Gemeinsam stark

Meine regelmässigen Leserinnen und Leser wissen, dass ich mich seit längerer Zeit schon sehr aktiv an der Krebsfront engagiere. Ich kämpfe für jene, die dringend Hilfe brauchen – ich schreibe Mails, führe Telefonate mit Ärzten, Wissenschaftlern, Krebsforschern und es ist mir ein Anliegen, etwas zu bewegen. Ich hinterfrage, studiere, lese, analysiere und frage mich, wo sich der Einsatz am meisten für die Patienten lohnt.

Bekanntlich mahlen die Mühlen des Systems langsam und man kann die Welt nicht von heute auf morgen verändern. Man kann aber sehr wohl nicht locker lassen und versuchen, sie mindestens ein kleines Stück zu verbessern. Und das ist für mich definitiv eine Herzensangelegenheit – eine Angelegenheit, für die ich mit meinem Namen, meiner Ehre und viel Kraft einstehe.

Da ich kurz vor meinem bevorstehenden 50. Geburtstag stehe, werde ich oft nach Wünschen gefragt. Bekanntlich kann man weder die eigene, noch die Gesundheit der Liebsten kaufen. Drum habe ich keine Wünsche. Ich sehe es aber als meine Pflicht als gesunde Frau, mich mit jenen zusammenzutun, welche sich für die Erforschung von Krebs einsetzen, um die Überlebenschance und Lebensqualität von Krebspatienten zu verbessern. In Absprache mit der Krebsliga Schweiz und ihrer Partnerorganisation Stiftung Krebsforschung Schweiz habe ich beschlossen, ein Forschungsprojekt der Onkologie zu unterstützen. Jährlich gehen bei der Krebsliga Schweiz zwischen 160 – 180 Projektanträge ein. Ein unabhängiges Expertenteam begutachtet diese Anträge und rund 120 davon werden in der Regel als unterstützungswürdig erachtet. Davon kann die Krebsliga maximal 50 Anträge mit Fördergeldern von durchschnittlich je rund CHF 300’000.—berücksichtigen. Die anderen gehen leer aus und können aufgrund Geldmangels nicht weiterforschen.

Es ist für mich eine Herzensangelegenheit, einem dieser Forschungsteams die nötigen Mittel zu spenden, um ein weiteres Projekt voranzutreiben. Dafür habe ich ein Spezialkonto eingerichtet. Wer sich mit mir zusammen engagieren möchte, kann dies also ab sofort gerne tun. Jeder Franken zählt und ihr unterstützt damit eine Herzensangelegenheit, über welche ich euch selbstverständlich weiter informieren werde. Welches der wartenden Projekte konkret untersützt wird, entscheidet schlussendlich die Summe, welche wir gemeinsam zusammenbringen. Ich werde natürlich selber auch dazu beitragen, dass wir das Ziel erreichen und ich stehe mit meinem Namen dafür ein, dass JEDER Franken dorthin kommt, wo er gebraucht wird.

Wer sich mit mir zusammen engagieren möchte, kann von mir die Kontodaten über meine E-Mail-Adresse modepraline@gmx.ch erfragen. Und dort beantworte ich gerne auch allfällige weitere Fragen.

Zusammen stark – im Kampf gegen Krebs.

 

 

Unser Held

Heute war Grosseinsatz an der Krebskampffront. Der Göttergatte hatte eine weitere grosse Operation vor sich, auf welche wir seit ein paar Wochen gebibbert haben. Und in den letzten Tagen wurde die Nervosität schier unerträglich – zumindest für mich. Er nahm es relativ gelassen – wie immer – und war bis heute morgen gut gelaunt. Die Kids und ich fuhren ihn heute früh in die Klinik und man hätte bei ihm meinen können, wir würden einen Ausflug machen. Äusserlich total gelassen – innendrin hats ganz bestimmt gearbeitet wie verrückt … aber mein starker Indianer würde das NIEMALS zugeben 🙂 !

Die vier Stunden vom Moment, als wir ihn am Eingang des Operationssaales verabschiedeten, bis zum Anruf des Chirurgen, kamen mir vor wie Lichtjahre. Auch wenn das Tochterkind und der Sohnemann sich alle Mühe gaben, mich abzulenken. Schwierig … mit jeder weiteren halben Stunde standen meine Magennerven mehr auf Sturm und meine Hände glichen zwei Tropfsteinen (Angstschweiss). Meine Güte, was war ich froh, als der erlösende Anruf kam: „Alles gut gelaufen – er liegt nun auf der Intensiv und sie können in einer Stunde kurz zu ihm gehen.“

Intensivstation nach grosser Operation – da stellt man sich beim ersten Besuch immer auf einen richtigen kranken Menschen ein. Der Göga war aber schon eine Stunde nach OP wieder auf Spasskurs – meine Güte! Der Mann ist mein Held … seit 30 Jahren mein Held!!! Da kommen wir in die Intensivstation und er fragt uns: „Hey, wisst ihr, wie man einen Typen nennt, der so tut, als ob er etwas werfen würde?“ Hä??? „SCHEINWERFER!“ Und dabei konnte er sich köstlich amüsieren. Nach einer vierstündigen OP mit unzähligen Schläuchen im Körper.

