„Ach Du meine Güte!“

Der Titel ist gleichzeitig ein Ausruf (Zitat) meines Tochterkindes, welches aus Hamburg in die Schweizer Heimat auf Besuch kam. Und warum dieses Zitat zustande kam, ist ganz einfach: Das Tochterkind hat auf seinem Computer zu Hause die alten Fotos durchforstet und damit eine Reise in die Vergangenheit gemacht. Und dabei fiel es ihr wie Schuppen von den Augen: „Schrecklich, was ihr alles mit mir durchgemacht habt. Ich weiss also nicht, ob ich soviel Geduld mit meinem Kind hätte.“ Aha – dankeschön! Das Tochterkind scheint tatsächlich erwachsen worden zu sein.

Ich erinnere mich an viele Phasen ihrer Kindheit und Jugend. Und ich erinnere mich auch an die Kämpfe, wenn sie uns wieder davon überzeugen wollte, dass genau DAS unsagbar grässliche Zeug auf ihrem Kopf und ihrem Körper nun Mode sei. Nicht selten musste ich ganz schön Rückgrat zeigen, um mit ihr durch die Stadt zu gehen. Aber eben: Eltern tun so manches, wenn sie ihr Kind lieben. Und da sie schon als kleiner Zwirbel eine Wildsau war, hat uns fast nichts gewundert. Man wird hart im Nehmen. Sie hat mir sogar ein paar Fotos zur Verfügung gestellt, die ich euch hier nun zeigen darf. Quasi ein „making of“ des Tochterkindes, welches nun zur jungen Frau geworden und nach Hamburg zum Studium ausgeflogen ist. Achtung, fertig, los:

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Kleine Queen ganz gross…

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…Emogirl mit 1000 Fragen…

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Ohne Baseballcap ging lange gar nichts…

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Die Mangaparty konnte losgehen…

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…und wollte irgendwie auch nicht mehr enden…

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…Comicfiguren im wahren Leben…

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…dann kam die Zeit der Haarveränderungen…

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…in allen Farben und Längen…

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…die Locken von damals fielen den gefühlt 120 Farbwechseln zum Opfer…

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…auch blond musste mal sein…

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…oder grau, bis die Haare brachen…

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…schockieren wo es nur ging…

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…dazwischen kamen ganz disziplinierte Phasen…

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…und hin und wieder flammt die Farbe noch irgendwo auf…

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…aber die Kleine ist definitiv erwachsen geworden.

Als Mutter finde ich es besonders beeindruckend, dass das Tochterkind nun rückblickend merkt, dass nicht jede Zeit ein Zuckerschlecken für die Eltern war – und für die Mama sowieso nicht … die ist in den schwierigen Phasen nämlich Feindbild Nummer eins. Da kann man sich drehen und wenden wie man will, das scheint ein physikalisches Gesetz zu sein.

Nun ja – ich finde toll, dass ich die Bilder für diesen Beitrag verwenden durfte und das Tochterkind inzwischen sogar selber über viele dieser Zeiten lacht und sich köstlich amüsiert! Dankeschön! 🙂