Fusscrème versus Zahnpasta

Nein, es wird nicht jetzt schon gelacht – es ist vielleicht gar nicht so, wie ihr denkt. Vielleicht!

In meinem Badezimmerschrank stehen jede Menge Tuben. Nicht immer sehr ordentlich; ehrlicherweise eigentlich tendenziell IMMER chaotisch. Und da kann es schon mal passieren, dass die weisse Tube mit der blauen Aufschrift von Dr. Scholl auf das falsche Tablar wandert. Diese Fusscrème ist super – ich liebe sie. Sie enthält Menthol und erfrischt die müden und schwitzigen Sommerfüsse wunderbar. Und sie riecht so … irgendwie ein bisschen wie … Zahnpasta.

Daneben steht meine Meridol-Zahnpasta, weisse Tube mit blauer Aufschrift und … sie riecht nach Menthol. Ja … jetzt fang ihr an zu kichern … ich weiss es! Ich sehe es! Und ich mache euch die Freude nicht, dass ich mir die Zahnpasta an die Füsse gestrichen hätte. Nicht einmal vielleicht! –> Ich habe mit der Fusscrème die Zähne geputzt! 🙂

Fusscrème mit Menthol ist wirklich 1A – aber nur für die Füsse. Im Mund fühlt es sich eklig an. So schmierig und crèmig und es schäumt auch nicht. Ja, ich musste relativ lange schrubben um zu merken, dass ich den falschen Griff gemacht hatte. Ich bin entschuldigt: Ich bin Ü50, es ist heiss, ich bin müde und habe 100 Sachen zu erledigen. Da kann sowas schon mal passieren.

Ich empfehle euch nicht, dasselbe auch zu probieren – es schmeckt wirklich nicht. Aber ganz bestimmt bin ich jetzt mundhygienetechnisch gegen jede Form von Fusspilz, Hühneraugen und harter Haut abgesichert. Wie gut, dass ich es überhaupt bemerkt habe … sonst wären meine Füsse jetzt noch abgesichert gegen Parodontose und Karies und würden perlweiss glänzen. Modepraline wird alt … oder möchte einfach gerne den Winter zurück. Diese Hitze lässt mich die unmöglichsten Dinge tun!

Das geht nun aber echt zu weit!!!!

Meine regelmässigen Leserinnen und Leser wissen es, den anderen sage ich es jetzt: Ich bin eine schlimme Träumerin. Jede Nacht … und ich erinnere mich immer an jedes Detail meiner Träume. Aber letzte Nacht ging es also echt zu weit:

Ich war als Au Pair Mädchen in Amerika – und unsere erwachsenen Kinder haben mich hingebracht … hä???

Das darf doch wohl nicht wahr sein. Wie zum Geier kommt man darauf, einen solchen Stuss zu träumen? Ich bin in einer Familie gelandet, die ein riesengrosses Haus hatte. Alle Böden waren weiss und auf Hochglanz poliert (ich hasse Hochglanz) und die Mama dort hatte blondierte Lockenstablocken (was ich auch ganz furchtbar finde). Zudem haben beide Elternteile im Haus geraucht (zum Kotzen gruselig) und ich hab sogar den Geruch wahrgenommen.

Sie hatten drei verwöhnte Saugören, welche mir mitteilten, was ich gefälligst zu kochen hätte (als ob ich kochen könnte) und ich musste gefühlt drei Tonnen Wäsche sortieren – und zwar nach Sockenwäsche, Unterhosenwäsche, Unterhemdwäsche, Blusenwäsche, Jeanswäsche … etc. etc.! Mein ganzes Zimmer war auf hochglanz in weiss poliert und ich fühlte mich furchtbar. Und als ich meinen Kids beim Abschied sagte, dass ich das wohl nicht lange aushalten würde, meinten die: „Ach, das schaffst Du schon, Du bist stark!“ Hä?

Falls da draussen irgendwelche Traumdeuter nun auf die Idee kommen, mir diesen Traum zu deuten: Darauf wäre ich echt gespannt. Es gibt nicht einen einzigen Funken, den ich mit meinem Alltag, meiner Vergangenheit oder meinen Kindern erklären könnte. Null und nix ist daran sinnvoll, logisch oder zu erklären. Ich bin total kaputt und … ZUM GLÜCK WAR ICH NIEMALS EIN AU PAIR … das ist ja grauenvoll!

Nebeltage versus Sonnentage

Seit langem sitzen wir hier am Schweizer Jurasüdfuss in der dicksten Nebelsuppe, die man sich nur vorstellen kann. Zwischendrin war ein kurzes Sonnenintermezzo, begleitet von heftiger Bise. Eigentlich wäre dies ein Grund zur Freude gewesen – aber nur eigentlich!

