Sprichwörter von A – Z / Buchstabe Z

Ja, eigentlich kämen ja X und Y noch vor Z – aber was soll ich machen, wenn mir einfach kein einziges, verflixtes Sprichwort zu diesen Buchstaben begegnen will. Also schliesse ich mit dem Z ab und gehe mich anschliessend im Keller schämen….

Zeit heilt alle Wunden. Diese Redensart kommt logischerweise aus der Medizin. Je länger eine Wunde Zeit hat, um zu heilen, umso besser wird es. Das stimmt rein medizinisch gesehen bestimmt. Aber hat das auch im Bezug auf die Seele seine Richtigkeit. Es ist sicher so, dass akute Krisen sich schlimmer anfühlen, als rückblickend, nachdem eine gewisse Zeit verstrichen ist. Aber heilen wirklich alle Wunden? Das frage ich mich tatsächlich. Wenn jemand ein Kind zu Grabe tragen muss, heilt die Zeit da tatsächlich die Wunden? Ich kann mir nicht vorstellen, dass es irgendwann nicht mehr weh tut. Möglicherweise, im Optimalfall, tut es nicht mehr gar so weh, wie zu Beginn. Aber ganz heilen kann doch eine solche Seelenverletzung nie. Oder liege ich da falsch? Ich weiss ehrlich gesagt nicht so recht, was ich von diesem Sprichwort halten soll… Weiterlesen

Sprichwörter von A – Z / Buchstabe W

Wahre Schönheit kennt kein Alter. Wie wahr! Gerade in der heutigen Zeit, in welcher 16-jährige Models Werbung für Antifaltencrèmes machen, ist diese Redensart wichtiger denn je. Nicht nur wer faltenfrei, jung und straff ist, ist schön. Ein altes Gesicht mit vielen Falten erzählt unendlich viele Geschichten und lebt. Dies ist wahrlich schöner, als eine starre Botoxfratze. Hollywood lächelt, und keiner sieht es mehr, weil die Gesichter steiff und starr sind. Das hat beim besten Willen nichts mehr mit Schönheit zu tun. Und wahre Schönheit hat eben andere Werte, als Falten oder graue Haare. Zudem kommt die wahre Schönheit aus dem Inneren eines Menschen – und da spielt das Alter noch viel weniger eine Rolle. Dieses Sprichwort ist heute wichtiger denn je – und wahrer denn je! Weiterlesen

Sprichwörter von A – Z / Buchstabe V

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Man sollte sich nur auf das verlassen, was man nachgeprüft hat. Ich bin die Verfechterin dieser Redensart schlechthin! Heute, im Zeitalter des Kleingedruckten hat diese Redensart noch an Wichtigkeit gewonnen. Überall wird mit irgendwelchen komischen Rabatten, Punkten, Gewinnen und Versprechungen gelockt. Alles klingt immer wunderbar – vorausgesetzt, man beachtet das Kleingedruckte nicht. Wehe – und das ist ein MUSS – man liest aber auch die winzigen Buchstaben auf der Rückseite. Da stellt sich dann das vermeintlich tolle Angebot in der Regel ganz schnell als Lüge heraus. Und gerade ältere Menschen werden so tagtäglich hinters Licht geführt. Ich lebe konsequent nach der Devise: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Wer wird schon gerne angelogen? Ich nicht! Weiterlesen

Sprichwörter von A – Z / Buchstabe U

Übung macht den Meister. Im Handwerk gilt die Bezeichnung Meister als höchster Titel. Und nur wer genügend Übung in einem Handwerk hat, kann diesen Titel erreichen. Von daher ist diese Redensart abgeleitet. Schiesslich sagt man nicht vergeblich Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen (und schon wieder habe ich ein Sprichwort mit einem anderen erklärt….). Man kann nicht ohne Übung und Arbeit etwas können. Man muss es sich erkämpfen! Sonst bleibt man ein Leben lang ein Arbeiter ohne Meisterqualitäten. Von daher wird diese Redensart ihre Gültigkeit wohl nie verlieren. Weiterlesen

Sprichwörter von A – Z / Buchstabe T

Träume sind Schäume. Sucht man nach der Erläuterung, ist diese ziemlich ernüchternd. Wünschträume können schnell zerstört werden – Visionen sind Illusionen – Träume haben keine Bedeutung. Ist das wirklich so? Ich finde nicht! Träume haben durchaus ihre Berechtigung und wer ganz viel für einen Traum tut, kann ihn womöglich sogar wahr machen. Nicht jeder Traum muss wie eine Seifenblase zerplatzen. Das wäre ja unendlich traurig und das Leben wäre trist und öde. Ich finde, dass Träume einen am Leben erhalten und einen dazu antreiben können, Leistungen zu erbringen, die man sonst niemals erbringen könnte. Für mich ist dieses Sprichwort nicht ernst zu nehmen, denn sonst wäre der Alltag ganz schön leer. Weiterlesen

