Informationschaos …

… und Chaos im Kopf!

Meine Timeline auf Facebook entspricht in etwa den Zeitungen, welche wir noch in Papierform abonniert haben. Bunte Fasnachtsbilder und fetzige Guggenmusik wechseln sich gerade ab mit Kriegsbildern und hässlichem Bombenlärm aus dem Osten.

Es fühlt sich alles so surreal an. All dies geschieht gleichzeitig, auf demselben Planeten – faktisch gerade mal zwei Flugstunden liegen zwischen diesen gefühlt unterschiedlichen Galaxien.

Mir ist klar, dass es den Menschen in der Ukraine nichts bringt, wenn wir auf die Fasnacht verzichten. Mein Kopf hat einfach gerade sehr Mühe, das bunte Treiben und das dunkle Leiden unter einen Hut zu bringen.

Zwischen den besagten Bildern befinden sich noch die Fotos aus den wunderbaren Skigebieten und man könnte fast meinen, die Welt sei in Ordnung; obwohl sie gerade übel aus den Fugen geraten ist. Ich habe mich darauf gefreut, nicht mehr jeden Tag als erstes und als letztes die Coronameldungen zu hören. Leider war ich nicht darauf vorbereitet, dass diese bündig durch Kriegsmeldungen ersetzt werden.

Wie gut, dass wir zwei Enkelkinder haben, die uns immer wieder aus der bitteren Realität ins Leben holen – mit Patschehänden, mit Sabber, nassen Knutschern und unendlich viel Liebe. Und dann schaue ich die beiden kleinen Lieblingsmenschen an und denke: In was für eine Welt wachst ihr da nur herein?

Ja, es gab sie immer: Die Nachkriegskinder; die Kinder einer Pandemie; die Kinder der Rezession. Die kleinen Knirpse gehören hoffentlich nicht schon bald einer nachkriegspandemischen Rezessionsgeneration an. Und all das auf einem ziemlich havarierten Planeten, dessen Klima sich rasant verändert.

Da baue ich dann doch lieber noch ein paar bunte Knetfelsen und klettere mit den Dinosauriern der Enkel durch den Knetdschungel. Diese Welt gefällt mir besser – viel besser!

Freedom Day???

Gestern war der Tag, an welchem unsere Regierung beschlossen hat, mal kurz auf einen Schlag praktisch alle Massnahmen zum Schutz der Bevölkerung vor Corona in den Wind zu schiessen. Und die Medien haben diesen Tag FREEDOM DAY genannt. Echt jetzt? Habe ich etwas verpasst?

Haben wir die letzten zwei Jahre im Knast verbracht und ich habe es nicht gemerkt?

Waren wir in der Schweiz so arg eingeschränkt, dass wir uns nicht mehr bewegen konnten?

Wurden wir in Ketten gelegt?

Nun ja – eines haben wir Schweizer:innen meisterhaft gelernt: JAMMERN AUF HOHEM NIVEAU. Wenn ich manchen Menschen zugehört habe, hätte man meinen können, dass wir in einer Diktatur leben mussten. Kompletter Blödsinn. Wir waren zu keiner Zeit so massiv eingeschränkt, dass es uns an die Freiheit gegangen wäre. Wir durften uns in unterschiedlichen Rahmen immer frei bewegen … wir waren nie IN HOUSE eingesperrt. Da hatten unsere Nachbarländer weit krassere Massnahmen. Vermutlich ist deshalb gestern auch niemand hupend durch die Gegend gefahren … weil wir niemals wirklich arg eingeschränkt waren.

Warum man also diesen Tag Freedom Day nennen muss, ist mir ein Rätsel. Würden Kriegsgefangene einen Tag so nennen, wäre mir das absolut klar und ich könnte es nachvollziehen. Nennt man aber in der Schweiz einen Tag so, an welchem durchaus moderate Massnahmen weggespült werden, dann ist das für mich die Lachnummer schlechthin.

