Hallo 2018

Willkommen im neuen Jahr, ihr Lieben. Alle, die das lesen, haben es geschafft, sich irgendwie ins neue Jahr zu hangeln. Manche besser, andere weniger gut.

Ich wünsche euch, dass alle eure Wünsche in Erfüllung gehen – oder zumindest die essentiellen … die anderen wären aber eine nette Zugabe. Und ich wünsche mir auch, dass ich ein weiteres Jahr im Kreise meiner Familie und meiner Freunde mit vielen schönen Momenten verbringen darf. Weil ich eine sehr grosse Familie und ganz viele liebe Freunde habe, ist das nicht selbstverständlich – es kann nämlich immer mal was passieren.

Mein Traum wäre es, mal ein Jahr ohne Katastrophen erleben zu können. Ganz egal, ob innerhalb oder ausserhalb meines Herzmenschenkreises … einfach mal ein total unspektakuläres, ruhiges, zufriedenes und gesundes Jahr. Das wäre das höchste der Gefühle. Falls uns das jemand schenken möchte, wir würden dafür so einiges eintauschen. Haus, Auto, Uhr, Bankkonto … da wären ganz viele Dinge, die wir in null Komma nix dafür geben würden.

Wer weiss, vielleicht liest das ja nun eine Fee mit einem Einhorn und einem Zauberstab mit Glitzer … und die klingelt dann bei uns an der Türe und ZACK … Wunsch erfüllt! Prima – dann bauen wir uns ein Iglu und köcheln zufrieden unsere Gedankensuppe und geniessen einfach das Leben. So leicht könnte Glück sein!

In diesem Sinne wünsche ich euch allen da draussen einfach alles, was ihr euch wünscht!

Happy 2018 !!!!

Papier ist geduldig

Wie jedes Jahr um diese Zeit, ist auch in diesem Jahr die „Bilanz“ wieder an jedem Kiosk zu kaufen. Erfahrungsgemäss die meistgelesene Bilanz, denn da stehen die 300 Reichsten der Schweiz drin – mit Angabe ihrer Vermögen.

Und genau da haben wir die Krux! Es ist nämlich kaum anzunehmen, dass die Vermögenden des Landes einfach mit ihren Zahlen um sich schmeissen. Und drum sitzen auf der Redaktion der Bilanz 32 fleissige Schreiberlinge, die – oftmals mangels gesicherter Informationen – einfach mal so aus der Luft ein paar Zahlen nehmen und diese dann abdrucken. Hoch lebe die Pressefreiheit. Otto Normalverbraucher liest dann, dass Familie Blocher mit einem „geschätzten“ Vermögen von 11 – 12 Milliarden Schweizerfranken zu den „Aufsteigern“ des Jahres gehört. Man läuft Gefahr, dabei zu meinen, dass diese Milliarden Bargeld seien, welche auf der Bank liegen. Totaler Quatsch! Da werden sämtliche Firmen, Immobilien und Anlagen bewertet und dann Handgelenk mal Pi eine Zahl rausgehauen, welche dann mit „geschätzt“ verbreitet werden darf. Aha …

Was mich zusätzlich ärgert ist die Tatsache, dass von diesen Reichen Bildern abgedruckt werden, welche irgendwo der Hochglanzpresse entnommen wurden. Da sieht man den Manager auf dem Golfplatz, den Unternehmer auf dem roten Teppich oder den Maschinenbauer im Smoking. Man könnte annehmen, dass dies einen Eindruck des Lebens der Reichen vermittelt – was natürlich wieder totaler Blödsinn ist. Kein reicher Mensch lebt 24/7 so. Es sind nämlich auch einfach Menschen.

Der Supergau in der diesjährigen Bilanz ist aber die Betitelung von Hansjörg Wyss (Pharma und Beteiligungen), der als Absteiger des Jahres gehandelt wird. Wie kann man jemanden als Absteiger betiteln, der 6 Milliarden (die Hälfte) seinen Vermögens für das Gemeinwohl spendet? Da ist die Wortwahl aber gehörig misslungen, liebe Redaktoren. Jemand, der die Hälfte seines Vermögens weiterverschenkt, der ist für mich ein Gewinner – aber das ist leider fernab der Bilanz.

