Männer haben Autos

Das absolute Klischee: Männer lieben Autos, vor allem schnelle Autos. Und am liebsten müssen die Motoren laut röhren und der Fahrkomfort ist völlig egal. Hauptsache sportlich, schnell und schön anzusehen.

Mir sind diese Brummis ziemlich egal – und wisst ihr warum? Ich habe mir eine neue Waschmaschine und einen neuen Tumbler gekauft! Ich schwelge im siebten Waschküchenhimmel … und ich muss sogar nachts um elf noch Wäsche waschen, so cool ist das. Meine Güte: Diese Maschinen können ja fast alles, nur nicht kochen. Und sie können all das sogar in ultraleise. Das hat zwar den Nachteil, dass man nicht mehr am Geräusch hört, ob die Maschine fertig ist. Aber es ist total cool, mit diesen Hightechgeräten zu waschen. Die haben sogar Programm, welche verhindern sollen, dass man noch Hemden bügeln muss.

Ich gebe zu, ich habs noch nicht getestet – ich kann mir nämlich nicht vorstellen, wie sowas funktionieren soll … aber der Waschmaschinenmann hat erklärt, dass das irgendwas mit der Endspülung und der Wassertemperatur und den Fasern (Poren) des Stoffes zu tun hat. Ich bin ja gespannt, wie das erste Hemd aus der Maschine kommt.

Der verständnislose Blick meines Mannes ändert auch nichts an meiner Freude an unseren neuen Maschinen. Schliesslich findet er auch Autos cool, Flugzeuge spannend und Motorräder wahnsinnig schön. Für mich sind es einfach Autos, Flugzeuge und Motorräder. Und kochen können diese Dinger auch nicht. Meine Maschinen machen wenigstens unsere Wäsche sauber – pha!!!

Trächtige Elefantenkuh

Ich schiebe gerade eine Lachflash-Ober-Fiese-Freundinnen-Depression. Da sitzen meine beiden engsten Freundinnen bei mir im Wintergarten bei Kaffee und Kecksen, schauen mir beim Bügeln zu und lachen sich kaputt über meine Figur. Als ob es nicht schon schlimm genug wäre, in den Wechseljahren einfach mal schnell locker 15 Kilogramm draufzuhauen – nein, man muss sich auch noch lustig machen darüber. Weiterlesen

Kindheitserinnerung

Als Kind der 60-er Jahre gehöre ich zu jenen, welchen die Mutter noch das Stofftaschentuch in die Hosentasche gesteckt hat, bevor ich aus dem Haus gegangen bin. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte mal ein Stofftaschentuch gesehen habe. Dafür kann ich mich sehr gut daran erinnern, dass ich in der Schnupfenzeit ständig mit einer wunden Nase rumgerannt bin, weil durch das dauernde Rotzen in das Baumwolltuch die Haut um die Nase aufgescheuert wurde. Damals gabs noch keine vorbalsamierten und extreweichen Papiertaschentücher. Weiterlesen

Hast Du schon Dein Bett gemacht?

Jeden Tag schüttle ich die Bettdecke und das Kissen aus, lüfte das Zimmer und bette das Ganze wieder fein säuberlich ein. Und jeden Abend, wenn ich ins Bett steige, frage ich mich, warum ich das eigentlich tue. Ich meine: Das ist doch in etwa die grösste Nonsens-Arbeit, die man sich denken kann. Man streicht es schön glatt, um es ein paar Stunden später wieder total zu zerknautschen. Und das ganze Spiel 365 Tage im Jahr. Also eigentlich eine Neverending-Story. Weiterlesen

Verschiebe nicht auf morgen…

…was Du heute kannst besorgen. Seit Generationen ist dieser Satz präsent und er kommt nie aus der Mode. Als Kind habe ich diesen Satz vor allem dann zu hören bekommen, wenn es sich um Arbeiten gehandelt hat, die mir zuwider waren. Meistens waren das Dinge wie Aufräumen, Abwaschen, Wäsche versorgen oder Meerschweinchen misten. Da war meine vorgezogene Devise immer „Morgen ist auch noch ein Tag“. Tja, meistens hatte ich aber die Rechnung ohne meine Eltern gemacht. Die erledigen nämlich – seit ich denken kann – alles immer unverzüglich. Manchmal sogar so schnell, dass ich das Gefühl habe, einen Satz gar nicht bis zum Schluss sprechen zu können, ohne dass sie nicht schon mit rauchenden Sohlen losrennen, um zu erledigen, wovon ich immer noch spreche. Das Aufwachsen mit derart gewissenhaften Eltern erzeugt ganz schön Druck. Ich lasse nämlich ganz gerne hin und wieder etwas liegen, wenn es mich nicht akut in den Fingern juckt.