Jetzt könnten alle Jammeris und Heulsusen ihre Masken wegschmeissen (ich würde vielleicht nicht zu weit!!) und ihre Zertifikate verbannen – und jene, die noch nie ein Zertifikat hatten könnten jetzt wieder jubelnd überall ein- und ausgehen und den Freedom Day zelebrieren.

Ach ja – nur zur Info: Die verletzlichen Personen und die kleinen Kinder werden sich wegen des Freedom Days nicht in Luft auflösen. Es wäre also noch schön, wenn ihr die ob all der Freude nicht komplett vergessen würdet. Die sind nämlich jetzt überhaupt nicht mehr geschützt. Für die ist es ein Schritt zurück – nicht ein Schritt in die Freiheit. Dies nur so am Rande!

Herr Dachs

Wir haben seit geraumer Zeit einen Mitbewohner in unserem Garten. Ein stattliches Tier mit einer wunderbaren Fellzeichnung. Herr Dachs!

Herr Dachs wohnt offenbar schon eine Weile hier – die tiefen Löcher (eher Gruben), welche Herr Dachs unter dem Maschendrahtzaun zum Nachbargrundstück buddelt, lassen darauf schliessen, dass er immer seine Nachtaktivitäten bei uns auslebt.

Unser Grundstück ist komplett eingezäunt, weil wir unsere Hündin nicht dem ganzen Quartier zumuten wollen. So kann sie sich frei bewegen und ist gesichert. Herr Dachs hat offenbar irgendwo ein Schlupfloch unterm Zaun gefunden, durch welches er seine nächtlichen Wanderungen durch unseren Garten unternimmt. Also REIN ist für ihn kein Problem. Das mit dem RAUS hat der Kollege aber ganz offensichtlich noch nicht kapiert. Anders können wir uns nicht erklären, warum er immer wieder wie ein Wilder versucht, einen Tunnel unterm Zaun durch zu den Nachbarn zu buddeln. Ein Tunnelsystem hat er vollständig geschafft. Das haben wir gemerkt, als auf einmal der Hund unserer Nachbarn durch diesen Tunnel in unseren Garten auf Besuch kam. Wir haben den Tunnel mit grossen Steinen verschlossen. Für uns war es damit erledigt. Für Herrn Dachs aber nicht. Zwei Meter neben seinem alten Tunnel hat er letzthin angefangen, einen neuen Durchgang zu graben. Aufgefallen ist uns der grosse Haufen Erde, der frühmorgens in unserem Garten aufgetürmt war. Offenbar ist der pelzige Kollege gestört worden – der Durchgang war nicht fertig. Wir füllten also die Erde wieder in seine Buddelgrube.

Herr Dachs ist mir nachts im Garten auch schon begegnet. Ich stand mit unserer kleinen Hündin auf dem Rasen, als mir der hübsche Kollege in die Augen schaute. Boah – er ist riesig! Und ich weiss nicht, wer von uns sich mehr erschrocken hat. Klein Ellie hat geknurrt, als ob sie nur ansatzweise eine Chance gegen dieses Tier haben könnte. Ich bin ziemlich schnell ins Haus verschwunden mit meiner Fellnase – der tierische Geselle kann nämlich ganz schön unangenehm werden, wenn er gestört wird.

Nun ja, jetzt wohnt Herr Dachs halt einfach irgendwo auf unserem Grundstück. Ob es wirklich ein Herr ist, weiss ich nicht mit Sicherheit – aber ich vermute es. Wäre es eine Frau Dachs, hätte sie schon lange kapiert, dass sie dort auch wieder rauskommt, wo sie reingekommen ist. Die würde sich nicht ständig neue Wege buddeln. Soweit meine tierische Theorie …

Abartig teure Heiligenscheine

Diese Woche wurde in meinem Heimatkanton bekannt gemacht, dass CHF 50’000.– aus dem Lotteriefonds in den Vatikan geschickt wurden, um die Kaserne der Schweizer Garde zu renovieren. Aha!!! 😦

