Barbapapa

Hallo im neuen Jahr! 2020 – klingt irgendwie komisch … wie ein futuristischer Film.

Seit ich zu den Steinmalern übergegangen bin, stolpere ich wieder über Geschichten, die ich schon fast vergessen hatte. Manche Steine bieten sich von der Form her einfach an, gewisse Sujets draufzumalen. Unter anderem sind da die Formen der ganzen Familie von Barbapapa. Und da ist mir etwas aufgefallen:

Früher war die Welt um einiges fortschrittlicher, als heute! Wir haben es einfach nicht bemerkt, weil kein Mensch deswegen laut geschrien und es auf Social Media gepostet hat!!

Ist euch bewusst, dass Barbapapa rosarot ist? Mir war das gar nicht bewusst. Es war einfach normal. Und wisst ihr was? Kein Mensch hat „schwul“ oder ähnliches dazu als Schimpfwort benutzt. Der Papa durfte ganz in Ruhe rosa sein, ohne dass man dabei auf inkorrekte Gedanken kam.

Und: Ist euch auch bewusst, dass Barbamama kohlrabenschwarz ist? Schwärzer geht es nicht. Und niemand, aber wirklich niemand ist auf die Idee gekommen, sie als „Negerin“ zu beschimpfen. Die politisch korrekten Aussagen waren damals schlicht und einfach kein Thema und es wurde auch nicht aus allem ein Drama gestrickt!!

Barbazoo, der gelbe Geselle der Familie ist ein aktiver Umweltschützer und setzt sich für das Klima und die Tierwelt ein. Zugegeben: Er hat das natürlich nicht in New York vor der UNO Vollversammlung gemacht, aber er hat es schon getan, da hat noch kein Mensch gewusst, dass es einmal eine Greta Thunberg geben wird.

Barbalala, die grüne Schwester ist sehr verträumt und still. Nichts kann die Gute aus der Ruhe bringen. Musisch ist sie sehr begabt. Das war und ist einfach so. Kein Mensch hat darüber sinniert, ob es eine Hochbegabung, ein ADHS oder ein Asperger sein könnte. Es ist einfach nur Barbalala und das ist gut so.

Barbabella, die Violette in der Familie schminkt sich gerne, mag Schmuck und Kleider und gutes Parfüm. Sie hat Angst vor Spinnen und wird bei deren Anblick ohnmächtig. Süsses Ding – heute würde man das „doofe Obertussi“ nennen und sich ausgiebig darüber auslassen.

Und so gibt es in der Familie von Barbapapa noch ganz viele unterschiedliche Charaktere, die einfach okay sind. Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass ich diese Figuren gesammelt habe und dass mich die Geschichten faszinierten. Ich kann mich aber nicht daran erinnern, dass man aufpassen musste, was man erzählt oder gesagt hat – und schon gar nicht, dass man sich über falsche Farben, Formen oder Aussagen auslassen musste.

Wie einfach und wunderbar ist sie doch, die Welt von Barbapapa. Könnten wir nicht einfach ein bisschen mehr so sein wie sie?

What do you want to do ?

New mailCopy

Geliebtes Menschenkind

Wenn jedes Geräusch Herzklopfen macht …

Wenn der Geruch Wärme versprüht …

Wenn ein Blick die Seele verzückt …

Wenn kleine Finger das Herz erwärmen …

Wenn winzige Füsse einen zum Staunen bringen …

Wenn das Gesicht lustige Grimassen zieht …

Wenn der Mund einen schmelzen lässt …

Wenn man die Welt rundherum vergisst …

… dann hat ein kleines Menschenkind sich ins Herz geschlichen

… und es mit purer Liebe gefüllt 🙂

Lieblingsduft

Wie ich sie doch liebe, die Duftwässerchen namens Parfum. Also nicht alle, aber ganz viele davon! Meine Kriterien für einen guten Duft: Süss, Vanille, Zimt, Kaffee, Mandeln, Honig, Milch und Holz. Bloss keine Blumendüfte, da renne ich weit weg. Und weil ich so ein Parfumfreak bin, besitze ich gefühlte 50 verschiedene Fläschchen in allen Farben, Formen und Grössen. Weiterlesen

Im Paradies

Habt ihr euch schon einmal gefragt, wie das Paradies aussieht? Als Kind war ich mir ja sicher, dass das Paradies ausschliesslich rosarot sei und voller Schleckzeug hängt. Schokolade an den Bäumen, Lollypops an den Sträuchern, Kaugummis im Garten und Eiscrèmes in den Pools! So sah damals mein Paradies aus. Und heute? Weiterlesen

Sprichwörter von A – Z / Buchstabe R

Rache ist süss. Ich musste doch ein Weilchen überlegen, bis ich darauf kam, warum Rache süss sein sollte. Aber eigentlich erscheint es mir nun total logisch: Wenn mich jemand quält, mobbt, verarscht oder wie man auch immer das nennen möchte, dann fühlt es sich gut an, wenn ich mich rächen kann. Der Begriff süss umschreibt also in dieser Redensart vermutlich das gute Gefühl, das sich einstellt, wenn man jemandem etwas heimzahlen kann. Logisch, gemäss Bibel sollte man bei einem Schlag ins Gesicht die andere Wange auch noch hinhalten. Meine Devise ist aber definitiv anders. Eher: Wie Du mir, so ich Dir (und schon habe ich wieder ein Sprichwort mit einem anderen zu erklären versucht). In meinem Fall stimmt es schon, dass Rache süss ist – vermutlich nicht sehr edel, aber ist halt so. Weiterlesen

Happy birthday, Lieblingstochter

Heute vor genau zwanzig Jahren wurdest Du geboren. Morgens, kurz vor acht kamst Du mit stolzen 3800 Gramm zur Welt – und warst damit immer noch fast ein Kilo leichter, als Dein grosser Bruder. Obwohl Du über ein stattliches Gewicht verfügt hast, hatte ich das Gefühl, nun auch Baby bekommen zu haben (bei Deinem Bruder waren wir uns nicht sicher, ob er womöglich selber aus dem Spital marschieren würde, weil er so schwer und riesig war!). Du hattest kurze, pechschwarze Haare und eine süsse, kleine Nase. Weiterlesen