Kindermund

Ich hatte kürzlich ein äusserst lustiges Gespräch mit einem 5-Jährigen, der unsere kleine Ellie streicheln wollte. Mit einem spannenden Mundartdialekt hat er sich erkundigt, ob klein Ellie ihn beissen würde. Ich habe verneint und er hat sich auf den Boden gesetzt und unsere Fellnase genüsslich gestreichelt.

Ich: „Du hast aber einen lustigen Dialekt, wo kommst Du denn her?“

Er: „Von Zuhause.“

Ich: „Und wo ist das?“

Er: „Bei Mama und Papa.“

Ich (inzwischen breit grinsend): „Und wo wohnen Mama und Papa?“

Er: „Da wo ich.“

Um eine Ortschaft herausfinden zu können, wurde ich besonders kreativ – zumindest dachte ich das:

Ich: „Wo gehst Du mit Mama und Papa einkaufen?“

Er: „Im Denner … manchmal auch im Migros.“

Inzwischen standen seine Eltern in der Nähe und amüsierten sich über ihren Sohnemann und seine wahren Auskünfte. Ihr Grinsen war fast noch breiter als meins. Und wer nun denkt, ich hätte mir am Jüngling nicht die Zähne ausgebissen, der liegt falsch.

Ich: „Wo steht denn euer Denner?“

Er: „Fast dort, wo der Julian wohnt.“

Ich: „Und wo wohnt der Julian?“

Er: „Eben, grad hinter dem Denner, hab ich doch gesagt.“

Das anschliessende Lachflash war in beiden Dialekten dasselbe. Die Eltern haben ihren Spross an der Hand genommen und beim Verabschieden gesagt: „Wir kommen übrigens aus Lausen.“

Na also, geht doch!

Überirdisch

Das glaubt kein Mensch:

Ich kann neuerdings unser TV-Gerät mit den Gedanken umschalten; die Mikrowelle schalte ich mit einem Augenzwinkern ein uns aus; der Waschmaschine und dem Tumbler gebe ich aus dem Obergeschoss per Fingerschnippen die Kommandos; das Handy gucke ich intensiv an und es wählt die Nummer, die ich möchte; mein Mann findet mich jetzt überall per GPS; das Navigationssytem im Auto ist nicht mehr im Gebrauch, ich habe jetzt mein eigenes im Kopf.

Warum? Vollständig geimpft! #Moderna haut rein!!!

Krass, wie überirdisch genial man wird nach der Immunisierung. Wenn jetzt noch Kochkunst als Nebenwirkung käme, dann fände ich das richtig grosses Kino. Aber darauf warte ich leider vergeblich.

Die 5G Antenne in unserer Nähe verneigt sich immer, wenn ich an ihr vorbeifahre. Die hat mich offenbar auch in ihr Team aufgenommen. Und wenn ich ein Elektronikgeschäft betrete, dann sprechen all die dargebotenen Teile mit mir. Okay, zugegeben: Das ist etwas mühsam, weil sie immer wild durcheinander reden. So kann ich mich schwer auf ein vernünftiges Gespräch mit einem Toaster oder einem Staubsauger einlassen. Sie ermahnen mich sogar, wenn die Maske verruscht ist und nicht mehr richtig sitzt. Das finde ich praktisch …

Ich bin ja mal gespannt, was sonst noch so alles mit mir passiert – und in der Zwischenzeit bin ich einfach heilfroh, dass ich mich nicht mehr fürchten muss, wenn Kollege Covid mir mal über den Weg läuft. Bei meiner unfassbaren „Ausstrahlung“ zerfällt das Ding vermutlich zwei Meter vor mir zu Staub.

Drum: Wer Lust hat, auch mal überirdische Erfahrungen zu machen – I M P F E N hilft! 🙂

Schreiben von A – Z: W = Witzig

Meine Schreibe ist meistens mit einem ironischen Witz. Meine Wesensart ist – laut meinem Umfeld – auch auf der witzigen Seite. Ich scheine also rundherum eine Witzfigur zu sein. Das meine ich nicht negativ. Nicht so, dass mich kein Mensch ernst nehmen würde, das wäre tragisch. Zumindest hoffe ich, dass ich hin und wieder ernst genommen werde. Aber im Grunde meines Herzens lache ich gerne und mag witzige Gespräche. Mindestens genauso, wie ich tiefgründige Gespräche mag. Witzig zu sein kann aber manchmal auch ganz schön anstrengend sein. Es erzeugt den Druck, witzig sein zu müssen. Auch wenn man mal absolut keine Lust dazu hat. Weiterlesen