Man muss kein Finanzhirsch sein, um zu wissen, dass der Vatikan über mehrere Milliarden Euro Vermögen verfügt. Zudem hat er ein Immobilienimperium, welches sich über die ganze Welt erstreckt und die meisten besagter Immobilien stehen offensichtlich leer. Das jährliche Budget des Vatikans beläuft sich gemäss diverser Medien auf ca. 400 Millionen Euro pro Jahr. Das meiste dieses Geldes scheint Personalkosten abzudecken. Wie jetzt? Personalkosten? Diese Diener Gottes verdienen irdisches Geld? Die Leben nicht vom Glauben?

Warum kann mein bescheidener Verstand nicht verstehen, wie es sein kann, dass dieser Ministaat, der vornehmlich mit unfassbar fiesen Schlagzeilen wegen pädophiler Vergehen in aller Munde ist, noch Unterstützung der öffentlichen Hand braucht? Mein Taschenrechner will diese simple Einnahmen- und Ausgabenrechnung einfach nicht annehmen. Und dann hätte ich da noch eine weitere Frage: Diese alten, grauhaarigen Männer in ihren weissen Kutten, die ihre Heiligenscheine ganz offenbar in den Kinderzimmern ablegen – die bekommen Saläre für ihr Tun? Und werden vom obersten Weisskuttenträger mit dem Käppi noch geschützt? Und die Welt sieht zu und kann da rein gar nichts dagegen tun? –> Bestimmt findet sich da draussen jemand, der mir das glaubhaft und vernünftig erklären kann. Bislang ist es nämlich noch keinem gelungen.

Als Kind schon sehr kirchenkritisch, habe ich relativ bald schon den Bettel hingeschmissen und durfte – mit dem Segen meiner Eltern – dem verlogenen Religionsunterricht fernbleiben. Dem Kirchenaustritt stand alsbald auch nichts mehr im Weg.

Umso mehr will es einfach nicht in meinen Schädel, dass jener Staat, der gegen den Welthunger „anredet“, sich in medienwirksamen Superansprachen gegen Kriege äussert und Gewalt verurteilt, nicht einfach mal seine Kohle rausrückt und tatsächlich etwas TUT!!! Ich hätte da ein paar gute Vorschläge:

. Reorganisation des gesamten vatikanalen Konstrukts – extrem einfach, indem man diese alten
Männer dort einfach entlässt; spart ungemein viele Personalkosten und deckt Vergehen schlag-
artig auf.
. Verkauf der wunderbaren Immobilien – Erlös zu Gunsten der 3. Weltländer, die das Geld dringend
brauchen können.
. Auflösen der Schweizer Garde, welche notabene von Privatpersonen und den Schweizer
Behörden bezahlt wird, um die unsympathischen alten Männer in ihren Kutten zu beschützen.
Wären die alle nicht so gruselig, müssten sie auch nicht beschützt werden … so einfach ist
meine bescheidene Denkweise. Wenn diese Gardisten etwas Gutes tun wollen, dann dürfen sie
nach Auflösung des Vatikans die ganze Kohle in der Welt verteilen – dort, wo sie am Dringend-
sten gebraucht wird.
. Einsammeln aller Heiligenscheine – vermutlich braucht die Welt dann keine Atom- und auch sonst
keine andere Kraft mehr, um Strom zu erzeugen. Diese Scheine reichen bis in alle Ewigkeit.

Also ich finde ja meine Strategie extrem effizient. Wenn die Welt diese jetzt noch verfolgen könnte, dann würden so einige Ungerechtigkeiten auf dieser Kugel mit einem Aufwisch erledigt.

