Das Ding mit der Jahreszeit

Täglich bin ich irgendwo mit meiner kleinen Fellnase unterwegs … und täglich schwitze ich mehr. Und: Die Fellnase ist schon wieder am Hecheln. Was daran so schräg ist? Es ist Februar!!! Definitiv DER Wintermonat schlechthin – zumindest war das früher mal so. Im Jahr 2019 ist der Februar offenbar jetzt in den Frühling gerutscht, sodass ich mich frage, ob wir ab März oder April bereits Sommer haben?

Bei 14 Grad in der Sonne fühlt es sich im Moment an, als sei kurz vor Sommerbeginn. Die Winterjacke liegt zwar immer im Kofferraum – gebraucht habe ich sie aber seit Tagen nicht mehr. Ich schwitze also durch die Natur und wer mich kennt weiss, dass ich den Sommer hasse. Nun hat Petrus offenbar beschlossen, mir auch noch meinen Winter so krass zu kürzen, dass das Geschwitze schon Mitte Februar wieder losgeht?! Und dann? Wird es im April 25 Grad und danach wieder monatelang über 30 Grad?

Ja, ich jammere schon wieder. Ich hab mich so sehr auf den Winter gefreut. Ich habe die kalten Tage genossen (und das waren weiss Gott nur wenige) und habe jede Schneeflocke gefeiert. Und nun? Alles schon wieder vorbei. Die Vögel zwitschern, die Blumen blühen, die Bäume treiben bereits und die Bienen sind auch schon unterwegs. Wenn ich doch ein hitziges Schwitzklima möchte, dann würde ich in „Süd-weiss-der-Geier-was“ leben – aber ich lebe in der Schweiz; zum einen, weil ich hier geboren bin und weil ich die vier Jahreszeiten bislang schätzte. Nun scheint es nur noch zwei zu geben. Einen Miniwinter und einen Ultrasommer!

Aber ich habe mir geschworen, diesen Sommer nicht wieder in meinem eigenen Schweiss nächtelang schlaflos im Bett zu liegen. Der Herr Klimaanlage war schon da. Jetzt wird gehandelt. Wenn schon draussen die Temperaturen nicht mehr für mich sind, dann wenigstens drin! So – ich habe fertig! 😦

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… wenn Du willst, dass nix passiert!

Kennt ihr sie auch, diese Sprüche, Bilder, Spiele und Aufforderungen, die man täglich überall ungefragt bekommt oder irgendwo liest. Sei es auf Whats App, wo um Weitersenden geben wird; sei es auf Facebook, wo um Teilen oder Kopieren gebeten wird (oder eher aufgefordert); sei es auf dem Messenger, wo ziemlich aggressiv um Mitmachen gefordert wird …

An dummen Sprüchen ist das ganze Schneeballsystem kaum zu überbieten. Zum Beispiel hätten wir da:

Teile dieses Bild, wenn Du auch stolz auf Deine Tochter bist.
Teile dieses Bild, wenn Du auch stolz auf Deinen Sohn bist.
Teile diesen Text, wenn Du auch jemanden kennst, der an Krebs erkrankt ist und …. blablablabla …
Schicke dieses Herz an all Deine Freunde weiter, wenn Du sie auch so liebst wie ich Dich.
Sende diese Umarmung an 10 Deiner Freunde und Dir wird Gutes widerfahren.

Und so könnte man die Liste bis ins Endlose ergänzen und ich bin immer wieder erstaunt, wieviele Menschen diesen Quatsch mitmachen. Das erinnert mich an die Kettenbriefe von damals, als es noch kein WWW gab. Jene Briefe eben, die man 10 mal kopieren und weitersenden musste, wenn man nicht an einer schlimmen Krankheit sterben wollte. Und schon damals habe ich mich immer gefragt, ob es wirklich Leute gibt, die den Mist glauben.

Wenn ich aber sehe, wie oft solche Sachen vielfach geteilt auch bei mir landen, dann kräuseln sich meine Hirnwindungen. Wozu???? Wem hilft das???

Ich bin stolz auf meine ganze Familie, auch ohne dass ich diese Bilder und Sprüche teilen muss. Und ich kenne Menschen, die an Krebs erkrankt sind und weiss drum, dass es ihnen gar nichts nützt, wenn ich diese dämlichen Krebstexte teile (im Gegenteil … es macht die Betroffenen oft eher wütend!). Und ich liebe meine Freunde, auch ohne dass ich diese Herzen und blinkenden Blumen weitersenden muss. Und dass mir Gutes widerfahren wird, wenn ich imaginäre Umarmungen um die Welt schicke, daran glaube ich erst recht nicht. Mir widerfährt eher Gutes, wenn ich einen Menschen in echt umarme und diese Umarmung direkt erwidert wird.

Ich bin bis heute nicht dahinter gekommen, was dieses Phänomen ausmacht und was dahinter steckt. Und ich verstehe bis heute nicht, wem all dieses Geteile und Weitergeleite etwas nützt. Verdient daran jemand etwas, oder wo ist der Reiz daran? Könnte mich Unwissende bitte jemand aufklären?

Wenn der Göttergatte mir einen Strich durch die Rechnung macht

Wer meinen Valentinsbeitrag gelesen hat weiss, wie ich zum Valentinstag stehe. Der Ursprung dieses Tages hat bekanntlich einen religiösen Ursprung, was mir schon einmal per se gegen den Strich geht. Und die Tatsache, dass unendlich viele Ehemänner (oder Frauen) diesen Tag „missbrauchen“, um mal schnell mit einem Blumenstrauss eine ganzes Jahr ohne ein Zeichen der Liebe wieder gutzumachen – ja, das macht mir diesen Tag auch nicht sympathischer. Alles in allem habe ich also kurzerhand diesen Tag zum „Tag der gestressen Ehemänner“ umgetauft, die kurz vor Ladenschluss noch schnell lieblos ein paar Blumen für die Frau kaufen (obwohl mein Mann nie zu jenen gehört hat).

