Zeig mir Dein Gesicht

Der Schweizerische Natinonalrat hat sich für ein gesamtschweizerisches Verhüllungsverbot (Burka, Nikab etc.) ausgesprochen. Dies soll für den öffentlichen Raum gelten – oder einfach für Orte, welche für die Allgemeinheit zugänglich sind. Und obwohl ich keiner Partei angehöre und selten politisch werde, sage ich dazu: Recht so!!

Die Gegner haben zwar als schlagendes Argument die Tatsache ins Feld geführt, dass kaum verhüllte Menschen in der Schweiz leben und man mit diesem Verbot vor allem Touristen treffen würde. Dies schwäche das Tourismusland Schweiz. Ich sage dazu: Kompletter Blödsinn! Warum? Ganz einfach:

Wenn ich ein Land bereise, welches andere Werte, Traditionen oder Religionen pflegt, als ich das gewohnt bin, so informiere ich mich darüber und halte mich an deren Regeln. Will ich das nicht tun, so bleibe ich zu Hause! Es würde mir selbst als Atheistin nicht im Traum einfallen, im Vatikan mit unbedekten Armen oder einem Minirock eine Kirche zu betreten. Genauso weiss ich, dass man in einer römisch katholischen Kirche den Hut vom Kopf nimmt. Bereise ich ein muslimisches Land, halte ich mich an deren Gepflogenheiten. Damit respektiere ich das Land und deren Bewohner. Alles andere wäre brüskierend. Weiterlesen

Ein Tag Facebook in echt

Seit ich bei Facebook vertreten bin – und das ist noch nicht wirklich lange – überlege ich mir immer wieder, wie ein Facebook-Tag im echten Leben aussehen würde.

Ich meine: Manche haben ja soviele „Freunde“, dass man sich gar nicht vorstellen kann, wie man soviele Freunde überhaupt haben könnte (vorausgesetzt, man versteht unter der Definition „Freund“ nicht einfach nur ein Mensch, den man vielleicht irgendwann mal gesehen hat…). Und dann wird geliked, was das Zeug hält. Es wird gratuliert, gelobt, geteilt, eingeladen und und und…..! Weiterlesen

Meine letzte Stätte – so wie ich sie will

Diskussionen, welche die meisten Leute scheuen, werden bei uns – auch mal anlässlich eines Geburtstagsfestes – am Esstisch geführt. „Wo und wie möchtest Du beerdigt werden?“ Schockstarre? Nein! Spannende Gespräche!

Jeder spricht über die Geburt. Manche tun dies so detailliert, dass ich die Bilder kaum noch aus dem Kopf bringe und gewisse Ausschmückungen nicht unbedingt nötig gewesen wären. Auch das Thema natürliche Geburt oder Kaiserschnitt sowie künstliche Befruchtungen in all ihren Variationen werden von allen besprochen und gehören zu den normalen Themen. Warum also den Schluss des Lebens immer tabuisieren? Ich meine: Fakt ist, dass wir alle wieder gehen werden. Manche früher, andere später. Manche leiden, andere sterben innerhalb von einem Bruchteil eines Moments. Aber ausweichen kann nun mal keiner. Wäre es da für die Angehörigen nicht von Vorteil, wenn man wüsste, was der Verstorbene gewollt hätte. Würde man sich damit nicht in einem unendlich traurigen Moment all diese Fragen ersparen, wenn man eben schon vorher darüber gesprochen hätte. Ich für meinen Teil habe klare Vorstellungen, wie ich mir das wünsche. Und das wissen meine Lieben auch! Genauso möchte ich aber auch von ihnen wissen, wie sie sich das vorstellen. Schliesslich gehört der Abschluss mit dazu. Weiterlesen