Die Modepraline geht baden …

… und das wortwörtlich – entgegen all meiner Abneigungen und Ängste!

Jeder weiss, dass ich Sonne, Sand und Wasser hasse. Inseln sowieso! Und nun hat es mich doch tatsächlich, einer lieben Freundin wegen, auf ein Insel verschlagen. Von heute auf morgen: Mehr spontan geht ja wohl nicht! Wie gut, dass es so schnell ging … hätte ich Zeit zum Nachdenken gehabt, hätte ich es mir womöglich noch mal anders überlegt. Es ist nämlich in der Tat so: Es ist heiss, umgeben von Meer und voller Sand …

Mir war schon auf dem Hinflug klar, dass ich damit eine Challenge angenommen habe, bei welcher ich gerade meine Grenzen ziemlich heftig überschreite. Mir war aber auch klar, dass ich – trotz Meer – niemals in diesem riesigen Etwas baden würde. Bis heute. Ja, ich habe es tatsächlich getan: Ich habe mich mit der lieben wasserrattigen Begleitung ins riesige Nass gewagt. Quietschend wie ein Meerschweinchen, leicht panisch (da hat es Fische drin) und mit viel bäh (Sand!) bin ich an ihrer Seite todesmutig ins Meer gewackelt (jap, genau so hat es ausgesehen!).

Ich hätte mir im Leben nicht träumen lassen, dass ich das nochmal tue. Und als ich mal drin war und endlich keinen Boden mehr unter den Füssen hatte (das fühlt sich nämlich gruselig an), da fand ich es auf einmal ganz okay. Trotz Rückenblockade (die ich mir notbene von Zuhause mitgenommen habe) hab ich alles gegeben und bin geschwommen. Wenn man ausser Acht lässt, dass ich nun noch eine Zerrung am Oberarm habe, weil ich mich nicht recht bewegen kann und mich irgendwie vor dem Absaufen retten musste, dann war das richtig lustig.

Ich habe selbstverständlich meine Fotos bereits auf Facebook und meinem Whats app Status hochgeladen, um der Welt zu zeigen, wie sehr ich an meinen recht engen Grenzen arbeite. Leider können die meisten nicht glauben, dass wirklich ICH das bin auf diesen Bildern – oder meinen wohl, es seien Fakes. Naja, ich bin selber schuld, habe ich doch all die Jahre immer grossmaulig kundgetan, dass ich Inseln hasse – und Hitze, Sand und Meer noch vielmehr! Das hab ich nun davon.

Morgen werde ich mich in weitere Inselabenteuer stürzen – es sei denn, ich werde von irgendwelchen Halligalli-Malle-Deutschen davon abgehalten. Von diesen gibt es hier auf dieser Insel nämlich jede Menge. Deren Mineralwasser ist Bier und deren Niveau gleicht nicht selten dem eines kranken Primaten. Aber dazu  mehr in der nächsten Inselstory …

Alltagsallergie

Da komme ich total entspannt, frisch renoviert und gerade gerichtet nach vier wunderbaren Wellnesstagen nach Hause und will noch ganz lange von den schönen Erinnerungen zehren. Leider macht mir da mein Rücken einen Strich durch die Rechnung. Einfach so, aus dem Nichts – beim Sitzen – macht es auf einmal ganz übel AUTSCH und mein Kreuz fühlt sich an, als ob ich 100 Kilo gehoben hätte. Laufen tut weh, Sitzen tut weh, Liegen tut weh, Stehen tut weh und Husten treibt mir die Tränen in die Augen. Das gibt es doch gar nicht.

Ich überlege, was ich denn getan haben könnte. Also: Koffer ausgepackt, Wäsche in die Waschküche verfrachtet, mit dem Hund draussen gewesen, Tisch aufgedeckt, Kleider versorgt und sonst noch gefühlt 50 Alltagsdinge halt.

Aber nichts hat sich akut überlastend angefühlt. Der Schmerz kam danach beim Sitzen und ist seither da – und er lässt mich aussehen wie eine 100-Jährige. Ich habe Mühe bei jeder Bewegung und frage mich die ganze Zeit, was ich wohl falsch gemacht habe. Eigentlich gibt es dafür nur eine logische Erklärung: Mir ging es im Wellness hervorragend und ich war rundum pudelmunter und fit. Ich komme wieder in den Alltag und … AUAAAAAAA!!! Also kann es sich dabei eindeutig nur um eine Alltagsallergie handeln. Vielleicht bin ich ganz einfach nicht für den Alltag konzipiert?! Möglicherweise bin ich eine Fehlkonstruktion, die nur dann perfekt läuft, wenn sie im Ausnahmezustand (sprich Ferientage) ist. Oh je – jetzt habe ich den Salat.

Ob die Rückenschmerzen sich verziehen, wenn ich ein Antiallergikum schlucke? Auf dem Beipackzettel steht aber eben nichts von Alltagsallergie. Da steht nur Pollen, Haare und Staub. Das dürfte also nicht die Lösung sein. Und ich habe auch schon versucht, so zu tun, als ob ich nicht im Alltag wäre. Mein Rücken hat mich aber sofort in die Realität zurückgeholt. Selbst die Tasse mit dem Kaffee lässt mich zucken, wenn ich sie hebe. Und Kaffee ist mein Muntermacher in der Freizeit und im Alltag.

