Kartonkistenumzugschaos

Liebe Freunde von mir sind umgezogen. Umzüge sind ja bekanntlich immer eine ziemliche Übung – vor allem, wenn sich im Verlauf der Jahre jede Menge DIES und DAS angesammelt hat. Und wenn sich dann die Kartonschachteln türmen und die Zeit des Umzugs naht, ist man froh um jede helfende Hand. Wenn freundlicherweise ganz viele helfende Hände ganz viele Kartons ins neue Zuhause schleppen, dann kann da schon das ein oder andere kleine Chaos entstehen.

Besonders ermunternd ist für mich das Chaos, wenn meine liebe Freundin mir morgens schreibt, sie suche verzweifelt ihre Unterwäsche und habe nun notgedrungen die Jeans ohne was drunter anziehen müssen. Mein Kopfkino hat mich fast den Kaffee über den Tisch spucken lassen – das hab ich nun von meiner lebhaften Fantasie. Ihr Standardsatz im Moment ist: „Ich weiss nicht, wo ich mein Zeug finde.“

Nun ja, ich klopfe mir mal kurz selber auf die Schulter, wenn ich nun bluffend sage, dass ich ihr heute ein bisschen Nachhilfe im Sortieren des Kleiderirrgartens gegeben habe. Was mich aber dabei fast zum Verzweifeln gebracht hat, war der folgende, gefühlt 30 mal gehörte Satz von ihr: „Oh, das trag ich sowieso nie.“ Dieser Satz kam jedesmal, wenn ich ein Kleidungsstück vor ihrer Nase schwenkte und sie fragte: „Wo versorgen wir das hässliche Teil bitteschön?“ Auf meine Frage, warum sie es dann noch in die Umzugskisten verstaut hat, kam ein trockenes: „Weiss auch nicht.“

Aha! Ich habe heute gelernt, dass man auch „Noch nie getragen“, „Nicht mehr zeitgemäss“, „Zu alt dafür“ oder „Weiss auch nicht, was ich mir dabei gedacht habe“ in die Kisten verpackt und zügelt, bevor man sich durchringen kann, sich vielleicht doch davon zu trennen. Hilfeeeee!!! Warum nicht VOR dem Umzug aussortieren – das gäbe bedeutend weniger zu schleppen. Aber eben: Frau kann sich nicht von ihren Klamotten, Schuhen und Taschen trennen und Mann hat sonst jede Menge „Das könnte man vielleicht noch mal brauchen“-Zeug.

Ich denke, so in ein bis zwei Jahren werden sich die Lieben auch eingerichtet haben … und zur Not hat der Keller sonst genug Platz für Zügelkartons, deren Inhalt einfach nirgends gebraucht wird.

Geschrieben vor 1 1/2 Jahren … Reblog-Serie Teil 9

Chaos

Chaos ist mein dritter Vorname. Immer und überall. Schlimm! Ich kann so schwer Ordnung halten. Aber ich kann auf olympischem Niveau Ordnung SCHAFFEN. Also: Bei mir sind Tische oder Tresen, Möbel oder Sideboards, Schuhränke oder Lavabos primär dazu da, um sie als Ablageflächen zu nutzen. Am liebsten so, dass man irgendwann gar nicht mehr merkt, dass sich unter den Ablagen noch Möbel befinden. Weiterlesen

Chaotin trifft auf Ordnungsfreak

Mal angenommen, ich arbeite in einem neuen Umfeld. Schöner Gedanke! Mal angenommen, dass ich dort in ein bereits bestehendes Raster komme. Schwieriger Gedanke! Warum? Ganz einfach:

Bei mir liegt am Arbeitsplatz während meiner Einsatzzeit überall etwas rum. Hier ein Bleistift, da ein Notizblock, dort ein Locher, daneben ein Radiergummi – nicht zu vergessen die Brille und mein Handy. Und wenn ich mich für eine Minute vom Platz entferne, um die Hände zu waschen, dann kommt ganz bestimmt genau in diesem Moment ER. Nennen wir ihn Scheff. Klingt cool! Einziges Problem: Scheff ist ein Ordnungsfreak. Also wird in Windeseile mein wunderschönes Chaos aufgeräumt und ich komme zurück und muss wieder von vorne anfangen. Schliesslich finde ich jetzt meine Brille nicht mehr, kann ohne die Brille nichts mehr lesen, suche verzweifelt den Notizblock und fluche, weil mein Handy auf einmal verschwunden ist.

