Was wenn?

Es gibt im Tierheimalltag Fragen, die glaubt man selber nicht. Da kommt ein Kunde mit seinen zwei Katzen, um sie bei uns in die Ferien zu geben. Seine Frau und er wollen in dieser Zeit in Urlaub fliegen. Wunderbar!

Um den Samtpfoten in dieser Zeit gerecht zu werden, brauchen wir möglichst viele Angaben über Vorlieben, Schwierigkeiten, Macken, Marotten, Fressgewohnheiten oder was die Fellknäuel sonst noch so mitbringen. Lustigerweise gibt es Fälle, da bringen die Katzen eigentlich gar keine Probleme mit, das Herrchen oder Frauchen dafür umso mehr.

Kunde: „Unsere Katzen sollten nicht mehr als 50 Gramm Futter pro Tag bekommen, weil sie zu dick sind.“
Ich: „Dann müssen wir sie in einer eigenen Box anstelle des Ferienzimmers einquartieren. Das kostet einfach etwas mehr pro Tag.“
Kunde: „Nein, das will ich nicht.“
Ich: „Nun, dann können wir nicht kontrollieren, dass sie nicht zuviel fressen. Unsere Ferienkatzen haben im Ferienzimmer freien Zugang zum Trockenfutter.“
Kunde: „Dann muss ich sie also nach den Ferien wieder auf Diät setzen?“
Ich: „Das wird dann wohl so sein, ja.“
Kunde: „Was passiert in einem Notfall?“
Ich: „Wir werden sie in einem Notfall umgehend kontaktieren. Aber es ist ja nicht so, dass wir nicht wüssten, wie wir in einem Notfall zu handeln hätten. Wir sind ausgebildet dafür. Und wir arbeiten mit einem sehr guten Tierarzt zusammen.“
Kunde: „Ich meine, was passiert, wenn bei uns ein Notfall ist?“
Ich: „Bitte? Ich verstehe nicht ganz, was sie meinen.“
Kunde: „Angenommen, uns passiert etwas in den Ferien. Müssen wir dann die Tage, in welchen die Katzen länger bleiben müssten, auch bezahlen?“
Bevor ich weiterschreibe – lasst euch mal diese Frage ganz langsam durch den Kopf gehen…
Ich: „Also, solange sie noch leben, müssen sie selbstverständlich jeden Tag bezahlen, den ihre Tiere bei uns im Tierheim verbringen.“
Kunde: „Aber, da könnten wir ja dann nichts dafür.“
Ich: „Nun ja, ihre Katzen und wir könnten aber auch nichts dafür – und die Betreuung wäre ja dann erst recht nötig und durch uns gewährleistet.“
Kunde: „Das wäre mir aber zu teuer.“
Ich (langsam etwas genervt): „Dann wäre es von Vorteil, wenn nichts passieren würde.“
Kunde: „Wissen sie, was auf der Welt alles passiert. Gar nicht auszudenken, was uns im Ausland alles geschehen könnte.“
Ich: „Warum verreisen sie denn dann?“
Kunde: „Nun ja, ich fände es halt einfach nicht in Ordnung, wenn wir etwas bezahlen würden, was wir nicht selber verschuldet haben.“
Ich: „Fakt ist: Sie bezahlen einfach jeden Ferientag, den ihre Samtpfoten bei uns verbringen. Ist das nun in Ordnung so?“
Kunde (knurrend): „Nein, aber ich habe ja keine andere Wahl.“

Also in besagtem Fall gönne ich den Katzen ehrlich gesagt jeden Ferientag bei uns. Die Samtpfoten haben ein ziemlich schwieriges Herrchen….:-)

Nächte der Wünsche

Die letzten Nächte waren wahre Sternschnuppenregen. Und weil man sich bekanntlich bei jeder Sternschnuppe, die man sieht, etwas wünschen kann, wird das richtig anstrengend.

