Greta hier und Greta da!

Die omnipräsente Klimaaktivistin Greta Thunberg füllt Zeitungen, Social Media Portale, ist Thema an Stammtischen und taucht ständig in der Flimmerkiste auf. Seit ihrer Wutrede vor der UNO Generalversammlung geht mir das Theater aber ganz gehörig auf den Senkel.

Mit einer Dramatik, die ihresgleichen sucht, hat die 16-jährige alle angeschwärzt, ihre Kindheit gestohlen zu haben und schuld daran zu sein, dass sie auf diesem Podium stehe und rede, anstatt am anderen Ende der Welt in der Schule zu sitzen. Hä???

Liebe Greta: Geh zurück in die Schule und beruhige Dich wieder. Wir (die 60-er Jahrgänge) haben nämlich ganz vieles nicht getan, was Deine Altersgenossen heute tun. Wir waren nicht die Wegwerfgesellschaft, die ihr heute seid. Bei uns wurden die Kleider noch geflickt – auf das Loch in der Hose wurde ein Sticker draufgenäht und nicht einfach eine neue Hose gekauft. Wir hatten keine Fastfoodketten, durch die wir mit dem Auto fahren und danach den Abfall per Kick aus dem Fenster am Strassenrand entsorgen konnten. An Festivals mussten unsere Zelte mehrere Male halten und wir haben sie nicht einfach stehen lassen, so wie das heute üblich ist. Wir haben bei weitem nicht soviel Müll produziert, wie ihr das heute macht und wir kauften Gemüse und Früchte noch auf nem Markt – nicht beim Discounter, einzeln verpackt in Plastikbehälter. Wir hatten auch nicht den Elektroschrott, den ihr heute alle habt, weil ihr sonst gar nicht mehr leben könntet. Ich bin persönlich das schlechteste Beispiel in Sachen Klimaschutz – aber ICH habe Dir Deine Kindheit ganz bestimmt nicht gestohlen! Als Deine Mutter 2009 am Eurovision Song Contest für Schweden aufgetreten ist, hat sie sich da wohl Gedanken darüber gemacht, was ein solches Event für die Umwelt bedeutet? Du warst da nämlich schon geboren. Und Deine Kindheit war da schon drei Jahre am laufen! Oder als sie ein Buch über Dich und Dein Asperger-Syndrom geschrieben und dieses medienwirksam mit Lesereisen vermarktet hat, ist sie von Lesung zu Lesung zu Fuss gelaufen? Ja, liebe Greta – Fragen über Fragen, die ich mir nach Deiner Wutrede stelle. Und eine Antwort, die mir aber fest im Kopf sitzen bleibt: ICH habe Dir Deine Kindheit nicht gestohlen – das hat Deine Familie ganz alleine geschafft. Und Deine Generation gehört nicht gerade zur zimperlichsten, was die Müllproduktion angeht. Also bitte, liebes Kind: Geh zurück zur Schule!

Etwas Positives hat Greta aber bei mir bewirkt: Ich habe mich in viele Berichte und Statistiken über den CO2 Ausstoss diverser Dinge eingelesen. Und ich muss jedesmal grinsen, wenn wir hier in der Schweiz wie die Verrückten die Umwelt aktiv retten möchten, wenn man bedenkt, dass wir auf der Weltkugel für das blosse Auge nicht mal sichtbar sind. Solange die grossen Weltmächte nicht aktiv werden, bewegen wir einen Mückenfurz damit. Und das Gezetere wegen der Fliegerei ist auch blosse Panikmache. Die Fliegerei ist nämlich weltweit gesehen unser kleinstes Problem. Solange in Indien die Textilindustrie weiterhin Billigklamotten produziert und damit Dreck in die Welt schleudert, dass es einem schlecht wird, ändert sich gar nichts. Solange China und die USA ihr Denken nicht 180 Grad umdrehen und lernen zu DENKEN, bevor zu TUN, wird sich nichts ändern! Klar, steter Tropfen höhlt den Stein. Aber auch Greta wird mit ihrem Angriff gegen uns alle nichts an der Tatsache ändern, dass jeder auf den anderen zeigt und keiner bei sich anfangen will.

