Hansemädchen, Geburtstag und Geschmatze …

Ich habe mir zum Geburtstag ein paar Tage in Hamburg im Lieblingshotel mit meiner Familie gewünscht. Es wurde ein wunderbare Woche – zum ersten Mal ist auch das kleinste Hansemädchen aus der Familie mitgereist. Und sie hat das klasse gemacht. Unser kleiner Sonnenschein ist definitiv ein „Reisefüdli“ … wenn was läuft, ist sie voll mit dabei! Fremde Menschen, Shopping, Restaurants, Lärm – unsere Kleinste strahlt übers ganze Gesicht!

Dann hat der Göttergatte im Hotel offenbar das ganze Personal gebrieft – da war nix mit „Geburtstag schön anonym“. Er hat für mich einen unfassbar riesigen Blumenstrauss organisiert, meinen Lieblingsmoscato servieren und eine Karotten-Sahne-Torte backen lassen. Vom Hotel habe ich eine Wellnessbehandlung und Pflegeprodukte geschenkt bekommen. Und im Frühstücksraum hat man mir einen schönen Geburtstagstisch mit Kerzen vorbereitet. Wahnsinn, oder? Alles wie ich mir das erträumt hatte. PERFEKT. Und ich habe jeden einzelnen Moment dieser Woche genossen!

Was es in dieser wunderbaren Stadt alles zu sehen gibt, ist unglaublich. Die Vielfalt der Menschen reicht, um abends die Hirnwindungen wieder entwirren zu müssen, bevor man einschlafen kann. Was mir diesmal besonders aufgefallen ist? Nun ja:

Kim Kardashian scheint irgendwo ein Nest voller Sprösslinge abgelegt zu haben. Hier rennen beinahe alle jungen Frauen mit gemachten Riesenmöpsen (nein, ich meine NICHT die Hunde), mit Schlauchbootlippen, viel zu kleinen Näschen, mit kilometerlangen Kunstwimpern UND noch längeren Fingernägeln rum … und sie sind allesamt GENAU GLEICH geschminkt. Grauenvoll!!!

Im Chanel und im Louis Vuitton stehen die Asiaten an, um alle dieselben Taschen zu ergattern … schnurzegal, ob schön oder nicht: Sie wollen alle einfach DIESELBEN Teile haben!

Und dann wären da noch die arabischen Gäste der Hansestadt. Meine Güte: Manchmal wussten wir fast nicht, ob wir noch in Deutschland sind. Kopftücher, dunkle Teints und schwarze Bärte ohne Ende. Und leider – achtung Klischee – die meisten ohne Benehmen! Wenn im Speisesaal am Frühstücksstisch neben uns zwei Männer sitzen (die Frauen sitzen ja schliesslich separat an Tischen) und das Omelett mit den Händen essen und dabei schmatzen, dass wir uns nicht mehr verstehen … nun ja … dann ist das wie ein Unfall. Man möchte wegsehen, aber es geht nicht. Und weghören schon gar nicht! Das absolut zuvorkommende Servicepersonal wird von diesen Männern behandelt, als ob sie aus der untersten Schublade gekrochen kämen. Kein BITTE, kein DANKE … nichts. Höchstens eine abschätzige Handbewegung. Schliesslich sind ja die Fachkräfte im Service in der Regel auch Frauen – und da haben arabische Männer so ihre Probleme mit. Hallo? Ja, es gibt andere … davon haben wir aber leider nicht viele gesehen. Diese besonderen Herren der Schöpfung tauchen auf und man hat das Gefühl, dass deren Geld die Welt regiert. Grauenvolle Art, sich aufzuführen.

Was die Angestellten eines wunderbaren Hotels an der Alster so alles erleben, das geht manchmal echt zu weit – zumindest für meinen Geschmack. Sie müssen aber nett und zuvorkommend bleiben, und dafür haben sie meinen allergrössten Respekt. Und ich muss dazu sagen, dass wir heute auch ein deutsches Ehepaar erlebt haben, das sich über ALLES beschwert hat – ohne Punkt und Komma, ohne einmal Luft zu holen. Dass der Frühstücksraum voll, und das Personal im Dauereinsatz war, das war ihnen egal. Beschweren war angesagt! Es ging alles zu langsam. Hallo? Ihr sitzt im Hotel und seit im Stress (mit vermutlich ungefähr 80 Jahren) … warum bleibt ihr dann nicht einfach zu Hause!?

Unsere Woche war perfekt und wir haben ALLES genossen und an Eindrücken mitgenommen, was möglich war. Unsere Hansestadt ist und bleibt unsere Hansestadt. Wir kommen wieder 🙂 Und unser kleiner Sonnenschein war der Liebling aller … egal in welcher Sprache … „jööööööööh“ klingt irgendwie überall gleich!