Gemäss dem Meteorologischen Dienst sind in diesen Nächtend zu Spitzenzeiten 160 Sternschnuppen pro Stunde zu sehen. Das würde also bedeuten, dass man im optimalsten Optimalfall (optimale Wortwahl!!) 2,5 Wünsche pro Minute hätte. Meine Güte! Ich setze mich schon gar nicht erst in den Garten. Das würde mich grausam überfordern. Ganz im ernst: Wer von euch hätte mal so auf die Schnelle 160 Wünsche parat? Weiterlesen

Ich backe eine Katze

Seit einer Weile arbeite ich in einem hiesigen Tierheim. Eine unglaublich spannende, wertvolle, lehrreiche, lustige und manchmal traurige Aufgabe. Der Alltag ist gespickt mit Überraschungen und es gleicht kein Tag dem anderen. Das liegt vermutlich daran, dass Tiere nicht kalkulierbar sind und dass man nie weiss, was den Menschen wieder alles einfällt. Die traurigen Beispiele lasse ich jetzt einmal aussen vor – denn alleine diese würden leider ein ganzes Buch füllen. Deshalb hier ein Beispiel, wie es durchaus auch schon mal passiert ist:

Ältere Dame spaziert ins Tierheim: „Guten Tag. Ich möchte gerne ein bisschen Katzen anschauen kommen.“

Ich: „Also, heisst das, dass sie eine Katze für sich suchen?“

Sie: „Nun ja, das weiss ich noch nicht. Ich will eben zuerst schauen.“

Ich: „Wir haben nicht Katzen auf Vorrat, wenn Sie das meinen. Wir zeigen Katzen, die zu vermitteln sind gerne, wenn jemand gezielt sucht. Ansonsten wäre der Stress für die Tiere zu gross, wenn ständig fremde Menschen durch die Gehege gehen würden.“ Weiterlesen

Für’s neue Jahr…

…wünsche ich allen einfach nur das Allerbeste.

Meinen regelmässigen Leserinnen und Lesern sage ich DANKE für die Treue – es ist eine wahre Freude, wie ihr täglich meine Geschichten lest, kommentiert und mich ermuntert, weiterzuschreiben. Was als Hobby begann, hat sich zum Fulltimejob gemausert.

Meine Statistik zeigt nach wie vor täglich nach oben und ich bin beeindruckt, wie treu und begeistert ihr dabei bleibt!

Mal sehen, was das neue Jahr so bringen mag – privat als auch schreibtechnisch.

Auf jeden Fall wünsche ich allen von Herzen gute Gesundheit, Zufriedenheit, liebe Menschen um sich herum und ganz viele schöne Stunden mit einem Lächeln! Und sollten es mal dunkle Stunden mit Tränen sein, so lasst auch diese zu – sie gehören zum Leben.

Einen guten Rutsch und – mein Blog und ich rutschen mit!

Happy new year!!! 🙂

P.S.: Ein ganz besonderes Dankeschön geht an die folgenden 5 Blogger/innen, welche gemäss Statistik meine Beiträge am meisten kommentiert haben. Ihr seid S P I T Z E !!!

https://esmarinschekocht.wordpress.com/
https://neuesausdemsenftopf.wordpress.com/

https://schnipseltippse.wordpress.com/
https://lovelyritaflowermaid.wordpress.com/
https://pjlhih.wordpress.com/

 

Brief ans Christkind

Unsere Weihnachtstische sind vorbereitet, Baum geschmückt, Geschenke verpackt und … jetzt habe ich mir kurz Gedanken gemacht, wie wohl die Wunschbriefe sich im Lauf der Zeit verändert haben. Hier mein Fazit:

Früher:

Liebes Christkind
Ich wünsche mir zu Weihnachten nichts sehnlicher als ein Pony. Ich weiss, dass das ein grosser Wunsch ist und ich weiss auch nicht so recht, wo ich das Pferd unterstellen soll. Aber ich hätte halt so gerne eines.
Auch eine Puppe wäre toll. Eine, die man umziehen kann. Langes blondes Haar sollte sie haben und wunderschöne blaue Augen. Das wäre richtig cool! Und weil mein Bruder meine Farbstifte alle zerkaut hat, wünsche ich mir eine Schachtel neue Buntstifte.
Also, eigentlich freue ich mich über jedes Geschenk. Hauptsache, es sind keine Strumpfhosen die beissen!
Lieber Gruss und dankeschön!

