Dezembermärchen Teil 3

Jaja, ich weiss – ihr wisst wie das Märchen beginnt: Ich gehe mit klein Ellie auf meinen abendlichen Rundgang … RICHTIG!

Es regnet, es ist düster und die Stimmung ist am Tiefpunkt angelangt. Zumindest dachte ich das bis zum kleinen Strässchen, wo es immer stockdunkel ist. Da leuchtet etwas in hellem Orange auf einer Steinmauer. Ellie hat die Rute mal wieder tief und die Nackenhaare hoch. In meinem Kopf geht schon wieder das Karussell vom Covid dem 19. aus Wuhan los.

„Ich kenn Dich schon“, rufe ich dem orangefarbenen Knollen entgegen und gehe näher ran.
„No, you can not kenn mich!“
„Aha, inzwischen hast Du noch die Sprache verlernt?“ fauche ich übellaunig.
„No, this is my Sprache – my Name is Mutanto änd I am from London.“
„Wie jetzt? Du bist doch noch gar nicht bei uns in der Schweiz – dachte ich zumindest?“ Ich gucke es verwundert an.
„You dachtest wrong! I travelled in a Koffer with a Skiurlauber and now I am here.“
„Und was willst Du hier?“
„I am waiting for a Dubeli ohne Maske and with einer grossen Family!“
Ich überlege, ob ich es einfach tot treten soll. Aber dann wäre ich zu einem Kontakt gezwungen – und wer will schon Kontakt mit solch einer hässlichen Knolle?

„Guck mal – könnten wir nicht einen Deal machen? Du haust wieder ab und wir killen Dich dafür mit der Impfung nicht!“
„I am sehr sorry, böt das ist zu spät. My family änd my friends are schon in den Hotelrooms der Skigebiete.“
„Und was machen die da?“
„Waiting for the big Partys für Weihnachten änd Silvester. Your Party is our Party, Du weisst! We leben from your Parties!!“

Ich schäume vor Wut. Und schreie ihn auf Englisch an:
„Fuck off, stupid ugly Virus!“
Es ganz ruhig: „Do not aufregen, I äm not dumm. Dummheit is your problem!“ Mit einem fiesen Grinsen verschwindet es im Regen …
Jetzt geht also nur noch volle Pulle mit dem Impfen – aber subito. Und dabei hoffen, dass wir diese Viecher allesamt killen!

Was zum Geier begegnet mir eigentlich noch so alles auf meinen nächtlichen Spaziergängen mit Ellie – so langsam wäre mein Bedarf an hässlichen Knollen gedeckt.

In diesem Sinne: Haltet die Füsse still und den Abstand gross – und denkt daran – DIESE VIECHER SIND NUR SO STARK, WIE WIR SCHWACH UND DUMM SIND!!! Frohe Weihnachten 🙂

Spiel des Lebens

Wer von euch kennt das „Spiel des Lebens“? Ich meine das Brettspiel – nicht den alltäglichen Wahnsinn. Wir haben uns letzte Woche die neue Ausgabe des Brettspiels gekauft, um wieder einmal mit dem Tochterkind einen Spieleabend zu machen. Habe ich schon erwähnt, dass sie auch mit ihren 22 Jahren immer noch liebend gerne mit den Eltern Brettspiele macht? Einfach himmlisch!

Da haben wir uns also an den Esstisch gesetzt, um uns in die Regeln des Spiel des Lebens einzulesen und dann am Lebensrad in der Mitte des Spiels loszudrehen. Und dabei merkt man schnell, warum es Spiel des Lebens heisst: Man kann studieren oder eine Berufslehre machen; man kann vom Wohnwagen bis zur Villa alles an Eigenheim kaufen; man kann/muss manchmal Schulden machen; man verdient je nach Beruf mehr oder weniger; man bekommt Kinder etc. etc. – eben einfach so, wie auch das Leben funktioniert.

Jeder Spielzug entspricht einer neuen Lebenssituation oder stellt einen vor Entscheidungen. Und dabei ist während des Spiel der vermutlich coolste Spielzug geschehen, den ich jemals miterleben durfte. Der Göttergatte ist nämlich auf einem Feld gelandet, auf welchem geschrieben stand: „Eine Operation rettet Dein Leben.“ Hä? Mir stellten sich für einen kurzen Moment die Nackenhaare zu Berge. Woher weiss das Spiel, dass der Göttergatte mit dieser hinterlistigen Krebskrankheit kämpft und vor einer grossen Operation steht? Egal, woher das Spiel das weiss … und ich will jetzt auch nicht hören, dass es sich um einen Zufall handelte. Ich will für einmal einem simplen Brettspiel glauben und gehe davon aus, dass es GENAU so kommen wird! Eben einfach genau so, wie das Spiel des Lebens es gesagt hat – schliesslich machen wir nichts anderes, als tagtäglich unser Spiel des Lebens auf dem Onkoplaneten zu bestreiten. Und der Göttergatte hat heute gesagt: „Der Krebs ist ohnehin nur Nebensache – Hauptsache ist das Leben!“ Wie recht er doch hat … mein Held! 🙂

