Bitter bestraft

Ich hasse Möbeleinkäufe – ich schlendere auch nicht gerne durch  Möbelhäuser. Das war schon immer so und wird sich wohl auch nie ändern. Bislang habe ich immer Glück gehabt, dass meine Katalog- oder Onlinemöbeleinkäufe funktioniert und gepasst haben. Bis heute! 😦

Unser neues Sofa wurde heute geliefert. Was ich als silber (und in meinem Kopf grau) bestellt habe, hat sich als silber-grau-blau herausgestellt. Wenn etwas absolut rein und überhaupt gar nicht in unser Haus passt, dann blaustichige Farben. Kalte Töne ohnehin nicht. Meine Lieben – das Sofa wurde aufgestellt und ich hätte am liebsten losgeheult. Weniger passen geht gar nicht. Das Ding steht wie ein Fremdkörper in unserem Wohnzimmer und ich könnte ko… !!!

Die neuen Vorhänge, die neuen Kissen, der alte Lieblingsteppich, die Möbel … nichts passt auf einmal mehr. Und das alte Sofa ist bereits weg. Ich stehe da und gucke wie ein begossener Pudel. Was soll das?? In meinem Kopf hat das Ding irgendwie anders ausgesehen. Und die berechtigte Frage der Umgebung: „Warum bestellst Du auch online ein Sofa, das muss man doch in echt sehen!?“ Ach neee – danke auch für den Input!

Lustig daran finde ich ja, dass die Männer es cool finden und die falsche Farbe gar nicht sehen, während die Frauen fast Ausschlag bekommen. Sind Männer denn wirklich alle farbenblind? Zurückgeben geht nicht, denn ich habe ja bekommen, was ich bestellt habe. Ganz schön doof! Und das Ding ist unfassbar bequem. Jetzt gucke ich mal, ob es sich meinem Auge anpasst … sonst muss es leider wieder ausziehen.

Memo an mich: Sofas sollte man in echt angucken … online ist eine schlechte Idee! 😦

Digitale Welt

Der Fortschritt in den letzten 10 Jahren war so schnell, dass es sich anfühlt, als ob es hundert Jahre gewesen sein müssten. Wir leben im Zeitalter der Digitalisierung. Ohne die drei Buchstaben WWW geht nichts mehr. Fast über Nacht wurde das Smartphone zur Pflicht, um nicht unterzugehen. Und damit meine ich nicht nur zur Accessoirepflicht, sondern zum erforderlichen Gegenstand für das tägliche angenehme (Über)Leben.

Reisen werden im Netz gebucht. Schnell und einfach. Kleider, Schuhe, Möbel, Kosmetik, Esswaren und Getränke – alles gibts im Netz. Schnell und einfach. Das gute alte Papierticket für die Bahn, das Parkhaus oder den Flug hat heute jeder auf seinem Smartphone. Und im Handel verschwinden immer mehr Artikel, die es inzwischen nur noch online gibt.

Es ist eine Tatsache, dass wir uns vor dem digitalen Fortschritt nicht verschliessen können und mitziehen müssen. Was aber ist mit jenen Dingen, bei welchen man die Wahl zwischen der alten konventionellen Art und der digitalen Variante nicht mehr hat? Jene Dinge eben, die es nur noch in der fortschrittlichen Version gibt?

Klar, ihr denkt jetzt bestimmt: Kein Thema, dann halt digital. Nun ja, ich denke das auch – aber denken das die 30-er und 40-er Jahrgänge auch? Jene Generation, die ohne Computer und ohne den digitalen Markt gross geworden ist. Was machen diese Menschen? Viele von ihnen haben gar kein Smartphone – bei ihnen ist das Handy mit den Knöpfen das höchste der Gefühle. Sie möchten gerne im Laden noch bedient und beraten werden. Sie brauchen Hilfe bei der Artikelauswahl und sie möchten die Parkuhr mit Münzen füttern – nicht mit der App auf dem Smartphone.

Schon mehr als einmal habe ich am Bahnhof älteren Menschen beim Lösen eines Tickets am Automaten helfen dürfen. Was, wenn gerade keine Hilfe zur Verfügung steht und sie ohne Ticket in den Zug einsteigen. Werden sie dann einfach gebüsst, weil sie vom digitalen Zeitalter überrollt werden? Oder wenn sie ihren Wagen an einer Strasse parken, wo nur noch per App die Parkgebühr bezahlt werden kann – müssen sie dann einfach die (gute alte) Papierbusse unterm Scheibenwischer in Kauf nehmen?

Alles was sich aus dem realen Leben ins Netz verlagert, wird für viele ältere Menschen einfach ganz verschwinden, weil sie nicht wissen, wie sie sich in dieser Welt bewegen müssen. Stehen da auch Hilfen bereit, oder vergessen wir diese Jahrgänge ganz einfach? Ich stelle mir gerade vor, wie ich mich fühlen würde, wenn ich morgen in einer Welt aufwache, in der ich mich einfach nicht mehr zurechtfinde. Ein unschönes Gefühl. Ich finde, für jeden digitalen (Fort)Schritt müsste eine menschliche Hilfe zur Verfügung gestellt werden. Sonst vereinsamen unsere Senioren bald in der digitalen Welt, weil sie sich nicht mehr aus dem Haus trauen. Das darf nicht sein!

Das Ende einer Beziehung…

…die es niemals gab. Das ist nicht der Beginn eines Märchens, das ist eine wahre Begebenheit. Und sie ist erst noch einem Lieblingsmenschen von mir passiert.

Da lernt die Lieblingsmenschin via Internet einen Mann kennen. Nicht ungewöhnlich in der heutigen Zeit; und weil sie single ist, geht sie einmal mit dem Mann aus. Sie findet ihn aber ziemlich langweilig und er ist absolut nicht ihr Typ. Ende der Geschichte, müsste man meinen. Aber nein: Der Gute entwickelt sich so nach und nach zum Online-Stalker und nervt sie gewaltig. Also verabredet sie sich mit ihm, um die Fronten zu klären und ihre Ruhe wiederzubekommen. Weiterlesen

Auf den Leim gegangen

Seid ihr auch schon einmal jemandem auf den Leim gegangen? Das ist ein hässliches Gefühl, vor allem dann, wenn man sich in absoluter Sicherheit wähnt, dass alles mit rechten Dingen zugeht. Ich bin kein Mensch, der prophylaktisch davon ausgeht, dass irgendwie und irgendwo immer eine Leiche im Keller liegt. Von daher kann es durchaus passieren, dass ich blauäugig jemandem auf den Leim gehe (und das, obwohl ich braune Augen habe…). Ich musste aber wieder einmal lernen, dass man heute kaum noch jemandem trauen kann – schon gar nicht, wenn es sich in irgendeiner Form um den Begriff ONLINE handelt. Weiterlesen