Schrumpelblache

Ich bin jene Bloggerin, die mal einen Beitrag über alte Weiber verfasst hat, welche ihre Schrumpelblachen (alte Haut) noch tätowieren lassen. Eigentlich habe ich mich über genau diese unzählige Zeilen lang lustig gemacht … und nun bin ich meinem Prinzip untreu geworden. Ich, die immer behauptet hat, dass genau Dinge wie Tattoos der Jugend vorbehalten sind, habe mich heute tätowieren lassen. Jap, ihr könnt euch jetzt alle schlapp lachen oder den Kopf verständnislos schütteln … ich hab meine Prinzipien über Bord geworfen.

Rausgekommen ist dabei nach einer fast vierstündigen Sitzung mein Krafttier an meiner Wade:

Dieser wunderbare Begleiter wird mich nun den Rest meines Lebens unterstützen, auf allen Wegen. Und er wird mir tragen helfen … mein Helfifant!

Wie bin ich bloss auf die wahnsinnige Idee gekommen, mich mit 50 Jahren zum ersten mal tätowieren zu lassen? Das werden sich wohl einige nun zu recht fragen. Ganz einfach: Man lebt nur einmal!!! 🙂

Ja, das habe ich immer schon gewusst. Ich habe aber in den letzten Monaten auf sehr unsanfte und eindrückliche Weise zusammen mit meiner Familie lernen müssen, dass man nichts aufschieben sollte – und auch, dass man nichts bereuen sollte, was man im Leben tut oder getan hat. Zu bereuen ist nur, was man glaubt, verpasst zu haben. Und weil ich Tattoos immer schön fand, selber aber nie eins habe machen lassen, habe ich dies nun nachgeholt. Für mich genau zum richtigen Zeitpunkt!

Auch wenn ich es war, die sich immer über die alten Schachteln lustig gemacht hat, die sich die Haut mit Tinte verzieren, so habe ich inzwischen eines kapiert: Ich bin keinem Rechenschaft schuldig und ich tue, was mir gefällt … egal wie alt ich bin. Solange ich nicht oberpeinlich durch die Weltgeschichte renne und sich meine Familie nicht für mich schämen muss, ist alles in Ordnung. Die Familie findet den Elefanten sogar sehr schön. Der Göttergatte konnte sich natürlich nicht verkneifen, zu betonen: „In Zukunft kann ich jetzt mit einem Elefanten spazieren gehen.“ Besten Dank auch … wie gut, dass ich seinen Humor verstehe!

Was lerne ich aus meiner Tattooerfahrung: Man ist nie zu alt, um etwas zu tun, was man schon lange hätte tun wollen – und man hat nur ein Leben 🙂

Geschrieben vor 1 1/2 Jahren … Reblog-Serie Teil 10

Tattoo

Tätowiert ist heute beinahe jede und jeder. Ein Tattoo ist schon lange nichts besonderes mehr und es wird glücklicherweise auch nicht mehr mit Gefängnis und Drogen in Verbindung gebracht. Das Tattoo ist salonfähig geworden und hat seinen Schrecken schon lange verloren. Die Älteren, die das immer noch nicht glauben können: Haben Sie Ihren Bankberater, Ihre zuständige Person bei der Versicherung oder den Anwalt schon einmal gefragt, ob er tätowiert sei? Sie würden staunen. Wenn nämlich viele dieser Schlipsträger ihre Hemden ausziehen, kommt am Oberarm, im Nacken oder sonstwo ein Tattoo zum Vorschein. Unter dem Anzug gut versteckt. Deswegen macht die Person bestimmt keinen schlechteren Job. Weiterlesen

Runzelgesicht

Kennt ihr auch einen richtig alten Menschen mit einem Gesicht voller Runzlen? Ich wünsche es euch. Ich kenne solche Menschen und … ich hatte ein solche Grossmutter. Und ich muss gestehen, dass ich immer wieder fasziniert bin von solchen Gesichtern.