Möglicherweise bin ich die einzige, die das Phänomen Sonnendreck kennt. Das funktioniert folgendermassen: In den trüben Nebeltagen, wenn es den ganzen Tag hindruch nie so richtig hell werden will, sieht das Haus kuschelig und gemütlich aus. Das Sofa mit den Kissen lädt zum Verweilen ein, die Kerzen werden angezündet und die Arbeit am Computer macht Spass. Die ganze Familie ist dann im Slowmotion-Modus gemütlich mit einer Tasse Tee unterwegs – egal, was wer gerade macht.
Und dann kommt unverhofft (ja, wir wagen schon gar nicht mehr auf die Sonne zu warten) einmal die Sonne durch die Nebeldecke, beleuchtet schon in den Morgenstunden das ganze Haus und ich sehe überall: Dreck. Staubfäden à la Westernfilm und Haare überall. Es ist ja nicht so, dass bei uns nie geputzt würde – aber wenn es trüb ist, schaut das Haus irgendwie sauberer aus. Bei unverhofftem Sonnenschein erweist sich das als optische Enttäuschung.

Bei einem Vierpersonenhaushalt (inzwischen eigentlich fünf) mit drei Katzen und einem Hund gibt es jede Menge Staub und Haare. Das liesse sich selbst dann nicht vermeiden, wenn man täglich mit dem Staubsauger durchs Haus düsen würde. Diese langen Nebeltage haben aber den Staubsauger irgendwie ruhen lassen – und mich auch. Nun habe ich den Salat. Jetzt befürchte ich nämlich, dass – sollte Madame Sonne sich mal wieder zeigen – dringend ein Entstaubungs-, Enthaarungs- und Entschmutzungsprozess stattfinden sollte. Wie gut, dass ich zu Weihnachten einen Swiffer bekommen habe. Ja, ihr habt richtig gelesen. Unter dem Weihnachtsbaum lag ein Swiffer mit Zubehör. Und nein, ich war deswegen nicht enttäuscht … im Gegenteil: Ich hab mir das Teil selber kaufen wollen, wurde aber vom Göttergatten daran gehindert. Er wusste nämlich, dass das Tochterkind mir schon so ein Ding besorgt hatte. Auf die Plätze, Swiffer, los!!!

Liebe Sonne, ich mag dich und wir alle vermissen dich sehr, aber wenn es ums Putzen geht, dann ist mir ein trüber Tag doch lieber.

Flohmunter

Flohmunter ist das Pendant zu putzmunter. Einfach halt in der modepralinschen Sprache. Warum? Ganz einfach: Da sitzen das Tochterkind und ich mit meinem Ellie-Hund auf dem Sofa und schauen gemütlich fern, als das Tochtekind auf einmal kreischt: „Iiiiihh, ein Floh!!!“
Anmerkung: Die Uhr zeigte zu diesem Zeitpunkt bereits kurz vor Mitternacht und … wir waren schlagartig wieder hellwach! Weiterlesen

Back home

Ferienende ist ein Wort, welches eigentlich grundsätzlich verboten gehört! Leider hat sich das hässliche Wort aber in unserem Vokabular festgebissen und lässt nicht mehr los. So kam es, dass auch unsere wunderschönen Tage im Tirol zu Ende gingen – und nun sind wir wieder zu Hause.

Wer zum Geier hat den Satz erfunden, dass es zu Hause am schönsten ist?

Ich lege mein Veto ein. Was ist schön daran, wenn man nach ein paar Stunden zu Hause schon wieder Ferien nötig hätte? Da warten Waschberge, Katzenhaare, ein Berg Rechnungen zum Bezahlen, jede Menge Post zum Abarbeiten und tausend Dinge, die wieder an ihren Ort versorgt werden müssen. Ich finde das nicht schön! Weiterlesen

Alle Macht der Klofrau

Bestimmt war jeder schon einmal auf einer öffentlichen Toilette. Am Bahnhof, Flughafen, im Theater, dem Club oder wo auch immer. Und nicht selten sitzt vor dem Klo eine Frau mit einer Schale für Kleingeld. Die Anständigen legen etwas in die Schale rein, die Dreisten gehen ohne zu bezahlen durch. Die besonders Dreisten kichern dämlich, wenn sie in der Schlange anstehen. Ob sie es tun, weil sie auf die Klofrau runterschauen, bleibt dahingestellt. Anständig wirkt das doofe Gekichere aber nicht. Weiterlesen

Schreiben von A – Z: R = Rastlos

Rastlos und ich sind beste Freunde. Ob das gut ist, weiss ich manchmal nicht so recht. Aber eigentlich sollte mein zweiter Name rastlos sein. Mein ständig aktiver Geist treibt mich manchmal in den Wahnsinn – oder zumindest sehr nahe an den Rand. Was nützt es, wenn man sich hinlegt um zu entspannen, wenn der Geist und die Gedanken doch keine Ruhe geben. Da kann man die Sache mit dem Hinlegen auch gleich sein lassen! Weiterlesen