P.S.: Liebe Solothurner Regierung – die CHF 50’000.– hätte die arg von Corona gebeutelte Gastronomie- und Kulturszene bestimmt gut gebrauchen können. Dies nur so am Rande …

Eine Wutrede – jeder Impfgegener ein kleiner Diktator

Meine Blogger-Kollegin Sandra hat einen Text verfasst, den ich sowas von jederzeit unterschreiben würde, dass ich ihn euch auf meinem Blog nicht vorenthalten möchte. Danke Sandra für Deine Wutrede – sie könnte glatt von mir stammen! 🙂

Denkzeiten - Philosophische Praxis

Ich bin ja sehr geduldig (*not) und überaus verständnisvoll (…), ABER: Wenn wichtige OPs verschoben werden, weil sich gewisse die Freiheit nicht nehmen lassen wollen, sich ungeimpft auf Intensivbetten auszustrecken, dann geht mir schlicht die Hutschnur hoch. #hueresiech

Das schrieb ich kürzlich auf Twitter. Ich war wütend. Und traurig. Weil genau das in meinem nächsten Umfeld passiert ist. Und ich hadere mit den Menschen, mit dem Teil der Menschen, die selbstzufrieden dasitzen und finden: Ich lass mir doch meine Freiheit nicht nehmen. Wo kämen wir da hin? Ich entscheide selber und ich impfe mich nicht.

Nun bin ich durchaus ein grosser Verfechter von Freiheit, erachte sie als hohes – wenn nicht höchstes – Gut. Nur: Was bedeutet Freiheit eigentlich? Haben, die, welche da so selbstherrliche Sprüche von sich lassen, die sie dann mit wohlklingenden Argumenten untermalen, wirklich eine Ahnung davon? Es sieht nicht so aus. Im Gegenteil. Wenn man ihre…

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Alles ausser BLAU – mit etwas GRÜN

Als Kommunikationsprofi stehen mir ob der Kommunikation unserer Regierung schon lange die Haare zu Berge. Ich bin keine Massnahmengegnerin, ganz im Gegenteil. Es wäre halt nur schön, wenn die Ansagen klar wären – sofern denn überhaupt Ansagen kommen.

Die schlechteste aller Varianten ist immer, zu einem Thema wie einer Pandemie einfach nichts zu sagen und das Volk im Ungewissen zu lassen. Das fördert Missstimmung, Angst und Chaos.

Wenn dann kommuniziert wird, dann wären klare Aussagen dringend nötig. Aussagen, für die man möglicherweise nicht zuerst einen Uniabschluss braucht, um sie nur ansatzweise verstehen zu können.

Aktuell leben wir in einem Massnahmenkommunikationsschlamassel, der seinesgleichen sucht.

Oder ist es doch viel einfacher, als es sich anfühlt?

Also ab sofort dürfen alle, die blaue Socken tragen, das Haus wieder verlassen, auch wenn sie einen positiven Schwangerschaftstest haben. Allerdings geht das nur, wenn die Schnürsenkel der Schuhe grün sind. Sollten diese weiss sein, so müsste der Test wiederholt werden. Allerdings muss dafür eine neutrale Toilette aufgesucht werden. Nicht zu vergessen sind dabei die Handschuhe. Ausser die Fingernägel sind rot lackiert, dann braucht es keine Handschuhe – dann sind allerdings auch die blauen Socken nicht zwingend nötig. Dann reichen simple Flip Flops.

Sollten innerhalb einer Familie mehrere Personen Flipflops tragen, dann dürfen die sich zu zehnt treffen, es sei denn, eine Person trägt Flip Flops mit Glitzersteinchen. Diese müsste sofort isoliert werden. Selbstverständlich zusammen MIT den Schuhen … UND den Steinchen.

Das Ganze muss ganz einfach 7 Monate so praktiziert werden – also bis zur Geburt des Kindes. Ja, die Schwangerschaftszeit wurde gerade von 9 auf 7 Monate verkürzt. Es sei denn, es handelt sich um eine Mehrlingsschwangerschaft. Dann kann man per neuem Test auf neutraler Toilette auf eine Sondergenehmigung von 9 Monaten Schwangerschaft hoffen. Allerdings ist dafür der Kanton zuständig.