Reblog der 5 beliebtesten Beiträge laut WordPress-Statistik: *Nr. 4*

Dass bei den meistbesuchten Beiträgen der tierische Beitrag mit dabei war, lag irgendwie auf der Hand. Hat mich also zumindest gar nicht überrascht. Hier noch einmal für euch zum Nachlesen:

Tierschutz in Ehren…

Ich liebe Tiere – sehr sogar. Wir haben selber vier knuffige Mitbewohner mit Fell (3 Kater und ein Hund), die uns jeden Tag aufs Neue erfreuen. Und ich bin dafür, dass man die tierischen Gesellen schützt, wo man kann. Ich würde niemals ein Tier quälen und ich würde jederzeit sofort ein gequältes Tier retten, wenn ich diese Möglichkeit sähe. Selber bin ich im Tierschutz aktiv, soweit ich das kann. Ich habe wirklich ein RIESEN Herz für Tiere.

Was mir in letzter Zeit aber doch etwas auf die Nerven geht, ist die Tatsache, dass auf Facebook und Instagram an manchen Tagen mehr Tierquälereibilder kursieren, als irgend etwas anderes. Ich kann diese Bilder schon gar nicht mehr sehen. Ausgezehrte Hunde, verhungerte Kühe, geschlachtete Krokodile – Tierkadaver in allen möglichen und unmöglichen Varianten, welche offenbar eigentlich das Ziel hätten, auf die Missstände aufmerksam zu machen. Ich bin mir einfach nicht so sicher, ob diese Bilder wirklich ihr Ziel erreichen, oder ob sie in diesen Mengen nicht einfach nur noch weggedrückt werden, weil sich das menschliche Auge auch an solche Grausamkeiten sehr schnell gewöhnt?! So ähnlich, wie bei einer Überdosis – Gefühle tot, Ziel verfehlt, alles futsch!

Ich weiss noch, dass ich beim ersten Bild von verhungernden Hunden total geschockt gestarrt habe und nicht glauben konnte, was ich da sah. Inzwischen übergehe ich diese Bilder einfach, weil es derart viele sind, dass ich keine Lust mehr habe, mir das zig mal anzutun. Man sagt doch, dass die Menge entscheidend ist, ob etwas Erfolg hat, oder nicht. Manchmal ist doch weniger einfach mehr. An gewissen Tagen habe ich echt das Gefühl, auf einem militanten vegetarisch-veganen-Tierschutz-Facebookprofil gelandet zu sein. Nicht, dass das etwas schlechtes wäre, aber wenn jeder schon nur ein Bild pro Tag aufschaltet, dann hat das Gruselkabinett bis zum Abend einen ziemlich abgestumpft. So tickt der Mensch nun mal. Was er immer wieder sieht, sieht er irgendwann eben nicht mehr.

Und was ich mich am allermeisten Frage: Ist den Tieren mit diesen Bildern letztendlich wirklich geholfen? Bei all den Schreckensnachrichten, mit welchen wir überall und tagtäglich zugemüllt werden – reagieren wir darauf überhaupt noch? Wäre es nicht besser, die Menschen mit Spendenaufrufen oder Aktionen in Tierheimen auf die Thematik aufmerksam zu machen, als einfach wie wild gruselige Bilder in die Welt zu schicken….

Ich bin mir echt nicht sicher, was der klügere Weg ist – ich hätte aber einen Vorschlag: Jeder, der 50 Bilder hochgeladen hat, muss ein Tier in echt retten. Da wären wir schon einen grossen Schritt weiter. Mit hochladen alleine ist nämlich noch nicht wirklich geholfen. Und ich kenne aktuell nur eine einzige Person, die gleichviel rettet, wie postet!

Als die Hexe mich gerettet hat…

Es ist jetzt 33 Jahre her, als ich sie traf: Die erste, lebendige und echte Hexe. Klar weiss ich heute, dass sie keine Hexe war, aber damals sah das etwas anders aus.

Ich wurde per Flugzeug als Notfall aus dem Ausland in die Schweiz geflogen – mit einem entzündeten Blinddarm kurz vor dem Durchbruch. Eine Notoperation und eine ziemlich aufwändige „Bauchreinigung“ retteten mein Leben, denn die giftigen Muscheln, die ich im Urlaub gegessen hatte, wüteten ganz schön in meinem Gedärme. Weiterlesen