Ganz viel …SICHT!

Wir leben in schwierigen Zeiten – Zeiten, die bislang keiner von uns kannte. Und nun gibt es ganz viele Dinge, die jede/r von uns praktizieren kann – dazu gehören:

Einsicht

Vorsicht

Rücksicht

Weitsicht

Nachsicht

Übersicht

Umsicht

Zuversicht

Wenn jeder von uns diese wichtigen Eigenschaften beachtet und auch lebt, dann dürften wir diese schlimme Krise überstehen – bestimmt nicht schadlos … aber zumindest vernünftig!

Also bitte, bemüht euch alle … füreinander, miteinander und mit ganz viel SICHT!!! Dann wird die Aussicht vielleicht nicht ganz so düster ausfallen 🙂 In diesem Sinne: Bleibt gesund!!

 

Biker-Allergie

Auch auf die Gefahr hin, mich mit meinem Beitrag sehr unbeliebt zu machen, schicke ich diesen Text nun ins World Wide Web!

Da bin ich mit meinen Freundinnen und den Hunden heute auf dem Waldweg unterwegs, als wieder einmal das geschieht, was wir so wahnsinnig respektlos – um nicht zusagen beschissen – finden. Ein Velofahrer nähert sich von hinten in einem Höllentempo und flitzt durch unsere Gruppe, ohne sich in irgendeiner Form bemerkbar zu machen. Von Temporeduktion ganz zu schweigen! Dabei schüttelt er noch verständnislos den Kopf und gibt uns zu verstehen, dass wir auf SEINEM Weg unterwegs sind. Nerv – schäum – groll – tob!!! Ich werde es nie verstehen. Aber ich versuche es einmal mehr:

Liebe Biker

Der Wald gehört euch nicht alleine. Auch die Witi nicht. Es hat genug Platz für alle und mit dem nötigen Respekt kann man sogar nebeneinander leben, ohne sich gegenseitig zu gefährden. Es gibt unter euch nämlich sogar die lobenden Ausnahmen, welche sich per akustischem Zeichen bemerkbar machen und das Tempo beim Kreuzen etwas drosseln, sodass wir uns und unsere Hunde in Sicherheit bringen können. Es bräuchte so wenig! Ich stelle seit Jahren immer wieder fest: Die rücksichtslosesten „Bewohner“ des Waldes sind die Biker. Ihr scheint zu glauben, dass die Welt euch gehört. Dem ist aber nicht so. Wir Hundehalter müssen sogar in den Sommermonaten unsere Tiere an die Leine nehmen, um die wahren Waldbewohner und ihre Jungen nicht zu gefährden. Und ich wäre extrem dafür, dass man mit euch dasselbe täte. Wenn ihr nämlich wie geölte Blitze lautlos querwaldein durchs Grün flitzt, dann seid ihr hundertmal gefährlicher, als wir mit unseren Hunden. Und jeder trainierte Hund besitzt mehr Anstand, als ein wildgewordener Biker. Lasst euch das einmal mehr gesagt sein!

Am liebsten sind mir ja jene rücksichtslosen Radfahrer, die nach unseren Hunden treten, wenn diese erschrecken und zu bellen anfangen. Hallo??? Wir haben uns heute überlegt, ob wir künftig nur noch mit Holstock bewaffnet spazieren gehen – so können wir dem nächsten Rüpelfahrer das Ding zwischen die Speichen werfen und dann verständnislos den Kopf schütteln, wenn er sich so richtig übel auf die Schnauze legt.

Ich scheine irgendwann den Zeitpunkt verpasst zu haben, als die Biker entschieden haben, die Welt zur ihrigen zu machen. Wir haben nämlich noch gelernt, dass man gegenseitig aufeinander Rücksicht nimmt – und bei uns gabs noch die gute alte Fahrradklingel, die durchaus ihren Zweck hatte. Drum nochmal für all jene, die schneller Fahren als denken können:

ES HAT FÜR UNS ALLE PLATZ – MIT DEM NÖTIGEN ANSTAND UND RESPEKT IST DAS KEIN PROBLEM!!!!

„Bitteschön“

Ich bin täglich mit meiner kleinen Hündin auf den Wegen in unserem Naherholungsgebiet unterwegs. Und genauso begegnen mir täglich Radfahrer – mal Nette, mal weniger Nette. Leider scheint es von der zweiten Gruppe mehr zu geben.

Immer, wenn ich einen Radfahrer kommen sehe, nehme ich die kleine Ellie zu mir ins „Sitz“. Sie kennt das Kommando „Velo“ und weiss, dass sie zu mir kommen und warten muss. Ich mache dies aus Rücksicht auf den Fahrradfahrer und damit Ellie nicht überfahren wird. In den meisten Fällen rauschen die Radfahrer an uns vorbei, ohne das Tempo zu drosseln und ohne auch nur ein Wort zu verlieren. Ich rufe dann jeweils sehr deutlich ein „Bitteschön“ hinterher.

Ganz besonders bescheiden finde ich jene, die von hinten mit extremem Tempo angerauscht kommen und nicht den Hauch eines Versuches tätigen, um auf sich aufmerksam zu machen. Auf einmal sind sie einfach neben uns und wenn Ellie vor Schreck bellt, dann motzen sie auch noch. Hallo? Was ist so schwierig daran, entweder die Fahrradklingel zu betätigen oder „Achtung“ zu rufen. Dann wissen wir, dass wir zur Seite gehen müssen. Oder gehören die Strassen alleine den Fahrradfahrern und ich hab da was verpasst?

Witzigerweise passiert es nicht selten, dass Kinder und Jugendliche auf ihren Fahrrädern sich bedanken, wenn ich mit Ellie im „Sitz“ warte, bis sie vorbeigefahren sind. Soll mal noch einer behaupten, die Jugend habe keinen Anstand. Das würde ich so also nicht unterschreiben. Bei den Älteren bin ich mir da manchmal nicht so sicher.

Und wer nun denkt, dass ich mit Ellie doch besser durch die Wälder ziehen würde, denen muss ich leider sagen, dass wir dort schon beinahe von übermütigen Downhillfahrern auf ihren Monsterrädern überfahren worden sind. Manchmal habe ich echt das Gefühl, die Welt gehört den Menschen auf zwei Rädern. Wenn dem schon so ist, dann doch bitte wenigstens mit etwas Anstand. Das wäre nett. DANKESCHÖN!!