Jahr für Jahr ärgere ich mich über dieses Hochglanzmagazin, welches jene Menschen auf den Präsentiersteller legt, die den Schweizer Arbeitsmarkt sichern. Ich wäre sehr dafür, dass man die 32 Rechercheure der Bilanz einmal so Handgelenk mal Pi durchleuchten würde, um sie genauso an den Pranger zu stellen. Das gäbe bestimmt ein lustiges Magazin. Ich würde es kaufen … um mich daran zu erfreuen, wie simpel solche Menschen gestrickt sind.

Stolz und dankbar

Krebs ist ein Schreckgespenst, das keine Grenzen kennt. Egal welches Alter, welches Geschlecht, welche Situation: Krebs schlägt zu, wann und wo er will. Wir haben es schon seit langem geschafft, zum Mond zu fliegen – aber es ist nach wie vor nicht möglich, diesem Schreckgespenst durchwegs den Garaus zu machen. Es gibt immer noch viele Krebsarten, welche unheilbar sind und zu einem grausamen Ende führen.

Der Forschung haben wir es zu verdanken, dass viele Krebsarten heutzutage heilbar sind, die früher innert kurzer Zeit zum Tod geführt haben. Und bekanntlich kostet diese Forschung sehr viel Geld, welches dringend benötigt wird. Ich habe aus diesem Grund zu meinem fünfzigsten Geburtstag eine Sammelaktion gestartet, mit welcher ich mir zum Ziel gesetzt habe, ein solches Forschungsprojekt finanzieren zu können. Anstelle von Blumen, Geschenken und liebgemeinten Mitbringseln habe ich Familie, Freunde, Bekannte und Blogleserinnen und -leser gebeten, stattdessen eine Spende auf ein eigens dafür eröffnetes Sammelkonto zu überweisen. Und die Resonanz war unfassbar!

Ich bedanke mich deshalb auch auf diesem Weg von Herzen für jede eurer Spenden. Ihr habt mit dazu beigetragen, dass wir nun ein Forschungsprojekt im Bereich der biomedizinischen Grundlagenforschung finanzieren können. In dem Projekt soll untersucht werden, warum Tumore nach einer gewissen Zeit der Behandlung Resistenzen gegen bestimmte Therapien entwickeln und diese somit weniger wirksam machen. Wenn man diese Prozesse und Mechanismen besser versteht, können neue Ansätze für die Entwicklung effektiverer Therapien gefunden werden.

Diese Herzensangelegenheit wird mich niemals ruhen lassen und ich werde solange dafür kämpfen, wie ich die Kraft dafür habe. Nicht nur, dass mein Göttergatte mit unglaublichem Willen gegen diese Krankheit angeht. Wir haben in letzter Zeit auch im Umfeld Menschen wegen dieser heimtückischen Krankheit hergeben müssen und es kann nicht genug geforscht werden, um diesen grässlichen Kraken den Garaus zu machen.

Mein Sammelkonto bleibt übrigens auch weiterhin „offen“ … es wird immer wieder Möglichkeiten geben, in welchen man anstelle eines Geschenkes oder einer Karte eine Spende einzahlen kann.

Ihr seid prima – dankeschön!

Gemeinsam stark

Meine regelmässigen Leserinnen und Leser wissen, dass ich mich seit längerer Zeit schon sehr aktiv an der Krebsfront engagiere. Ich kämpfe für jene, die dringend Hilfe brauchen – ich schreibe Mails, führe Telefonate mit Ärzten, Wissenschaftlern, Krebsforschern und es ist mir ein Anliegen, etwas zu bewegen. Ich hinterfrage, studiere, lese, analysiere und frage mich, wo sich der Einsatz am meisten für die Patienten lohnt.

Bekanntlich mahlen die Mühlen des Systems langsam und man kann die Welt nicht von heute auf morgen verändern. Man kann aber sehr wohl nicht locker lassen und versuchen, sie mindestens ein kleines Stück zu verbessern. Und das ist für mich definitiv eine Herzensangelegenheit – eine Angelegenheit, für die ich mit meinem Namen, meiner Ehre und viel Kraft einstehe.