Ich wünsche unserem Held so sehr, dass auch die nächsten Tage ohne Komplikationen verlaufen und wir damit einen weiteren Meilenstein an der Krebskampffront hinter uns lassen können. Da wo ich jammern und mich bedauern würde, ist er positiv und schaut nach vorne – immer mit dem Satz: „Der Krebs ist nur Nebensache – die Hauptsache ist das Leben.“ Ich liebe diesen Mann! 🙂

Wir sagen danke…

…für alle guten Wünsche…

…für die hübschen Karten…

…für Blumen…

…für Schutzengel…

…für unzählige SMS…

…für viele E-Mails…

…für aufmunternde Briefe…

…für jeden einzelnen positiven Gedanken…

…für die Tatsache, dass ihr uns alle tragen und kämpfen helft…

Wir haben der unheilbaren Krankheit den Kampf angesagt und der Göttergatte pfeift auf die Statistiken. Er will seine eigene Statistik machen – seine Aussage: „Trau keiner Statistik, die Du nicht selber gefälscht hast!“

Wir geben ALLES – und freuen uns, dass wir ein offensichtlich hervorragendes Netz haben, welches uns trägt.

DANKE, ihr Lieben! 🙂

Frauchen hat schlechte Nerven

Die Modepraline und ihre Hündin Ellie – eine symbiotische Verbindung. Man könnte es auch „Affenliebe“ nennen, obwohl kein Affe im Spiel ist. Aber ich lese Ellie und Ellie liest mich. Und nun habe ich in meiner Neuzeit als Hundehalterin nach 10 Monaten die erste negative Erfahrung gemacht: Ellie wurde von einem Artgenossen gebissen und musste genäht werden.

Bestimmt denkt ihr nun alle: „Arme Ellie – wie es ihr wohl geht?“ Ich kann euch zum Glück sagen, dass Ellie dieses Erlebnis offensichtlich gut weggesteckt hat. Kein Zittern, keine Angst und – wie es scheint – auch keine wahnsinnigen Schmerzen, denn sie hat sich einfach NICHTS anmerken lassen. Nicht einmal, als sie genäht werden musste von der lustigen Frau Tierarzt mit ihrem Walliser Bauernfraukopftuch (welches lediglich dem Zweck dient, beim Operieren die Haare nicht im Gesicht zu haben). Echt Leute – Ellie ist der Hammer!

Und ich? Ich bin offenbar eine absolut hyper-ober-über-mega-hysterische Hundemama, die heult wie ein Schlosshund, wenn ihrem Vierbeiner etwas zustösst. Prima! Sehr souverän, das liebe Frauchen. Bestimmt muss Ellie gedacht haben, jemand habe mir einen Arm abgebissen, so hysterisch wie ich reagiert habe. Vermutlich hat Ellie nämlich gar nicht begriffen, warum Frauchen so ausflippt – schliesslich hatte sie kein Problem mit der Situation. Frauchen aber schon. Wie eine Löwenmama habe ich meinem Fellknäuel mit völlig übertriebenen Liebkosungen helfen wollen und habe dabei noch die Tränenschleusen geöffnet, als ob Monsun wäre. Was lernt das Fellnknäuel daraus? Nichts, ausser dass Frauchen keine grosse Hilfe ist, wenn sie selber neben der Spur läuft.

Bei fremden Tieren sind Verletzungen für mich kein Problem. Ich funktioniere wie ein Rädchen und tue genau, was man nach Lehrbuch tun sollte. Geht es um mein eigenes Tier, schaltet mein rationales Gehirn auf OFF und mein Hysteriezentrum auf ON. Alles rundherum wird in diesem Moment für mich zum Feindbild – ich reagiere mit Ablehnung und bin sauer über die ganze Welt. Warum eigentlich?

Tiere sind und bleiben Tiere – jede Situation kann kippen und man kann nie mit 100%-er Sicherheit sagen, ob aus Spiel nicht plötzlich Kampf wird. Ja, und die nicht mehr ganz junge Modepraline weiss das zwar, tickt aber aus, wenn es ums eigene Tier geht.

Fazit meines ersten negativen Hundeerlebnisses:
. Hunde sind Tiere und bleiben Tiere.
. Keine Situation gleicht der anderen und es kann immer etwas passieren.
. Ruhe bewahren ist immer die beste Reaktion, egal was geschehen ist.
. Der Halter hat die Verantwortung für sein Tier.
. Kein Halter kann für sein Tier eine 100%-e Garantie abgeben, die gibt es nicht.
. Mit Hysterie und übertriebenem Betüdeln nützt man dem Tier nichts.

Und auch wenn mir meine kleine Ellie im Moment unglaublich leid tut und ich mich ohrfeigen könnte, dass ich das „geschehen liess“, so hat Ellie offenbar mit ihrem getackerten Rücken kein Problem und hüpft munter umher. Jetzt muss nur noch das Frauchen lernen, wie man damit umgeht … man lernt eben nie aus!

 

Der innere Schweinehund

Mein innerer Schweinehund ist ein saumässig grosses und starkes Tier. Zumindest vermute ich das. Seit Jahren gewinnt er jeden Kampf gegen meine Turnschuhe, gegen Bewegungsaktivitäten und gegen Spaziergänge in der Natur. Bis mein innerer Schweinehund auf einmal zu bellen begann. Ja, seither hat sich so einiges verändert.

Seit ich also nicht mehr nur meinen Schweinehund, sondern auch noch einen echten Hund habe, hat sich der Hundekampf erfolgreich zu Gunsten der Bewegung entwickelt. Weiterlesen