 

Mädelstag im Möbelhaus

Wenn die BF Geburtstag feiert (an dieser Stelle noch einmal alles Gute liebe Angela) und man sich zu einem Tag im Möbelhaus verabredet, dann macht man sich im Vorfeld ja so seine Gedanken, wie das aussehen könnte:

Ein schönes Boxspringbett für die schmerzgeplagte Freundin …
Ein neues Sofa für den Göttergatten und mich ..
Neues Geschirr …
Bettwäsche …
Bettdecke …

… und dazu ganz viel Zeit und Spass – und hier und da ein Cüpli Prosecco während des Einkaufs. So haben wir uns das zumindest ausgemalt. Und so sind wir auch guten Mutes nach Rothrist zu www.moebel-hubacher.ch gefahren. Eines der grössten Möbelhäuser der Schweiz – mit einer gigantisch grossen Wohnausstellung.

Voller Vorfreude sind wir um zwei Uhr nachmittags dort reinmaschiert – und mit einer Menge Frust sind wir um nach sieben Uhr dort wieder rausmarschiert. Dazwischen? Nun ja, dazwischen haben wir den Angestellten gefühlt 20 Chancen gegeben, uns gut beraten und bedienen zu können. Und ich kann euch garantieren, dass das verdammt viel Geduld auf der Kundenseite gebraucht hat. Einige Müsterchen gefällig?

Wir: „Könnten Sie uns das Bett bitte liefern und das alte Bett dabei gleich mitnehmen?“
Der Verkäufer: „Sind sie handewerklich begabt?“
Wir: „Wozu?“
Er: „Weil sie das alte Bett demontieren und vor der Tür bereitstellen müssen, das machen wir nämlich nicht.“
Ich: „Ist das jetzt ihr Ernst? Wir kaufen hier für sauviel Geld ein neues Bett und sie wollen mir jetzt erklären, ihre Monteure können das alte Bett NICHT für uns demontieren und entsorgen?“
Er: „Ich muss das denen dann aber extra sagen und das kostet natürlich zusätzlich!“
Ich (sehr entnervt): „Ja, dann machen sie doch das – das ist ja wohl das mindeste!“

Oder da gäbe es noch folgendes Müsterchen:

„Wir hätten Interesse an diesem Sofa, einfach in grösser, gibt es das.“
Der Verkäufer: „Dann setzen sie sich doch hin, ich hole etwas zu schreiben.“
Ich: „Oh, und dann nähmen wir nun endlich gerne ein Cüpli dazu.“
Er: „Das liegt leider nicht in meiner Kompetenz.“
Hä?????

Oder vielleicht noch dies:

Ich: „Oh, guck, ein hübsches Möbelchen. Das möchte ich gleich mitnehmen. Entschuldigen sie, haben sie das am Lager?“
Sie: „Moment, ich rufe den Kollegen von dieser Abteilung!“
Kollege kommt und meint: „Kommen sie doch mit mir an meinem Arbeitsplatz hier hinten in der Ausstellung – wir müssen einen Vertrag dafür anfertigen.“
Ich: „Einen Vertrag für ein 200.– Franken Möbelchen?“
Er: „Ja, wir haben Weisung, für jeden Artikel einen Vertrag zu machen. Wir wissen, dass das nicht kundenfreundlich ist, aber leider ist das unsere Weisung.“
Ich unterschreibe also am anderen Ende des Geschäfts einen Vertrag, um mit selbigem dann zur Kasse zu gehen, diesen zu bezahlen, damit sie das Möbelchen für mich aus dem Lager holen (was nur AUSNAHMSWEISE gemacht wird, normalerweise muss der Kunde das bei der Möbelausgabe SELBER holen), um dann in der Ausstellung weiter den Objekten der Begierde nachzugehen. An der Kasse fluche ich noch eine Runde, weil man mich so durch die Wallachei jagt.
Die Leute hinter uns an der Kasse lachen sich kaputt, weil sie das Vertragswirrwarr offenbar auch schon kennenlernen durften. Hä? Notabene ist es der armen Frau hinter der Kasse ziemlich unwohl in ihrer Haut, weil sie das wohl öfters zu hören bekommt. Sie meint auch: „Melden sie das doch bitte nach ganz oben … wir können nämlich rein gar nichts tun.“ Jawohl, das habe ich denn auch im Sinn!

