Verflixte Sprache

Ich bin bekannt für FREI SCHNAUZE. Diese Art der Kommunikation macht mich und meine Schreibe aus. Jetzt muss ich mich im Kopf neu sortieren, denn die Wortwahl wird immer schwieriger – die Sprache verändert sich laufend. Zum Glück!!

Bei manchen Texten frage ich mich allerdings schon, ob da noch ein schöner Lesefluss zustande kommen kann. Man muss schliesslich auf nicht gerade wenige Faktoren achten:

Politisch korrekt muss der Text sein.

Sexistische Äusserungen gehen gar nicht (was auch immer inzwischen da alles dazugehört).

Rassistische Nähe geht auf gar keinen Fall (ich überlege mir inzwischen sogar beim Wort „schwarz“, ob es okay ist – egal in welchem Kontext es steht).

Gendern muss man inzwischen auch können – damit habe ich fast am meisten Mühe. Daran muss ich mich echt erst gewöhnen.

So – und wenn ich nun all das beachte … was kommt dann dabei raus? Irgendwie ein bisschen verkrampft das Ganze. Man müsste ja daraus schliessen, dass ich eine sexistische Rassistin bin die sich politisch völlig unkorrekt verhält – und dabei kommt mir jegliches Gendern abhanden.
Ich würde mal meinen, dass dem nicht so ist … aber es schwingt immer ein bisschen Angst im Hinterkopf mit, dass man etwas schreiben oder sagen könnte, was nun wirklich nicht geht. Und da ist mein Massstab noch so gar nicht mehrheitstauglich. Meine Schnauze ist oft immer noch schneller als das Hirn … mit dem Alter wird es schlimmer! Und wenn ich dann noch alle Regeln erst sortieren muss, dann werde ich vermutlich irgendwann stumm – oder ich lande hinter Gittern wegen nicht konformer Äusserungen.

Meine Güte – ich muss an mir arbeiten – aber erst gucke ich jetzt mal noch die EM!!!

Modepraline ist Fan !!!

Seit ich denken kann, bin ich ein grosser Fan der Bilder des Kunstmalers Rolf Knie. Also, eigentlich bin ich ein Fan von Rolf Knie selber. Mich faszinieren Menschen, die mit einem Stift oder einem Pinsel ganze Geschichten aufs Papier, die Leinwand oder die Zeltblache zaubern können. Ich selber scheitere nämlich schon beim Strichmännchen – total talentfrei!

Als Schülerin habe ich mein Taschengeld nicht selten in die Poster von Rolf Knie investiert. Seine Tiger in der Zirkusmanege, seine Elefanten und Clowns … die ganze Welt rund um den Zirkus hat mich immer fasziniert. Irgendwann konnte ich mir dann sogar eine Lithographie leisten und habe mich darüber gefreut wie eine Schneekönigin.

Heute bin ich nach wie vor ein riesiger Fan von Rolf Knie. Ich wohne quasi in seiner Manege und lese alles, was es über den Künstler zu lesen gibt. Und ich habe auch schon selber auf meinem Blog ein Interview mit Rolf Knie veröffentlicht https://modepraline.com/2015/06/30/was-macht-rolf-knie/ .

Nun war ich kürzlich einmal mehr an einer Vernissage meines Lieblingsmalers und … ich habe ihn endlich persönlich kennengelernt. Bislang hatten wir nur schriftlichen Kontakt. Nun ja, man könnte sagen: Die Modepraline hat sich kurzfristig zum Teenie zurückentwickelt – einfach ohne Kreischalarm. Ich habe mich fürs Foto auf Rolf Knies Schoss gesetzt und musste mich so tierisch freuen, dass ich glatt meine Augen weggegrinst habe. Peiiiinlich!

Und ich habe wieder einmal ein Traumbild entdeckt, welches den Namen „Gugus“ (Schriftdeutsch „Kuckuck“) trägt.

Ich habe den Gugus-Clown extra mit dem Zoom nochmal hergeholt, weil man auf dem Bild nur das strahlende und augenlose Groupie sieht …

Dass sich Rolf Knie anschliessend an die Vernissage im Restaurant an den Tisch zu mir und meinen Freundinnen gesetzt hat, das war das ultimative Highlight für mich als echten Fan. Ich meine: Er hat bestimmt eine Stunde aus seinem Leben erzählt; er hat uns einen Einblick hinter die Fassade des Künstlers gegeben und … Leute … jetzt kommts: Er hat mich nach Mallorca eingeladen – mich, die Modepraline (mit Mann, Kind und Kegel hat er gesagt). Dafür hat er mir seine Telefonnummer gegeben (nein, ich geb sie nicht weiter – auch nicht für Geld!!!) und hat mich gefragt, ob ich für seinen Salto Natale (macht er mit seinem Sohn Gregory) einen Beitrag auf meinem Blog machen würde. Hallo? Und ob ich das würde!!! Ich war derart verzückt, dass meine Freundinnen nicht aufhören konnten zu grinsen, weil ich so groupiehaft am Schwärmen war. Tja, auch mit 50 ist man nicht zu alt, um ein echter Fan zu sein. Danke, lieber Rolf – Du hast mir eine riesen Freude gemacht!

4. Advent

Ja, ich weiss – ich habe mich schon im letzten Jahr mokiert über die abstrakten Adventskranzgebilde, welche zum Teil angeboten werden. Und ich tue es wieder – oh je, mir gehen offenbar die Ideen aus. Nein: Ich bin ganz einfach offenbar noch genauso altmodisch, wie vor einem Jahr. Daran hat sich null und nichts geändert. Weiterlesen

Loslassen

Wer mich kennt, weiss es – wer mich nicht kennt, erfährt es jetzt: Ich bin eine Oberglucke! Was das ist? Nun ja, eine Mama halt, die ihre Küken (inzwischen erwachsen) am liebsten für immer und ewig unter den Flügeln behalten möchte. Eine Vollblutmama, die sich zurückhalten muss, um dem Nachwuchs nicht mit der Bemutterung total auf den Senkel zu gehen. Eine jener Mütter eben, die den Sprösslingen am liebsten alle Unwidrigkeiten im Leben ersparen und ihnen alles aus dem Weg räumen möchte. Und ich weiss, dass man damit den Kindern keinen Gefallen tut. Weiterlesen

Mein Verständnis von Kunst…

…beschränkt sich auf: Null. Zumindest dann, wenn ich in einer Kunstausstellung stehe. Da scheinen nämlich rundherum alles wahre Kenner zu sein. Nun ja: Da habe ich eine Einladung bekommen von einer Galerie und dachte, dass das ein schöner Sonntagsausflug sein könnte. Also mache ich mich mit einer Kollegin auf in die Szene der Kunstverständigen. Schliesslich hängen bei mir zu Hause auch Bilder, also verstehe ich doch auch etwas von Kunst. Weiterlesen

Nieder mit dem Selfiewahn?

Selfie hier, Selfie da, Selfie dort – eigentlich Selfie überall! Diese Ego-Streichel-Bilder nerven! Oder doch nicht? Eigentlich war für mich bislang klar, dass ich alle, die Selfies veröffentlichen, doof finde. Selbstverliebte Ich-Menschen halt. Dann habe ich mich auf einmal dabei ertappt, wie ich immer wieder die Selfies der Anderen betrachte und mir überlege, wie sie diese wohl gemacht haben. So, ich oute mich jetzt: Ich glaube, dass ich neidisch bin!
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