Wandel der Zeit

Ich hab in jungen Jahren Clowns gesammelt. Jede Menge Clowns in allen Farben, Grössen und Formen. Die haben lange Zeit unser Haus verziert und waren zeitweise so staubig, dass man Hustenanfälle bekam, wenn man sie nur bewegte. Auf einmal hatte ich die Nase voll von den Clowns.

Dann kamen meine lieben Engel. Die himmlischen Gesellen waren und sind immer noch meine Begleiter. Im Treppenhaus, am Kronleuchter, im Schlafzimmer, auf Bildern, als Statuen … von winzig klein bis riesig gross …! Die Himmelsgeschöpfe begleiten mich und ich weiss, dass mein unsichtbarer Schutzengel immer an meiner Seite mitflattert (und manchmal einen Saustress hat).

Dann kam die Laternenzeit. Ich finde Laternen in allen Variationen wunderbar romantisch. Also stehen bei uns im und ums Haus überall Laternen. Von klein bis gross. So – und wer nun denkt, dass es das war. NEIN!

Dann kam nämlich ER – mein Elefant. Ich habe mich immer gefragt, was ich tun soll, wenn ich das Gefühl habe, die Last des Lebens manchmal nicht mehr tragen zu können. Wem soll ich sie anhängen? Und da kam immer das Bild des Elefanten. Er ist stoisch, geduldig, vergisst nie und hat eine unglaubliche Kraft, grosse Lasten mit Würde zu tragen. Und so bin ich auf den Elefanten gekommen. Auf einem riesigen Bild ziert eine Elefantenherde unseren Wintergarten. Steinfiguren in gross und klein stehen in unserem Haus. Kleine Figuren aus Holz, Porzellan oder Glas verzieren unser Sideboard und ich habe sogar einen Elefantenanhänger an meiner Halskette (geschenkt bekommen). Hinzu kam vor kurzem mein Elefantentattoo, das meine Wade ziert. Und gestern habe ich von einer lieben Menschin etwas bekommen, wovon ich bislang nicht mal wusste, dass es das gibt. Einen Elengel oder Engelfanten – keine Ahnung, wie man das nennt. Es ist ein Elefant mit Flügeln! So habe ich also jetzt mein Krafttier sogar mit den Schutzengelsflügen in einem … mehr geht nicht.

Ich merke, so wie das Leben sich verändert, so ändern sich auch die Sammelobjekte … manche gehen, manche bleiben … eben so wie der Lauf des Lebens. 🙂

Was macht Rob Spence?

Der australische Comedian Rob Spence (49) lebt seit Jahren mit seiner Schweizer Frau in der Schweiz und fegt wie ein australischer Wirbelwind über die Bühnen dieser Welt. Wer ihn einmal live erlebt hat, weiss am anderen Tag bestimmt, woher der Muskelkater im Bauch kommt.

 

Rob Spence, Sie sind eigentlich Australier und haben die Schweiz als Wahlheimat ausgelesen. Warum?

Wegen der Liebe zum Geld. Nein, natürlich wegen der Liebe zu einer Frau. Ich bin mit einer Schweizerin verheiratet und meine Karriere in Europa hat vor 20 Jahren hier ihren Boom erlebt.

Mit Ihrem charmanten australischen Akzent haben Sie sich in die Herzen der Schweizer/innen gespielt. Sie schaffen es locker, abendfüllende Lachprogramme auf die Beine zu stellen. Woher kommen diese Ideen?

Manche aus Alltagssituationen, andere durch Beobachtungen. Zudem kommt noch so einiges hinzu beim Proben und durch Improvisation.

Wie muss ich mir den privaten Rob Spence vorstellen? Auch so lustig, oder auch mal nachdenklich?

90% lustig, 6% nachdenklich, 4% „mad“

Gibt es etwas, was Sie aus Ihrer ursprünglichen Heimat Australien hier vermissen?

Die vielen Monate mit blauem Himmel und das Meer!

Was unterscheidet den Schweizer massgeblich vom Australier?

Australier sind viel lockerer und die Schweizer viel zuverlässiger – wir können also viel voneinander lernen.

War Ihnen schon immer klar, dass Sie einmal als Comedian auf der Bühne stehen würden?

Bereits mit vier Jahren habe ich meiner Familie trocken mitgeteilt: „Wenn ich gross bin, dann will ich Clown werden – falls ich den Kindergartenabschluss schaffe!“

Wie findet die Familie den Querdenker Rob Spence?

Ich bin in meiner Familie keine Ausnahme. Wir sind alle entweder Querdenker oder einfach sonst schräg.

Angenommen, Sie könnten 20 Jahre zurückdrehen – gäbe es etwas, was Sie total anders machen würden?

Meine Brille bei Fielmann kaufen… 🙂 Nein, ich würde gar nichts anders machen, sonst wäre meine Gegenwart nicht so, wie sie heute ist. Und ich kann mich keineswegs beklagen.

Was ist Ihre Lebensphilosophie?

Lebe jeden Tag, als wäre es Dein letzter – und eines Tages wirst Du recht haben.

Herzlichen Dank für Ihre lustigen Antworten und viel Erfolg auf Ihrem weiteren Weg.

 

Wer mehr über Rob Spence und seine Pläne erfahren möchte, kann dies auf http://www.robspence.ch tun.