Hallo 2018

Willkommen im neuen Jahr, ihr Lieben. Alle, die das lesen, haben es geschafft, sich irgendwie ins neue Jahr zu hangeln. Manche besser, andere weniger gut.

Ich wünsche euch, dass alle eure Wünsche in Erfüllung gehen – oder zumindest die essentiellen … die anderen wären aber eine nette Zugabe. Und ich wünsche mir auch, dass ich ein weiteres Jahr im Kreise meiner Familie und meiner Freunde mit vielen schönen Momenten verbringen darf. Weil ich eine sehr grosse Familie und ganz viele liebe Freunde habe, ist das nicht selbstverständlich – es kann nämlich immer mal was passieren.

Mein Traum wäre es, mal ein Jahr ohne Katastrophen erleben zu können. Ganz egal, ob innerhalb oder ausserhalb meines Herzmenschenkreises … einfach mal ein total unspektakuläres, ruhiges, zufriedenes und gesundes Jahr. Das wäre das höchste der Gefühle. Falls uns das jemand schenken möchte, wir würden dafür so einiges eintauschen. Haus, Auto, Uhr, Bankkonto … da wären ganz viele Dinge, die wir in null Komma nix dafür geben würden.

Wer weiss, vielleicht liest das ja nun eine Fee mit einem Einhorn und einem Zauberstab mit Glitzer … und die klingelt dann bei uns an der Türe und ZACK … Wunsch erfüllt! Prima – dann bauen wir uns ein Iglu und köcheln zufrieden unsere Gedankensuppe und geniessen einfach das Leben. So leicht könnte Glück sein!

In diesem Sinne wünsche ich euch allen da draussen einfach alles, was ihr euch wünscht!

Happy 2018 !!!!

Wenn Weihnachten vorbei ist …

… alle Geschenke ausgepackt sind …

… der Bauch vollgestopft ist …

… die Kerzen ausgelöscht sind …

… alles wieder an seinem Platz versorgt ist …

… und man trotzdem das Gefühl hat, dass irgendetwas fehlt – dann kommt der Moment, in welchem tatsächlich auch ich mal sagen muss: Dieses Jahr 2016 kann einfach ersatzlos gestrichen werden. Die lustige, heitere, zynische, spassige, kritische und querdenkende Modepraline hat Tage, an welchen sie so richtig die Schnauze voll hat. Jaja, ich weiss, das sagt man nicht. Aber da kann „man“ auch mal eine Ausnahme machen und einfach in die Tasten hauen.

Ihr kennt sicher alle den Satz: „Es kann eigentlich gar nicht mehr schlimmer werden…!“ Ich traue mich nicht mehr, ihn zu sagen. 2016 hat mir mehr als einmal den Beweis geliefert, dass es immer noch eine Schippe Mist obendrauf legen kann.

Und wenn ich mich einmal im Kreis drehe, beobachte, zuhöre und lese, so muss ich sagen: Ich weiss, woher meine Leere kommt. Und ich weiss auch, dass mein Fels in der Brandung meine Familie ist. Deshalb schwindet mein Verständnis für triviale Pseudoprobleme von Tag zu Tag mehr. Es ist nicht nur meine persönliche, kleine Familienwelt, die 2016 aus den Fugen geraten ist. Der ganze Globus scheint einen Richtungswechsel nötig zu haben. Die Menschheit scheitert an der eigenen Intelligenz und macht sich sehr erfolgreich selber kaputt.

Es gibt 1000 Gründe, warum ich keine Weihnachtsgefühle hatte und noch viel weniger Silvestergefühle entwickeln kann – ich bin inzwischen soweit, dass ich denke: Am besten verschlafe ich den Jahreswechsel … eine andere Zahl wird vermutlich kaum etwas an der Tatsache ändern, dass wir alle dringend ein Wunder nötig hätten.

Die allergrössten aller Wunderkisten, Energiequellen, Hoffnungspakete und erfolgreichen Kampfansagen wünsche ich aber meinem Göttergatten. Ich kenne keinen, der es mehr verdient hat. 🙂

The big party!