Alles klar soweit?

Ich glaube, mein Ansprüche an eine klare Kommunikation sind ganz einfach zu hoch. Es wäre nämlich eigentlich ganz simpel. Kauft euch alle blauen Socken, grüne Schnürsenkel, 3 Toiletten und eine Schachtel Tests; dann lackiert euch die Nägel rot und legt euch Flip Flops zu – und schon seit ihr für alle Eventualitäten gerüstet. Das ist dann quasi wie:

Geimpft, Geboostert, Genesen und Getestet gleichzeitig.

Wohl bekomms!

Gute Nachrichten für starke Nerven

Was für ein Glück: Es gibt auf dieser Welt nicht nur noch Corona!!! Ist das nicht wunderbar?

NEIN – ist es NICHT! Warum?

Wir hatten/haben Besuch vom Norovirus. Das ist der beschissenste und kotzübelste Kollege von Corona – und die Attribute sind wortwörtlich gemeint. Mit Noro schafft ihr es, in 24 Stunden locker 2 1/2 Kilo zu verlieren. Dazu gehören aber anschliessend auch übler Muskelkater, Knochenschmerzen, eine angeknackste Rippe und die grosse Angst, der Blähung nachzugeben, ohne dabei gleich die Hosen wechseln zu müssen. Auch ein Besuch im überfüllten Krankenhaus stand auf dem Programm – zum Glück nicht für alle.

Ich hatte als Begleitperson dabei das Vergnügen, die absolute Personalknappheit und Überforderung des Personals, welches völlig am Anschlag läuft, live mitzuerleben. Und ich kann euch nur raten: Werdet bloss nicht ernsthaft krank während einer Pandemie … das kann derzeit bös ins Auge gehen. Und es ist den Leuten an der Pflegefront nicht mal zu verübeln – sie haben einfach auch nur 2 Hände und 24 Stunden – UND JEDE MENGE UNBELEHRBARE IMPFGEGNER zu versorgen. Dass meine Nerven dabei ziemlich strapaziert wurden, muss ich euch wohl nicht näher ausführen – aber es leben alle noch – auch die gefühlt 20 Idioten, die mit ihren Zigaretten im Mund den Eingang versperrten …

Nun ja, dass der Kollege Noro fand, er müsse sich bei mehr als einem Familienmitglied einnisten, das war dann eher nicht so wahnsinnig toll. Wenn man die Nacht gleich stationär auf der Toilette verbringt und dabei mehr als einmal denkt, dass da schon lange nichts mehr sein kann, was den üblen Würgreiz auslöst … dann ist das nicht das liebste meiner Gefühle. Wenn man mit der Desinfektionsflasche durchs Haus schleicht, um bloss nirgends ein Norofamilienmitglied zu hinterlassen und sich alles anfühlt, als ob es ein Marathon wäre … ziemlicher Mist! Inzwischen ist unser Haus in eine Wolke von Desinfektionsnebel gehüllt. Die Nachbarn haben sich schon beschwert, dass der Dunst zu ihnen rüberziehe. Und meine Finger lösen sich demnächst auf; oder zumindest deren Haut löst sich so langsam ab.