Da ich kurz vor meinem bevorstehenden 50. Geburtstag stehe, werde ich oft nach Wünschen gefragt. Bekanntlich kann man weder die eigene, noch die Gesundheit der Liebsten kaufen. Drum habe ich keine Wünsche. Ich sehe es aber als meine Pflicht als gesunde Frau, mich mit jenen zusammenzutun, welche sich für die Erforschung von Krebs einsetzen, um die Überlebenschance und Lebensqualität von Krebspatienten zu verbessern. In Absprache mit der Krebsliga Schweiz und ihrer Partnerorganisation Stiftung Krebsforschung Schweiz habe ich beschlossen, ein Forschungsprojekt der Onkologie zu unterstützen. Jährlich gehen bei der Krebsliga Schweiz zwischen 160 – 180 Projektanträge ein. Ein unabhängiges Expertenteam begutachtet diese Anträge und rund 120 davon werden in der Regel als unterstützungswürdig erachtet. Davon kann die Krebsliga maximal 50 Anträge mit Fördergeldern von durchschnittlich je rund CHF 300’000.—berücksichtigen. Die anderen gehen leer aus und können aufgrund Geldmangels nicht weiterforschen.

Es ist für mich eine Herzensangelegenheit, einem dieser Forschungsteams die nötigen Mittel zu spenden, um ein weiteres Projekt voranzutreiben. Dafür habe ich ein Spezialkonto eingerichtet. Wer sich mit mir zusammen engagieren möchte, kann dies also ab sofort gerne tun. Jeder Franken zählt und ihr unterstützt damit eine Herzensangelegenheit, über welche ich euch selbstverständlich weiter informieren werde. Welches der wartenden Projekte konkret untersützt wird, entscheidet schlussendlich die Summe, welche wir gemeinsam zusammenbringen. Ich werde natürlich selber auch dazu beitragen, dass wir das Ziel erreichen und ich stehe mit meinem Namen dafür ein, dass JEDER Franken dorthin kommt, wo er gebraucht wird.

Wer sich mit mir zusammen engagieren möchte, kann von mir die Kontodaten über meine E-Mail-Adresse modepraline@gmx.ch erfragen. Und dort beantworte ich gerne auch allfällige weitere Fragen.

Zusammen stark – im Kampf gegen Krebs.

 

 

Jetzt wird’s so richtig …

… unprofessionell politisch! Wer das nicht ertragen kann, muss sich ganz schnell wieder ausklinken.

Seit Wochen verfolge ich das Theater um den G20-Gipfel in meiner geliebten Hansestadt. Ich habe auch schon Demonstrationen mitbekommen, während ich mal wieder dort weilte. Und ich schaue mir mit Entsetzen jeden Tag auf allen möglichen Kanälen die Bilder und Videos an, die bereits jetzt im Vorfeld einen kleinen Vorgeschmack liefern auf das, was die Hamburger Einwohnerinnen und Einwohner während des Gipfels erwarten wird.

Da reisen also die 20 Staatsoberhäupter der wichtigsten Industrienationen (Türkei … hä?) nach Hamburg, um gemeinsam über den Unsinn zu beraten, den sie bereits angerichtet haben. Ich stell mir das lustig vor, wenn Angela, Donald und Erdogan zusammen diskutieren … die sind ja sowas von ein Herz und eine Seele … da tun mir jene leid, die das Ganze in Schach halten müssen. Die Tatsache, dass man Erdogan schon mal vorsorglich per offizieller Mitteilung einen Maulkorb verpasst hat, dürfte den Diktator auch nicht daran hindern, zu machen, was er will.

Warum zum Geier setzt man eine Stadt und ihre Einwohner einem solchen Risiko aus? Hamburg wird in den Ausnahmezustand versetzt … Hotels wehren sich gegen die Aufnahme von Staatsoberhäuptern, weil sie sonst alle Gäste verlieren würden … ganze Strassenabschnitte und Quartiere werden gesperrt … der Flughafen wird zum Hochsicherheitstrakt und das Polizeidispositiv von gefühlt ganz Deutschland wird nach Hamburg verschoben. Ich verstehe es nicht, und ich werde es wohl nie verstehen! Ich meine: Diese Oberhäupter werden in den eigenen Ländern von Sicherheitsleuten bis aufs Klo begleitet. Sie können sich nie und nimmer irgendwo öffentlich bewegen. Was soll dann dieser Mist, alle 20 an einem öffentlich bekannten Termin in einer öffentlich bekannten Stadt aufeinander treffen zu lassen? Könnten sich diese Könige der Macht nicht irgendwo auf einer Alp im Niemandsland treffen? Am besten irgendwo, wo niemand zu schaden kommt und dies an einem unbekannten Termin und ohne mediales Aufsehen? Wäre nicht das eine sinnvolle Art der Kommunikation? Das, was jetzt in Hamburg passiert, ist doch eigentlich nichts anderes als eine grosse Bühne, auf welcher Hände geschüttelt werden im Blitzlicht von 3000 angereisten Journalisten. Am besten mit einem doofen Grinsen im Gesicht – alles natürlich nur für’s Volk. Vollkommener Blödsinn!

