Biker-Allergie

Auch auf die Gefahr hin, mich mit meinem Beitrag sehr unbeliebt zu machen, schicke ich diesen Text nun ins World Wide Web!

Da bin ich mit meinen Freundinnen und den Hunden heute auf dem Waldweg unterwegs, als wieder einmal das geschieht, was wir so wahnsinnig respektlos – um nicht zusagen beschissen – finden. Ein Velofahrer nähert sich von hinten in einem Höllentempo und flitzt durch unsere Gruppe, ohne sich in irgendeiner Form bemerkbar zu machen. Von Temporeduktion ganz zu schweigen! Dabei schüttelt er noch verständnislos den Kopf und gibt uns zu verstehen, dass wir auf SEINEM Weg unterwegs sind. Nerv – schäum – groll – tob!!! Ich werde es nie verstehen. Aber ich versuche es einmal mehr:

Liebe Biker

Der Wald gehört euch nicht alleine. Auch die Witi nicht. Es hat genug Platz für alle und mit dem nötigen Respekt kann man sogar nebeneinander leben, ohne sich gegenseitig zu gefährden. Es gibt unter euch nämlich sogar die lobenden Ausnahmen, welche sich per akustischem Zeichen bemerkbar machen und das Tempo beim Kreuzen etwas drosseln, sodass wir uns und unsere Hunde in Sicherheit bringen können. Es bräuchte so wenig! Ich stelle seit Jahren immer wieder fest: Die rücksichtslosesten „Bewohner“ des Waldes sind die Biker. Ihr scheint zu glauben, dass die Welt euch gehört. Dem ist aber nicht so. Wir Hundehalter müssen sogar in den Sommermonaten unsere Tiere an die Leine nehmen, um die wahren Waldbewohner und ihre Jungen nicht zu gefährden. Und ich wäre extrem dafür, dass man mit euch dasselbe täte. Wenn ihr nämlich wie geölte Blitze lautlos querwaldein durchs Grün flitzt, dann seid ihr hundertmal gefährlicher, als wir mit unseren Hunden. Und jeder trainierte Hund besitzt mehr Anstand, als ein wildgewordener Biker. Lasst euch das einmal mehr gesagt sein!

Am liebsten sind mir ja jene rücksichtslosen Radfahrer, die nach unseren Hunden treten, wenn diese erschrecken und zu bellen anfangen. Hallo??? Wir haben uns heute überlegt, ob wir künftig nur noch mit Holstock bewaffnet spazieren gehen – so können wir dem nächsten Rüpelfahrer das Ding zwischen die Speichen werfen und dann verständnislos den Kopf schütteln, wenn er sich so richtig übel auf die Schnauze legt.

Ich scheine irgendwann den Zeitpunkt verpasst zu haben, als die Biker entschieden haben, die Welt zur ihrigen zu machen. Wir haben nämlich noch gelernt, dass man gegenseitig aufeinander Rücksicht nimmt – und bei uns gabs noch die gute alte Fahrradklingel, die durchaus ihren Zweck hatte. Drum nochmal für all jene, die schneller Fahren als denken können:

ES HAT FÜR UNS ALLE PLATZ – MIT DEM NÖTIGEN ANSTAND UND RESPEKT IST DAS KEIN PROBLEM!!!!

Duckface! Wozu?

Ich gehöre nicht mehr zur young generation. Mit knapp 49 Jahren sogar vermutlich eher zur älteren Garde. Und dennoch würde ich behaupten, dass ich noch ziemlich up to date bin und mit den Trends mithalten kann. Vor allem unseren Kindern sei Dank – und der Tatsache, dass ich mit sehr jungen Menschen zusammenarbeite. Weiterlesen

Das kann ich nicht mehr ernst nehmen!

Obligates Morgenritual: Kaffeemaschine anwerfen, Zeitung schnappen und das Geschehen der Welt lesen. Heute hat mich aber schon die Schlagzeile auf der Frontseite der hiesigen Zeitung geärgert – und ich war noch nicht mal beim Kaffee angekommen! Steht da doch in fetten Lettern: „Muslimische Schüler dürfen Lehrerin Händedruck verweigern.

Erst war es das Thema Schwimmunterricht, welches für rote Köpfe sorgte. Dann das Kopftuchtragen. Dann die Kreuze, welche in manchen Schulzimmern hängen. Und nun also der Händedruck zum Gruss. Im Islam gilt offenbar gemäss einigen Rechtsschulen, dass ein Mann eine Frau nicht berühren darf, wenn es nicht seine Ehefrau ist. Im vorliegenden Fall haben es zwei Schülerinnen aber soweit getrieben, dass sie sich auch bei der Lehrerin gewehrt haben, dies zuzulassen, indem sie einfach den Händedruck verweigerten – dies in einer Oberstufenklasse, welche das Ritual des Grüssens per Händedruck schon lange praktiziert. Weiterlesen

Eine Liga für sich!

Es gibt sprachbegabte Menschen und es gibt mathematisch begabte Menschen. Es gibt Menschen mit den unterschiedlichsten Stärken und Schwächen – zum Glück. Und dann gibt es noch eine liebe Freundin, die sprachtechnisch in einer eigenen Liga spielt uns so immer wieder für Lacher sorgt. Man könnte glatt meinen, dass wir sie auslachen. Dem ist aber nicht so. Wir lachen sie an, ganz fest, versprochen! (Ich muss das hier schreiben, sie liest nämlich mit….). Weiterlesen

Schwarz Schuhe und schwarze Schuhe…

„Oh, schau mal, wie schön diese schwarzen Schuhe sind!“ Ein Satz, der mir immer wieder leicht über die Lippen kommt. „Solche hast Du doch schon ganz viele!“ Ein Satz, der meinem Mann noch viel leichter über die Lippen kommt. Verständnislos schaue ich ihn dann jeweils an – nach dem Motto: „Hallo, die sind doch total anders, als die  gefühlt 46 Paar zu Hause.“
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