Sprichwörter von A – Z / Buchstabe S

Schuster, bleib bei deinen Leisten. In meinen Augen ein Sprichwort mit zwei Seiten. Gemeint ist, dass man sich auf das konzentrieren soll, was man gelernt hat und mit welchem man sich auskennt. Man soll sich nicht in Sachen einmischen, die man nicht versteht. Mag sein, ist in meinen Augen aber nicht zwingend richtig. Wie soll man dazulernen, wenn man sein Leben lang immer nur das macht, was man mal gelernt hat? Ich finde dieses Sprichwort deshalb nicht unbedingt richtig. Ich gehöre zu jenen, die sich im Leben immer wieder in unbekannte Gefilde wagt. Da gibt es dann zwei Möglichkeiten: Dazu lernen und mitschwimmen, oder eben absaufen. Bislang bin ich noch nicht allzuoft untergegangen. Meistens hatte ich Schwimmhilfe, bis ich es dann alleine konnte. Ich persönlich finde also nicht, dass dieses Sprichwort in der heutigen, schnelllebigen Zeit noch Gültigkeit hat. Man muss seinen Horizont täglich erweitern und multifunktionsfähig sein, sonst hat man auf dem Arbeitsmarkt keine Chance mehr! Weiterlesen

Sprichwörter von A – Z / Buchstabe L

Lachen ist die beste Medizin. Das Sprichwort rührt daher, dass man aus einer Situation das beste machen soll, egal, wie sie gerade ist. Was man nicht ändern kann, ist es auch nicht wert, dass man sich deswegen ärgert. Besser also, man macht das Beste daraus und lacht darüber. Und Lachen schüttet im Körper Glückshormone aus und lässt so eine Situation ohnehin besser erscheinen, als sie vielleicht gerade ist. Also so, wie eben Medizin funktioniert. Anstelle einer Tablette, ein grosses Lachen. Und alles erscheint sofort viel leichter. Stimmt zu absolut 100%, wie ich finde! Zugegeben, einfach so alleine vor sich hinzugrölen, sieht manchmal etwas bescheuert aus. Aber es hilft! Weiterlesen

Sprichwörter von A – Z / Buchstabe K

Kindermund tut Wahrheit kund. Dieses Sprichwort kommt daher, weil ein Kind noch nicht den Sprachregeln der Erwachsenenwelt folgt. Es sagt, was es sieht – und demzufolge auch das, was es denkt. Und das kann manchmal ganz schön hart sein. Wenn uns jemand sagt, dass er seinen dicken Hintern in keine Hose mehr bringt, sagen wir netterweise: „Echt jetzt, das wäre mir gar nicht aufgefallen. Ich finde, Du siehst aus, wie immer.“ Bei einem Kind kann es schon mal vorkommen, dass es bei Mama an der Bluse zupft und fragt: „Mama, warum hat diese Frau so einen dicken Hintern?“ Klatsch! Also meine Tochter hat dieses Sprichwort immer laut und deutlich gelebt. Überall! Auch in der Schule, wenn die anderen Mütter zu den Geburtstagen Kuchenkunstwerke kreierten und sie trocken dem Lehrer sagte: „Kann ich auch Semmeln und Schokolade bringen? Meine Mama hat keine Ahnung vom Backen.“ Danke, liebes Kind. Kindermund tut eben wirklich Wahrheit kund, ob es uns nun passt, oder nicht! Weiterlesen

Sprichwörter von A – Z / Buchstabe J

Jedem Tierchen sein Pläsierchen. Man geht davon aus, dass diese Redensart den Ursprung in einem zoologischen Garten hat. Gemeint ist, dass jedes Lebewesen seine Besonderheiten hat. Übertragen auf den Menschen bedeutet das, dass man jeden das machen lassen sollte, was ihm gefällt. Jeder findet sein Vergnügen in etwas anderem, und das ist auch gut so. Aufgezwungene Regeln, was man zu tun oder zu lassen hat, sollten ersatzlos gestrichen werden. Das Leben wäre dann um einiges einfacher. Mehr Toleranz, weniger Kritik! Wie einfach die Welt doch sein könnte! Weiterlesen

Sprichwörter von A – Z / Buchstabe I

Irren ist menschlich. Auf der Suche nach dem tieferen Sinn bin ich nicht fündig geworden. Dieser Satz sagt, was er eben sagt. Jeder Mensch kann sich mal irren. Simpel und einfach, ohne doppelten Boden. Einfach gut, wenn man das auch zugeben kann, sonst wird es unangenehm. Und unsympathisch. Wer sich irrt, und dann stur behauptet, recht zu haben – nun ja, dass sind jene Menschen, die einem tierisch auf den Senkel gehen können. Jene, die immer alles besser, schneller und genauer wissen, selbst wenn sie keine Ahnung haben. Weiterlesen