Ich schaue gerne in eine Gesicht voller Falten, Furchen und Runzeln – ich finde diese Gesichter spannend und lebendig. Und ich stelle mir immer vor, wie jede dieser Runzeln eine Geschichte erzählt. Ein Gesicht verändert sich schliesslich im Verlauf des Lebens und selten ist in einem alten Gesicht noch etwas aus der Babyzeit zu erkennen – ausser vielleicht das Leuchten in den Augen, wenn die Zufriedenheit eines erfüllten Lebens da ist. Was gibt es schöneres, als mit einem lebendigen und unperfekt perfekten Gesicht eine ganze Geschichte zu erzählen. Ein faltiges Gesicht ist doch eigentich wie ein Buch. Jede Falte ein Kapitel! Und je älter man wird, umso mehr Kapitel hat das Buch. Ein wahres Wunderding. Weiterlesen

Eindeutig zweideutig…

Eine liebe Kollegin, die ich seit Monaten nicht mehr gesehen habe, hat mir heute den Abend versüsst. Wir waren zusammen auswärts essen. Alleine das war schon ein Highlight, zumal wir uns schon unendlich lange nicht mehr gesehen haben. Und das erste, was mir aufgefallen ist: Sie wurde in der Zwischenzeit zu einer Art Haarzwilling von mir. Noch ein kleines bisschen weniger grau als ich – aber pfiffige Kurzhaarfrisur ohne Zusatzstoffe. Kurz gesagt: Naturhaar auf dem Weg zum Silberfischchen. Cool, endlich mal jemand, der sein Haar auch schön findet, so wie es eben ist. Weiterlesen

Schreiben von A – Z: S = Superwoman

Kennt ihr sie auch, die Superwoman aus dem Fernsehen. Egal, ob im Film, in der Werbung oder in der Talksendung. Überall gibt es eine dieser Frauen, bei welchen man sich fragt: „Was zum Teufel mache ich falsch?“ Eben jene, die mit einer pfirsichzarten und ultrareinen Haut in die Kamera lächelt, natürlich mit einem schneeweissen Gebiss, welches mindestens doppelt soviele Zähne hat, wie das meine. Die Frau eben, die genau weiss, wie sie vorteilhaft sitzen muss, um eine perfekte Haltung zu haben. Ich habe übrigens schon mal versucht, die Beine so elegant übereinanderzuschlagen und auf die Seite zu kippen, um diese Supervorteilshaltung zu erreichen. Da breche ich mir vorher das Becken, die Hüfte und die Knie. Keine Ahnung, wie Superwoman das macht. Weiterlesen

Morgentoilette

Jeder Mensch hat sein eigenes Morgenritual im Badezimmer. Genauso unterschiedlich wie die Menschen sind daher wohl auch Ablauf und Dauer des Rituals. Manche brauchen die Morgendusche, um überhaupt erst wach zu werden. Andere finden es fürchterlich, sich morgens unter die Dusche zu stellen. Die einen fahren sich mit den Händen zwei Mal durchs Haar und damit ist die Frisur gemacht. Andere waschen, föhnen und frisieren bis zum Umfallen, bevor sie das Haus verlassen können. Am meisten fallen die Unterschiede bei der Morgentoilette ins Gewicht, wenn man gemeinsam mit Freunden in Urlaub fährt. Während die einen in fünf Minuten bereit zum Frühstück sind, müssen andere den Wecker eine Stunde vorher stellen, um halbwegs ansprechbar zu sein. Weiterlesen

Schlafen, Wasser und Salat

Habt ihr euch auch schon über die schöne Haut der TV-Stars gewundert? Oder gedacht, warum die nie einen fiesen Pickel mitten auf der Stirn haben? Also ich habe ja immer das Pech, dass meine Haut schön ist, solange ich nichts besonderes auf dem Plan habe. Steht aber ein Event an, an welchem ich besonders glänzen möchte, ist in der Regel das einzige, was glänzt, ein richtig fetter Pickel mitten im Gesicht. Oder aber eine neue tiefe Falte, die genau in der Nacht zuvor entstanden ist. Dieses Phänomen werde ich wohl nie verstehen und ich frage mich dann immer, wie es die Superstars wohl schaffen, ungefähr 300 Tage im Jahr auf ihren Redcarpet-Events gut auszusehen. Oder die Moderatorin der täglichen Show, die sich keine schlechten Tage erlauben kann…

Wenn diese Beautys in den Interviews gefragt werden, was sie denn für ihre Schönheit tun, kommt immer die gleiche Antwort: „Eigentlich nichts. Ich habe gute Gene, schlafe genug, trinke viel Wasser und esse regelmässig Salat.“ Weiterlesen