Leute, ich habe meine Rechnung (oder besser meinen Text) ohne meinen Göttergatten gemacht. Der hat nämlich schon lange vor Valentinstag beim Floristen Rosen bestellt und ist am Morgen aus dem Haus geschlichen, um mir einen wahnsinnig schönen Blumenstrauss zu holen. Und dazu frische Frühstücksbrötchen.

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Ehm, ja … was soll ich sagen? Natürlich erst einmal HERZLICHEN DANK, lieber Göttergatte. Und dabei bin ich etwas sehr peinlich berührt…versteht sich. Er kapierte mein komisches Grinsen erst einmal nicht, weil er nämlich meinen Blogbeitrag noch nicht gelesen hatte. Nachdem er das nachgeholt hatte, meinte er: „Ich befürchte, dass das eine Nachfolgegeschichte gibt…!“ Ja, lieber Göttergatte, dem ist so. Da ist sie nun, die Nachfolgegeschichte. Und ich freue mich über die Blumen, weil ich weiss, dass Du nicht einfach schnell kurz vor Ladenschluss gedankenlos noch ein paar „Notfallblumen“ geholt hast. 🙂

P.S.: Der Göga hat mir übrigens angedroht, dass der nächste Blumenstrauss zur Strafe gestrichen wird! Heul….:-(

Valentinstag

Nun bin ich tatsächlich 48-jährig, und wusste nicht, woher der Valentinstag eigentlich kommt. Bis heute! Und jetzt finde ich ihn noch viel bescheuerter, als vorher. Wisst ihr, woher dieser Tag kommt?

Also: Die Tradition des Valentinstags wird heute zumeist auf die Überlieferung von Bischof Valentin von Rom bzw. Valentin von Terni zurückgeführt, die als christliche Märtyrer starben. Mehrer Orte in Deutschland haben eine Reliquie des heiligen Valentin.
Valentin von Rom soll als einfacher Priester Liebespaare trotz des Verbots durch Kaiser Claudius II. nach christlichem Ritus getraut haben. Dabei soll er den verheirateten Paaren auch Blumen aus seinem Garten geschenkt haben. Die Ehen, die von ihm geschlossen wruden, standen der Überlieferung nach unter einem guten Stern. Auf Befehl des Kaisers Claudius II. wurde er am 14. Februar 269 wegen seines christlichen Glaubens enthauptet.
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Selber schuld…

Ich gestehe: Ich habe es getan – ich habe beim Grosseinkauf beim Grossisten Blumen gekauft. Asche auf mein Haupt. Ich tue so etwas sonst NIE. Ich kaufe immer beim Floristen, der Gärtnerei oder dem Blumenhändler in der Kleinstadt ein. Diesmal nicht, und ich wurde bestraft. Selber schuld. Weiterlesen

Nervenflattern

Heute ist einer dieser Tage, die selbst mich nervös machen. Ich bin nicht so schnell aus der Ruhe zu bringen und Nervosität beim Sprechen oder Auftreten vor Menschen kenne ich schon länger nicht mehr. Heute ist aber auf einmal alles anders. Warum? Ich präsentiere heute der Öffentlichkeit meine erstes Buch – in Form einer Vernissage. Da ich alles selber organisieren wollte (bin ja bekanntlich ein Kontrollfreak!), geht nun mein innerer Computer immer wieder die Liste durch und checkt ab, ob ich an alles gedacht habe:

– Catering bestellt
– Tische organisiert
– Tischtücher bereit
– Gebäck bestellt
– Blumen bestellt
– Bücher vor Ort
– Mikros vor Ort
– Plakate aufgehängt
– Gäste eingeladen
– Fotografin organisiert
– Schirmständer im Auto
– Post it’s eingepackt
– Plastiksäcke bereit

…und jetzt hoffen, dass überhaupt jemand kommt. Ich meine, gemäss meinem Traum muss meine Vernissage folgendermassen ablaufen:

Ich stehe alleine in der leeren Halle. Vor mir ein Palett mit Büchern, welche in einer Kartonkiste eingeschweisst sind – und ich finde nirgends eine Schere. Fragen kann ich auch niemanden, denn weit und breit ist keine Menschenseele, ausser mir. Toll! Wenn man das als Wink deuten würde, müsste ich eigentlich alles abblasen, denn dann will vermutlich auch kein Mensch mein Buch haben. Schon gar nicht an meiner Vernissage. Gute Voraussetzungen!
Bei Albtraum Nummer zwei hatte ich auf einmal jede Menge Besucher in der Halle, aber das Cateringunternehmen hatte beschlossen, in die Ferien zu fahren und  mich zu vergessen. Und weil wir nichts zu trinken auftreiben konnten, hat mir im Traum jemand mein Buch hingestreckt und gezischt: „Los, lies, damit niemand merkt, dass alles schief läuft…“ Ich habe das Buch also geöffnet und…..es war schneeweiss. Kein einziger Buchstabe war drin! Nicht einer! Hilfeeeeeee 😦

Kein Wunder, dass ich heute tatsächlich unerwarteterweise ein bisschen Nervenflattern habe.

Ich habe zwar viele liebe Menschen eingeladen. Wissen, ob diese Menschen deswegen auch kommen werden, tue ich aber nicht. Das Ganze ist also ein bisschen wie ein Abenteuer. Und Abenteuer haben bekanntlich einen ungewissen Ausgang. Ich bin gespannt und hoffe, dass meine Träume nicht wahr werden. Ihr werdet es erfahren. 🙂