Wir haben vor etlichen Jahren unser Einfamilienhaus gebaut. Seither gibt es Stellen in unserem schönen Zuhause, die sich als Dauerprovisorien herausgestellt haben. Dinge halt, die man eigentlich machen müsste, mit denen man aber sehr gut auch leben kann, wenn sie unerledigt bleiben. Und in unserem 4-Personen-Haushalt lebt irgendwie niemand, der den Drang hat, undankbare Aufgaben sofort zu erledigen. Aber man lernt mit den Jahren zum Glück dazu.

Ich habe ziemlich schnell erfahren, dass Waschberge, die sich ins Unendliche türmen, die Arbeit nicht besser machen. Im Gegenteil! Mit zunehmendem Waschberg wächst auch der Frust. Ganz zu schweigen von der Bügelwäsche. Anstatt sich mit dem Bügeleisen die wachsenden Berge immer gleich von Tag zu Tag wegzubügeln, warten die meisten, bis die Arbeit endlos erscheint. Taktisch sehr ungeschickt. Diese Fehler passieren mir nicht mehr, seit sich vor vielen Jahren unser Haushalt mit Kindern vergrössert hat. Ich habe meine fixen Zeiten, an die ich mich stur halte. Da werden solche Arbeiten immer erledigt, egal ob viel oder wenig anfällt. So kann ich mir selber viel Frust ersparen.

Dasselbe gilt für das Bündeln von Zeitungen, das Entsorgen von Petflaschen oder ähnlichen Arbeiten, die sich regelmässig wiederholen. Diese sind viel einfacher zu erledigen, weil sie immer wiederkehren und man weiss, dass man sie letztlich einfach nicht umgehen kann.

Richtig schwierig wird es bei uns eigentlich vor allem bei Arbeiten, die kein unumgängliches MUSS darstellen. Klar müsste der Keller verputzt und gestrichen werden, weil der dann schöner aussehen würde. Aber es lässt sich auch genauso gut ohne diesen Akt leben. Sicher, die Zierrebe, welche die Fassade hochklettert müsste man eigentlich schon lange zurückschneiden. Aber es tut auch nicht weh, wenn das grüne Ding halt weiterklettert. Zugegeben, die Spinnweben am Garagentor sind nicht unbedingt attraktiv, aber solange ich noch untendurch komme, wozu wegmachen?

Ach ja: Dann gibt es noch die Arbeiten, zu welchen ich durch Fremdeinwirkung zum schnellen Handeln gezwungen werde. Tönt schrecklich, ist es auch! Früher habe ich die gebügelte Wäsche oft ewig auf der Kommode gestapelt, bevor ich sie in den jeweiligen Schränken versorgte. Das haben mir unsere Katzen abgewöhnt. Die finden nämlich nichts schöner, als sich einen gemütlichen Schlafplatz auf der frischen Wäsche zurechtzurücken. Zur Not werden die Waschtürmchen umgeschmissen, gleichmässig im Haus verteilt und geschlafen wird dann mit ziemlicher Sicherheit auf der schwarzen Wäsche, weil nirgends sonst die Katzenhaare so schön kleben und zur Geltung kommen. Da nützt auch der stärkste Kleiderroller nichts mehr. Da heisst es dann: Ab zur nächsten Runde in der Waschmaschine. Um diesem Dilemma aus dem Weg zu ergehen, haben unsere vier Katzen mich dazu erzogen, die Wäsche immer sofort wegzuräumen. Eigentlich wären solche Sachen so einfach und logisch, wenn nur das Dolce far niente nicht immer dazwischen käme!