Abgebrochener Fingernagel …

… und andere Scheisswerbung!!

Ich gehöre zu der altmodischen Gruppe der Fernseherinnen, welche die Filme meistens noch mit der Werbung gucken, anstatt später einzusetzen und zu spulen. Und so kommt es, dass ich mit den dümmsten aller Werbungen konfrontiert werde. Ich muss gestehen, dass ich manche davon nicht einmal kapiere. Als aber vor kurzem in der Flimmerkiste eine Frau an die Scheibe klopfte und meinte:

„Hey ihr Frauen – was ist schlimmer, als ein abgebrochener Fingernagel???? Jaaa, richtig, Vaginalprobleme!!!“

… da dachte ich, jetzt sei ich endgültig übergeschnappt. Die Werbung war dann natürlich für ein Vaginalprodukt. Ich habe total entgeistert meinen Göttergatten angeschaut und gefragt:

„Im ernst jetzt?“

.. und dann haben wir laut losgelacht!

Mal ganz unter uns: Wer zum Geier kommt auf solche Ideen? Ich habe mir vorgestellt, wie eine Gruppe von Werbern über einem Produkt gegen Vaginalprobleme sitzen und darüber sinnieren, wie man das am besten an die Frau bringt. Und weil Frauen ja keine anderen Probleme als Fingernägel haben, MUSS das der Aufhänger sein. Hä??? Ob beim „Making of“ dieser Werbung auch eine Frau dabei war?

Jedesmal, wenn diese Werbung läuft, ist das ein bisschen Fremdschämen auf dem Sofa. Oder was für ein Bild bekommt ihr, wenn ihr sowas seht oder hört? Frauen haben NULL andere Probleme? Die Werbung ist so dumm, dass sie mich nervt. Und sie hat ihr Ziel insofern verfehlt, als dass ich nicht mal sagen könnte, um welches Produkt es sich handelt. Eines weiss ich aber mit Sicherheit:

ALLES ist schlimmer, als ein abgebrochener Fingernagel … der ist nämlich piepegal!

Beautyprodukte mit ???

Abends gemütlich einen Spielfilm schauen und – sich dazwischen von der Beautymaschinerie und deren Werbung berieseln lassen. Ich frage mich immer, ob die Leute eigentlich verstehen, was in diesen Werbungen so geschwafelt wird. Also ich verstehe in der Regel gerade mal die Hälfte. So nach dem Motto: Klingt extrem wichtig und unverständlich, muss also wirksam sein! Oder wisst ihr immer gleich, was gemeint ist mit Sätzen wie:

  • hochdosierte, niedermolekulare Kollagen-Peptide
  • essentielle Aminosäuren und Proteoglykane
  • spezifische Vitamine B1, 2 und 3
  • BeautyCollagen Complex BCC
  • 0% Konservierungsstoffe, Parabene, Paraffine, Parfüm, Alkohol, Farbstoffe
  • fragmentierende Hyaloronsäure

Bestimmt heisst all das etwas unglaublich Gescheites – aber in der Werbung, so im Vorbeiflitzen kann sich das doch kein Mensch merken. Und doch scheint es zu funktionieren. Klingt kompliziert – muss nützen! Sofort kaufen gehen!

Also wenn das Zeug so wirkt, wie es tönt, dann Prost. Dann werden wir bestimmt bald schon alle wie Schlümpfe rumrennen – blau, mit runden Wangen und Kulleraugen. Und mit ganz langen Wimpern.

Und all das zwischen zwei Werbepausen für Euro 9.80 – oder so ähnlich. Ich bin immer froh, wenn ich irgendwo Niveacrème entdecke, da weiss ich nämlich, was es ist. Riecht gut, macht die Haut sanft und ist auch für Babypopos geeignet, dann kann es für mich kaum falsch sein! 🙂

Weniger ist mehr

Gute Werbung ist eine Kunst. Leider verstehen diese Kunst nur die wenigsten, was in den Zeitungen, auf Plakaten, Flyern und Homepages zu irren Auswüchsen führt. Was ich manchmal an Werbematerial im Briefkasten habe, stellt mir die Nackenhaare zu Berge. Überall, wo ich meine Adresse für die Kundenkartei einmal angegeben habe, werde ich anschliessend mit mehr oder weniger attraktiven Werbebriefen bombardiert. Ich betreibe damit inzwischen meine Studien, um es besser zu machen. Weiterlesen

Pinkelpause

Die Fernsehlandschaft hat sich ganz schön verändert – nicht zum Positiven, wie ich finde. Also neben der Tatsache, dass die Gefahr der totalen Verblödung immer latent vorhanden ist, gibt es auch sonst so einiges, was mich nervt.

Früher, als ich mit meinen Eltern noch am Wochenende einen Film schauen durfte, reichte die Werbepause immer grad so knapp zum Pinkeln. Heute nehmen die Werbepausen mehr Zeit in Anspruch, als der Film in seiner ganzen Länge. Es kommt nicht selten vor, dass ich in der ersten Werbepause losdüse, um eine Wäsche in die Maschine zu werfen. Zurück aus der Waschküche merke ich, dass die Werbung immer noch läuft und räume also noch den Geschirrspüler aus. Dann werfe ich mich wieder vor die Glotze, grunze gemütlich vor mich hin und installiere mich erneut. Bis 15 Minuten später die nächste Unterbrechung folgt. Die Waschmaschine kann ich noch nicht nachfüllen, weil die immer noch läuft. Also ab zur Pinkelpause – aber wer pinkelt schon 6 oder 7 Minuten lang. Also düse ich noch ins Schlafzimmer, um mir den Pyjama anzuziehen und komme zurück, um mich zu fragen, warum diese Werbepause immer noch läuft. Weiterlesen

Was macht Clifford Lilley?

