Rennt, Leute – rennt!!!!

Es ist wieder soweit: Die Parkhäuser der Einkaufszentren zeigen „besetzt“ an und an den Kassen der Foodabteilungen steht man in kilometerlangen Schlangen. Ja, der Krieg bricht übermorgen aus. Oder vielleicht auch schon morgen!

Meine Güte – was reitet die Menschen, wenn sie sich vor Weihnachten beim Einkaufen benehmen wir menschenfressende Ureinwohner eines Dschungelstammes? Es ist ja nicht so, dass ich ohnehin nicht gerne einkaufen würde – aber jetzt? Jetzt ist es eine wahrer Spiessrutenlauf. Gibt es Leute, die keinen Tiefkühler zu Hause haben? Kann man soviel überhaupt essen, wie da in die Einkaufswagen getürmt wird? Und wie lange haben die Geschäfte nochmal geschlossen? Zwei Tage oder zwei Monate? Das ist ja gruselig!

Jedes Jahr dasselbe Drama – jedes Jahr dieselben Kämpfe an den Regalen – jedes Jahr die gleich angewiderten Gesichter in den Einkaufsläden. Zum Wegrennen. Und selbst an den allerhöchsten Feiertagen haben wir ja an jeder Ecke eine Tanke, welche zur Not noch aushelfen kann. Ich kapiere den Stress dieser Leute nicht. Aber ich habe ihn eigentlich wohl nie wirklich kapiert. Was wäre denn das Schlimmste, was an Weihnachten passieren könnte? Verhungern? Wohl kaum! Sahne vergessen? Weltuntergang!!! Falsche Servietten? Tränenausbrüche!!! Oh Du Fröhliche!

Wie jedes Jahr bin ich auch in diesem Jahr froh, wenn diese scheinheilige Zeit vorbei ist und die Menschen sich wieder wie zivilisierte Wesen benehmen … nicht wie verhungernde Monster! In diesem Sinne: Guten Appetit oder … schöne Weihnachten – wie auch immer!

Ups…

Wer regelmässig bei mir mitliest, der weiss, dass wir bekennende Fans der Hansestadt Hamburg sind. Das ist auch der Grund, warum unsere Ferienwohnung im hohen Norden Deutschlands und nicht auf einer Insel im Süden ist. Und das Wunderbare an einem solchen Feriendomizil ist nicht zuletzt, dass man – weil alles vorhanden ist – nicht packen muss, wenn man verreist. Einfach nur Schuhe und Jacke anziehen und los. Alles andere ist ja im zweiten Zuhause. Also: Zumindest wäre das der optimale Plan. Diesmal hats irgendwie nicht so wirklich funktioniert. Warum?

Einfache Antwort: Wir waren zwar vor zwei Monaten das letzte mal hier, aber eben auch vor 5 Kilo. Jawohl – die Modepraline hat es geschafft, sich in zwei Monaten rund fünf Kilo Speck auf die Rippen zu mampfen. Ich nenne das auch Nervenfutter, in Form von Schokolade und anderem Schrott, der eigentlich nicht sein müsste, aber eben doch gegessen wird. Und was bedeutet das nun für unser Feriendomizil? Ganz einfach: Die Kleider, die hier schön fein säuberlich im Schrank deponiert sind, passen schlicht nicht mehr. Von wegen: „Ich brauch nix zu packen, ich hab ja alles dort.“ Man könnte sagen, dass ich einen Schrank voll mit „nichts anzuziehen“ habe, weil die Knöpfe nicht mehr zugehen, die Ärmel viel zu eng sind und alles zwickt und spannt. Wunderbar. Wenigstens sind die Pyjamas elastisch genug, sodass diese noch funktionieren.

Was also ist der erste Akt im hohen Norden? Einkaufswagen satteln und die Garderobe in einer grösseren Nummer anschleppen. Das hab ich nun von meiner Fresserei! All die schönen Sachen, die ich hier im Laufe der letzten 2 Jahre zusammengestellt und gut durchdacht angesammelt habe, wollen einfach nicht mehr an meine Speckrollen passen.

Luxusproblem? Jap! Und hier gibt es für wenig Geld soviel Schönes zu kaufen, dass die Garderobe relativ schnell wieder den aktuellen Kurven entspricht. Aber wenn ich so weitermampfe, dann werde ich künftig bei jedem Besuch eine Nummer grösser und irgendwann einen Schrank mehr brauchen. Frettchen lässt grüssen. Ja, ich sags ja: Luxusproblem! Ich geh dann mal ein Eis essen – beim Italiener an der Ecke … und tschüss!

Modepraline goes Coop

Für alle, die es nicht wissen: Das Coop in der Schweiz entspricht in etwa dem deutschen Edeka. Für alle, die noch weniger wissen: Die Modepraline geht eigentlich NIEMALS einkaufen, da dies der Part des Göttergatten ist.

Heute musste ich aber – nach sage und schreibe ungefähr einem Jahr – mal wieder in den sauren Apfel beissen. Zwar fehlten zu Hause nur Clementinen, Trauben und Eier; aber was sein muss, muss nun mal sein. Ich habe mich zu Hause mit einem Lauten „Bin gleich wieder da“ verabschiedet und bin 1 1/2 Stunden später wieder zurückgekommen. Wir sprechen da von einem Weg von 2 Minuten mit dem Auto. Und ich habe sogar auf Anhieb gefunden, was ich gesucht habe. Weiterlesen

Wunschkonzert für Leser-/innen Teil 4

Ich habe auf Facebook einen Aufruf gemacht, bei welchem ich nach Themen, Ideen, Visionen, Gedanken oder Überlegungen für Geschichten gefragt habe. Eine ziemliche Herausforderung, denn manche Ideen sind einfach Sätze, mit welchen ich anstellen kann, was ich will. Dann mal los – hier für Nicole M.:

Die Krux mit der Warteschlange

Eine meiner Leserinnen hat mir diesen Input gegeben, weil sie offenbar überall immer in jener Warteschlange steht, wo es am langsamsten vorwärts geht. Sei es beim Einkaufen, auf der Bank oder am Buffet im Hotel. Da wo sie steht, da stockt es. Und ich bin überzeugt, dass es – sobald sie die Schlange wechseln würde – am anderen Ort stocken würde. Warum ich das weiss? Weil es mir genauso geht!

