Jetzt ist es offiziell …

… der lange und intensive Sommer ist vorbei. Auch wenn ich gestern auf einem wunderbaren Herbstspaziergang noch geschwitzt habe wie blöd, so habe ich doch heute den Beweis für den Herbst/Winter in der Zeitung schwarz auf weiss gesehen: LOTTOMATCH! Ja, das ist ein sicheres Zeichen, dass die kalte Jahreszeit vor der Türe steht. Die ersten Lottomatchs werden inseriert und da wusste ich schon als Kind, dass jetzt der Winter kommt.

Früher durfte ich als Kind mit meiner Mama jedes Jahr einen Lottomatch besuchen. Und sie hat immer gesagt: „S Dani het es Chrottehoor im Sack“, was soviel heisst wie, dass ich einfach immer Glück hatte. Einmal habe ich als Kind an einem Lottomatch mit einem Einsatz von 20 Franken soviel gewonnen, dass der Papa uns mit dem Auto abholen musste. Mit Begeisterung habe ich im Minutentakt laut „Lotto“ geschrien und habe Fruchtkörbe und andere tolle Sachen mit nach Hause genommen.

Danach kam eine lange Zeit, in der ich nie mehr einen Lottomatch besucht habe – bis unsere Kinder ins Schulalter kamen. Da ging es wieder los. „Mama, gehen wir Lotto spielen?“ Die beiden fanden das toll und waren mit Begeisterung dabei, ihre Lottokarten mit den farbigen Deckplättchen zu füllen. Die Enttäuschung war immer gross, wenn sie Lotto schreien konnten und dann einen Fleischpreis gewannen. Das fanden sie überhaupt nicht toll. Aber ich sah den Lottomatch zugleich noch als gute Konzentrations- und Zahlenübung. Das einzige, was damals sehr störend war: es durfte drinnen noch geraucht werden. Unsere Kinder litten manchmal fast an Erstickungsanfällen. Wie froh waren wir, als das Rauchverbot kam. Und wie clever waren unsere Kinder, als sie entdeckten, dass es auch den „Goldlottomatch“ gab. Dort war nämlich die Gefahr gleich null, dass man Fleisch gewinnen würde. Es gab nur kleine Goldbarren oder Goldvreneli zu gewinnen und diese tauschten sie immer sogleich in Bares um. Das wurde dann gehütet wie ein Schatz!

Inzwischen ist es schon wieder Jahre her, dass ich das letzte mal an einem Lottmatch war. Eine liebe Freundin von mir ist die lustigste Lottomatchbegleitung aller Zeiten. Die macht sich vor Aufregung regelmässig fast in die Hose und schlägt einen halb blau, wenn ihr nur noch eine Zahl fehlt. Da kommt dann immer der Satz: „Achtung, mir fehlt nur noch die …! Pass auf, gleich werde ich rufen können, Achtung!“ Dabei wird jedes mal mit der Hand auf den Oberarm des Nebenmanns oder der Nebenfrau gehauen. Ihre Begeisterung ist ansteckend und oft so zum Lachen, dass es passieren kann, dass man selber die Zahlen zu decken vergisst, weil sie so rumhibbelt. Ich denke, ich muss sie dieses Jahr mal wieder fragen, ob wir den Winter mit einem Lottomatch einläuten wollen. Das wär mal wieder eine lustige Abwechslung! 🙂

Sprichwörter von A – Z / Buchstabe R

Rache ist süss. Ich musste doch ein Weilchen überlegen, bis ich darauf kam, warum Rache süss sein sollte. Aber eigentlich erscheint es mir nun total logisch: Wenn mich jemand quält, mobbt, verarscht oder wie man auch immer das nennen möchte, dann fühlt es sich gut an, wenn ich mich rächen kann. Der Begriff süss umschreibt also in dieser Redensart vermutlich das gute Gefühl, das sich einstellt, wenn man jemandem etwas heimzahlen kann. Logisch, gemäss Bibel sollte man bei einem Schlag ins Gesicht die andere Wange auch noch hinhalten. Meine Devise ist aber definitiv anders. Eher: Wie Du mir, so ich Dir (und schon habe ich wieder ein Sprichwort mit einem anderen zu erklären versucht). In meinem Fall stimmt es schon, dass Rache süss ist – vermutlich nicht sehr edel, aber ist halt so. Weiterlesen

Sprichwörter von A – Z / Buchstabe M

Morgenstund hat Gold im Mund. Dass dieses Sprichwort bedeutet, dass morgens die besten Zeit sei, um eine Arbeit zu beginnen, ist mir klar. Wer aber auf diese Idee gekommen ist, weiss ich nicht. Es muss sich um einen Frühaufsteher gehandelt haben. Klar: Landläufig gilt, dass fleissige Menschen früh aufstehen und auch früh zu Bett gehen. Wer das so definiert hat, ist mir auch ein Rätsel. Ich gehöre nämlich zu jenen, die lieber spät aufstehen, dann aber auch bis spät arbeiten. Bei mir hat also die Abendstund Gold im Mund und die Morgenstund eher einen fiesen Geruch im Mund…..oder so! Ich bin ja generell der Meinung, dass nicht für jeden Menschen die gleiche Zeit zu Gold wird – kommt ganz auf den Biorhytmus an! Weiterlesen

Der richtige Schalter im Gehirn wirkt Wunder!

Bling bling, glitzer, funkel – Gold, Silber, Steinchen und Co.! Ich liebe Schmuck, eben typisch Frau halt. Gestern habe ich mich an den Schmuckvitrinen eines Ausstellers ergötzt, natürlich mit dem Gedanken „nur ein bisschen schauen, ich brauch ja nichts“. Jetzt mal ganz im ernst: Wirklich brauchen tun wir das Glitzerzeug ja alle nicht! Aber es ist halt so schön. Und es kann sprechen! Habt ihr auch schon gehört, wie ein besonders ansprechendes Teil aus der Auslage zu euch geflüstert hat? Ganz leise, mit zarter Engelsstimme „nimm mich mit….“. Ich hab schon versucht, mir die Ohren zuzuhalten, aber irgendwie höre ich diese Stimmen trotzdem. Keine Bange, es sind keine dauerhaften Stimmen – sie klingen immer sofort ab, sobald das Glitzerding in meinem Besitz ist. Aber das ginge ja noch, wenn da nicht noch der perfekt geschulte Verkäufer wäre!
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