Beim Weiterschlendern durch die Ausstellung kommen wir an einer Bar vorbei, an welcher steht: Kaffee, Wasser, Cüpli etc. Ich schnappe mir den Berater und sage:

„Hey, hier gibt es doch nun endlich das lang ersehnte Cüpli!“
Er lacht mir ins Gesicht und meint: „Nö, heute nicht, die gibts nur am Samstag, da müssen sie dann wohl morgen wieder kommen!

Leute, ich habe geguckt wie ein Auto. Ich dachte, der will mich veräppeln. Auch die Tatsache, dass die BF Geburtstag hatte, hat NICHTS an der Tatsache geändert, dass man uns einfach auf dem Trockenen sitzen liess. Das Maximum der Gefühle war, dass man uns gegen Abend einen Kaffeegutschein in die Hand drückte mit der Bitte, wir möchten doch im zweiten Stock ins Kaffee gehen. Wohlverstanden: Dies geschah erst, NACHDEM wir schon klar und deutlich gesagt hatten, dass wir Kaffee trinken gingen, damit der Verkäufer unsere Kaufverträge vorbereiten konnte.

Nach fünf Stunden sassen wir also total entnervt wieder beim Berater im Untergeschoss an seinem Tisch und er nestelte in den Verträgen rum – einen hatte er ausgedruckt, den anderen immer noch nicht. Und er hatte auch NICHT abgeklärt, wie die Lieferfristen besagter Möbel aussehen würden. Ich verlangte erneut zum Geburtstag meiner Freundin ein Cüpli oder ein Getränk und wurde zum x-ten mal belächelt. So – da platzte Frau Jäggi der Kragen:

„Ich möchte gerne den Chef sprechen.“
Er: „Im Ernst jetzt?“
„Jawohl, jetzt!“
Der Herr Berater nimmt den Hörer und teilt mir dann mit, dass der Chef nicht da sei. Nur die Vertretung. Womit er aber nicht rechnet:
Ich: „Dann bitte die Vertretung?“
Er: „Ehrlich?“
Ich: „Ja, sehr sogar!“

Er bittet also die Vertretung zu uns und fleht mich quasi an, doch etwas sanft zu sein; die Dame hätte nämlich einen sehr starken Charakter.

Ehm, bitte???????

Nun ja, wir lernten die Dame mit dem starken Charakter also kennen. Nach einer spannenden Diskussion fragte ich sie:

„Können sie sich erklären, warum bei ihnen lauter gelangweilte Angestellte rumstehen und keine Kunden hier sind?“
Sie meint: „Ja, wahrscheinlich. Aber es könnte auch an XXL Lutz liegen, der gegenüber aufgemacht hat.“
Ich so: „Dann sollten sie doch noch vielmehr das Augenmerk auf den Dienst am Kunden legen, oder nicht?“
Sie daraufhin: „Ja, da haben sie wohl recht.“
Ich so: „Mal ganz im Ernst – würden sie an unserer Stelle diese Kaufverträge noch unterschreiben. Nennen sie uns nur einen Grund, warum wir unser Geld bei ihnen lassen sollten.“
Sie: „Könnten sie kurz mit mir mitkommen?“

Ich gehe mit ihr mit um die nächste Ecke und sie bittet mich, dies doch nun ruhen zu lassen, sie werde sich um die Angelegenheit kümmern und sich nächste Woche bei mir melden.

Ja, richtig: Wir sind OHNE Bett, OHNE Sofa und mit viel Frust nach Hause gefahren. Und wenn dieses Unternehmen an seiner Philosophie festhält, dann muss XXL Lutz nicht viel dafür tun, um sie in Grund und Boden zu stampfen. Sorry, BF – das nächste mal suchen wir uns ein Geschäft, welches den Kundenservice noch versteht! Sonst kann ich nämlich tatsächlich meine Ware auch online bestellen – zu Hause gibts wenigstens ein Cüpli dazu.

 

Ich füge hier einen Tag später folgendes an:

Der CEO von Möbel Hubacher hat sich bei meiner Freundin und mir persönlich mit Karte und Blumen für den schlechten Service entschuldigt. Das ist ja nun auch nicht selbstverständlich und muss fairerweise hier noch angefügt werden.

Herzlichen Dank dafür! 🙂

50 Jahre Modepraline

Ich oute mich … als Modepraline hätte ich das Ablaufdatum nun definitiv überschritten. Ich bin nämlich am 22.8.1967 zur Welt gekommen, was also bedeutet, dass ich schon ein halbes Jahrhundert auf diesem Planeten rumlümmle. Eine derart alte Praline hätte ja schon längstens Schimmel angesetzt. Und die Sache mit der Mode ist irgendwie auch nicht mehr so wahnsinnig hoch im Kurs bei mir.

