Reblog – Die Luft ist raus

Viele meiner Blogleser-/innen sind gleichzeitig auch Familienmitglieder, Freunde oder Kundinnen in meinem Geschäft. Für die ist es nicht neu – für alle anderen: Ja, ich schliesse meine beiden Läden in der Ambassadorenstadt Solothurn defintiv im Sommer. Und ja, ich ziehe mich gänzlich aus dem Textilmetier zurück. Nach 10 Jahren ist mir mental die Puste ausgegangen. Die Onlineshopper und die Eurolandhopper haben mir noch den letzten Nerv geraubt. Der Kampf um jeden Kunden wurde täglich härter und die Bedingungen für kleine Geschäfte immer unfairer. Grosse Billiggiganten zwingen kleine Geschäfte in die Knie und jene Idioten, welche sich bei uns nur noch zum Kaffeetrinken sehen liessen, um uns dann zu erzählen, wie günstig sie all die Dinge schon in Konstanz eingekauft hätten – ja genau jene hätten mich irgendwann zur Schlägerin werden lassen. Drum habe ich beschlossen, die Reissleine zu ziehen. Weiterlesen

Back home

Ferienende ist ein Wort, welches eigentlich grundsätzlich verboten gehört! Leider hat sich das hässliche Wort aber in unserem Vokabular festgebissen und lässt nicht mehr los. So kam es, dass auch unsere wunderschönen Tage im Tirol zu Ende gingen – und nun sind wir wieder zu Hause.

Wer zum Geier hat den Satz erfunden, dass es zu Hause am schönsten ist?

Ich lege mein Veto ein. Was ist schön daran, wenn man nach ein paar Stunden zu Hause schon wieder Ferien nötig hätte? Da warten Waschberge, Katzenhaare, ein Berg Rechnungen zum Bezahlen, jede Menge Post zum Abarbeiten und tausend Dinge, die wieder an ihren Ort versorgt werden müssen. Ich finde das nicht schön! Weiterlesen

…und tschüss…

Nun ja, es gibt noch so einiges an Umzugsarbeiten in meinem ehemaligen Geschäft. Jede Menge Dinge, die an viele verschiedene Orte zu bringen und zu versorgen sind. Und auch ziemliche viele Dinge, die zu entsorgen sind. Aber: Ich habe heute „tschüss“ gesagt…und das ist gut so!

Letzter Tag, leere Regale und – Leere im Gefühlszentrum. Ich habe offenbar vor Monaten schon Abschied genommen, denn das Ende einer solchen Ära sieht man kommen. Das passiert ja nicht einfach von heute auf morgen. So kann man sich innerlich sehr intensiv über längere Zeit damit auseinandersetzen und zum Schluss ist es so, dass man einfach nur noch froh ist, wenn man den Schlüssel drehen kann.

Ob ich Trost brauche? Nein. Ob Wehmut da ist? Aktuell nicht, nein. Ob ich es vermissen werde? Ich mutmasse mal – nein. Ich glaube, dass man es, wenn man lange genug erfolglos gekämpft und gegen geschlossene Türen gerannt ist, irgendwann so satt hat, dass es nicht mehr weh tut. Dann fühlt es sich an, wie tonnenschwere Steine, die von der Brust rollen!

Jetzt noch das grosse Ausmisten und dann „winke winke“ an die Ära Textilfront und auf zu neuen Ufern, wo auch immer sie mich hinbringen werden. Es ist nie zu spät, um neu anzufangen. Genau! Drum sage ich nur noch …. und tschüss … !!!

Die Luft ist raus

Viele meiner Blogleser-/innen sind gleichzeitig auch Familienmitglieder, Freunde oder Kundinnen in meinem Geschäft. Für die ist es nicht neu – für alle anderen: Ja, ich schliesse meine beiden Läden in der Ambassadorenstadt Solothurn defintiv im Sommer. Und ja, ich ziehe mich gänzlich aus dem Textilmetier zurück. Nach 10 Jahren ist mir mental die Puste ausgegangen. Die Onlineshopper und die Eurolandhopper haben mir noch den letzten Nerv geraubt. Der Kampf um jeden Kunden wurde täglich härter und die Bedingungen für kleine Geschäfte immer unfairer. Grosse Billiggiganten zwingen kleine Geschäfte in die Knie und jene Idioten, welche sich bei uns nur noch zum Kaffeetrinken sehen liessen, um uns dann zu erzählen, wie günstig sie all die Dinge schon in Konstanz eingekauft hätten – ja genau jene hätten mich irgendwann zur Schlägerin werden lassen. Drum habe ich beschlossen, die Reissleine zu ziehen. Weiterlesen