Jeder feiert Silvester anders. Die meisten sind an Silvester aber megamässig im Stress. Entweder, weil sie eine Sause organisieren, oder weil sie sich für eine Party herrichten müssen. Mit Familie, Freunden oder Bekannten. Wie auch immer – einfach nicht alleine!

Ist Silvester aber wirklich für alle eine „big party“? Der Nachbar, den man vielleicht nie zu Gesicht bekommt. Wisst ihr, wie der seinen Silvester verbringt? Oder die alte Dame im kleinen Häuschen, die so gut wie nie Besuch hat, weil rundherum alle schon lange weggestorben sind. Was sie wohl an Silvester macht. Und die Randständigen in den Städten, die ohnehin am Rand der Gesellschaft leben. Wie deren Silvesternacht wohl aussehen mag? Weiterlesen

Habt ihr eure Liste….

…mit den guten Vorsätzen für das neue Jahr schon fertig? Es bleibt nicht mehr viel Zeit, der Countdown läuft! Meine ist so kurz wie noch nie. Es steht genau ein Satz drauf:

Ich nehme mir vor, mir nichts vorzunehmen!

Das wird einfach, oder? Bislang habe ich die Erfahrung gemacht, dass ich die Vorsätze genau über die ersten Tage im neuen Jahr retten konnte, dann waren sie auch schon wieder aus dem Sinn. Was soll das also bringen, ausser einem vermeintlich guten Gefühl in der Silvesternacht? Selbstbetrug in Ehren, aber dafür bin ich nun doch zu alt.

Ich möchte mal wissen, wieviel Fitnessabos in den ersten beiden Januarwochen gelöst werden, die dann zu Hause in der Schublade vor sich hin gammeln. Oder wieviele Zigarettenschachteln um 5 Minuten nach Mitternacht im Abfall landen, um anderntags an der Tankstelle schnell wieder Neue zu kaufen, weil die Superidee von der Silvesternacht sich als ziemlicher Kraftakt herausstellt. Oder das Versprechen, keinen Alkohol mehr zu trinken, das viele einfach zu heimlichen Trinkern macht. Am besten sind die Diätvorsätze, welche die Umsätze der „Diätisten“ (ich habe das Wort soeben kreiert) in die Höhe schnellen lassen – und mit ihnen meistens auch kurzum die Pfunde auf der Waage wieder. Die Liste könnte endlos ergänzt werden:
– Kinder versprechen, weniger Fernzusehen
– Männer beteuern, öfters mal Blumen nach Hause zu bringen
– Frauen schwören, nicht ständig neue Möbel anzuschleppen
– Eltern versprechen, toleranter zu sein
– Im Gegenzug werden Kinder zum Versprechen genötigt, bessere Noten zu schreiben
Seitenweise könnte man nun dieses Spiel weiterführen. Und oft kommt das böse Erwachen schon am Neujahrsmorgen, wenn die Vorsätze im verkaterten Kopf irgendwo noch hängen und man sich fragt, wie man aus dieser Nummer am besten wieder rauskommt.

Deshalb habe ich mir vorgenommen, mir diesmal einfach nichts vorzunehmen. Und ich glaube, dass das genauso schwierig ist. Denn schon alleine das Ersetzen der alten Agenda durch eine Neue verleitet einen dazu, darüber nachzudenken, was man im neuen Jahr alles (besser) machen möchte. Das erzeugt Druck und irgendwann schliesslich Frust, wenn man es denn doch nicht schaffen sollte. Ich wünschte mir, dass ich einmal ein Jahr lang einfach Tag für Tag nehmen könnte – einfach so, wie es halt kommt. Ohne Plan, ohne Vorsatz, ohne Druck – einfach nur so. Aber das ist kein Vorsatz, sondern ein Wunsch. Und dafür bin ich nun leider zu spät, denn das Christkind war schon da. Hätte mir eine Woche früher einfallen müssen. Nun denn: Seien wir gespannt, was das neue Jahr so bringen mag!