Heute:

#christkind #geschenk #starwars #DVD #iPhone #Nintendo #geld #egal #hauptsache #gross  #schicken #thx

Und weil meine Kinder schon erwachsen sind, hier nun meine Gretchenfrage an alle, die noch im Kinderweihnachtsstrudel drin sind:
Schreiben eure Kinder noch Wunschlisten oder Briefe ans Christkind?
Glauben die Kids von heute überhaupt noch ans Christkind?

Ich weiss nicht, wie lange ich dieses Märchen geglaubt habe – ich weiss nur, dass ich es toll fand. Und als das Geheimnis auf einmal gelüftet wurde, verschwand leider das Herzklopfen und das tolle Weihnachtsgefühl. Für diese Dinge möchte ich gerne noch einmal Kind sein!

Ein frommer Wunsch…

Lest ihr auch ab und an die Glückwünsche, welche in den Tageszeitungen stehen. Oder jene, die durchs Radio kommen. Wenn Hans, Rosa, Trudi oder Heidi Geburtstag haben und alle Freunde ihnen gratulieren wollen. Eine schöne Geste – aber ein frommer Wunsch geht mir dabei gehörig auf den Senkel: „Bleib, wie Du bist!“ Hä? Was für ein komischer Wunsch ist das denn? Möchtet ihr für immer und ewig so bleiben, wie ihr seid? Weiterlesen

Die besten Wünsche…

…für das neue Jahr!

Meinen beiden einmaligen Kindern wünsche ich, dass all ihre Träume sich erfüllen und sie sich so entwickeln können, wie sie das gerne möchten. Immer mit der Gewissheit, dass die Familie dabei jederzeit als Rettungsanker da ist, wenn es mal brenzlig werden sollte!

Meinem lieben Mann wünsche ich, dass er sich seine Gelassenheit bewahren kann, damit er mich und meine Macken auch weiterhin aushält, ohne dabei Schaden zu nehmen.

Meinen tollen Eltern wünsche ich, dass ihre Gesundheit es zulässt, dass sie weiterhin aktiv und munter durch die Weltgeschichte reisen und sich zu Hause an ihren Enkelkindern erfreuen können.

Meinem kleinen Bruder und seiner Familie wünsche ich, dass sie die Geduld und Gelassenheit haben, als Grossfamilie die Herausforderungen des Alltags zu meistern und dabei zufrieden zu sein.

Meiner grossen Familie mit allen Verwandten wünsche ich, dass sie sich darüber freuen, in einem derart stabilen Netz eingebettet zu sein.

Meinen langjährigen Freunden wünsche ich, dass wir es auch weiterhin so gut zusammen haben und füreinander da sein werden.

Meinen guten Bekannten wünsche ich alles, was sie brauchen, um glücklich zu sein.

Meinen treuen Lesern wünsche ich, dass sie sich weiterhin über meine Texte amüsieren, darüber nachdenken, den Kopf schütteln oder sich manchmal auch nerven. Dafür sind meine Texte schliesslich da.

Und mir wünsche ich, dass ich mit all meinen Wünschen nicht zu hohe Ansprüche gestellt habe. Wäre doch schade, wenn diese Wünsche nicht in Erfüllung gingen.

Wunschliste

Ich habe in diesem Jahr eine Wunschliste für Weihnachten. Rückblickend finde ich, dass es ein ziemlich holpriges Jahr war. Viele Hindernisse, viele Tiefschläge, viele schwierige Entscheidungen, und die Hoffnung auf ein besseres nächstes Jahr. Deswegen habe ich folgende Weihnachtswünsche, die ich dem Christkind gerne durchgeben möchte:

Eine grosse Schachtel Gesundheit

Ein Sack Zufriedenheit

Eine Dose Mut

Ein Koffer Glück

Eine Lastwagenladung Geduld

Eine Tasche Verständnis

Eine Schale Optimismus

Und liebes Christkind, wenn Du Dich schon auf den Weg zu mir machst, dann bring doch bitte von all den Dingen genug mit, damit ich noch ein bisschen weiterschenken kann. Ich wüsste da noch so Einige, die davon auch etwas gebrauchen könnten.

Ein grosses Danke und…

…fröhliche Weihnachten!