Wie soll man den Überblick über das eigenen Chaos behalten, wenn der Scheff im Vorbeigehen immer alles sofort wieder ordnet? Und meine hübschen Notizzettel, welche ich mit Magneten an den Magnetstreifen über dem Pult hänge, ordnet der Scheff so, dass sie in regelmässigen Abständen genau gerade in Reih und Glied hängen. Hä? Und auf dem Desktop des Computers sind meine wunderbar kreativ abgelegten Dokumente auf einmal im Abstand von jeweils 7,5 mm nebeneinander sortiert. Wie kleine Soldaten glotzen sie mir entgegen. Wozu?????

Der Scheff versucht täglich gefühlte 20 mal, meine Kreativität mit seinem Ordnungsfimmel zu killen. Und ich bin inzwischen schon froh, wenn er mich nicht während der Arbeit mit dem Glasputzmittel und dem Wischtuch vom Pult fegt, weil er auch Fingerabdrücke nicht ausstehen kann. Wie bringt man einen Ordnungsfreak dazu, das organisierte Chaos zu schätzen? Oder: Muss ich nun ordentlich werden? In meinem Alter noch? Ach Du meine Güte, das wäre ja schrecklich…

Umrüsten

Wenn draussen die Natur erwacht und die Temperaturen steigen, dann ist es höchste Zeit, die Kleiderschränke auf „leicht“ umzurüsten. Das habe ich kürzlich gemacht. Und dabei sind mir dicke Winterpullis in die Finger geraten, von welchen ich nicht mal mehr wusste, dass ich sie habe. Wie das passieren kann? Nun ja, ganz einfach: Indem man neue Dinge einkauft und aus Platzmangel diese einfach vorne im Schrank reindrückt. Die hinteren Teile kippen so nach hinten weg und geraten irgendwann an der Schrankrückwand ins Niemandsland. Von dort sehen sie erst wieder das Tageslicht, wenn Umräumen angesagt ist. Unglaublich, dass da Farben zum Vorschein kamen, die ich den ganzen Winter über „dringend“ gebraucht und nirgends gefunden habe. Was soll man dazu noch sagen? Weiterlesen

Sprichwörter von A – Z / Buchstabe O

Ohne Fleiss kein Preis. Logisch, einfach und kurz erklärt. Nur wer fleissig ist, wird dafür belohnt. Oder: Von nichts kommt nichts! War immer so und wird wohl auch immer so sein. Schliesslich kommen nur die Harten in den Garten. Das wäre dann wieder der Fall, dass ich eine Redewendung mit einer anderen erkläre. Weiterlesen

Tussi on tour

Ich bin ganz Frau, in fast jeder Hinsicht (ausser beim Thema Küche). Aber bei den Handtaschen und deren Innenleben scheint mir das typische Frauengen auch abhanden gekommen zu sein. Obwohl ich fast täglich meine Handtasche wechsle – natürlich immer passend zum Outfit – herrscht in meiner Tasche Ordnung. Mit meinem Bag-in-Bag-System ist es ziemlich einfach, alles immer an seinem Ort zu haben. Ich muss also auch nie stundenlang nach irgendwelchen Schlüsseln oder Taschentüchern suchen. Im Gegensatz zu anderen. Weiterlesen

Schreiben von A – Z: C = Chaos

Und weiter geht die alphabetische Challenge. Chaos ist mein dritter Vorname. Immer und überall. Schlimm! Ich kann so schwer Ordnung halten. Aber ich kann auf olympischem Niveau Ordnung SCHAFFEN. Also: Bei mir sind Tische oder Tresen, Möbel oder Sideboards, Schuhränke oder Lavabos primär dazu da, um sie als Ablageflächen zu nutzen. Am liebsten so, dass man irgendwann gar nicht mehr merkt, dass sich unter den Ablagen noch Möbel befinden. Weiterlesen