Aber eben, wie eingangs schon erwähnt: Es gibt nicht nur noch Corona auf dieser Welt – es hat noch andere fiese Kollegen, die sich kein Mensch wünscht. Ihr findet, ich sei etwas zynisch? Das bemerkt ihr absolut richtig. Neben einem ohnehin schon lange angeschlagenen Nervenkostüm und einem akut angeschlagenen Magendarmtrakt habe ich nach der intensiven Showeinlage im Krankenhaus so eine oder zwei kleine Aggressionen gegen die Covid-Massnahmengegner, die mich noch zusätzlich zum Würgen bringen. Ich meine, der Satzteil: “ ….. wir wissen nicht, ob wir noch ein Bett finden, wir tun unser Möglichstes …“, der hat mich dann doch so ein klitzekleines bisschen aus der Fassung gebracht. Wir alle wissen ES – und immer noch laufen da draussen eine Menge Unbelehrbare rum, die meinen, ES doch besser zu wissen. Ihr Lieben Massnahmengegner: schneidet euch doch mal abends um halb acht eine Fingerkuppe ab und rennt in den Notfall in der Hoffnung, dass euch gleich geholfen wird … ich werde dann draussen stehen und mich köstlich amüsieren, wenn ihr erfolglos im Dreieck springt!!!!

In diesem Sinne: Bleibt gesund – dann regelt sich alles andere von alleine! 🙂

Das Jahr 2 0 2 1 …

… ist vorbei. Es ist im Moment in aller Munde als grauenhaftes Jahr. Dem fiesen Virus haben wir jede Menge negative Erinnerungen zu verdanken. Ich habe mir heute, am ersten Tag im neuen Jahr überlegt, ob dieses Jahr denn wirklich nur schlechte Erinnerungen bei mir hinterlässt. Und was kann ich sagen: Ein dickes, fettes NEIN! Das Jahr hat auch eine Menge toller Erinnerungen fürs Leben.

Allen schönen Erinnerung voran haben wir im Februar einen Enkelsohn bekommen. Einen gesunden, lustigen und wunderbaren Jungen, der uns schon x-tausend mal zum Lachen gebracht hat:

Es gibt kein grösseres Privileg, als Enkelkinder lieben zu dürfen. Neben unserer süssen Enkeltochter haben wir also schon fast ein Jahr einen propperen Burschen, den wir begleiten und knuddeln dürfen. Liebe pur 🙂

Apropos Enkeltochter: Deren zweiten Geburtstag durften wir im Frühjahr feiern und das war ein Riesenspass.

Ein weiteres Ereignis also, das wir keinesfalls missen möchten. Kinder und Geburtstage sind etwas ganz Besonderes.

Auch im Frühjahr habe ich nach langer, coronabedingter Pause endlich meine Weibertruppe mit all meinen Freundinnen wieder treffen können. Was für ein Spass – und wieviele Geschichten, die es in dieser Zeit zu erzählen gab.

Ein Jahr ohne Freunde fühlt sich leer an – auch wenn wir immer auf irgendeine Wiese in Kontakt waren, so war das Treffen live und in Farbe halt eben doch ein Highlight.

Kurz darauf folgten unsere ersten Ferien zusammen mit den Enkelkindern. Österreich, unsere ehemals zweite Heimat, wartete auf uns. Was für ein wunderbares Erlebnis für unsere Tochter, ihren Lebenspartner und die Kleinen. Und wir durften dabei sein.

Wenn kleine Menschen die grosse Welt entdecken, dann ist das Balsam für die Seele.

Mensch und Tier haben sich in Österreich über den Besuch unserer Zwerge gefreut. Und wir haben es in vollen Zügen genossen.

Für jeden hielt Österreich etwas bereit.

Im Frühsommer feierten wir – frisch gegen das Coronavirus geimpft – den 75igsten Geburtstag meiner Mama. Das hat sich sehr besonders angefühlt, nach all den Monaten des Abstands:

Kurze Zeit später haben wir uns mit dem Sohnemann und seiner Freundin auf und davon gemacht. Wir hatten keine Lust mehr, der Zeit zu Hause beim Ablaufen zuzusehen … unsere Devise: Keiner kann uns mehr nehmen, was wir bereits erlebt haben. Also auf nach Sardinien.