So, nun habe auch ich mich zum Greta-Effekt ausgelassen und kann weiterhin den Kopf schütteln, wenn ich mit meinem Hund in der Natur bin und die Fast-Food-Abfälle der Jugend betrachte, welche sie einfach nach der Party haben liegenlassen.

 

Der amerikanische Griff ins Klo …

… oder warum ich gerade „overtrumpt“ bin!

Was lange befürchtet, aber nie und nimmer wirklich erwartet wurde, ist nun traurige Gewissheit: Die Weltmacht Amerika hat einen rassistischen, sexistischen und ungehobelten Troll zu ihrem Präsidenten gewählt. Und weil ich heute bereits gefühlt fünf Millionen Beiträge dazu gelesen habe, erzähle ich euch nun die First World Problems unseres Zuhauses.

Kennt ihr das, wenn ein Routinehandgriff nicht funktioniert, weil jemand den Ablauf verändert hat. Das kann einen total aus der Bahn werfen. Und genau so ist es mir heute bei meinem persönlichen Griff im Klo ergangen. Normalerweise hängt unser Klopapier immer so, wie „man“ es eben zu machen hat:

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Die Papierblätter haben vorne zu hängen, sodass man sie leicht abtrennen kann. Die einfachste Sache der Welt. Da gibt es kein Wenn und Aber, sonst gerät mein Ablauf total ins Wanken. Nun hat der Göttergatte aber heute nach Toilettenpapier geschrien, ich habe es gebracht und anschliessend feststellen müssen, dass es verkehrt aufgehängt wurde:

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Das geht ja wohl gar nicht. Zuerst habe ich ins Leere gegriffen, dann hinten zu zupfen versucht, was leider ein mühseliges Unterfangen ist, da sich das Papier auf diese Weise endlos abwickelt. Also musste ich die Rolle aus der Halterung nehmen, um sie richtig rum wieder zu montieren.

Ihr habt nun möglicherweise das Gefühl, dass ich mich hier über Dinge mokiere, die nun wirklich nicht wichtig sind. Vielleicht denkt ihr sogar, dass an einem rabenschwarzen Wahltag wie dem heutigen die Welt mit Sicherheit andere Probleme hat. Ich kann euch versichern: Das sehe ich genauso. Deswegen habe ich entschieden, dass der 11/9 von mir zum beschissenen Tag mit dem weltgrössten Griff ins Klo erklärt wird. Und was liegt da näher, als über die eigenen Toilette zu berichten?

Präsidentenwahl in den USA

Die 58. Wahl des Präsidenten und des Vizepräsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika ist auf den 8. November 2016 terminiert.[1] Formal werden an diesem Tag nur die Wahlmänner des Electoral College bestimmt, die ihre Stimmen für die Ämter des Präsidenten und des Vizepräsidenten abgeben werden.

Die eigentliche Präsidentenwahl, bei der die Wahlmänner ihre Stimmen abgeben, findet 41 Tage später am 19. Dezember 2016 statt.[2] An diesem Tag treffen sich die Wahlmänner in den Hauptstädten der Bundesstaaten. Die Stimmen werden versiegelt und nach Washington, D.C. transportiert und am 3. Januar vor einer gemeinsamen Sitzung des Kongresses ausgezählt. Dies ist aber nur von formaler Bedeutung. Das Endergebnis spiegelt in der Regel das Ergebnis der allgemeinen Wahl wider. –> Quelle Wikipedia. Weiterlesen

Nie um eine Antwort verlegen…

Ich warte seit knapp 24 Jahren auf den Tag, an welchem ich beim Sohnemann das letzte Wort haben kann. Bislang leider vergeblich. Es gibt einfach nichts, was er nicht besser weiss, zu wissen meint oder worauf er nicht schlagartig eine Antwort bereit hat. Es ist zum Verzweifeln. Sein Wissen ist immens – und sein unnützes Wissen noch viel grösser. Weiterlesen