Man verändert sich bekanntlich im Laufe des Lebens … wäre ja schlimm, wenn nicht. Dann würde ich ja immer noch aussehen wie damals. OMG – das wäre übel, dann wäre meine Friese nämlich immer noch das Pendant zu Jimmy Hendrix, einfach in braun-blond.

Aber was hat sich denn nun verändert – ausser dem Ablaufdatum der Praline?

Also, ich bin vom hormongeschüttelten Pubertier zur noch hormongeschüttelteren Wechseljährigen geworden. Das ist schon mal definitiv keine Verbesserung.
Von der trotzköpfigen Jugendlichen bin ich zur trotzköpfigen Alten geworden. Da wollte ich klar keine Veränderung – das finde ich sogar gut so!
An jene Stellen, wo früher die Pickel nervten, sind in den letzten paar Jährchen die Altersflecken gerückt. Die stören mich aber nicht die Bohne.
Die Pfirsichhaut aus den jungen Jahren ist auch geblieben … einfach halt so, wie ein Pfirsich eben aussieht, wenn man ihn etwas lange in die Sonne legt und ihm das Wasser entzieht.
Den knackigen Kurven von früher sind knackende Knochen gefolgt – gut verpackt unter einer schönen Schicht Isolationsmaterial (auch Speck genannt …).
Auch das Körpergewicht ist immer noch wie vor 25 Jahren – damals war ich einfach im neunten Monat schwanger, aber letztlich ist es immer noch dieselbe Zahl.
Gestochen scharf sehe ich nach wie vor, einfach nur noch in die Weite. Was ich hier schreibe, kann ich nur noch dank einer relativ stark korrigierten Brille lesen.

Ja meine Güte, was hat sich denn nun wirklich verändert? Ganz viel! Ich bin ruhiger geworden, sehr viel ruhiger sogar. Die Dani-Düsentrieb von damals ist eher zur Dani-Schneckenkriech geworden. Ich bin überlegter, gelassener, ängstlicher, zäher und sehr viel selbstsicherer als in jungen Jahren. Was andere sagen, interessiert mich heute nicht mehr. Mainstream geht mir am gut gepolsterten Hintern vorbei und etwas ist mir zum grossen Glück geblieben: Ich würde töten für meine Familie!

Fazit: Es gibt Dinge, die haben sich geändert – es gibt Dinge, die sind im Grunde geblieben, wie sie waren, nur in etwas älter. Ich denke aber, dass es ein Privileg ist, gesund 50 Jahre alt zu werden – und ich wünsche allen, die noch nicht soweit sind, dass sie dieses Privileg auch haben werden. Jenen, welche die 50ig schon lange hinter sich gelassen haben sage ich: Seid dankbar und geniesst jeden Tag – das Leben ist zu kurz um schlecht gelaunt zu sein.

Ich werde vermutlich keine Bohne anders sein, als mit 49 – ich gehöre jetzt einfach auch zu den Oldies. Aber wie sagt man so schön: Oldies but Goldies!

Happy Schlüpftag Göttergatte

Noch niemals habe ich Dir lieber zum Geburtstag gratuliert, als in diesem Jahr. Die letzten 4 Monate waren die wohl bislang härtesten in unserem Leben – aber Du bist so, wie ich Dich kennen- und liebengelernt habe: Stark und positiv von Kopf bis Fuss! Mein Held 🙂

Ich wünsche Dir von ganzem Herzen, dass es so bleiben möge und wir noch viel Zeit miteinander verbringen können – schliesslich hat es in 30 Jahren nichts geschafft, uns auseinander zu bringen … drum soll es auch jetzt so bleiben!!!

Du bist mein

–> Schatz
–> Göttergatte
–> Papa unserer beiden Superkids
–> bester Koch
–> Chefeinkäufer
–> Rasenmäher
–> Autowäscher
–> Birnenwechsler
–> Zopfbäcker
–> Zuhörer
–> Obermotzer
–> Kartonzusammenleger
–> Papierbündelbinder
–> Computerreparierer
–> und Fels in der Brandung!