Die wunderbare sardische Insel begrüsste uns in ihrer vollen Pracht. Weil es so schön war, beschlossen wir – kaum zu Hause – mit Freunden noch einmal hinzureisen. Also durften wir im Sommer die schöne Insel noch einmal geniessen:

Wir zelebrierten das Chillen und das Abhängen:

Der Göttergatte hat dem Begriff „Abhängen“ eine ganz neue Bedeutung gegeben. 🙂

Zwischen all diesen wunderbaren Erlebnissen genossen wir zu Hause wenn immer möglich unseren Garten und die wiedererlangte Freiheit dank der Covid-Impfung. Also reiste ich im Sommer – über meinen Geburtstag – mit einer lieben Freundin noch einmal nach Österreich, um einmal ganz anders zu feiern:

Jeden Abend rausgeputzt und stressfrei – ein paar wunderbare Tage durften wir geniessen.

Man könnte fast sagen, dass wir in weiser Vorahnung auf einen harten und mühsamen Winter im Herbst beschlossen, noch einmal zu verreisen. Mit lieben Freunden haben wir uns auf den Weg nach Malta gemacht. Eine wunderbare Zeit wartete dort auf uns:

Vermutlich habe ich mich da schon gefragt, welchen Weg die nächsten Monate uns führen würde. Aber wir haben wahrlich jede Sekunde genossen.

Und zu guter letzt hat uns das fiese Virus dann einen Strich durch unsere Hamburg Reisepläne gemacht. Dort wollte ich nämlich zum Jahresende mit meiner Weibertruppe hinreisen. Weil wir uns aber diese Seelenzeit nicht nehmen lassen wollten, haben wir Hamburg kurzerhand in die Schweizerberge nach Verbier verlegt, wo wir es uns haben gutgehen lassen:

Ein lustige Zeit mit lieben Menschen.

Natürlich hatte das 2021 auch schlechte Zeiten. Da diese aber ohnehin im Zeitalter von Corona viel stärker gewichten, haben ich diese bewusst weggelassen.

Ich finde, dass unterm Strich das 2021 nicht ganz so schlecht war, wie sein Ruf. Zumindest für mich nicht. Wenn ich überlege, wieviele wunderbare Ereignisse und Erinnerungen in meinem Herz einen Platz bekommen haben, dann war es sogar ein gutes Jahr.

Jetzt beissen wir uns durch den harzigen Winter 2022 und dann wird es hoffentlich wieder ein gutes Jahr.

In diesem Sinne – auf zu neuen Abenteuern, sobald es wieder möglich ist!

Alles gut soweit …

… im Leben der Modepraline. Und doch ist es ruhig geworden auf meiner Plattform. Warum? Ganz einfach:

  • wenig Licht (Sonne)
  • viel Nebel
  • ungeliebte Weihnachtszeit
  • Kälte
  • neue berufliche Herausforderungen
  • Omikron
  • aggressive Menschen

All dies zusammen ergibt so eine Art kreative Blockade. Ich mache ganz viel, weiss es aber überhaupt nicht in Geschichten zu verpacken. Im Gegenteil – ich bin grad sehr froh, wenn ich meine grauen Zellen für pragmatische und faktenbezogene Dinge brauchen darf. Die Emotionsschiene läuft aktuell sehr im Leeren. Das ist zwar eher ein männliches Verhalten, ich weiss – aber es ist auch ein Verhalten, welches mir in solchen Lebensphasen hilft, mich jeden Tag aufs Neue zu motivieren.

Ich habe meine Blickrichtung etwas geändert. Das war dringend nötig, weil mein Hirn mich täglich durchschnittlich dreimal angeschrien hat, weil ich ihm immer dieselben Themen serviert habe. Auch wenn ich tonnenweise lese und in gewissen medizinischen Gebieten inzwischen wohl den Facharzt ablegen könnte, so hat sich mein Kopf doch ziemlich aufgelehnt. Und auch wenn ich politisch und wirtschaftlich interessiert bin, so hatte ich das Gefühl, zu neuen Ufern aufbrechen zu müssen.

