne. Heul! 😦