Glucke sucht Küken

Hilfe, meine Kinder sind erwachsen geworden und haben vergessen, mir das mitzuteilen. Irgendwie ging das plötzlich so schnell, dass ich da wohl etwas verpasst habe. Und nun? Nun habe ich zwei grosse Gluckenflügel und keine Jungen mehr, die darunter wohnen wollen. Oder nur noch, wenn wirklich Not am Mann oder der Frau ist. Seufz:-( Mama wird arbeitslos.

Und nun kommt die Frage aller Fragen: Wäre ein kleiner Hund die Lösung? Einer, der immer bei mir wäre, der bei mir schlafen, mit mir Fernsehen, mich zur Arbeit begleiten und mich anhimmeln würde. Und den ich bemuttern, verhätscheln und umsorgen könnte. Diese Vorstelllung finde ich je länger, umso schöner. Einziger Haken: Meine drei Katzen. Also zwei davon sind noch relativ jung, und würden sich wohl an den neuen Gesellen gewöhnen. Aber der alte Kater, der nun schon 15 Jahre bei uns lebt – ich fürchte, dass der das nicht mehr so einfach hinnehmen würde. Deswegen bin ich mir da noch nicht so sicher. Vielleicht warte ich mit meinem Vorhaben doch noch ein Weilchen. Ich will nicht schuld daran sein, wenn unser Mister Miau das Zeitliche segnet, weil ein bellender Kollege einzieht. Weiterlesen

Zwischen den Zeilen

Könnt ihr auch zwischen den Zeilen sprechen? Oder noch besser: Könnt ihr zwischen den Zeilen verstehen? Eigentlich ganz einfach, aber kann zu richtig dämlichen Erwachsenenspielchen führen. Bestimmt haben das alle im Alltag schon tausend mal erlebt, manche beherrschen es aus dem Effeff, andere tappen vermutlich immer wieder in die Falle. Ein Beispiel gefällig?

„Schatz, es hat keine Milch mehr.“ Einfacher Satz, aber in x-verschiedenen Varianten zu interpretieren. Will er mir nun damit sagen, dass ich hätte einkaufen sollen? Soll das ein Vorwurf sein? Ist er vielleicht einfach nur durstig? Will er, dass ich nun zur Tankstelle renne und Milch hole? Oder möchte er einfach nur feststellen, dass es keine Milch mehr hat?

Die devote und sehr pflichtbewusste Frau antwortet nun bestimmt mit: „Entschuldige, ich hatte heute keine Zeit, ich hole sie gleich morgen.“ Oder vielleicht sogar noch eine Stufe angepasster mit: „Sorry, ich gehe schnell zur Tankstelle und hole welche.“

Die resolute und leicht gereizte Frau kontert mit: „Na und, ist das mein Problem? Ich will ja schliesslich keine Milch.“

Diejenige, die gerade einen Kurs in Kommunikation unter Erwachsenen besucht hat, wird vermutlich fragen: „Ja, und was möchtest Du mir damit sagen?“ Weiterlesen