Samtpfoten an die Macht!

„Hunde haben ein Herrchen, Katzen haben Personal!“ Diese wahre Aussage habe ich vom Comedian Ralf Schmitz geklaut – ich finde, dass sie perfekt passt. Ich weiss, wovon ich rede, denn durch unser Haus schleichen insgesamt 16 samtige Pfoten (= vier Katzen!). Also eigentlich schleichen sie nicht immer. Manchmal rennen, tapsen, hüpfen, sprinten oder stürzen sie auch. Aber egal welche Situation und welche Stimmung, eines ist auf jeden Fall Gesetz: Sie haben UNS im Griff, definitv nicht umgekehrt!

Da wäre unser „Grosi“ namens Barilla (warum sie so heisst, wissen wir bis heute nicht – sie hatte ihren Namen schon, als wir sie zu uns holten).
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Sie ist die Meisterin des Stalkings! Stupsen, schnurren und vorwurfsvoll anstarren gehört zu ihren Lieblingsbeschäftigungen – eigentlich immer mit Erfolg. Auch wenn wir gerade keine Lust auf Katzenkuscheln haben, sie gewinnt immer.

Dann hätten wir da unseren verfressenen Mogli – alt, eigensinnig und ein bisschen zu sehr Diva für einen Kater.
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ER entscheidet, wann Streicheln angesagt ist – wer das darf, kann sich glücklich schätzen. Er ist der Chef im Haus und die 3 anderen Katzen haben sich zu fügen. Im Laufe der vielen Jahre, seit er bei uns lebt, hat er sich zum verfressensten Wollknäuel entwickelt, das es gibt. Und keine andere Samtpfote haart derart nervig, wie er. Kaum ist man angezogen und ready für den Ausgang (ganz in schwarz), ist er zur Stelle und streicht uns um die Beine! Herzlichen Dank auch. Das ist der Grund, warum unser Haus mit ungefähr 20 Kleiderrollern ausgestattet ist!

Vor drei Monaten sind nun noch zwei Brüder bei uns eingezogen! Pinky und Brain (die beiden hatten ihre Namen auch schon, als wir ihnen bei uns ein neues zu Hause gaben).
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Wie Brain zu seinem Namen kam, fragen wir uns mehrmals täglich. Weniger Brain (Gehirn) kann eine Katze gar nicht haben. Wir lachen uns jeden Tag schlapp über sein lustiges Verhalten. Er schaut leicht dümmlich mit seinen grossen Augen….
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…er hat viel zu grosse Pfoten und fällt hin und wieder sogar über die selbigen. Er miaut was das Zeug hält, manchmal fordernd, manchmal beleidigt, manchmal jammernd – aber IMMER laut. So nach dem Motto: „Hey Leute, ich bin da, könntet ihr mich bitte bemerken und bewundern.“ Und schlafen kann er in Stellungen, die wir bislang gar nicht gekannt haben.
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Es kam schon vor, dass wir dachten, er sei tot – normalerweise schlafen ja Katzen nicht mit offenem Mund. Sicher ist aber, dass wir uns auf der Polstergruppe immer ganz klein machen, um ihn ja nicht zu stören – soviel zum Thema MEINE Polstergruppe!

Sein Bruder Pinky ist der zierlichste der Katzenbande und auch der Kleinste im Quartier.
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Das Problem ist, dass ER glaubt, er sei der Grösste – und zwar einfach IMMER und ÜBERALL. Vermutlich nimmt er das mit dem Tigermuster etwas sehr wörtlich und hält sich tatsächlich für einen echt gefährlichen Riesentiger. Er faucht wie ein Grosser, beisst wie ein Wildtier, greift an, was er besser nicht angreifen sollte (was hin und wieder zu Blessuren führt) und kennt überhaupt keine Scheu! Ein knuffiger kleiner Kerl, der unsere Herzen so schnell erobert hat, dass wir auch schon mal in Pyjamas das Quartier nach ihm abgesucht haben, weil wir dachten, er sässe vor lauter Übermut irgend auf einem hohen Baum und komme nicht mehr runter (auch da leidet er an totaler Selbstüberschätzung).

Die vier schnurrenden Familienmitglieder halten uns ganz schön auf Trab und wenn ich sehe, wie sehr wir uns immer wieder von ihnen erziehen lassen, kann ich Ralf Schmitz einfach nur beipflichten: „Hunde haben ein Herrchen, Katzen haben Personal!“ Wir haben es auf jeden Fall in all den Jahren der Katzenhaltung noch nie geschafft, eine Katze zu erziehen. Die Vierbeiner haben ihren eigenen Kopf und setzen ihren Willen immer durch – in der Regel sind wir es, die kläglich kapitulieren. Sie haben uns gut erzogen und uns zu ihrem Personal gemacht. Und doch würden wir sie nicht missen wollen, unsere 4 felligen Familienbosse!

 

11 Gedanken zu „Samtpfoten an die Macht!

    • Das tun die beiden täglich! Wir sind schon lange nur noch die Untertanen der beiden kleinen Herrscher, und wor lachen uns regelmässig schlapp über deren Ideen. Was dem einen nicht einfällt, darauf kommt ganz bestimmt der anderen. Unsere Vorhänge, Stuhlbezüge, Schuhe und Polstergruppe gehören zu ihrem Kriegsgebiet – mit Verlust muss gerechnet werden. Wir lieben die Beiden! 🙂

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  1. Total verständlich, dass diese 4 niedlichen & lustigen Wesen es jederzeit schaffen, euch um den Finger (resp. um die Pfote) zu wickeln.. Ich freue mich darauf, die 2 neuen Schnuggis kennen zu lernen!
    Ausserdem: Super Blog, super geschrieben!! 🙂

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