Und nun?

Die regelmässigen Leser-/innen meines Blogs wissen, dass ich in den nächsten Wochen meine Geschäftstätigkeit in Solothurn aufgeben werde. Nach 10 Jahren ist nun definitiv Schluss mit dem Kampf an der textilen Front und ich habe – mit Verlaub – die Schnauze gestrichen voll und bin froh, wenn ich die Schlüssel drehen kann. Ich habe zwar viel gelernt, aber dabei auch ganz schön viel einstecken müssen. Verdient habe ich niemals daran – aber das ist ein anderes Thema… Weiterlesen

Was macht Beat Baschung?

Der Fotograf Beat Baschung wohnt und arbeitet in Otelfingen. Er hat dort sein Fotostudio, wo er Shootings jeglicher Art anbietet. Natürlich ist er mit der Kamera auch outdoor unterwegs und hält das Leben durch die Linse fest. Früher war er beim Schweizer Fernsehen als Moderator tätig.

 

Beat Baschung, Fotograf für alle Fälle – wie kommt es, dass das Leben mit dem Blick durch die Linse sie so fasziniert?

Für mich stand beim Fotografieren nie das Technische im Vordergrund. Vielmehr sind es die Menschen, die mir bewusst oder unbewusst ihre Geschichten erzählen. Mit den Fotos möchte ich bei den unbeteiligten Betrachtern Emotionen auslösen. Für mich steht das Entstehen eines Fotos immer im Vordergrund. Der Moment der Vertrautheit, während ein Bild für die Ewigkeit geschaffen wird – das fasziniert mich jeden Tag aufs Neue.

Klein angefangen, verfügen Sie inzwischen über ein beachtliches Kundenportfolio. Wie erreicht man das?

Die Lösung heisst wohl „Beständigkeit“. Das bedeutet, dass man sich und seiner Linie immer treu bleibt. Und das in der Art (charakteristisch) sowie im Stil (fotografisch). Dazu gehört eine grosse Portion Leidenschaft für die Berufung. Ich bin der Meinung, dass man die technischen Fähigkeiten eines Fotografen leicht erlernen kann. Aus meiner Sicht muss man aber als Fotograf geboren werden.

Gibt es einen Unterschied zwischen dem Ablichten von Laien und der Arbeit mit Profifotomodels? Wenn ja, welchen?

Da gibt es definitiv ganz viele Unterschiede. Der Vorteil bei einem Profi-Model ist, dass man in relativ kurzer Zeit bereits viele tolle Bilder hat. Sie wissen, wie sie sich vor der Kamera bewegen müssen und brauchen dazu keine Anleitungen meinerseits. Sie kennen auch ihre Vorzüge im Bezug auf Posen. In der Auftragsfotografie bzw. der Werbefotografie bevorzuge ich deshalb eher ein Profi-Model.
Laien sind für mich jedoch genauso spannend – wenn nicht sogar ein Tick spannender. Sie lassen sich schnell auf mich und meine Bildwelt ein. Hier entstehen sehr authentische Bilder. Der Aufwand hingegen ist natürlich grösser, da Laien geführt werden müssen. Das Resultat beflügelt dann beide Parteien um ein Vielfaches, im Vergleich zu einem Profimodel. Hier sind auf jeden Fall Emotionen und Geschichten im Spiel.

Sie haben nicht selten Promis vor der Linse. Wie kommt man an solche Aufträge?

Solche Fotoshootings werden in der Regel von den Kunden gebucht. Sei es für Werbung und/oder Editorials. Mittlerweile bin ich seit über 10 Jahren in dieser Branche tätig und so hat man auch eine Bekanntheit und ein gutes Netzwerk. Auch so kommen die einen oder anderen Personen auf einen zu.

Gibt es Shootings, die Sie ablehnen? Wenn ja, welche und warum?

Es gibt schon Anfragen, welche ich aus ethischen und moralischen Gründen nicht vertreten kann. Aber das kommt eigentlich sehr selten vor. Meine Arbeiten und meine Bildsprache sprechen eine klare Zielgruppe an.

Schauen Sie bei Aktshootings wirklich nur als Fotograf durch die Linse, oder müssen Sie da machmal auch tief durchatmen?

Was denkt sich wohl der Gynäkologe, wenn er Frauen untersucht? Muss er manchmal tief durchatmen? In der Akt-Fotografie steht für mich die Kunst klar im Vordergrund.

Können sich nur die gutbetuchten ein Shooting bei Ihnen leisten, oder kann Otto Normalverbraucher das auch bezahlen?

Das günstigste Fotoshooting beginnt bei CHF 290.–. Mit diesem Shooting hat man bereits über 200 Bilder von 3 verschiedenen Sets. Zudem sind bei mir immer alle JPEG-Dateien hochauflösend inbegriffen.

Würden Sie – wenn Sie neu einfädeln könnten – wieder diesen Beruf wählen?

Absolut! Da es mein Traumjob ist, würde ich diesen immer wieder wählen.

Herzlichen Dank für Ihre Offenheit!

Sehr gerne. Auch Ihnen vielen Dank für die spannenden Fragen. Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Freude und Begeisterung für IHRE Leidenschaft.

 

Wer mehr über das Wirken von Beat Baschung wissen möchte, findet dies unter http://www.bodiesart.ch oder http://www.beatbaschung.ch.

Jetzt kommen die iBabies

Also eigentlich sind bislang meine Bloggeschichten eher auf der lustigen Schiene gefahren. Nachdem ich aber heute die Nachrichten im Fernsehen verfolgte, ärgerte ich mich dermassen, dass ich fand, das müsse eine Geschichte geben.

Schlagzeile: „Die beiden amerikanischen Giganten Facebook und Apple bezahlen ihren weiblichen Mitarbeitern 16’000 Dollar für das Einfrieren ihrer Eizellen.“ Bitte? Nun ja, ich dachte erst, ich hätte nur halbherzig hingehört und wartete auf den Beitrag. Ich hatte absolut richtig gehört. Die beiden Riesenunternehmen haben sich überlegt, dass es für Frauen doch eigentlich besser sei, zuerst Karriere zu machen und dann Kinder zu bekommen. Da dies bekanntlich die Natur anders vorgesehen hat, bezahlen diese Giganten nun als Anreiz zu diesem Schritt ihren Mitarbeiterinnen im gebärfähigen Alter die Entnahme und das Einfrieren ihrer Eizellen. Begründung: Sie haben sonst zu wenig weibliche Mitarbeiter. Weiterlesen