Clifford Lilley ist Stylist und Imageberater der schönen Schweizer Prominenz. Er lebt in Zürich und liebt Mode mindestens genauso, wie es eine Frau tut. Ungestylt trifft man Clifford Lilley nie an. Er ist viel zu Fuss unterwegs und macht dabei schöne Naturaufnahmen, welche er auf Facebook gerne mit seinen Fans und Freunden teilt.

 

Clifford Lilley, wie kommt es, dass Sie zum Stylisten und Imageberater vieler Schönen und Reichen geworden sind?

Let’s get the record straight… Nicht alle meine Kunden sind reich und schön! Many are quite normal. Ich hatte das Glück, bei Hannes B. – exclusiver Mode Designer – im Zunfthaus zur Meisen in Zürich meinen „Einstieg“ in den 80-iger Jahren machen zu können. Dies hat sieben Jahre lang gedauert. Während dieser Zeit hatte ich viele lokale und internationale VIP’s kennengelernt. Direkt danach – dank Vitamin B – bin ich beim Schweizer Fernsehen gelandet, wo ich die Stars des Tages beraten und gestylt habe. Sicher hat eine Prise Charme und Offenheit meiner Person dazu beigetragen, dass viele Schweizer mich gut mögen. Gute Laune ist bei mir an der Tagesordnung, mit welcher ich viele Leute anstecke.

Die Schweiz ist Ihre Heimat. War sie das schon immer, oder wo kommen Sie ursprünglich her?

Ich bin seit 1979 in der Schweiz. Geboren bin ich in der Hafenstadt Simonstown (dort wo die Pinguine sind) bei Kapstadt in Südafrika.

Warum die Schweiz?

Mein damaliger Lebenspartner war Schweizer und wir beide wollten von Südafrika weg. Mich faszinierte der Gedanke, ein neues Land kennenzulernen und schlussendlich bin ich in der guten Schweiz hängen geblieben. Ich fühle mich hier sehr wohl.

War Ihnen schon in jungen Jahren klar, dass Sie Ihr Geld mit Mode und Schönheit verdienen wollen?

Irgendwie schon, aber Geld hat mich nie gross interessiert. Dies kam einfach dazu. Als Kind habe ich die Mode schon geliebt. Es ist sehr schön, mit meiner Leidenschaft Geld zu verdienen und davon leben zu können. Ich war immer fasziniert von Kleidern, Stoffen, Farben, Accessoires, Schmuck, Kunst, Design, Musik, Theater, Bücher, Oper etc. Am liebsten hatte ich glamouröse Abendgarderoben, Festbekleidung, Uniformen, Theaterkostüme und die „Haute Couture“.

Wie steinig ist der Weg zum Ziel?

Der Anfang war schwer. Ich war in einem fremden Land, musste die Sprache lernen (Dialekt), mich mit der Kultur anfreunden, Kontakte knüpfen und meinen Stil an die Leute bringen. Ich denke, Steine legt man sich oft selber in den Weg – man muss einfach offen und spontan bleiben und Mut haben für Neues.

Inzwischen sind Sie auch täglich im Fernsehen das Gesicht in Werbespots, wo Sie auch mit Ihrem charmanten Akzent punkten. Wie kam es, dass Sie in die TV-Werbung gegangen sind?

Ich hatte ursprünglich mal Schauspieler gelernt und kenne keine Scheu vor der Kamera. Die Schweizer Leute lieben meinen Akzent. Dies sei mein grosser Bonus, so sagt man mir. Für einige Marken bin ich Botschafter und bin auf diesem Weg in die Werbung gekommen.

Gibt es auch Menschen, die Ihnen so unsympathisch sind, dass Sie ein Engagement ablehnen würden?

Es kommt selten vor, dass Menschen so unsympathisch sind.

Blick zurück: Würden Sie wieder diesen Berufsweg einschlagen?

Sicher! Aber wer weiss, was noch kommt.

Blick nach vorne: Gibt es etwas, was Sie unbedingt noch machen möchten und worauf Sie hinarbeiten?

Ich habe verschiedene Wünsche und Ideen. Ich möchte gerne meine Kreativität weiter ausüben, fotografieren, zeichnen, nochmals ein Buch schreiben, Seminare ausserhalb Europa halten (z.B. Asien oder USA); oder Schweizer begleiten, welche Südafrika kennenlernen möchten. Es wäre schön, ihnen mein Heimatland zu zeigen. Und morgen habe ich vielleicht schon wieder neue Ideen, welche dazukommen. Es sprudelt immer in mir!

Herzlichen Dank für Ihre offenen Worte und viel Erfolg auf Ihrem weiteren Lebensweg.

Wer mehr über Clifford Lilley erfahren möchte, kann dies unter http://www.clifford-lilley.com.