Man könnte jetzt schon Wetten darüber abschliessen, wieviele Schaufenster in die Brüche gehen werden; wieviele Verletzte es geben wird; wieviele Geschäftstreibende horrende Umsatzeinbussen haben werden während dieser Zeit; wieviele Polizisten anderswo fehlen, weil sie in Hamburg auf diesen Polithaufen aufpassen muss; wieviele … wieviele … wieviele …!

Ich stelle mir grad vor, was man machen könnte, wenn man das ganze Geld, welches für diesen G20-Gipfel aufgewendet wird nehmen würde, um aktiv etwas zu verändern. Aktiv im Sinne von „vor Ort“! Nicht nur, um für die Sicherheit und den angenehmen Aufenhalt dieser Staatsoberhäupter zu sorgen. Man könnte damit Schulen bauen, leere Rentenkassen füllen, gute Kindertagessätten untersützen, ältere Menschen aus der Altersarmut holen, das Gesundheitssystem verbessern etc. etc. etc.!

Nein, man pumpt das Geld lieber in einen Anlass, der ausser grossem medialem Aufsehen NICHTS bringen wird. Ich sehe schon die Sätze in den Zeitungen: „Trump spricht sich für eine starke Wirtschaft und für Arbeit für alle aus.“ Ach neeee? „Merkel spricht sich für den Klimaschutz aus.“ Echt jetzt? Und dann müssen wir alle wohlwollend nicken und stolz sein, dass unsere Oberhäupter sich für etwas aussprechen, was sie auf dem Rückweg nach Hause schon wieder vergessen haben.

Wie gut, dass ich nicht in der Politik bin – ich wäre vermutlich die beste Kundin in der Herzklinik!

Verlebt!

Ich habe heute mit einer lieben Freundin seit langem mal wieder geshoppt. Wir haben nichts gesucht, aber jede Menge gefunden. Ja, man könnte nun behaupten, wir hätten Geld zum Fenster rausgeschmissen. Das haben wir aber nicht  – das habe ich mir juristisch erklären lassen. Da staunt ihr, was!? Okay, zugegeben, die juristische Absolution war eher zufällig. Aber sie beruhigt ungemein. Ich habe nämllich zu einem befreundeten Anwalt kürzlich gesagt: „Da hab ich ja mal wieder ganz schön Geld zum Fenster raus geschmissen.“ Er hat den ultimativen Konter gebracht:

„Du schmeisst das Geld nicht aus dem Fenster, Du verlebst es eben!“

Jaaaaaa!! Er hat absolut recht. Wenn man lebt, dann verlebt man ja die Tage, die Taten, die Untaten oder was auch immer. Also verlebt man ja auch das Geld. Schliesslich braucht man es nicht nur zum Leben, sondern auch während des Lebens. Da liegt es doch auf der Hand: Verleben… Weiterlesen

Auf den Leim gegangen

Seid ihr auch schon einmal jemandem auf den Leim gegangen? Das ist ein hässliches Gefühl, vor allem dann, wenn man sich in absoluter Sicherheit wähnt, dass alles mit rechten Dingen zugeht. Ich bin kein Mensch, der prophylaktisch davon ausgeht, dass irgendwie und irgendwo immer eine Leiche im Keller liegt. Von daher kann es durchaus passieren, dass ich blauäugig jemandem auf den Leim gehe (und das, obwohl ich braune Augen habe…). Ich musste aber wieder einmal lernen, dass man heute kaum noch jemandem trauen kann – schon gar nicht, wenn es sich in irgendeiner Form um den Begriff ONLINE handelt. Weiterlesen