Ich versuche grad, ganz tapfer nicht in den Alltagsblues zu verfallen – schliesslich ist nicht jeder Tag Wellness. Ob mein Rücken das auch noch kapieren wird, werden wir sehen. Ich möchte aber jetzt einfach gerne bedauert werden …

Doofe Erfindung

Ich habe bekanntlich einen etwas kleineren Hund (nur optisch – im Herzen ist sie ein Löwe). Sie wiegt gerade mal 6 Kilo. Und für manche ebenso bekannt habe ich eine Auto mit einer ziemlich hohen Einstiegshöhe. Wo liegt also das Problem? Ganz einfach: Die Hündin schafft den Einstieg in den Kofferraum nicht selber, weshalb ich mich mit meinem lädierten Rücken immer bücken, sie hochheben und auch wieder beim Ausstieg helfen muss. Auf der Suche nach einen anderen Lösung hat man mir eine Einstieghilfe für Hunde empfohlen. Speziell angefertigt für Autos mit hohem Kofferraum. Beliebig verlängerbar und mit Auszug und Einschub. Wie praktisch – ich bestellte mir beim Autohändler gleich so ein Teil und prompt wurde dieses auch 3 Tage später geliefert. Weiterlesen

Ich habe Rücken…

Überall und immer wieder beschweren sich die Kirchen, dass die Besucherzahlen rückläufig sind und die Pfarrer/innen nicht selten vor leeren Kirchenbänken predigen müssen. Nun, dass das sicher nicht zuletzt damit zusammenhängt, dass unter dem Deckmantel der Kirche viel Negatives gelaufen ist, weiss wohl jeder. Immer mehr Menschen sind nicht mehr bereit, Kirchensteuern zu bezahlen, um dann aus den Medien erfahren zu müssen, was wieder in welcher Pfarrei oder welchem Kloster an Sauereien abgelaufen sind. Die Menschen sind kritischer geworden und halten (zum Glück) nicht mehr einfach blind an Traditionen fest, bloss weil man es halt immer so gemacht hat. Weiterlesen

Sprichwörter von A – Z / Buchstabe D

Viele liebe Leser/innen haben mir Schützenhilfe bezüglich des Buchstabens C geboten. Dankeschön! Da ich aber nicht selber darauf gekommen bin, werde ich mich nicht mit fremden Federn schmücken. Deshalb anstelle des „C“s hier nun der Buchstabe D – denn am C bin ich kläglich gescheitert…..:-( Mein persönliches Alphabet ist also neuerdings ohne C….

Dagegen ist kein Kraut gewachsen. Dieses Sprichwort hat mehrere tiefere Bedeutungen. Eine kommt aus dem Lateinischen und bezieht sich auf den Tod. „Contra vim mortis non est medicam in hortis.“ Also, gegen den Tod ist kein Heilkraut gewachsen. Der andere Ursprung ist ähnlich angesiedelt, bezieht sich aber auf die Liebe. „Nullis amor est sansabilis herbis.“ Bei Liebeskrankheit gibt es kein Heilkraut. Beide sind wahr und so ist die Redensart eigentlich auf viele Dinge im Leben zu beziehen. Auch gegen Blödheit oder Intoleranz ist leider kein Kraut gewachsen. Von daher hat dieses Sprichwort seine Gültigkeit nie verloren. Im Gegenteil! Weiterlesen

Brief an meinen Rücken – Challenge

Sei gegrüsst, Du grösstes meiner Übel

Eine andere Begrüssung fällt mir zu Dir leider nicht ein. Denn wenn ich Rücken denke, kommen mir leider nur folgende Begriffe in den Sinn: Scheuermann, Schleudertrauma, Skoliose, Morbus Bechterew und Bandscheibenvorfall. Das klingt nicht nur wie die Krankenakte eines 90-jährigen Patienten (sorry an alle 90-Jährigen, die bestimmt hundert mal fitter sind, als ich) – das fühlt sich auch genauso an! Ich meine: Deinetwegen musste ich schon als Kind wöchentlich ins Rückenturnen, in die Therapie und hatte immer Schmerzen. Wegen Dir musste ich ins Ballett und ich habe es gehasst. Deinetwegen konnte ich auch das Skifahren begraben. Du machst mir das Schlitteln unmöglich. Hüpfen und Rennen werden zur Herausforderung mit unvorhersehbarem Ausgang und Bücken (Schuhe binden) zum Kraftakt. Und das mit 48 Jahren. Und wenn ich eine normale Einkaufstüte trage, kann es durchaus sein, dass ich anschliessend wieder tagelang mehr schlecht als recht durch die Gegend schleiche. Weiterlesen

Wenn die Hexe einschiesst

Wer schon einmal einen Hexenschuss hatte weiss, wovon ich nun erzähle. Wer bislang verschont blieb, dem wünsche ich, dass das so bleiben möge. Vorab soviel: Der Begriff Hexenschuss kommt aus der mittelalterlichen Vorstellung, dass Krankheiten von übernatürlichen Wesen (z.B. Hexen, Elfen etc.) mittels Pfeilschuss dem Menschen zugefügt werden. Dann bedanke ich mich doch recht herzlich bei der dämlichen Hexe, die letzthin in meiner Duschkabine nur darauf wartete, mir beim Ausstieg ins Kreuz zu schiessen. Hinterrücks, unangemeldet, fies und sowas von hinterhältig! Weiterlesen