All dies hat meine kreative Blockade wohl noch unterstützt – und deshalb ist es aktuell hier sehr ruhig. Ich weiss, dass sich das wieder ändern wird. Aktuell bin ich aber grad sehr ausgeschrieben – beruflich bin ich nämlich schreibtechnisch auch sehr aktiv unterwegs … und die Welt besteht ja nicht nur aus Buchstaben.

Ich wünsche euch allen schöne Festtage und vor allem gute Gesundheit – wir lesen uns im 2022 wieder. Bis dahin trage ich noch einige Termine in meine Agenda … auf dem Weg zu neuen Ufern.

Häbet Sorg!

Delta lebt gut in der Schweiz

Mir ist gestern Abend ein kleines fieses Virus begegnet. Auf dem Spaziergang mit meiner Hündin hat es in einer Hecke gelauert. Es hat sich mir als Delta vorgestellt. Wisst ihr, was Frau tut, wenn der Name Delta fällt? Sie hüpft gefühlt 500 Meter rückwärts mit einem einzigen Schritt!!! Das Vieh hat mich laut ausgelacht und gesagt, dass sein Lieblingsland die Schweiz sei. Auch seine Familie und seine Kollegen finden unser Land übrigens perfekt, um sich breit zu machen. Die wandern hier alle ein. Warum? Ganz einfach, weil die anderen Länder ihm das Leben nicht ganz so einfach machen, wie wir das tun – aber wir warten zu … schliesslich steht eine wichtige Abstimmung an.

Wenn wir schon warten, bis besagte Abstimmung am Wochenende über die Bühne ist, dann hoffentlich nicht vergeblich. Unter anderem geht es dabei nämlich darum, Menschen besser vor dem Vieh und seinen Folgen schützen zu können. Das kann sowohl gesundheitlicher, als auch finanzieller Schutz sein, der dringend nötig ist. Und es hilft uns, dieses Vieh besser im Auge zu haben. Überwacht werden wir deshalb trotzdem nicht – und wir werden auch kein Überwachungsstaat. Wer das denkt, der nimmt sich ganz einfach viel zu wichtig, denn warum sollte der Durchschnittsmensch so spannend sein, dass man ihn überwachen wollte?

Ich habe also sofort meine Unterlagen ausgefüllt und in den Briefkasten geschmissen. Ich möchte irgendwann doch wieder ein halbwegs normales Leben führen können. Das fände ich echt genial! Und ich wünsche das allen da draussen, die unter den Einschränkungen auch beruflich sehr leiden. Allen voran den Künstlern, Clubs und Kulturschaffenden, die ganz schön im Delta-Lauch stehen.

Ich habe als Kind gelernt, dass man in schwierigen Situationen zusammenhält und sich gegenseitig stützt! Danke liebe Eltern – ich bin froh, dass ich noch weiss, wie das geht. Leider scheint dieses Denken da draussen ganz vielen Menschen abhanden gekommen zu sein. Und das in einem Land, wo nie wirklich verzichtet werden musste. Da wird mir übel, echt! Es gibt Länder, die wünschten sich unsere Luxusprobleme – die haben nämlich weniger als nichts. Die haben nicht einmal das Allernötigste. Und hier wird gejammert auf einem Niveau, dass mir sämtliche Haare zu Berge stehen.

Wer dem Delta noch nicht begegnet ist, oder wer das Abstimmungscouvert noch zu Hause hat, ohne es ausgefüllt zu haben – bitte legt ein JA in die Urne! Für uns, unsere Kinder, unsere Zukunft und die Vernunft! Dankeschön 🙂

P.S.: Ich habe Bill Gates über meinen implantieren Mikrochip im Oberarm angefunkt – er hat nicht mal Antwort gegeben. Scheint sich also einen Deut für mich zu interessieren. Drum, keine Panik – impfen könnt ihr auch getrost – Bill ist es egal!