Am allerschlimmsten finde ich es aber auf der Autobahn im Stau. Da steht man ewig in der Schlange, und auf einmal fangen die Wagen in der Schlange nebenan sich zu bewegen an. Also signalisiert mir mein Hirn, dass ich doch am besten schleunigst die Kolonne wechsle. Prima! 20 Schweissausbrüche und gefühlt 500 Hupkonzerte und Vogelzeichen später stehe ich also in der Kolonne nebenan. Und ratet mal, welche Wagen sich nun bewegen! Genau!!!! Jene auf dieser Seite, in welcher ich bis vor kurzem noch gerade gestanden habe. Und meine neue Kolonne steht bockstill!

Ich habe keine Ahnung, ob das auch unter Murphy’s Law fällt – aber es gibt doch diese Sache mit dem Zonk. Egal, wie man es dreht oder wendet, man zieht immer wieder den Zonk. So in etwa fühlt es sich an, wenn man beim Einkaufen, auf der Strasse, am Buffet oder wo auch immer einfach definitiv falsch einfädelt. Egal wie und egal wo. Es gibt nichts zu rütteln. Die anderen sind einfach immer besser dran. Woran das wohl liegen mag?

Gemütliches Samstagsshopping?

Ostern ist bekanntlich jene Zeit, in welcher es ein paar Feiertage hat. Ich sehe das mit den Feiertagen in der Regel nicht sehr eng – wozu habe ich denn einen Kühlschrank, eine Gefriertruhe und immer irgendwo Nudeln, die man jederzeit kochen kann. Und dann gibts ja noch Restaurants. Deshalb kam ich auch nicht auf die Idee, dass das Samstagsshopping vor Ostern in der Hansestadt nicht gemütlich sein könnte. Logisch, ich bin ein Schweizer Landei und habe wirklich gedacht, es kämen nur zwei Ostertage und nicht ein offenbar kriegsähnlicher Zustand in den deutschen Haushaltungen.  Oder wie sonst ist zu erklären, dass sich die Menschen in den Foodabteilungen beinahe die Köpfe einschlagen an den Fleischtheken? Und woran liegt es, dass die Einkaufswagen beladen sind, als ob es kein Morgen mehr gäbe? Weiterlesen

Und wieder…

…hat mein Göttergatte Geburtstag! Happy birthday, Lieblingsmensch! Was würde ich machen, wenn ich Dich nicht hätte? Also:

Ich würde verhungern.
Der Kühlschrank wäre immer leer.
Ich würde noch seltener ausgehen, als ich es ohnehin schon tue.
Ich hätte niemanden, mit dem ich streiten kann.
Das Fernsehprogramm wäre niemals ein Diskussionspunkt.
Ich hätte nie was zu lachen beim Frühstück.
Ich würde die Petflaschen und die Konservendosen nicht im Trennmüll entsorgen.
Das Grünzeug würde ich auch einfach in den Abfalleimer schmeissen.
Unsere Katzen würden verhungern.
Ich hätte nie ein sauberes Auto.
Meine Papierbündel würden schon auseinanderfallen, bevor sie an der Strasse stünden.
Der Toilettenpapierhalter wäre immer leer!
Ich hätte nie eine Ersatzzahnpasta.

Kurz und gut: Schön, dass es Dich gibt – ich wäre ganz schön aufgeschmissen ohne meinen Multifunktionsgöttergatten! Drum habe ich beschlossen, dass ich Dich noch ein Weilchen behalte. Bin ich nicht extrem grossherzig? Da staunt man, hm!?

Ich liebe Dich, Göttergatte!

Einkaufszettel

Bekanntlich fällt mir das Schreiben leicht, sagt man. Lange Texte, kurze Texte, prosa, gereimt, Fliesstext oder Stichworte. Alles kein Thema. Aber an einem simplen Einkaufszettel scheitere ich kläglich. Mal ganz abgesehen vom Einkaufsakt an sich – der ist ohnehin ein Disaster, wenn ich es denn mal machen muss.
Beim Zettel ist es aber in der Regel so, dass ich vor dem weissen Papierchen (bewaffnet mit Kugelschreiber) am Küchentisch sitze und mich frage, was wir denn eigentlich brauchen. Kühlschrank auf – irgendwie fällt mir nichts auf, was grad fehlt. Blick in die Fruchtschale: Vielleicht Äpfel, wobei … eigentlich hab ich gar keine Lust auf Äpfel. Ein Brot, weil Brot geht immer! Also steht auf meinem Zettel jetzt schon mal Brot. Getränke? Sind glaub ich noch da – wobei ich eigentlich zu faul bin, um in den Keller zu rennen und nachzusehen. Ich gehe einfach mal davon aus, dass noch Getränke da sind. Hygieneartikel? Keiner hat bislang gemotzt, also ist vermutlich alles noch da. Zum Abendessen? Keine Idee, also gibts Spaghetti und die sind immer vorrätig im Haus. Weiterlesen