Kein Kaffee, kein Tag!!

Mein Morgenritual besteht aus drei grossen Tassen Kaffee und dem Laptop … gemütlich und langsam in den Tag starten. Und dann passiert DAS: Die Kaffeemaschine gurgelt, motzt, würgt und … gibt keinen Kaffee her. WELTUNTERGANG!!! Ich werde leicht panisch. Ich drehe und wende das Teil, fülle den Wassertank neu, befreie mit dem Backpinsel die Maschine von irgendwelchen Kaffeepartikeln und hoffe auf ein Wunder. Was tut sie? Sie wehrt sich mit Gurgeln und anderen komischen Geräuschen.

Ich stehe in der Küche wie ein lauwarmer Schluck Wasser und habe leichte Panikattacken. Ein Tag ohne Kaffee ist kein Tag … dann kann ich gleich wieder zurück ins Bett kriechen. Das kann doch nicht sein. Verzweiflung!

Nach gefühlt einer halben Stunde Fehlersuche durchforste ich sämtliche Küchenschränke nach einem Instantkaffeepulver. Wer weiss, vielleicht liegt ja noch irgendwo sowas. Und ich werde fündig. Auf dem Beutel, versteckt hinter den gesammelten leeren Marmeladegläsern liegt ein orangefarbenes Beutelchen, auf welchem „Incarom“ steht. Ich greif mir das Teil und nehme wie eine Süchtige den Wasserkocher in Betrieb. Die Tatsache, dass auf dem orangenen Relikt aus dem Küchenschrank das Ablaufdatum vom Jahre 2014 steht, interessiert mich keine Bohne. Hauptsache Kaffee.

Zum Thema Kaffeepulver für Schnellkaffees kann ich nur folgendes sagen: Pfui Teufel! Ist nur mit Zucker erträglich und ich trinke nie was mit Zucker. Aber was tut man nicht alles, wenn die absolute Kaffeekrise ausbricht?

Unglaublich, was das braune Heissgetränk auslösen kann. Ich dachte ja immer, ich hätte null Suchtpotential. Falsch gedacht. Man nehme mir den Kaffee weg und ich werde panisch! Und wieder einmal hat mir der Göttergatte das Leben gerettet … Maschine läuft wieder – juhuuuuuuuuui!!! 🙂

Wenn Weihnachten vorbei ist …

… alle Geschenke ausgepackt sind …

… der Bauch vollgestopft ist …

… die Kerzen ausgelöscht sind …

… alles wieder an seinem Platz versorgt ist …

… und man trotzdem das Gefühl hat, dass irgendetwas fehlt – dann kommt der Moment, in welchem tatsächlich auch ich mal sagen muss: Dieses Jahr 2016 kann einfach ersatzlos gestrichen werden. Die lustige, heitere, zynische, spassige, kritische und querdenkende Modepraline hat Tage, an welchen sie so richtig die Schnauze voll hat. Jaja, ich weiss, das sagt man nicht. Aber da kann „man“ auch mal eine Ausnahme machen und einfach in die Tasten hauen.

Ihr kennt sicher alle den Satz: „Es kann eigentlich gar nicht mehr schlimmer werden…!“ Ich traue mich nicht mehr, ihn zu sagen. 2016 hat mir mehr als einmal den Beweis geliefert, dass es immer noch eine Schippe Mist obendrauf legen kann.

Und wenn ich mich einmal im Kreis drehe, beobachte, zuhöre und lese, so muss ich sagen: Ich weiss, woher meine Leere kommt. Und ich weiss auch, dass mein Fels in der Brandung meine Familie ist. Deshalb schwindet mein Verständnis für triviale Pseudoprobleme von Tag zu Tag mehr. Es ist nicht nur meine persönliche, kleine Familienwelt, die 2016 aus den Fugen geraten ist. Der ganze Globus scheint einen Richtungswechsel nötig zu haben. Die Menschheit scheitert an der eigenen Intelligenz und macht sich sehr erfolgreich selber kaputt.

Es gibt 1000 Gründe, warum ich keine Weihnachtsgefühle hatte und noch viel weniger Silvestergefühle entwickeln kann – ich bin inzwischen soweit, dass ich denke: Am besten verschlafe ich den Jahreswechsel … eine andere Zahl wird vermutlich kaum etwas an der Tatsache ändern, dass wir alle dringend ein Wunder nötig hätten.

Die allergrössten aller Wunderkisten, Energiequellen, Hoffnungspakete und erfolgreichen Kampfansagen wünsche ich aber meinem Göttergatten. Ich kenne keinen, der es mehr verdient hat. 🙂

Albtraum

Ich gehöre zur den Menschen, die nie traumlos schlafen. Ich weiss gar nicht, wie es sich anfühlt, traumlos schlafen zu können. Ob das normal ist, weiss ich nicht, denn es war immer schon so. Zudem kann ich mich immer an meine Träume erinnern und diese auch detailliert wiedergeben. Natürlich tue ich das nicht immer, denn damit müsste ich täglich meine Mitmenschen mit uninteressanten Geschichten malträtieren. Wer will das schon?

Was ich aber gar nicht mag, sind die anstrengenden Albträume, die mich leider auch regelmässig plagen. Diese fühlen sich meist so real an, dass ich morgens komplett kaputt erwache und mich zuerst buchstäblich selber sortieren muss, um halbwegs in der Spur zu laufen. Dieses Gefühl mag ich gar nicht. In meinen Albträumen kommen zudem immer Menschen vor, die überhaupt nichts miteinander zu tun haben. Keine Ahnung, wie die da rein geraten. Ein Traumanalytiker würde mich wahrscheinlich nach meinen Erzählungen für verrückt erklären. Da geraten Onkel, Freunde, Eltern, Kinder, Angestellte oder flüchtige Bekannte womöglich in ein Flugzeug über dem offenen Meer, schiessen wild um sich, verfolgen mich und überall krabbeln hässliche Getiere aus den Lüftungsgittern. Komischerweise weiss ich während eines solchen Traumes immer, dass ich träume. Als ob ich neben meinem Bett stehen und mir beim Träumen zusehen würde. Aufwachen funktioniert aber trotzdem nicht. Und entspannend schlafen erst recht nicht. Morgens fühle ich mich wie gerädert und frage mich, ob ich überhaupt geschlafen habe. Weiterlesen

Outlet ist nicht gleich Schrott!

Haben sie auch schon einmal in einem Outlet eingekauft? Wissen sie, was ein Outlet ist? Also im deutschen Sprachgebrauch bedeutet Outlet: „eine Verkaufsstelle, in der Waren aus nicht mehr aktuellen Kollektionen, B-Ware, Rückläufer des Handels oder Ware aus Überproduktionen zu in der Regel günstigeren Preisen angeboten werden“ (Quelle: Wikipedia).

Soweit, so gut. Ich betreibe unter anderem selber einen Outlet und kämpfe immer wieder gegen das Vorurteil: Outlet gleich Schrott, demzufolge bitte spottbillig! Weit gefehlt! Mein Outlet ist ein hübscher kleiner Laden in einer charmanten barocken Altstadt.

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