Heimwerkerin? Niemals!

Kennt ihr sie auch, die Menschen, die einfach alles selber machen? Jene, die für alles eine Lösung haben und auch immer die passenden Werkzeuge gleich zücken können. Ich gehöre definitiv nicht dazu.

Bei mir haben schon mal die Werkzeuge andere Namen, als anderswo. In unserem Haus gibts für mich nur

. Schraubendrehdingens
. Nageleinschlagzeugs
. Nagelherausziehteil
. Auffüllreinstopfmaterialmatsche
. Vorhangaufhängegedöns
. Ritschratschabsägzeug
. Glasflickklebzeug
. Fleckenwegmachwasser.

Das Gute daran ist, dass mein Göttergatte meine Sprache inzwischen schon versteht und weiss, was ich gerne von ihm hätte. Also: Ich möchte ja jeweils nicht das Werkzeug, sondern gleich noch die Arbeit mit dazu. Wenn ich es nämlich mache, dann ist es echt nervenschonender, gleich alles in den Müll zu schmeissen. Spart Zeit, Geld UND Nerven.

Nun kommt es ja hin und wieder vor, dass der Göttergatte im Krankenhaus weilt oder etwas gerade nicht machen darf (was er im übrigen absolut nicht ausstehen kann). Dann kommt die Modepraline zum Einsatz. Bringe sich in Sicherheit, wer kann! Wenn ich Papier bündeln muss, dann ist das ein Abenteuer für sich – reine Glückssache, wenn so ein Bündel den Transport aus dem Haus intakt übersteht. Ich knote mich jeweils beinahe selber am Bündel fest. Die Abfalltrennung geht zu Gunsten meiner Bequemlichkeit auch regelmässig flöten, wenn ich an der Hauswerkerfront bin. Da verschwindet einfach alles im Müllsack – zuschnüren – fertig! Das Auswechseln von Leuchtkörpern ist auch nicht unbedingt meine Stärke – da sitze ich schon eher im Halbdunkeln. Kartonentsorgung wird auch keine olympische Disziplin. Ich hüpfe wie eine Halbwilde auf den Schachteln rum, um diese platt zu treten und sie dann zu einem halbwegs passablen Berg zu schichten. Und die Sache mit den Aludosen – ja, da habe ich irgendwann beschlossen: Pfeif auf dieses Zusammengequetsche und Ineinandergestaple – in den Müll damit (jaja, Asche auf mein Haupt!).

Übrigens habe ich letzthin mit einem extrem effizienten Mittel den Wasserhahn entkalkt. Das Chrom ist nun auch weg – sieht nicht besonders hübsch aus … irgendwie hab ich da was mit dem Mittel und der Dosierung wohl falsch verstanden.

Also eines steht fest: Den Heimwerkeraward werde ich nicht gewinnen – ich glaube, dass ich mich schon glücklich schätzen kann, wenn ich nicht irgendwann von der Müllabfuhr mitensorgt werde, weil ich mich irgendwo festgebunden oder angetackert habe.

Zeigt her eure Füsse

Die Sonnenstrahlen wärmen endlich, der Sommer zeigt sich hin und wieder tatsächlich und damit fühlen sich die Menschen ermuntert, das Schuhwerk auf leicht umzustellen. Manche verzichten leider sogar ganz darauf – auch in der Stadt. Weiterlesen

Brief an meine Füsse – Challenge

Hallo ihr Käsetreter

Ihr seid eigentlich zwei arme Teufel. Meine ganze Last liegt auf euch und zum Dank finde ich euch einfach nur … hässlich. Ich bin kein Fan von Füssen, obwohl ihr schön schlank und problemlos seid. Optisch ist eigentlich nichts gegen euch zu sagen, ausser dass ihr euch ständig harte Fersenhaut wachsen lasst, die ich nicht mag. Besonders im Sommer sieht das bescheiden aus – ein Grund, warum ich selten offenes Schuhwerk trage. Hühneraugen scheint ihr zum Glück auch nicht zu mögen, denn ihr verschont mich davon. Weiterlesen

Brief an meine Arme und Hände – Challenge

Meine lieben Tentakel

Ihr seid ganz okey, soviel kann ich vorneweg schon mal sagen. Und da ich immer am Mäkeln bin, heisst das schon was! Für mein Alter und meine totale Unsportlichkeit haltet ihr euch ganz gut. Die Winkearme (schlaffe Oberarme) könnten weit schlimmer sein und ihr seid ziemlich schlank geblieben. Ich sage immer: Die dünnste Stelle an meinem Körper sind meine Handgelenke. Jede Uhr und jedes Armband muss auf Kindergrösse verkleinert werden, weil ihr so zierlich seid. Alles andere an mir ist weit weg von zierlich. Also dachtet ihr wohl, dass wenigstens ihr mir zu diesem Attribut verhelft. Herzlichen Dank auch. Weiterlesen