Schweizer Nationalfeiertag

Bekanntlich feiert die Schweiz am 1. August ihren Nationalfeiertag. Also – früher war das zumindest so. Heutzutags feiert man den Nationalfeiertag vom 30. Juli bis 3. August … wenn man nach dem Geknalle und Gekrache geht. Ein wunderschönes Feuerwerk am 1. August ist in der Tat etwas Schönes. Und davon gibt es glücklicherweise etliche. Aber muss es Tage zuvor und noch Tage danach auch knallen und müssen die Böller wirklich mitten in den Wohnquartieren, im Wald, am Fluss und eigentlich einfach überall unerwartet losgehen? Weiterlesen

Schietwetter

Wer kennt dieses Wort? Die Norddeutschen bestimmt alle – für die anderen: Es heisst nichts anderes als „Scheisswetter“! Und klingen tut es so lustig, wenn man in Hamburg landet, es in Strömen regnet und der Taxifahrer trocken meint: „Typisches Hamburger Schietwetter halt, gell!“ Ja, meine liebe Hansestadt ist im Sommer tatsächlich einfacher zu lieben, als im Winter. Und ausgerechnet ich sage das, wo ich doch eigentlich ein Wintermensch bin. Aber in der Hansestadt ist es im Winter einfach nur zappenduster. Ja, auch tagsüber. Es ist, als ob ein Wolkendeckel die Stadt unter Verschluss halten und das Licht fernhalten würde. Den ganzen Tag über hat man das Gefühl, dass es gleich wieder einnachtet und alles ist grau in grau. Ganz abgesehen von der Nässe, die Hamburg in dieser Zeit auch nicht gerade gemütlich macht. Weiterlesen

Fiese Spiegel

Shopping macht Spass. Ein schöner Tag. Alleine oder in Gesellschaft auf die Jagd nach schönen neuen Errungenschaften für den Kleiderschrank zu gehen, ist ein tolles Gefühl. Man sollte einfach gute Laune haben, wenn man auf Shoppingtour geht, denn alles andere endet sonst nur im Desaster. Frusttage ziehen Frustkäufe nach sich – und diese sind bekanntlich nie brauchbar. Zumindest ich kaufe bei Frustkäufen nur Sachen, die ich dann NIE anziehe, weil ich mich beim Einkauf so schlecht gefühlt habe, dass ich mich im Nachhinein immer frage, was mich da geritten hat.

Aber anyway: Auf zum positiven Shoppingerlebnis. Gut gelaunt und voller Zuversicht, dass jede Menge schöner Dinge auf mich warten. Schon im zweiten Geschäft werde ich fündig. Eine tolle Hose aus Spitze lacht mich an. Ich schnappe das edle Teil und verschwinde in der Umkleidekabine. Schuhe ausziehen, Hose ausziehen und Unterwäsche richten. Dann der Blick in den Spiegel – in der gut ausgeleuchteten Kabine (mir wär lieber, es wäre dunkler). Wo zum Teufel kommt diese Cellulite auf einmal her? Die war doch gestern noch nicht da. Ich drehe mich zur Seite und finde, dass dieser Spiegel richtig bescheiden ist. Heute morgen war ich definitiv noch nicht so dick! Ok, versuchen wir es einmal mit der schönen Spitzenhose. Vom Bügel nehmen, einsteigen und….reinwürgen! Komische Grösse, finde ich. Die fällt bestimmt extrem klein aus. Anders kann ich mir nicht erklären, dass sie sich so saumässig klein anfühlt. Aber der Knopf geht zu, yeah! Blick in den Spiegel – oh Schreck! Dieser unsäglich brutale Spiegel zeigt mir jede Delle, die ich nicht sehen möchte, und das grelle Licht lässt mich sowieso aussehen, als ob ich gerade von den Toten auferstanden wäre. Nein, das kann es nicht sein. Umziehen und weitersuchen ist angesagt. Weiterlesen