Ich wünsche Dir also einfach alles, was Du Dir wünschst. Ich bleib an Deiner Seite, ganz egal, was kommen mag. Zusammen haben wir schon so viele Hürden genommen … wir nehmen auch die nächsten gemeinsam. Du machst mein Leben komplett und dafür liebe ich Dich! Happy birthday, Göttergatte 🙂

Tochterkind …

… hat Geburtstag. Wie immer am Geburtstag, kommt die alljährliche Frage von diversen Seiten: „Was wünschst Du Dir?“

Nun ja – in diesem Jahr gibt es nichts, was man in ein Geschenkpapier packen könnte, um dem Tochterkind eine Freude zu machen. Sie wünscht sich nämlich nur eines: Gesundheit für den Paps 🙂

Also, ich bin ja die erste, die ihr das sofort und in ganzen Wagenladungen herkarren würde, wenn ich denn könnte. Aber eben – mit der Hexerei hab ich noch so meine Probleme. Allerdings weiss ich, dass der Papa alles menschenmögliche macht, um genau diesen Wunsch in Erfüllung gehen zu lassen. Und wir alle sind sowas wie die Glitzerfolie und die Geschenkschnur, welche diesen Wunsch zieren.

Kurz: Wir arbeiten alle daran … allen voran der Papa/Göttergatte. Es gab wohl noch nie etwas, was ich Dir – liebes Tochterkind – und uns allen mehr gewünscht habe. Aber ich weiss eines mit Sicherheit:

Die letzten 22 Jahre mit Dir waren einfach wunderbar, spannend, abwechslungsreich, liebevoll, aufregend, einmalig und ich möchte keine Sekunde missen – selbst jene nicht, in welchen ich Dich auf den Mond schiessen wollte!!!

Ich liebe Dich.

 

Originelles Geschenk

Mein Tochterkind hatte in seinem Jahr in Hamburg in der Wohnung einen Lieblingswasserkocher. Dazu hatte sie ihren Lieblingsteekrug und gefühlt 500 verschiedene Arten Tee. Sie ist eine Teetrinkerin, wie ich keine zweite kenne.

Zurück aus Hamburg, wieder im Schweizer Zuhause, wurde ziemlich schnell lamentiert, dass es hier einfach extremst (neue Wortkreation) an einem Wasserkocher und einem Teekrug fehle. Nun ja, bislang haben uns diese Dinge nicht gefehlt, aber jetzt, wo sie uns so klar darauf aufmerksam machte, meinte ich auch: „Stimmt, das wäre eine gute Idee. Sowas ist nie falsch!“ Weiterlesen

Ich bin ein Löwe…

…und zwar ein uralter Löwe. Im Sternzeichen zumindest – ich bin nämlich exakt am 22. August geboren und somit am letzten Tag im Sternzeichen des Löwen. Einen Tag später, und ich wäre eine Jungfrau im Sternzeichen. Und wenn man die beiden Tierkreiszeichen vergleicht, würde dieser eine Tag einen vollkommen anderen Menschen aus mir machen.

Es ist ja bekanntlich nicht so, dass ich viel auf Horoskope und ähnliche Sachen gebe. Aber wenn ich den Löwen so zuschaue, dann bin ich wohl schon eine Löwin. Gefrässig, manchmal einfach zu faul, um aufzustehen und auf der anderen Seite blitzschnell, wenn es darum geht, die Familie zu verteidigen. Eine richtige Löwenmutter. Und als Königin der Tiere sehe ich mich sowieso … solange niemand im Zeichen des Tigers, des Panthers oder des Leopards geboren ist, werde ich das führende Tier in der Savanne sein.

Ich kann laut brüllen. Mindestens genauso gut beherrsche ich aber auch das Schnurren, wenn ich etwas erreichen will. Und wenn ich mal zubeisse, dann tut es richtig weh. Es braucht viel, bis ich meine Beisser einsetze. Wenn es aber mal soweit ist, dann rette sich besser, wer sich noch retten kann. Auch eine alte Löwin kann noch rennen.

Wenn diese Sache mit den Sternzeichen wirklich stimmen sollte, dann müssten ja Menschen, die am 22. August um 23.59 Uhr geboren werden total anders sein, als jene, die zwei Minuten später (23. August um 00.01 Uhr) das Licht der Welt erblicken. Ist das so? Machen zwei Minuten einen anderen Menschen aus einem. In der Astrologie müsste das doch eigentlich so stimmen.

Das allerbeste an der Sache mit den Sternzeichen ist ja, dass ich zu Hause auch die Chefin bin. Ich lebe nämlich in einem Aquarium. Göttergatte: Fisch! Sohnemann: Fisch! Tochterkind: Fisch! Ich brauche also nur am Aquarium zu stehen und ihnen beim Schwimmen zuzuschauen. Und wer nicht im richtigen Kreis schwimmt, den hole ich mit der Pfote kurz ins Trockene, bis er/sie japsend nach Luft schnappt. Dann zeige ich mich grossmütig und lasse das Fischlein wieder schwimmen gehen. Gut gebrüllt, Löwe!