Mein neues Bett

Endlich ist es da, mein neues Boxspringbett! Ich hab mich so darauf gefreut, zu Hause nun endlich so ein Bett zu haben. Bisher lag ich immer nur im Hotel in Hamburg in diesen wunderbaren Betten; und weil ich dort immer viel besser geschlafen habe als zu Hause, hab ich mir endlich auch so ein Bett gegönnt. Mein altes Bett war schon „keine Ahnung wie viele Jahre“ alt. Mein Rücken hat sich täglich über mein altes Bett beschwert und ich habe sehnlichst auf die nahende Rettung gewartet. Jetzt ist die vermeintliche Rettung seit einer Woche hier …

Der erwachsene Körper verfügt über 206 – 214 Knochen (keine Ahnung, woher die Differenz kommen soll …) – ich habe bestimmt doppelt so viele Knochen. Und jeder einzelne tut WEH!!!! Und dazu hab ich noch eine richtig fette Migräne, die ich nicht mehr loswerde. Was soll das? Mein neues Bett und ich scheinen gerade nicht auf der gleichen Wellenlänge zu liegen. Ich fluche innerlich wie ein Rohrspatz! Da gönnt man sich nach Jahren endlich ein neues Bett – Härtegrad wie im Hotel, Optik analog Hotel, Freude wie im Hotel. Und dann? Irgendwie läuft da etwas schief. Jeder meiner Knochen schreit laut AUA und mein Schädel klebt in Kürze wohl an der nächsten Wand … seit Monaten hatte ich keine solche Migräne mehr.

Die Enttäuschung ist grad übel gross. Was mache ich, wenn mein Bett und ich keine Freunde werden? Warum habe ich im Hotel diese Probleme nie – zu Hause nun aber schon? Sollte ich vielleicht ins Hotel ziehen?

Fragen über Fragen und keine Antwort drauf. Fakt ist, dass ich morgens zuerst alle Knochen sortieren und schmieren muss, bevor ich vernünftig aus dem Bett steigen kann. Und der Schädel hämmert wie ein Presslufthammer! Da läuft eindeutig etwas falsch.

Da hat die Modepraline nun monatelang über ihr altes und viel zu weiches Bett gejammert … und nun das Ganze von vorne und andersrum: Neu und offenbar zu hart. Ich rolle mich heute Abend in Ellies Hundebett zusammen und bemitleide mich. Alles tut weh 😦

Ausgeschlafen?

Neiiiiiin!!! Kennt ihr sie auch, diese ultimativen Nächte? Jene, in welchen alles funktioniert, nur das Schlafen nicht?

Da gehe ich müde und zufrieden ins Bett, lösche das Licht und …. ES geht los. ES ist überall: In meiner Blase, in meinem Kopf, in meinen Beinen und einfach überall, wo man den Schlaf stören kann. Schon nach kurzer Zeit unter der Decke findet ES, dass es doch Zeit wäre, mal Pipi zu machen. Noch guter Dinge tue ich das – könnte ja sein, dass ES dann Ruhe gibt.

Zurück im Bett versuche ich auf gefühlt 458 Arten die richtige Schlafposition zu finden. ES sitzt aber dauernd auf meinem Kissen und klopft an, um mir zu sagen, dass DIES noch lange nicht die richtige Position ist. Weil mich das nervt, fange ich unbewusst noch an, mit den Füssen zu zappeln. ES scheint also auch am Fussende aktiv zu sein. Und da meldet auch die Blase schon wieder, dass Pipi keine schlechte Idee wäre. Echt jetzt?

Wieder zurück im Bett schlage ich mit der Faust mein Kissen so in Form, dass ES eigentlich tot sein müsste. Aber nein, das Ding ist zäh. ES nervt weiter. Nun fängt das Gedankenkarussell auch noch an, mich wahnsinnig zu machen. Ich gerate nämlich in Stress (und das im Bett), weil ich das Gefühl habe, JETZT unbedingt schlafen zu müssen, weil der Morgen immer näher kommt. Der Blick auf den Wecker (03.21) macht ES auch nicht besser. ES scheint mir dämlich ins Gesicht zu grinsen. Ich strecke ihm imaginär die Zunge raus und schlafe trotzig ein – um kurz darauf in Albträume zu verfallen. ES ist also sogar in meinen Schlafgedanken aktiv!

Fazit dieser Nacht: Ich stehe um 07.10 total gerädert auf, fühle mich wie von einem Lastwagen überfahren, bin todmüde und ES ist weg. Wehe, wenn ich ES erwische … ich sperre das Ding ins Klo, mache den Deckel zu und spüle so oft, bis ES hoffentlich ersäuft! Guten Morgen …