Ein oder zwei Milliarden …

… könnte der Vatikan doch locker machen, um Beatmungsgeräte, Spitalzimmer, Härtefälle, krisengeschüttelte Regionen und seuchengeplagte Menschen zu unterstützen. Oder verstehe ich da etwas falsch.

Der gute Herr Oberst (namens Papst) spendet an Ostern den lieben Gläubigern nur den Ostersegen … davon wird das Atmen aber auch nicht leichter, wenn Corona die Lunge befällt. Auch die Rechnungen Ende Monat können die kleinen Unternehmer davon nicht bezahlen. Ganz abgesehen von all den Familien, die nicht mehr wissen, woher sie das Geld für die Nahrungsmittel noch nehmen sollen, wenn das Einkommen auf einmal wegfällt. Hat der Herr im weissen Kittel mit dem Käppi das wohl auch schon verstanden?

Ich könnte schwören, uns habe man mit der Bibel und dem Unterricht in der Schule irgendwas von Nächstenliebe und Teilen und so eingetrichtert. Und dann sitzt da – mitten im gebeutelten Italien – der reiche Vatikanstaat mit seinen Milliarden und tut was genau? Den Menschen Zuversicht vermitteln mit … was genau???

Jaja, ich war noch nie eine der gläubigen Garde … aber wenn weltweit eine Seuche tobt, spätestens dann könnte doch der Vatikan seine gebunkerten Milliarden mal aus dem Keller holen … oder haben dort die Coronaviren goldene Pantöffelchen an und bewachen den Herrn mit dem weissen Käppi?

Mich würde ja wundernehmen, wenn besagter Herr – der notabene zur Risikogruppe gehört – auf einmal Atemnot bekäme, ob man da eine speziell geweihte und vatikanisierte Beatmungsmaschine organisieren würde, um ihn zu retten.

Echt, das macht mich grad so ein kleines bisschen stinkig! Solidarität überall … jeder hilft jedem … und WO IST DIE KIRCHE???

„Notre problème?“

Wie gut, dass unsere Welt keine anderen Probleme zu haben scheint, als ein geschichtsträchtiges Bauwerk in Paris: Notre Dame.

Ja, jede Pressestelle, jeder Journi, jeder Blogger, jeder Schreiberling hat nun auch noch seinen Senf dazu zu geben – also mache ich doch da auch mit. Allerdings nur, weil ich mich ärgere!

Ich drehe mich einmal um mich selbst und lasse vor meinem inneren Auge die Probleme dieser Welt laufen. Und was fällt mir auf? Notre Dame ist verdammt noch mal das unwichtigste aller Probleme! Ups … jetzt ist es raus!

Es gibt so unendlich vieles, was schrecklich ist – ungerecht, grauenvoll, unmenschlich und einfach niemals zu verstehen. Aber eines gehört da ganz sicher nicht dazu: Ein Bauwerk, welches im Optimalfall sogar wieder rekonstruiert werden kann. Es ist nämlich niemand dabei zu Schaden gekommen. Alle sprechen vom grossen Unglück in Paris! Wie wäre es, wenn man mal vom grossen Glück reden würde, dass dabei niemand ums Leben gekommen ist? Oder anders gefragt: Wieviel Wert haben  Menschenleben? Auch unzählige Millionen Euro? Mit soviel wird nämlich akutell die Hilfsaktion zum Wiederaufbau von Notre Dame beziffert!

Ich überlege grade, was man mit soviel Geld alles tun könnte. Und dabei fallen mir unzählige Dinge ein … der Wiederaufbau eines historischen Gebäudes gehört aber definitiv nicht dazu.

Mein lieben Kunstkenner, Fans von historischen Gebäuden, tief Erschütterten und Entsetzten: Ihr dürft mich jetzt entabonnieren, meinen Blog nicht mehr lesen oder mich einfach nur bescheuert finden. Das macht nichts! Aber das Entsetzen um ein Gebäude und die Mengen an Geld, die dafür überall aufploppen, gehen mir doch gehörig auf die Nerven!

Ich habe fertig! 😦

Die Luft ist raus

Viele meiner Blogleser-/innen sind gleichzeitig auch Familienmitglieder, Freunde oder Kundinnen in meinem Geschäft. Für die ist es nicht neu – für alle anderen: Ja, ich schliesse meine beiden Läden in der Ambassadorenstadt Solothurn defintiv im Sommer. Und ja, ich ziehe mich gänzlich aus dem Textilmetier zurück. Nach 10 Jahren ist mir mental die Puste ausgegangen. Die Onlineshopper und die Eurolandhopper haben mir noch den letzten Nerv geraubt. Der Kampf um jeden Kunden wurde täglich härter und die Bedingungen für kleine Geschäfte immer unfairer. Grosse Billiggiganten zwingen kleine Geschäfte in die Knie und jene Idioten, welche sich bei uns nur noch zum Kaffeetrinken sehen liessen, um uns dann zu erzählen, wie günstig sie all die Dinge schon in Konstanz eingekauft hätten – ja genau jene hätten mich irgendwann zur Schlägerin werden lassen. Drum habe ich beschlossen, die Reissleine zu ziehen. Weiterlesen

Neue Hilfsgelder?

Ich mische mich auf meinem Blog nie in politische Diskussionen ein – das tut die Presse schon genug. Jetzt mache ich mal kurz eine klitzekleine Ausnahme. Warum? Weil meine allerbeste Freundin unbewusst mir die Idee zu diesen Zeilen geliefert hat. Das ging folgendermassen:

Ich: „Jetzt hab ich die Newsmitteilung erhalten, dass Griechenland einen neuen Antrag auf Hilfsgelder stellt – sowas nennt sich dann Eurorettungsschirm. Also manchmal versteh ich echt die Welt nicht mehr.“

Sie: „Was ich nicht verstehe ist, wo all diese Reeder und diese Supermilliardäre sind? Die könnten doch ihr Land im Alleingang retten.“

Ich: „Du meinst da diese Oligarchen – jene, die in der Portokasse die Millionen und auf der Bank die Milliarden bunkern?“

Sie: „Genau, das wäre doch für die nun wirklich kein Ding, ihrem Land aus der Misere zu helfen.“

So, und das ist nun also der Grund, warum ich mich dazu hinreissen liess, diese politischen Ansätze doch niederzuschreiben. Diese Idee ist nämlich so simpel, dass ich mich danach tatsächlich auch fragte: Warum eigentlich nicht? Dass diese Idee schon alleine im Grundsatz die Lösung vieler Probleme auf der ganzen Welt wäre, darüber müssen wir gar nicht diskutieren. Schliesslich war es schon immer so, dass viele Supperreiche karitative Projekte unterstützen und damit den weniger gut Betuchten unter die Arme greifen. Warum geht das also nicht auch zur Rettung eines Landes? Weiterlesen