Rund ist schön!

Bekanntlich bin ich unter die Steinmaler gegangen. Und ich male viel – sehr viel. Inzwischen sind es knapp 700 Steine, die unter meinem Pinsel gelegen und dann farbig in die Natur zurück gegangen sind. Und dabei habe ich eines bemerkt:

Runde Linien sind bedeutend einfacher zu malen, als gerade Striche! Und weil ich Fan von lustigen Weibern bin, sind meine gemalten Weiber immer rund. Müsterchen gefällig?

Runde Pinselstriche machen mehr Spass – mit Schwung in der Feder … so quasi! Ich male viele verschiedene Sujets … aber bei Menschen ist es ganz klar einfacher, wenn sie lustig und wunderbar unperfekt sind, als den Pinsel zur Perfektion zwingen zu wollen. Ich habe es schon anders versucht, hatte aber nur den Krampf in der Hand, war mit dem Resultat nicht zufrieden und habe alles wieder überpinselt. Wie toll, dass es beim Malen so viel einfacher ist, die Perfektion zu umgehen, als im wahren Leben. Das Leben ist nämlich auch nicht perfekt. Und der Mensch erst recht nicht. Wir sind alles Individuen mit unzähligen Fehlern; und genau das macht uns so einzigartig. Ich werde den runden Pinselstrichen treu bleiben. So macht es einfach mehr Spass!

Ganz schön schwanger

Ich werde bald schon Oma – und ich freu mich wie blöd. Ich bin soooo gespannt, wie das kleine Böhnli aussehen wird. Und ich lach mich täglich scheckig über die Geschichten unseres Tochterkindes, welches eine ansehnliche Schwangerschaftskugel vor sich hinschiebt! 🙂

Im Fernsehen sieht man immer die entspannten Schwangeren, die lächelnd im Garten über den perfekten Bauch streichen – mit dem dünnen T-Shirt und dem absolut einmaligen Busen. Genau – die Realität sieht aber anders aus. Und die Sätze des Tochterkindes fangen nicht selten mit folgender Einleitung an:

Warum sagt einem keiner …

… dass der schöne Schwangerschaftsbusen in Wahrheit zu einem tropfenden Drama wird, welches einen immer wieder in peinliche Situationen manövriert?

… dass man mit der eigenen „Mumu“ nur noch eine Fernbeziehung führt, weil kein Sichtkontakt mehr möglich ist?

… dass man zum fusslosen Wesen mutiert, weil auch die Füsse verschwunden sind?

… dass man beim Beine rasieren auf den Partner angewiesen ist, weil man selber gar nicht mehr rankommt (das Gute daran ist, dass der Partner hin und wieder versehentlich noch ein bisschen Fleisch erwischt und die entstandene Miniwunde dazu ausreicht, dass er einen dann vor lauter schlechtem Gewissen den ganzen Abend verwöhnt … :-))?

… dass nur noch Schuhe ohne Bändel funktionieren, weil Schuhebinden ein schier unmöglicher Kraftakt wird?

… dass die Frage nach „welche Jacke ziehe ich heute an“ sich erledigt, weil es nur noch die EINE Jacke gibt, die passt – egal ob warm oder kalt?

… dass die supertollen Lagerungskissen fürs Bett zwar gut sind; wenn man aber gefühlt 25 davon braucht, um überhaupt noch liegen zu können, man nachts jedesmal über den Mount Kissen steigen muss, wenn man jede halbe Stunde Pipi machen muss?

… dass der geliebte Partner sich an nächtliche Erdbeben gewöhnen muss, wenn der Pottwal neben ihm sich dreht und dabei ächtzend alles zum Vibrieren bringt?

… dass Socken anziehen zur Apnoeübung wird, weil Atmen dabei gar nicht mehr möglich ist?

… dass die süssen Tritte und Hiebe des Babys gegen Schluss der Schwangerschaft irgendwie nicht mehr so süss sind – vor allem weil die Rippen und die Blase dabei bislang unbekannte Schmerzsignale senden?

Ja, und so haben wir uns zusammen schon so oft kringelig gelacht, dass sie meinte, das wäre eine gute Blogstory. Es ist also nicht so, dass ich hier mein Kind ohne sein Wissen „oute“ – sie liest mit und findet, die Welt sollte wissen, dass die perfekten Schwangeren aus dem Fernsehen UNWAHR sind und man in der Realität gegen Ende der Schwangerschaft einfach die Schnauze voll hat und froh ist, wenn das Krümelchen sich auf den Weg in die Welt macht.

Hab ich schon erwähnt: ICH FREU MICH WIE BLÖD!!!! 🙂

Perfekt unperfekt!

Man darf ja hin und wieder träumen. So richtig kitschig, à la Rosamunde Pilcher. Kitschig ohne Ende. Und in diesem Traum bin ich 1.78 gross, gertenschlank, habe makellose Haut, ellenlange Beine, einen perfekt geformten Körper, schwarzes, langes Haar und schneeweisse Zähne. Mein Haltung ist aufrecht, mein Gang grazil. Ich nippe gekonnt an einem Sektglas, stehe auf 16 cm Absatzschuhen und sehe dabei aus, als ob ich so geboren worden wäre. Und wenn ich mich bewege, ziehe ich alle Blicke auf mich. Meine riesigen, stahlblauen Augen mit den langen Wimpern blinzeln dabei schelmisch alle neidischen Blicke einfach weg. Und….. Weiterlesen