…wie nach Hause kommen…

Wenn man in Urlaub fährt, erwartet man doch nicht selten immer was Neues. Neue Länder, andere Sitten, neue Menschen, fremdes Essen und jede Menge Überraschungen. Wir nicht! Bei uns ist in Urlaub fahren immer … wie nach Hause kommen … und das ist gut so. Seit gefühlt 100 Jahren fahren wir immer ins gleiche Hotel im gleichen Ort mit den gleichen Menschen in unser gleiches Hotelbett mit unserer gleichen Putzfee und dem gleichen Personal. Und weil das so ist, beginnen die Ferien so immer schon in der ersten Minute, wenn wir das Hotel betreten. Der bekannte Duft, die bekannten Stimmen, das wohlige Gefühl von „angekommen“ sein. Weiterlesen

Der Schlaf im Wolfspelz

Ich freue mich jetzt zuerst einmal schnell kurz über mein Wortspiel – aus dem Schaf im Wolfspelz habe ich den Schlaf im Wolfspelz gemacht. Den gibt es nämlich auch. Zumindest bei mir. Und den kenne ich auch besonders gut, seit die Wechseljahre eingesetzt haben (kennt ihr Männer den Schlaf im Wolfspelz eigentlich auch?). Was das ist? Ganz einfach:

Ich gehe zufrieden ins Bett, im frischen Pyjama (aus leichtem Stoff) mit der wohligen Absicht, mich gemütlich einzukuscheln. Vorfreude! Kissen zurechtrücken, Decke hochziehen, Licht löschen und – Augen zukneifen. Ping! Augen sind wieder offen. Nochmal zukneifen. Ping! Wieder offen. Meine Güte, das kann doch nicht so schwer sein. Vielleicht auf der anderen Seite. Also umdrehen, Kissen neu richten, Decke glattstreichen und – Augen zukneifen. Ping! Wieder offen. Also die elektronische Einschlafhilfe: Fernseher einschalten. Wusstet ihr, dass nachts besonders viel Werbung läuft? Und zwar Sexwerbung ohne Ende – auf allen Sendern wollen überdimensionierte Busenwunder mit einem telefonieren unter 08……. weiss der Geier was. Irgendwann wird das selbst meinem verknoteten Gehirn zuviel und ich werde schläfrig. Also nochmal Kissen zurechtrücken, einkuscheln und schlafen. Schööööön! So ungefähr zwei Stunden. Dann ist nämlich nach gefühlt 100 mal Drehen und Wenden der erste Pyjamawechsel angesagt, weil ich klatschnass aufwache und friere. Ich glaube kaum, dass man bei einem Marathon mehr schwitzt – hässlich. Alles klebt. Nach dem Wechsel ist Bettdecke umdrehen und ausschütteln angesagt, Zimmer lüften, zur Toilette tapsen, gähnen und die ganze Übung von vorne. Zwei Stunden und ungefähr 361 Drehungen später geht die Übung von vorne los. Habe ich schon erwähnt, dass ich die Pyjamas inzwischen neben dem Bett gestapelt habe? Ich glaube, dass es rund 30 Stück sind. Die ständige Wascherei nervt nämlich. So reicht die Wochenendwascherei – trotz dem Gewechsle. Man wechselt in den Wechseljahren nämlich die Pyjamas am Laufmeter. Ich bin ja überzeugt, dass es deswegen auch Wechseljahre heisst.

In schlimmen Nächten habe ich morgens jeweils das Gefühl, nur vom Schlafen geträumt zu haben. Eben der Schlaf im Wolfspelz. Man stellt sich ihn so schön vor, und auf einmal entpuppt er sich als hinterlistiger Miesepeter. Und wenn dieses Gewechsle wirklich Jahre dauert, dann werde ich zu den Eskimos in ein Iglou ziehen, bis es vorbei ist.

Ich stell mich heute tot…

Kennt ihr das Gefühl, morgens aufzuwachen und bitte an nichts denken zu wollen. Die Glieder sind schwer – schwerer als beim Zubettgehen, der Kopf brummt (ohne Alkohol, einfach so), irgendwie tut alles weh und die Energie ist….WEG! Über Nacht hat sich das Blut in Blei verwandelt und der Kopf schreit laut NEIN. Einfach so, dass man gerne die Decke über den Kopf ziehen und mit keinem Menschen sprechen möchte. Ich nenne einen solchen Tag einfach nur Scheisstag! Einer derjenigen, den man in der Agenda gerne durchstreichen möchte. Zugegeben, ich habe solche Tage zum Glück nicht sehr oft, aber wenn ich mal einen habe, dann richtig. Dann nervt mich einfach alles. Die Sonne, das Zwitschern der Vögel, der Duft von frischem Brot, die Moderatorin im TV, die kleinen Buchstaben in der Zeitung – einfach alles. Tja, und an solchen Tagen beschliesse ich in der Regel, mich totzustellen. Es gibt in der Natur so clevere Tiere, die sich bei nahender Gefahr einfach totstellen. So führen sie den Feind an der Nase herum und dieser lässt sie in Ruhe. Weiterlesen

Zu dritt im Bett

Keine Bange, ich erzähle euch hier null und nix aus meinem privatesten Leben. Ihr könnt die bösen Bilder im Kopf also gleich wieder ausschalten. Aber ich hatte heute ein kreischend lustiges Erlebnis, welches mir wieder einmal vor Augen führte, dass ich mich im Jahr 2014 befinde. Ich meine, ich war vor fast 30 Jahren hipp, wenn ich mir die Pille verschreiben liess. Dass die Medizin inzwischen schon mit Riesenschritten weiter marschiert ist, war und ist mir klar. Aber das lustigste habe ich in meiner bescheidenen kleinen Zukunftswelt heute erlebt. Weiterlesen